P60 mit Vorverstärker nachrüsten?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • P60 mit Vorverstärker nachrüsten?

      Hallo,
      beim Aufräumen hier im Haus (evang. Jugendzentrum in Aschaffenburg) habe ich einen Dual P60 gefunden. Er funktioniert noch (wurde wohl nicht allzu intensiv genutzt) und ich möchte ihn im Büro einsetzen. Ich würde ihn gerne mit einem DM103 betreiben, das ich noch übrig habe.

      Jetzt habe ich ich bereits herausgefunden, dass ich dazu einen Vorverstärker benötige.

      Vielleicht kann mir hier jemand helfen? Folgende Fragen treiben mich um:

      Ist das überhaupt sinnvoll? Oder sollte ich mir lieber irgendwo ein passendes Abtastsystem besorgen (das zum Testen hatte ich mir geliehen ... mein Vertrauen in eine Kristallsystem ist nicht besonders hoch, wenn es um die Haltbarkeit der Platten geht)?

      Ist der Einbau eines Vorverstärkers machbar? Wahrscheinlich am ehesten mit einem TVV. Vielleicht hat das ja schon einmal jemand gemacht?
      Ich finde den Kofferspieler einfach genial - transportabel, praktisch und vom Klang her fürs Büro absolut ausreichend. Deswegen würde ich ihn gerne weiternutzen.

      Schon jetzt herzlichen Dank an alle, die sich mein Anliegen überhaupt durchgelesen haben.

      Liebe Grüße - Martin
      "Wie? Du hörst noch Schallplatten?"
    • Hallo Martin,

      meist ist in den P60 das CDS650 verbaut, welches aufgrund verhärtender Gummis eine begrenzte Lebensdauer hat - Du könntest alternativ das CDS660 oder CDS671 verwenden, die ebenfalls mit einer Auflagekraft von 4.5p gefahren werden. Es gibt Leute, denen kommt das für ihre Platten zuviel vor, und sie schwören dann bei Kristallsystemen auf das CDS700 mit 2.5p. (Ich hab das 660 ;) )

      Wenn alles funktioniert und Du damit leben kannst, was an System drin ist, dann musst Du aber gar nichts wechseln und besorgst Dir die Nadel DN85, die mit Diamant statt mit Saphir ausgestattet ist - die Auflagekräfte bleiben identisch, aber der Stein hält viel länger.

      Ich wünsch Dir viel Spaß mit der kleinen Kiste - meine spielt im Sommer auf dem Balkon :)

      Gruß Arne
      Gekommen, um zu bleiben ;)

      DUAL: 1010A - 1015A - 1015F - 1214 - 1214 Hifi - 1239A - 481 - HS36 - HS38 (auf dem Postweg ;) )- KA50 - P60 - P90
      Elac: Miracord 50H
      PE: 2001 - 2010 VHS - 2014
      Technics: SL-Bd22 - SL-B210 - SL-Q303
      Telefunken: Partyset 208 Stereo - W 258 Hifi

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von clairegrube1 ()

    • Hallo,

      wenn man immer eine gute Nadel nimmt spricht nix gegen die CDS 660-Keramiksysteme. Mit einer Suchanzeige wird Dir hier mit Sicherheit schnell geholfen.

      Schlecht ist nur wenn man einen abgenudelten Saphir verwendet...

      Andersrum: ja, den verbauten 1214 kann man auch mit einem DM 103 (ist ja ein Shure M75) verwenden, ein Entzerrer-Vorverstärker wird zwischen Kurzschließer und Vorverstärker geklemmt, allerdings bringt es klanglich nicht wirklich was.
      Der Verstärker ist eher eine Simpelkonstruktion und für die Breitbänder konzipiert, ist nicht Hifi aber in jungen Jahren haben wir mit den '"Schulkoffern" auf Klassenparties Musike gemacht. Komisch, da reichten die 2 x 6 Watt problemlos für den Gemeinschaftsraum inne Jugendherberge...

      Eine Diamantnadel fürs CDS ist preiswerter und hält auch recht lange.

      Peter
      Die Leute blicken immer so verächtlich auf vergangene Zeiten, weil die dies und jenes ›noch‹ nicht besaßen, was wir heute besitzen.
      Es ist nicht nur vieles hinzugekommen. Es ist auch vieles verloren gegangen, im guten und im bösen. Die von damals hatten vieles noch nicht. Aber wir haben vieles nicht mehr.
      (Tucholsky)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von 8erberg ()

    • 8erberg schrieb:

      Andersrum: ja, den verbauten 1214 kann man auch mit einem DM 103 (ist ja ein Shure M75) verwenden, ein Entzerrer-Vorverstärker wird zwischen Kurzschließer und Vorverstärker geklemmt, allerdings bringt es klanglich nicht wirklich was.
      Na, na, na, so schlecht sind die Dual TVV 46/47 auch nicht, ich finde sogar, dass die Ihren Reiz haben und gar nicht schlecht sind, vorallem passen Sie sehr gut zu Shure Systemen und ich finde dass der Dual ein Magnetsystem verdient hat. Aber frage 20 Leute, bekommste 21 Meinungen. Ein Dual TVV47 kostet ca 20~30€, Preis für das System entfällt, da du ja noch eines hast, also wenn´s nicht am Geld liegt....
      Die alten Dual Reibräder ( 12xx ) und sogar manch Direkttriebler Modell hat noch extra ein Platz, wo der TVV genau rein passt und festgeschraubt werden kann ( in der Zarge links hinten unter dem Tonarm ), das sollte dein P60 haben. sonst macht das alles keinen großen Sinn. Selbst kenn ich das Gehäuse des P60 von innen nicht, also mal den Dreher raus nehmen und schauen, ob da links hinten Schraubenhalter sind, oder Bild machen, einstellen und die Boardkollegen sagen dir, ob´s passt oder nicht.

      Grüße
      Ralf
      Dualsammler ist man, wenn die Frau beim eintreffen eines Paketes mit rollenden Augen sagt:"Nein, nicht schonwieder ein Plattenspieler" :D
    • Hallo,

      nö, ich halte die TVV für gute Phonopres.

      Nur wird mit dem TVV im Gehäuse recht knapp und ich weiß nicht warum man einen "alten Herrn" wie den Phonokoffer umbauen sollte.

      Denn klanglich wirds (das ist dem Verstärkerchen und den Boxen geschuldet) niemals Hifi.

      Peter
      Die Leute blicken immer so verächtlich auf vergangene Zeiten, weil die dies und jenes ›noch‹ nicht besaßen, was wir heute besitzen.
      Es ist nicht nur vieles hinzugekommen. Es ist auch vieles verloren gegangen, im guten und im bösen. Die von damals hatten vieles noch nicht. Aber wir haben vieles nicht mehr.
      (Tucholsky)
    • 8erberg schrieb:

      Nur wird mit dem TVV im Gehäuse recht knapp und ich weiß nicht warum man einen "alten Herrn" wie den Phonokoffer umbauen sollte.

      Denn klanglich wirds (das ist dem Verstärkerchen und den Boxen geschuldet) niemals Hifi.
      Wenn ich die Wahl habe, 20-30Euro für ein CDS660 mit Diamandnadel oder 20-30Euro für einen TVV auszugeben, würde ich den TVV wählen. Das Kristallsystem ist nicht mehr vorhanden, dafür liegt das Shure ungenutzt herum, nur der Vorverstärker fehlt.
      Oft ist es bei solchen Projekten anders herum. Das Kristallsystem ist da, für die Umrüstung müsste einiges Geld in die Hand genommen werden, da sowohl MM-System wie auch der Vorverstärker fehlt. Wenn dann 60-70Euro in so ein Kistchen versenkt werden, ist das unwirtschaftlich.
      Gruß
      Thechnor
    • Hi Martin !

      maddin.klein schrieb:

      Ich würde ihn gerne mit einem DM103 betreiben, das ich noch übrig habe.
      Ich würde in das DM103 aber eine beige Nachbaunadel fürs M75 von Cleorec (oder eine originale NB71 / N75) verwenden. Die 103er Originalnadel ist ein schönes Stück, was mit 0.75p laufen sollte. Das ist für das in der P60 verwendete Chassis (Dreher sowohl wie Verstärker) eine ganze Hausnummer zu leicht unterwegs und da kann die Nadel nicht zeigen, was sie bringen könnte.
      Ich habe meinen P44 (P60 Vorläufer mit 1210A) mit einem originalen M75D ausgestattet und das Ding rennt wirklich gut.
      Der Vorverstärker kam von einer ansonsten ziemlich toten KA32 und ist eine kleine, nackte Platine, die ich recht robust im Gehäuse befestigen konnte.

      .
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • eine DN325 Nadel ist wahrscheinlich die meist produzierte und nachgebaute Nadel, daher kann man so eine schon so ab 10e finden, die sollte aber für den obigen Zweck völlig ausreichend sein.
      Was ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann. Es gab mal zeitweise solche Nadeln für 6e von Dreher und Kauf, davon hatte ich mal 2 Stück bestellt, nicht schlecht sind die für den Preis.
      Gruss Armin
    • Herzlichen Dank für Eure Antworten und für die verschiedenen Überlegungen und Möglichkeiten!

      Beim weiteren Aufräumen in der der Ecke, in der der P60 aufgetaucht ist, ist mir heute eine kleines Kistchen in die Hand "gefallen", das unser BFDler schon entsorgen wollte. Darin fand ich ein CDS660 mit einer DN8-"Wendenadel". Gut, dass ich Eure Posts hatte! Wäre sonst wohl jetzt im Müll.
      Ich nehme mal an, die Wendenadel gehört so ... die kann man einfach drehen und sogar recht simpel herausnehmen. Ich hätte überhaupt kein Problem damit, diese zu verwenden und das DM103 für meine beiden Dual-Dreher zu Hause aufzuheben. Spart mir Geld für einen Vorverstärker. Aber ... ich bin mir nicht sicher, ob die DN8 noch in Ordnung ist. Optisch scheint das der Fall zu sein. Wie kann ich das denn herausfinden? Eine alte Platte habe ich hier ... sollte sich ja klanglich bemerkbar machen, wenn da etwas nicht stimmt, oder? Nicht, dass ich mir beim Test eine Platte ruiniere (keine Platte ist so "alt", dass man sie leichtfertig aufs Spiel setzt ;) ).
      Vielleicht kann mir jemand einen Tipp geben?
      "Wie? Du hörst noch Schallplatten?"
    • Hallo,

      eine DN8 ist nicht besonders teuer, daher lieber tauschen. Die kosten auch nicht besonders viel, einige Mitforisti müssten auch noch genug "am Lager" haben, einfach mal fragen...

      Für einen Test ob das CDS richtig eingeclipst ist reicht ja ne olle Ktel-Platte oder so aus.
      Siehe auch dual.pytalhost.eu/systeme/cds660-02.jpg

      Tonarm neu ausbalancieren, Auflagekraft korrekt einstellen und probehören.

      Peter
      Die Leute blicken immer so verächtlich auf vergangene Zeiten, weil die dies und jenes ›noch‹ nicht besaßen, was wir heute besitzen.
      Es ist nicht nur vieles hinzugekommen. Es ist auch vieles verloren gegangen, im guten und im bösen. Die von damals hatten vieles noch nicht. Aber wir haben vieles nicht mehr.
      (Tucholsky)
    • maddin.klein schrieb:

      Eine alte Platte habe ich hier ... sollte sich ja klanglich bemerkbar machen, wenn da etwas nicht stimmt, oder? Nicht, dass ich mir beim Test eine Platte ruiniere (keine Platte ist so "alt", dass man sie leichtfertig aufs Spiel setzt ;) ).Vielleicht kann mir jemand einen Tipp geben?
      Klanglich darf nichts großartig verzerren. Wenn das System/ Nadel nicht OK sind, dann hat man in den dynamischen Stellen einen krächtsenden Klang. Da eine DN8 günstig ist, sollte man sie auf Verdacht wechseln. Für solche Tests sollte man immer ein paar Schlager/Volksmusikplatten vorhalten. Die Platten gibt es wie Sand am Meer und so können sie wenigstens noch irgendeinen Zweck erfüllen, wenn man mal von der Umgestalltung zu Schalen oder Laubsägearbeiten für den Upcycle-Weihnachtsmarkt absieht.

      Schaue dir die Gummis unten am System, die die Nadel umschließen, an. Fahre vorsichtig mit dem Finger ein, zwei mal drüber. Diese müssen geschmeidig sein und dürfen weder ausgeleiert noch gebrochen sein. Das ist die Schwachstelle der Systeme.
      Gruß
      Thechnor

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Thechnor ()

    • Herzlichen Dank abermals! Auch für den Link zum CDS 660 - sehr hilfreich!

      Na, dann verlasse ich mich mal nicht auf die vorhandene Nadel, sondern schalte eine Suchanzeige. Eine DN85 ist wohl das sinnvollste.

      In der Tat, Volksmusikplatten liegen sicherlich auch noch welche herum ... ich rette mal eine Testscheibe vor dem Recyclinghof.

      Die Gummis habe ich vorsichtig getestet, sind schön weich und flexibel. Allenfalls etwas staubig, aber dafür gibts ja Wattestäbchen.
      "Wie? Du hörst noch Schallplatten?"