Passt dieser Motor zum 1019?

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    • Hi Leute,

      weil der Link weiter oben schon wieder auf jenen alten Thread verweist, bezüglich Nachlaufzeiten.

      Meiner Meinung nach ist garnicht entscheidend, wie lange eine Teller nachläuft.
      Wichtiger ist die Unterdrückung von Rumpeln, die beim 1ß19 ein Thema ist.
      Ich hatte bisher 3 1019er die alle etwas gerumpelt haben.
      Nach dem Ölen mit Haftöl wie in dem Link beschrieben, rumpelte der entsprechende Dreher deutlich mehr,
      als wenn man statt dessen mit Lagerfett arbeitet.
      Das war deutlich zu vernehmen.
      Inzwischen nehme ich hier grundsätzlich Fett, natürlich nicht harzend und nicht zu fest.

      Vlt hilft`s euch ja.

      Jens
      liebt die ollen Automaten
    • Hallo zusammen,

      ich habe die Erfahrung gemacht, dass man das Rumpeln und die Laufgeräusche im Allgemeinen, die zwischen Reibrad und Innenteller entstehen, dadurch minimieren kann, wenn man nach gründlicher Reinigung beider Flächen und leichtem Anschliff des Rades den Teller im Betrieb mit der Hand oder besser mit einem Lappen eine Zeit lang bremst. Somit muss das Rad richtig arbeiten und stellt sich auf seine Lauffläche ein. Im Anschluss daran kann man beides mit einem trockenen Tuch leicht abreiben, um etwaigen Abrieb zu entfernen um dann das Ganze Prozedere sooft zu wiederholen, bis Stille herrscht. Ein mehrstündiger Lauf zeigt den Erfolg oder die Noitwendigkeit, weiterzumachen. Mit etwas Geduld habe ich meine 1009er/ 1019er aber auch meine PE34/Telefunken 210, Elac 17/18H und einen Telefunken 220er damit fast lautlos bekommen. Es ist eine sensible Sache, man muss natürlich darauf achten, den Motor nicht überlastet und sich in die Sache "reinhören". Dazu kommt das Gerät auf den Montagebock und der Kopf darunter, dann kann man alles hören...
      Das Tellerlager und das Reibradlager würde ich auch immer fetten, da die Mechnik im Fett "weicher" läuft als mit Öl.

      Bis denne, Christian

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von fismenik ()

    • Hallo
      Danke für eure Anregungen...ich habe alles ausprobiert..aber leider bleibt ein leichtes leiern...ich hab es mal ein paar leuten vorgeführt..manche hören es und manche nicht..ansonsten läuft der 1019 wieder sehr gut...also bis auf das leichte leiern..jetzt überlege ich ein neues reibrad zu kaufen..das kostet mal eben 60 Euro bei Thakker..
      Kann das leichte Leierproblem an einem abgenutzten Reibrad liegen?Wäre dann nicht eher rumpeln das Problem?Rumpeln tut es nicht...ich hab auch das alte Reibrad mehrmals angerauht..ohne Verbesserung..

      Gruss
      Holger
    • also, am Besten wäre eine in der Geschwindigkeit regelbare Ständerbohrmaschine, darin das Treibrad im Bohrfutter gespannt.
      Dazu einen Scheifklotz mit aufgezogenem 100er Schleifpapier.
      Diesen an das rotierende Treibrad halten und dabei möglichst ruhig (die Position nicht verändernd) ca 1-3mm des verhärteten Materials abtragen.
      Anschließend mit 1000 Körnung den Feinschliff vornehmen
      Wenn man das vorher nie gemacht hat, oder keine ruhige Hand am Besten mit alten nicht zu rettenden Rädern testen! Das erste geht garantiert schief und wird unwuchtig!

      Besser noch wäre eine verschraubbare Klemmvorrichtung aka Minischraubstock (ein Metaller, bin selbst keiner! möge hier gerne die richtige Bezeichnung einpflegen!)
      Erfolgsaussichten? Erstmal gering, mit etwas Übung geht das!

      Warum schrieb ich vom Akkubohrer? Geht auch, ist aber die eher "hemdsärmliche Lösung".
      Hierbei würde ich umgedreht vorgehen, also in den Akkubohrer einen runden Schleifaufsatz einspannen und diesen ebenfalls mit einer Haltevorrcihtung zB an einem Tisch befestigen.
      Und mit Gefühl das Treibrad gegenhalten.
      Ein Dremel kann hier sehr hilfreich sein.

      Anschließende gründliche Reinigung nicht vergessen!
      liebt die ollen Automaten
    • Hallo,

      letztere Methode kann nur zu unrunden Reibrädern führen.


      Gruß
      Benjamin
      Plattenspieler in Verwendung: *Dual 1019, 1219, 1229, 1249, 701 "MK1", 721* *Perpetuum Ebner 2020 L* *Kenwood KD3100* *Hitachi HT-500* *Elac 50H* *Philips 312 Electronic*
    • Bepone schrieb:

      letztere Methode kann nur zu unrunden Reibrädern führen.
      Yep!

      Bezogen auf die Bohrung muss das Reibrad auf einen Dorn mit möglichst genauem Rundlauf in eine fest stehende oder per Halter am Tisch montierte Bohrmaschine gespannt werden. Das Reibrad dann mit still stehenden Schleifmitteln zu bearbeiten ergibt eine unrunde Lauffläche. Dremel oder Proxxon mit der 120er Schleiftrommel sind zu bevorzugen. Die muss aber ebenfalls möglichst so aufgespannt werden, dass sie rund läuft und möglichst wenig Vibration erzeugt (eben durch mangelhaften Rundlauf). Die Hand, mit der Dremel/Proxxon gehalten werden, sollte auf dem Tisch aufliegen oder irgendwo so abgestützt werden, dass man präzise Bewegungen damit machen kann. Die andere Hand stützt die Eine ab und sorgt für die "Zustellung", sowie für eine genaue Führung der Maschine. Ohne Druck auf die Reibradfläche arbeiten; der Schliff braucht keinen Druck auf die Schleiffläche. Druck beim Schliff erzeugt ein unrundes Reibrad. Wenn sich bereits eine Delle im Reibrad befindet oder es aus anderen Gründen unrund läuft, ist die eben beschriebene Arbeitsweise besonders vorteilhaft, da nur so wieder ein rundum genauer Durchmesser erzeugt werden kann.

      Sollte man die Dremel/Proxxon irgendwo auf einer festen Fläche auflegen und das Schleifwerkzeug darauf zum in der Bohrmaschine auf dem Dorn rotierenden Reibrad führen können, ist diese Methode zu bevorzugen.

      Wenn die Schleiftrommel auf der Lauffläche hin und her geführt wird, ergibt sich ein genauerer Schliff und der schleifkörper setzt sich nicht (so rasch) mit Gummiabrieb zu.

      Die Schleifmaschine soll nicht mit hohen Drehzahlen rotieren: Drehzahl mit den minimalsten Vibrationen in der Maschine wählen! Das Reibrad benötigt auch keine hohen Drehzahlen; diese dürfen zwischen ~250 und ~1000 UpM liegen.

      Insgesamt sollte sich durch die beschriebenen Arbeitsweisen generell ein nur geringer Abtrag ergeben; ich kann mir nicht vorstellen, dass so ein Reibrad mit einer grösseren Ungenauigkeit eiert, als mit, sagen wir: 5 zehntel Millimetern. Bei Standdellen kann das freilich anders aussehen. Hier ist ein grösserer Abtrag erforderlich.

      Sollte keine Bohrmaschine(-nständer)/kein Dremel/Proxxon und auch keine andere Befestigungsmöglichkeit für die Bohrmaschine vorhanden sein, spricht man besser einen Kumpel an, der Sowas hat.

      Falls z.B. ein Bohrständer plus Maschine (oder eine Ständerbohrmaschine) vorhanden ist, dann wird das Reibrad per Dorn hierin gespannt. Der Dremel/Proxxon sollte dann gut ausgerichtet mit etwas Geeignetem auf der Basis des Bohrständers befestigt und so ausgerichtet werden, dass die Schleiftrommel nicht zu viel Material abträgt. Geschliffen wird dann in so vielen kleinen Étappen, wie man benötigt, um das Reibrad wieder schön rund zu bekommen. Der Vorteil ist die in Relation zum Werkstück "Reibrad" feststehende Schleifmaschine und die Zustellmöglichkeit über den Bohrständer, sodass die Reibfläche auf ganzer Breite an einem definierten Punkt bearbeitet wird. Auf diese Weise wird die Reibfläche des Reibrades ziemlich genau zylindrisch werden - im Gegensatz zu oben genannten Methoden, bei denen eines der Werkzeuge frei Hand geführt wird: hier wäre das Glückssache. Ausserdem liegen bei dieser wirklich optimalen Bearbeitungsweise sowohl die bearbeitete Reibfläche, als auch die Lagerbohrung parallel zueinander: da eiert gar Nichts mehr und die Reibfläche liegt optimal am Teller an!

      Ich hoffe, dass meine kleine Anleitung unmissverständlich ausgefallen ist und verbleibe mit besten Grüssen


      Robert


      Schriebfuhler dürfen gerne behalten und in die eigene Sammlung sortiert werden - danke ;) .
    • Lavapost schrieb:

      Kann das leichte Leierproblem an einem abgenutzten Reibrad liegen?Wäre dann nicht eher rumpeln das Problem?Rumpeln tut es nicht...ich hab auch das alte Reibrad mehrmals angerauht..ohne
      Grüss dich Holger,

      genaue Abmessungen habe ich ja nicht, aber wenn ich mal einen reibraddurchmesser von 45mm zugrunde lege und mal annehme, dass der Tellerinnendurchmesser bei rd. 250mm liegt, dann komme ich für das Reibrad auf eine Drehzahl um 185 RPM. Klarr, dass das jetzt keine präzise Zahl ist, aber allzu grosse Abweichungen nach oben oder unten dürfte es da nicht geben. Die angegebene Frequenz müsste - so, wie du schon vermutest - eher als Rumpeln wahrgenommen werden. Leiern unterstelle ich mal, wenn z.B. der Teller eiern würde. L-eiern eben. Ahnungslos, wie ich bin, würde ich mir - sofern der Teller ansonsten mittig und ohne Höhenschlag läuft - dabei denken, dass an der Tellerlagerung Etwas im Argen liegt. Ein Abnutzungsproblem, ein Schmierproblem, eine Stelle, an der die Kugeln im Kugellager durch 'ne Delle hüpfen (keine Ahnung: verzogene Lagerschale oderso?) oder was auch immer. Nur mal als Denkanstoss...
      Grüsserl


      Robert
    • Hallo Holger!

      Achte bitte beim anschleifen darauf, dass du die Verrundung des Treibrades beibehälst. Mit Bohrmaschine und etwas Schleifpapier ist das problemlos möglich. Wichtig ist nur, dass das Treibrad in Rotation versetzt wird und das Schleifpapier mit nur leichtem Druck an selbiges herangeführt wird. Die Bearbeitung mit stillstehendem Treibrad und rotierendem Werkzeug ist tunlichst zu unterlassen.

      Tonhöhenschwankungen können auch vorkommen, wenn etwas am Teller oder der Teller an etwas schleift. Ich wüsste zwar gerade nicht, was da im Weg sein könnte, aber nachschauen schadet nicht. Bei den 1228ern löst sich schonmal gerne die unterhalb am Teller angeklebte Stroboskopscheibe und erzeugt dann ein wie von dir beschriebenes Fehlerbild. Der 1019 hat aber keine... :whistling:

      Gruß Jan :)
      Am CR1780/CV1700 mit CL730/CLX9200 drehen/erklingen wahlweise:
      Dual 1219 mit Shure M91 MG-D
      Dual 1228 mit Shure M91 MG-D
      Dual 1239A mit Shure M75 Type D
      Dual 714Q mit Ortofon Vinylmaster Blue
      Dual 704 mit Shure V15 III (Jico SAS)
      Dual 455-1 mit Ortofon OMB30
      Dual 1019 mit Shure M44MG
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      Dual CD100RS
      Dual DK710
    • Hi Jan,

      sunyammer1111 schrieb:

      ... die Verrundung des Treibrades beibehälst. Mit Bohrmaschine und etwas Schleifpapier ist das problemlos möglich.
      wenn du das so machst und das Treibrad vorher nur in geringstem Maß unrund war, dann eiert's hinterher umso schlimmer.

      Z.B. Schuld daran: das Treibrad eiert auf der Bohrmaschine und je nach Drehzahl gelingt es nicht, gleichmässigen Druck aufzubringen. Stattdessen "schubst" der "Berg" die Hand mit dem Schleifmittel fort, das dann mit mehr Kraft im "Tal" landet. Anfangs sind das bloss Zehntelmillimeter, die du nicht spürst und auch dieses "Hand wegschleudern" spürst du nicht, aber je länger du dran bleibst und schleifst, desto eiereiereier. Das sagt Dir Jemand, der schon versucht hat, unrunde Gegenstände wieder rund zu machen und von Beruf seinerzeit mal Dreher gewesen ist.

      sunyammer1111 schrieb:

      Die Bearbeitung mit stillstehendem Treibrad und rotierendem Werkzeug ist tunlichst zu unterlassen.
      Das hingegen unterschreibe ich dir blind!
      Beste Grüsse


      Robert
    • riofox schrieb:

      Das sagt Dir Jemand, der schon versucht hat, unrunde Gegenstände wieder rund zu machen und von Beruf seinerzeit mal Dreher gewesen ist.
      Du möchtest doch nicht ernsthaft versuchen mit einer Bohrmaschine etwas unrundes wieder rund zu machen oder? Da solltest du vielleicht besser auf die Drehbank zurückgreifen. :D


      riofox schrieb:

      wenn du das so machst und das Treibrad vorher nur in geringstem Maß unrund war
      Wieso sollte es das sein? Die einzigste Möglichkeit wäre eine Druckstelle, welche durch eine nicht in Ruhestellung befindliche Automatik hervorgerufen wird.

      Gruß Jan :)
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    • Hallo,

      mal zusammengefasst.

      Um ein rundes Reibrad rund bleiben zu lassen und um unrunde Reibräder wieder rund zu bekommen, ist folgendes von Vorteil:

      - Feststehende Maschine, in welcher sich das Reibrad dreht
      - Feststehendes Werkzeug, mit welchem die spanende Bearbeitung am Reibrad erfolgt und das langsam in Richtung Reibradachse zugestellt werden kann


      Alles andere ist vom Geschick des "Werkers" abhängig, bringt im besten Fall aber ebenfalls brauchbare Ergebnisse. Die Methode, welche am meisten Erfolg verspricht und von allen angewendet werden kann, ist eine fest einespannte Bohrmaschine mit guter Lagerung fürs Spannfutter. Dort das Reibrad einspannen und vorsichtig von außen mit wenig Druck bearbeiten.


      Gruß
      Benjamin
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    • riofox schrieb:

      dabei denken, dass an der Tellerlagerung Etwas im Argen liegt.
      Mal abgesehen von der hohen Eigengewicht des Tellers, möchte ich mal so ein abgenutztes Tellerlager sehen, welches ein hörbares "leiern" hervorruft. Ich hatte schon so einige runtergerockte Treibradler hier zur Wartung, welche auch teils stark verschlissene Motoren hatten, aber dennoch ein einwandfreies Tellerlager vorwiesen. Man betrachte mal die Umdrehungsfrequenzen und die mechanische Belastung von Motor und Tellerlager. Rein logisch betrachtet ist das völlig unmöglich. Vorher müsste der Motor vollständig blockiert sein.
      Am CR1780/CV1700 mit CL730/CLX9200 drehen/erklingen wahlweise:
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    • Ay! Ich sehe, dass ich da Etwas mit ausgelöst habe! Stones are rolling... Na, *Ärmel hoch krempelt*, dann woll'n wer Mal:

      sunyammer1111 schrieb:

      Du möchtest doch nicht ernsthaft versuchen mit einer Bohrmaschine etwas unrundes wieder rund zu machen oder? Da solltest du vielleicht besser auf die Drehbank zurückgreifen.
      Das würde ich liebend gerne, wenn ich noch Eine hätte oder zumindest Zugriff darauf. Ansonsten behelfe ich mir mit dem, was da ist. Sofern du eine Ständerbohrmaschine mit ordentlicher Lagerung und Futter nimmst, geht das. Auch bei einer Bohrmaschine im Bohrständer unter qualitativ vergleichbaren Umständen. Die Baumarktdinger kannst freilich vergessen. Meistens.

      sunyammer1111 schrieb:

      Wieso sollte es das sein? Die einzigste Möglichkeit wäre eine Druckstelle, welche durch eine nicht in Ruhestellung befindliche Automatik hervorgerufen wird.
      Hm: ich hatte den Grund ja erklärt und auch, dass eine Exzentrizität nicht so sehr wahrscheinlich ist (hatte ich nicht?!? 8| ). Die Druckstellen, die du erwähnst, führen bei von Hand geführtem, fest stehendem und nicht rotierendem Werkzeug am Ehesten zum Aufschaukeln, wie ich es beschrob.

      Bepone schrieb:

      - Feststehende Maschine, in welcher sich das Reibrad dreht
      - Feststehendes Werkzeug, mit welchem die spanende Bearbeitung am Reibrad erfolgt und das langsam in Richtung Reibradachse zugestellt werden kann

      Bepone schrieb:

      ist eine fest einespannte Bohrmaschine mit guter Lagerung fürs Spannfutter. Dort das Reibrad einspannen und vorsichtig von außen mit wenig Druck bearbeiten.
      Im ersten Punkt bin ich ganz bei dir, Benjamin. In Punkt Zwei und dem für mich dazu gehörenden, zweiten Zitat von dir aber nur dann, wenn das (nicht rotierende, still stehende!) Schleifwerkzeug in einem Werkzeughalter steckt, dessen Position sich nicht unbeabsichtigt verändern kann, ähnlich wie in Schillers "Glocke": fest gemauert in der Erden, steht... Führen von Hand ist da gaaaanz übel.

      sunyammer1111 schrieb:

      Mal abgesehen von der hohen Eigengewicht des Tellers, möchte ich mal so ein abgenutztes Tellerlager sehen, welches ein hörbares "leiern" hervorruft. Ich hatte schon so einige runtergerockte Treibradler hier zur Wartung, welche auch teils stark verschlissene Motoren hatten, aber dennoch ein einwandfreies Tellerlager vorwiesen. Man betrachte mal die Umdrehungsfrequenzen und die mechanische Belastung von Motor und Tellerlager. Rein logisch betrachtet ist das völlig unmöglich. Vorher müsste der Motor vollständig blockiert sein.
      Jan, ich schrub ja schon, dass ich da nicht nix Genaues doch weiss und eher mutmaße, ohne Ahnung davon zu haben, was da genau los ist. Ich denke, dass, wenn es irgendwo am Tellerlager hängt, irgendwelche wirklich komischen Ursachen vorliegen können - wieder mal nur hüppethetisch: einseitige, noch vorhandene Schmierstoffverharzung, an der das kurz etwas aneinander klebt und bremst (wobei ja ein Reibradler "ziehen" soll, wie ein Pferd...) oder da ist in der Gerätehistorie so Jemand dran geraten, wie: "Oh, kein Öl mehr drin - dann schmier' ich eben mit Frittenfett" oder: "Naja: man kann da ja auch Kuhshice 'rein tun - schmiert ja schön, das...". Du weisst, was ich meine: irgendetwas, womit Niemand rechnet. Jedenfalls bin ich mal auf die letztendliche Lösung des Rätsels gespannt!

      So: euch Junx jetzt noch meine besten Grüsse


      Robert


      EDITH: im Zweifelsfalle können z.B. verbogene Achsen (oder auch aus irgendeinem Grund unrund Gewordene) ein Leiern hervorrufen... Aber ich rechne hiermit eigentlich nicht.
    • Hallo
      Mittlerweile hör ich es nur noch leiern...sogar beim 721...
      Also das nervt mich dermaßen das ich mich nun zu gewissen Schritten gezwungen sah..
      das mit dem reibrad abschleifen lässt sich mangels technischer Voraussetzungen nicht machen...trotzdem danke für eure ausführlichen Beschreibungen und Bemühungen.
      Ich habe jetzt bei Thakker ein neues Reibrad bestellt und dann noch einen anderen 1019.sah ziemlich heruntergekommen aus..war dafür auch nicht teuer.vielleicht hilft die "aus zwei mach eins" Methode.Bei genauerem hinhören leiert er nicht so sehr sondern es kommt mir eher wie stottern vor...bei langen Einzeltönen ist das gut zu vernehmen.Als ob die Nadel durch ständige erschütterung vibriert..oder so ähnlich.Kanns nicht besser beschreiben.
      Mal sehen was das neue Reibrad bringt.

      es grüsst ganz herzlich
      Holger
    • Temporäre Drehzahlabweichungen - leiern, rumpeln, flattern, zittern: Tonhöhenschwankungen

      Guten Morgen,

      ich habe mir den Fred nochmal in Partis durchgelesen und meine, nochmal Etwas zu den Tonhöhenschwankungen sagen zu wollen. Wie wir eine Solche wahrnehmen, hängt sehr von der Frequenz ab, in der eine solche Abweichung stattfindet. Ich kenne die mittleren Durchmesser der Reibradpulleys für die jeweiligen Tellerdrehzahlen nicht und ebensowenig den Durchmesser am Teller, auf den das Reibrad seine Bewegung übertragen soll. Deshalb kann ich keine präzisen Zahlen liefern; ich hatte ja weiter oben schon einmal eine Berechnung über zwei Daumen eingestellt, aber das war mehr ein Abschätzen. Worum es mir aber heute geht, ist eher die Definition des störenden Effekts. Im Titel habe ich bereits einige Stichworte genannt, die unseren Empfindungen entsprechen können, nur: was muss - in der Basis - mechanisch passieren, um die entsprechende Empfindung auszulösen?
      • Leiern: wir empfinden einen Ton als leiernd wiedergegeben, wenn eine langsame Veränderung zugrunde liegt. Das würde in der Praxis in etwa bedeuten: die Dauer einer wiederkehrenden Tonschwankung liegt in Bereichen zwischen etwa einer halben und zweier Sekunden. Bei 33, 45 und 78 Umdrehungen des Tellers wären es - gegeben, dass das pro Tellerumdrehung geschieht - ca. 1,8/1,33 und 0,77 Sekunden. Man bedenke: sowohl Reibrad, als auch Pulley drehen sich schneller, weshalb die als Ursache fort fallen, wenn die Abweichungen in diesem Bereich liegen.
      • Rumpeln: Hier befinden wir uns in einem höheren Frequenzbereich; ursächlich zugrunde liegen muss also Etwas, das gegenüber dem Teller eine höhere Drehzahl hat. Wenn ich jetzt von einem Reibraddurchmesser von 45 mm und einem Tellerdurchmesser von ~250 mm an der Eingriffstelle ausgehe, haben wir bei 33/45/78 Tellerumdrehungen eine Solche am Treibrad - das sich ~5,55mal schneller dreht, als der Teller - von ~183,3/250/~433,3 (!) U/Min. Am Deutlichsten tritt Rumpeln also bei 33 Tellerumdrehungen auf, bei 45 gerade eben noch*, aber bei 78 dürften wir das eher schon als störenden Summton im unteren Bereich von männlichen Sprech-/Singstimmen empfinden.
      • *Flattern, Zittern: diese Störung möchte ich gerne bereits bei einer Tellerdrehzahl von 45 Umdrehungen ansiedeln, da sie zwar noch Etwas von "Rumpel" an sich hat, aber schon einen störenden Ton recht niedriger Frequenz erzeugt - etwa im Bassmitteltonbereich. Da die Amplitude generell eher niedrig sein dürfte, wenn das Reibrad "nur" exzentrisch läuft und sich die Ungenauigkeit auf dessen gesamten Umfang bezieht, nehmen wir ein Zittern in der Wiedergabe der Tonquelle wahr. Erst bei grösserer Beschädigung des Reibrades an nur einer bestimmten Stelle ("Standdelle") tendiert die Störung - wegen der dann höheren Amplitude - für uns wieder zum Rumpeln. Höherfrequente Störgeräusche durch das (T)Reibrad entstehen bei einer Tellerdrehzahl von 78/Min, was - wie gesagt - eher wie ein hintergründiges "Summen" empfunden wird.
      • Andere: ich rede hier von einfliessenden Störgeräuschen, wie Netzbrummen oder Solche, die durch z.B. Unwucht im Motor hervorgerufen und somit auf den Pulley übertragen werden. Legen wir eine Motordrehzahl von 750 U/Min zugrunde, erhalten wir auch eine Frequenz von 750 Hz, die wir eindeutig als bereits höheren Summton wahrnehmen, und zwar bei jeder Tellerdrehzahl. Bei halber Motordrehzahl lägen wir jedoch wieder beim "Zittern", wie es durch Reibradschweinereien bei 45 U/Min des Tellers entsteht - mit dem Unterschied, dass dieses Zittern von der Tellerdrehzahl unabhängig ist. Wenn ich recht erinnere soll es Dreher von Dual geben, deren Motoren "so langsam" laufen, aber sollte dem nicht so sein, haben wir zumindest ein zusätzliches prima Beispiel dafür, was sich wie äussert und was man daraus schliessen kann.
        • Das (Unter-)Kapitel Netzbrumm: dieses 50Hz-Brummen kann vielerlei Ursachen haben, sogar in der nachfolgenden, elektronischen Signalverstärkung. Sollte der Motor ursächlich sein, liegt es nicht an dessen so gedachten, beweglichen Elementen, weshalb ich hierauf nicht gesondert eingehen werde.
      Was ich mit diesem Beitrag beisteuern wollte ist eine Basis, die eine Beurteilung von Beobachtetem vereinfachen soll, was mir hoffentlich gelungen ist. Sollte ich "dickere Böcke geschossen" haben bitte ich darum, mich darüber zu informieren und bei entsprechender Zeitnähe gelingt eine Korrektur sogar noch über die Editierung mit meiner lieben EDITH. Ich entbiete Euch an dieser Stelle meine besten Grüsse

      Robert

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von riofox () aus folgendem Grund: Schreib- und Formulierungsfehler - ach Mannooooo!

    • Man glaubt ja nicht wie blöd man sein kann.Der Fehler war:Ich hatte den Motor falsch eingebaut..so das das Treibradgestaenge immer an den Motor gestossen ist.dadurch hatte das Treibrad entweder keinen Gripp oder die Motorvibrationen haben sich übertragen und dazu kam es zu diesem stotternden Leiern.
      Jedenfalls danke ich euch sehr für eure Bemühungen.Der 1019 ist jetzt leierfrei...Hurrah!