Dual CS 1216 Bestandsaufnahme und Überholung

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Moin André,

      der Sprit wird jetzt bestimmt nicht unbrauchbar sein, aber u.U. bei Neugebrauch auf Flächen, an denen man das sehen kann, nach dem "ablüften" einen hauch von Schmierfilm zurücklassen. Einen Hauch davon. Kleiner Tipp fürs nächste Mal: einen separaten, geeigneten Behälter



      zur Aufbewahrung verwenden: zum "ersten Entölen und Reinigen" reicht das noch; ausserdem rate ich zu einem abdeckbaren Trichter und einem Benzinsinterfilter zum Einfüllen.

      Spezielles Werkzeug zur Herstellung von Lagerspiegeln habe ich nicht. Die fetten Dinger für das Tellerlager von z.B. dem 601 habe ich per Bohrmaschine und Dremel (Trennscheibe!) "gefritzt", Motorlagerspiegel sind etwas mehr Arbeit. Ich nehm' das Blech, poliere es beidseitig, decke mit Tesa ab (Schutz), reisse die Maße ungefähr an (gibt'n Quadrat) und dremele das per Trennscheibe aus. Danach noch - ebenfalls mit Dremel und der Trenn- bzw. Diamanttrennscheibe (billig, aus China) auf rund und auf Maß trimmen - voilà. Auf diese Weise per Hand gefertigt und mit dem Meßschieber kontrolliert, bekomme ich das von der Form her bis unter 0,05 Millimeter rund. Danach bade ich das in Etikettenlöser, um das Tesa loszuwerden. Ist halt eben nur Zeitaufwändig. Mit den geeigneten Maschinen hätte ich mir ja schon längst ein Werkzeug* gefertigt, um die Dinger wie Kekse (per Fräsen) aus dem Blech auszustechen - dann würde ich dir hundert Stück in zehn Minuten basteln und die anschliessend in 'ner selbst gefummelten Trommel polieren... Egal: mit Dremel, zugehöriger Trennscheibe, eventühl Schlüsselfeile, sowie Schmirgel/Poliermittel und 'n Bissl Fantasie kannst du das auch.
      Es grüsst recht freundiglich


      Robert :D


      Werkzeug*: ich müsste bloss einen Stirnfingerfräser mit mindestens vier Schneiden und einem D = 8mm frontal "aushöhlen", damit der Innendurchmesser 6,9mm betrüge. Ausstanzen mit Hausmitteln brächte unnötige Verformungen ("Schüsselung"), ausser mit einer geeigneten Stanze, aber wer kauft sich Sowas? Die Originale dürften gestanzt sein!
    • Hallo Robert,

      vielen Dank für die Tipps.

      So habe die Lager gerade nochmal gereinigt. Mit Spritze und dem Benzin (ich halte nicht den Daumen über den Verschluss sondern drücke einen Gummihandschuh auf die Spritzenöffnung). Jetzt müssen Sie noch trocknen. Werde sie mit einem Fön erhitzen, danach abkühlen lassen und dann ist auch alles Benzin verdunstet,
      Beste Grüße
      André

      _________________________________________________________________

      www.madein-germany.de

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von SABAFreund ()

    • Es geht weiter mit dem Tellerlager...

      Um an das Tellerlager zu kommen, muss man die Lagerbrücke ausbauen.
      Also erstmal die Feder aushängen.
      Dann die Achse von dem Teil (Nr.?) entfernen (Vorsicht, der Sicherungsring kann überall hinfliegen, so wie bei mir)
      Nun kann das Teil (nr.?) entfernt werden.
      Schraube links auf dem Foto unten entfernen, dann den Dreher hochkant stellen, halten und von der Oberseite die beiden Schrauben für die Lagerbrücke entfernen.
      Nun hat man die Lagerbrücke in der Hand (siehe letztes Foto in diesem Post)
      Das Tellerlager kann nun vorsichtig geöffnet und gereinigt werden. Hier im Forum gibt es zwei Meinungen zur Wartung des Tellerlagers: Ölen oder Lagerfett
      Wie man unschwer erkennen kann habe ich Lagerfett genommen (muss jeder selbst wissen). In umgekehrter Reihenfolge alles wieder zusammenbauen fertig.


      Beste Grüße
      André

      _________________________________________________________________

      www.madein-germany.de

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von SABAFreund ()

    • weiter geht es mit den Lagern und dem Motor...

      Die Lager müssen, nach man sie gereinigt und neu befüllt hat (Wie macht man das?) wieder zusammengebaut werden
      Anstatt zu nieten, haben ich Zylinderkopfschrauben M3x6 verwendet. Die kleinen Schwämme oder Filzringe schön mit Öl tränken. Eine Pipette hilft hier ungemein.
      Motor dann in umgekehrter Reihenfolge wieder zusammenbauen. Kabel anschließen (deshalb habe ich so viele Fotos gemacht) und auch diese Baustelle ist erledigt.



      Motor ist wie Ihr seht wieder zusammengebaut. Er dreht super leicht und natürlich geräuschlos... :)
      Beste Grüße
      André

      _________________________________________________________________

      www.madein-germany.de

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von SABAFreund ()

    • Moin André !

      :thumbsup:

      Danke für diesen Thread und den von dir gemachten Hinweisen.

      Für Neulinge die es auch mal wagen wollen ihren Dreher so zu warten wären zwar evtl. noch Hinweise/Tipps in den Beiträgen zu der Demontage/Montage hilfreich gewesen, aber man kann ja nicht alles haben. ;) :whistling:
      Mit Gruß Dietmar M. aus W.
      Höre Musik (Stand November 2019) mit:
      Dual 731Q -Tonarm-Umbau + Goldring G1020 - Dual 1218 + M95 G-LM mit N95ED - Grundig PS 4500 + AT120E - SABA PSP 350 + AT13EaX mit ATN 13 oder über:
      18er Spulen mit AKAI GX-270D oder CD über Yamaha CDX-590 oder MC über Yamaha KX-480 oder PC mit einer Creative SB X-Fi
      mittels
      Yamaha RX-570 mit Dynaudio Contour I MK II und/oder ACOUSTIC ENERGY AEGIS Model 1 :whistling: