Kurvenrad 601

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    • Kurvenrad 601

      Moin.
      Hab ne kleines Problem mit dem kurvenrad vom 601.
      Plötzlich ist der Abstellhebel(170) und die Reibplatte (171)von Rad abgefallen.
      Jetzt die Frage. Der Stift der die beiden Teile zusammen hält ist oben mit einen 1, 2 mm sicherungsring gesichert.
      Und von der anderen Seite??? Leider ist es im SM nicht zu sehen ob da auch ein sicherungsring drauf kommt.
      Im kompletten Zusammenbau der Teile ist ist auch nicht wirklich Platz für einen sicherungsring.

      Beste Grüße Carsten
    • Hi Carsten,
      Der Stift ist Bestandteil des Kurvenrades

      wurde also in der Manufaktur darin Befestigt. Mit dem richtigen Kleber, einfach wieder einkleben. Normalerweise liegt ja keine große Krafteinwirkung an diese Teilen, nur die Abstellschiene. Mach daher sicher dass nicht noch etwas anderes schief liegt das diese Achse raus gezogen hat .
      Auf Vinyl Engine habe ich eine Kurvenrad Wartungsprozedur (Service Guide) in Englischer Sprache verfasst. Momentan wird sie und zwei anderen Prozedure, auf Französisch Übersetzt. Eventuell möchte ich diese "guides" auch auf Deutsch übersetzen aber mein "Linksschreiberiches" Talent steht Krass zum korrekte Rechtsschreiben, wie ich es häufig genug beweise. ... Sechzig Jahren in Kanada hinterlässt halt seine Spuren...
      MfG
      Klaus

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von dualcan ()

    • Hallo Klaus.
      Als ich das Problem mit den federhaus dank deiner Hilfe gelöst hatte, ist der 601 Probe gelaufen.
      Lief auch prima.
      Plötzlich hörte ich ein rattern. Hab sofort den Stecker gezogen weil ich böses geahnt hatte.
      Wieder aufgemacht den Spieler. Da sah ich das der Abstellhebel schon draussen hing und verbogen war. Wusste nicht genau ob ne sicherungsring rauf kommt. Hab dann im SM nachgeschaut. Da war er nicht aufgeführt. Darum frage ich lieber noch mal nach. Welcher kleber ist der richtige?
      Hab sekundenkleber von Pattex da.
      Mann Mann... Ein Problem nach dem anderen mit dem 601.

      Ja 60ig Jahre sind ne lange Zeit. So alt bin ich noch nicht mal... :whistling:
      Aber super das deine Muttersprache nicht verlernt hast.

      Beste Grüße aus dem nassen Deutschland.
      Carsten
    • Hi,
      Hier benutze ich Loc-tite 401 für Metall- Plastik. Loc Tite (-nein--- nicht so ausgesprochen :D - sondern Loc-Teit...) gehört zur Henkel Familie und ist wahrscheinlich nur in Nord Amerika erhältlich. Es ist eine Sekundenkleber Variante. Eigentlich sollte da wirklich nicht viel Druck sein wie ich schon erwähnt habe.
      Mach sicher die Ursache der Karambolage heraus zu finden bevor er nochmals unter Strom liegt.
      Ein gute Idee ist die Mechanik mit der Hand paar mal durchzudrehen bevor er mit vollem Karacho mit dem Motor durch saust. Da kann man immer noch kleiner Wieder stand bemerken, die Sache korrigieren, ohne Risiko.
      Gruß
      Klaus
    • Hallo Carsten,
      Der Stift sollte sich eigentlich selbst im Loch mit der Bohrung begrenzen.
      Dual benutzte für alle Kurvenräder, drei verschiedene Halterungen an diesem Stift,:

      Am roten Kurvenrad ist ein Seeger Greifring, in der Mitte eine Plastik Stellmutter und zuletzt die Idealscheibe die meistens auch am 601 zu finden sind.
      Alle Stifte sitzen so:


      Der Stift ragt nur ein kleines Stückchen über beide Abstellhebel und Reibplatte- genügend eben für Idealscheibe etc.

      Check noch mal die Abstellschiene 262.
      Mit Geräte deren Historie man nicht kennt, kommt es sehr oft vor das da "rumgebogen" wurde.
      Eine gute Idee, Hebel usw. nachzuprüfen ist einfach diese Teile auf dem Chassis Rand zu legen und nach Augenmaß die Parallelität diese Teilen zu prüfen:
      Hier sind zwei Krüppel vom Letzten 1019 den Ich restaurierte:

      Mit der leicht verbogene Abstellschiene, sorgt die Krümmung nach oben dass die drei Punkte nicht auf der Reibplatte sitzen.

      Die Abstellschiene war nicht nur Seitlich etwas daneben, aber auch die Nase und hintere Länge sind verbogen.
      Alle abgesetzte Flächen müssen parallel zueinander stehen. Mit diesem Teil ist ein Abstellvorgang fragwürdig und kann zum Desaster führen. An dieser Abstellschiene sind nur zwei Flächen Parallel und die waren seitlich verschoben...

      Nach erprobter Justierung der Teile und eingeklebtem Stift , wird folgender wieder aufgebaut:
      Auf der Unterseite der Reibplatte (gene K-rad), ein winziger Tropfen Silikonoel AK 100k wie im Bild 12:
      dropbox.com/home/Dual%20Shared…w=Servicing+Dual+Cams.pdf

      Das Siliconoel darf durchaus etwas am Stift und in die Bohrung der Reibplatte dringen.
      Danach an die drei Punkte, kleinste Menge Alvania anbringen - Bild 14.

      Das Silikonöl verhindert eine unerwünschte ruckartige Bewegung nach Kurvenrad Stopp / Nullstelle am Rad. Dies würde ein unerwünschte Tonarm Spiel Wiederholung ohne ende zu Folge haben.
      Die drei Alvania Punkte, (mit etwas weniger Widerstand), machen das auch, aber lassen die Abstellschiene, den Abstellhebel in die Platten Ritzel noch schieben, ohne die Reibplatte, (die mehr Widerstand durch das Silikon hat) zu bewegen.
      Diese Schmier Anleitung wurde nachträglich an alle Kurvenräder angewendet die mit Seegerring oder Idealscheibe bestückt sind. Die K-räder mit Stellmutter kann der widerstand so eingestellt werden das A-hebel/R-platte noch beweglich sind aber nicht durch Inertia Effekt den Tonarm/K-rad nochmal sausen lassen...
      Nebenbei, das 721 Kurvenrad ist noch mit AK 100K Silikonöl an seiner Zentralachse als Schmiermittel benetzt um eben eine Wiederholung und exakte Nullstellung des Kurvenrades zu garantieren.
      MfG
      Klaus

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von dualcan ()

    • OK,
      So nehme ein bisschen mehr Alvania zwischen K-rad und Reibplatte/ganz winzig an den drei Punkte an dem A-hebel.
      Als Dual die Stellmutter in der 1214/6/8 Serie heraus brachte, war ja der Druck von dieser Mutter auf alle Teilen (relativ) gleich. Das war auch ein Grund warum diese Mutter bei der 122x Serie wieder verschwand.
      Die Hauptsache ist das A-hebel und R-platte sich sehr langsam auf Seite gestelltem K-rad, bewegen, wie im Bild 14:
      dropbox.com/home/Dual%20Shared…w=Servicing+Dual+Cams.pdf
      Ein Selbstbau Reparatur Ständer:



      den ich sehr eng an die Maße der Werks gebaute Reparaturböcke für Service Partnern anpasste:


      kann mit den folgenden Plänen:
      dropbox.com/home/Dual%20Shared…ew=DIY+Repair+Stand+2.pdf

      nach gebaut werden.
      Beide Chassis Varianten können montiert werden.
      Gruß
      Klaus
    • Ja wohl, und nochmals Bilder:
      Bild 12:

      Bild 14:

      Bild 15:

      Der Bericht zur Kurvenrad Reparatur kann auf meiner Website (Links)unter Service tips aufgerufen werden.
      Der Beitrag zum Reparaturbock ebenfalls auf der Webseite aber unter Tools (Werkzeug).
      Daneben sind alle Berichte auch auf Vinyl Engine unter "Servicing Dual Turntables" verfügbar,

      Gruß
      Klaus
    • Hmmm- Komisch, hier läuft' s ok.

      Man kann es aber auch via Vinyl Engine hochladen:
      vinylengine.com/turntable_forum/viewtopic.php?f=37&t=65030

      Notfalls kann ich es Dir direkt schicken, brauche nur eine e-mail Adresse, die Du mir über "Contact me" auf meiner Website zuleiten kannst.
      Gruß,
      Klaus
    • Hallo Klaus.
      Hab das ganze heute zusammen gebaut und eingeklebt. Zuerst wollte er nicht richtig abschalten.
      Bis ich die Schraube am kurvenrad einwenig höher gestellt habe.
      Beim zweiten mal war er ein dauerläufer. Habe den Fehler aber gefunden, der startwinkel (203)
      War auch verbogen hab ihn mit den Hammer gerade machen müssen. So stark gewellt war er das es eine Zange nicht geschafft hat.
      Was machen die Leute bloß mit dem Spielern?
      Jedenfalls läuft er soweit wieder. Warte bloß noch auf die Stellhülse. Wenn die drauf ist kann ich auch die Klinke neu einstellen. Dann sollte er wieder laufen wie am ersten Tag.

      Beste Grüße
      Carsten
    • Hi,
      Super das er wieder läuft! Was machen die Leute -eben..
      Hier ist meine nächste Hexen-jagt , ein 1010a der als ein Andenken wieder aufgebaut wird.
      Man nimmt so ein halbes Kilo karre-schmier und "tulft" das Dings über die Ohren ein. :

      Nach dem Motto, ein bisschen Schmier tut gut danach sollte ja "eine Menge" besser sein ^^ ...
      Und falls da das Kurvenrad und Haupthebel Streikt, biegt man einfach die Nase am Haupthebel so ungefähr auf 45 Grad :D :

      Leider kann man die Nase nicht mehr sehen weil sie ja durch Mayonnaise verdeckt ist....
      Diese "kleine Scherze" sind der Hauptfaktor für eine komplette Zerlegung. Nur bei einer individuelle Besichtigung und Prüfung aller Teilen kann man mit der Revision relative sicher gehen. Nach getaner Arbeit kommen immer noch Kleinigkeiten zum Vorgrund, aber man hat wenigsten die obere Hand- meistens -at least.
      MfG,
      Klaus