DUAL 1228, Einstiegsdroge mit Massenbrummen

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    • Hi !

      egal1 schrieb:

      Dann auch mal den Netzstecker vom Plattenspieler ziehen und beobachten, ob sich am Brummen was ändert. Den Tonarm ebenfalls bewegen (also vom Strobo weg) ob das ganze nicht von der Stroboskoblampe kommt.
      Das ist ein Punkt, den man auch mal betrachten sollte.

      Bei den alten Geräten mit Leuchtstroboskop ist das eine Glimmlampe und keine LED-Konstruktion.
      Eine sterbende Glimmlampe produziert über den Umweg über die Stromleitung in den angeschlossenen Geräten ein breitbandiges Störgeräusch. Das unterscheidet sich aber recht deutlich vom "Netzbrummen", was im Basiston ein 50 Hz-Brummen ist. Das Glimmlampengeräusch ist eher ein Summen, Knurren oder unregelmäßiges, schnelleres Prasseln.

      Es ist - eigentlich - unabhängig von der Armposition, da die Glimmlampe kein ausgeprägtes Magnetfeld erzeugt, wie ein Motor, aber die Stoßionisation innerhalb der Glimmlampe ist ab einem Punkt, wenn sie wirklich ziemlich aufgebraucht ist, sehr viel heftiger, als im Normalbetrieb und kann sich als Funkeninduktion auf Tonabehmer und Verkabelung ausbreiten.

      Dann wäre das Brummen aber auch nur bei eingeschaltetem Gerät zu hören. Im Ruhezustand müßte es ruhig sein.

      Weitergehend kann man auch mal mit den Fingern über Armkopf, Armrohr und hinteres Armlager streichen und hören, ob sich das Brummen irgendwo verstärkt, um "Leckstellen" in der Schirmung aufzuspüren. Wenn es am Armrohr stärker brummt, liegt der Verdacht nahe, daß es mit der Verbindung des schwarzen Drahtes im Innenkabel zum Armrohr nicht zum Besten bestellt ist.

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      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Hi !

      YforNE81 schrieb:

      Zunächst will ich mich mal für die ausführlichen und raschen antworten, speziell @wacholder, @egal1, bedanken, hätte nie gedacht, dass bei so nem klassiker-thema noch groß was geht
      Bitte sehr.

      Ich hätte nicht über 14.000 Beiträge auf dem Zähler, wenn ich alle Themen, zu denen ich schon mal was geschrieben habe, freundlich aber bestimmt ignorieren würde. Nach dem Motto: benutzt doch mal die Suchfunktion ... :D

      Viel Spaß und - vor allem - viel Erfolg !

      .
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • kurzes update meinerseits,

      die liste wurde abgearbeitet und letztendlich gab es groß keine auffälligkeiten, was mich zu dem schluss brachte, dass egal1 wohl am ehesten mit der getrennten masse these recht haben muss. also spontan des gute gerät auf chinch umgerüstet, im fundus war zum glück das notwendige steckermaterial vorhanden :D

      Resultat: Das Brummen wurde (wahrscheinlich) auf das kleinstmögliche maß runtergeschraubt, sodass es nur noch mit den guten kopfhöhrern bei besonders leiser musik höhrbar wird, wenn man den bass auf ganz rechts hat am verstärker.
      In meiner Experimentiererei kam ich zur Erkenntnis, dass die höhere Kabellänge das Brummen noch verstärkt (adapterlösung); Ich lehne mich mal ausm Fenster und behaupte in diesem reinen chinch Fall ist dieses kleine aber vorhandene auf die enorme Kabellänge zwischen Spieler und Verstärker zurückzuführen...

      Wenn ich schon mal hier bin, gleich die Frage zur nächsten Idee: Entschärfung der langen Kabellänge mittels zwischengeschaltenem "Vor-Vorverstärker"?
      Gibts sowas überhaupt, einen VorVorVerstärker?

      Bin gespannt, was weiter rumkommt! ^^

      Nochmals danke für Eure Unterstützung, jetzt kann ich meine Einstiegsdroge jedenfalls in ganzen Zügen genießen ! :thumbup:
    • natürlich kannst du einen Phono-Vorverstärker einsetzen, der eben dann am Ausgang das Eingangssignal für die Hochpegeleingänge des Verstärkers bzw. Vorverststärkers liefert (also ca. 200 mV). Also dann eben am Vor- oder Vollverstärker (ich weiß ja nicht, ob du getrennte Vor- und Endstufe hast) z.B. den AUX-Eingang benutzen. Das wäre dann auch eine technisch richtige Lösung. Damit spielt dann auch die Kapazität der langen Leitung keine so große Rolle mehr.
      Viele Grüße
      Alois


      Dual 721 mit Ortofon OM30, Hitachi HCA 7500, Hitachi HMA 7500, Saba MT201, RFT CD9000, Canton GLE 409
    • Hi !

      YforNE81 schrieb:

      Wenn ich schon mal hier bin, gleich die Frage zur nächsten Idee: Entschärfung der langen Kabellänge mittels zwischengeschaltenem "Vor-Vorverstärker"?
      Gibts sowas überhaupt, einen VorVorVerstärker?
      "Früher" war es nicht unüblich bei Dual, in der Konsole einen TVV zu versenken, der über den Schaltkasten innen mit Strom versorgt wurde (und ein eigenes Niederspannungsnetzteil hatte) und damit auf einen Kristall- / Keramik-kompatiblen Pegel rauszukommen. Der verträgt sich von der Sache her auch mit dem AUX modernerer Verstärker. Problem dabei ist meistens, daß einem die Eingänge schneller ausgehen, wenn man Phono (magnet) nicht benutzt und stattdessen einen weiteren Hochpegel-Eingang mit dem Plattenspieler belegt.

      In meinen wilden Jahren habe ich für sowas eine hochkomplexe Lösung gebastelt, wo ich mit zwei Sony-Vorverstärkern, einem handgeschnitzten Umschaltpult und eigengefertigten Kabeln drei Plattenspieler, vier Cassettenrecorder, zwei Bandmaschinen, einen Tuner und (zum Schluß hin) auch noch das dicke Elcaset miteinander verbandelt habe. Man konnte von einem Plattenspieler auf alle vier Recorder, beide Bandmaschinen und das Elcaset überspielen oder von einem Bandgerät auf alle Recorder kopieren, während man was ganz anderes gehört hat. Das war dann ein Thema, wenn ich von der Punkband, die ich eine Zeit technisch begleitet habe, Demotapes auf Cassette erstellt habe, die vom Tonband kamen, was bei der jeweils letzten "Proberaumsession" entstanden ist.

      Zum Cassetten-Duplizieren hatte ich einige Jahre einen Stand-Alone Eins-Auf-Vier Duplikator (ein OEM, was m.W. über Fostex vertrieben wurde), der mit bis zu vierfacher Geschwindigkeit kopieren konnte. Das war für die "Massenproduktionen" und die leicht reduzierte Qualität war bei dem Musikmaterial akzeptabel ... X/ (Das Ding ist nachher bei einer Kirchengemeinde gelandet, wo sie das Programm vom Sonntag für die Leute dupliziert haben, die selber nicht kommen konnten.)

      Die eine Bandmaschine, eine Akai 1810D hat auf der Seite auch noch einen Einschub zum Aufnehmen / Wiedergeben von US "8-Tracks", wo ich die Autocassetten der GI's auf der benachbarten Radarstation bespielt habe. Mit beiden Arten von Musik: Country und Western ...

      .
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Eingangsimdedanz und Eingangskapazität kann zwar nicht eingestellt werden, aber 47kOhm (MM) bzw. 100Ohm (MC)dürfte für die allermeisten Tonabnehmer schon passen. Schau doch mal bei den Werten deines Tonabnehmers welcher Lastwiderstand empfohlen wird. Nach den Werten ist das Ding schon in Ordnung. Auch der Rauschabstand ist im grünen Bereich.
      Auch in den Tests hat das Ding ja gut bis sehr gut abgeschnitten. Ich würde den Kauf riskieren :)
      Viele Grüße
      Alois


      Dual 721 mit Ortofon OM30, Hitachi HCA 7500, Hitachi HMA 7500, Saba MT201, RFT CD9000, Canton GLE 409
    • Hallo !
      Interessantes Brummthema, stellte auch ein paar Versuche an: 1) 1229 Magnet orig. DIN an TVV Eingang DIN Ausgang DIN an Übertragungskabel Cinch Buchsen Verstärker AUX, jeweils 1m, ( Leichtes Brummen ). 2) 1229 Magnet, orig. DIN an DIN Kupplung an Übertragungskabel Cinch Buchsen Verstärker Phono, 2m ( Kein Brummen ) 3) 1210 umgebaut auf Cinch an Cinch Kupplung an Übertragungskabel DIN Buchsen Verstärker AUX ( Leichtes Brummen ) Dachte ist so ok, weil Keramiksystem, einfacher Plattenspieler, usw.. Weil ich das neue Kabel nicht fand, habe ich ein 20 Jahre altes genommen ( Cinch nach DIN ), Überraschung - das Brummen ist weg. Danke jetzt darüber nach, ob die Qualität der Kabel eher entscheidend ist, als die Länge. Wobei die Qualität nicht unbedingt vom Preis abzuhängen scheint, jedenfalls bei meinen Kabeln ( es war einfach ein anderer Produzent ).
      Gruß gerd
    • Hallo zusammen!

      Kurzes Update meinerseits nochmal:
      Hab mir jetz den V90LPS Music fidelity phono vorverstärker gegönnt (link siehe oben),
      und ich muss sagen ich hätte es nicht besser machen können :D
      Den habe ich dann direkt mit den Eingangs-Chinch-Buchsen ans originale (von mir chinch-umgerüstete) Dual-Kabel gehängt.
      Die durch Umrüstung vorhandene Extra-Masse des Tonarms, bzw. -kopfs an die extra Masseschraube des Vorverstärkers,
      und an den Ausgang natürlich mein "hyperlanges" Kabel (übrigens altes Klingelkabel, "duckundweg", so viel zum Thema von welchem
      Hersteller das 'Audio'kabel kommt :D ) an den normalen Verstärker (hier allerdings Tunereingang).

      Resultat dieser Aktion: Totenstille und eine Tonquali wie sie Göttern würdig wäre, ohne jetzt mal zu übertreiben :D
      Gelernt: Chinch-Umbau gut, mit morts viel Kabel zwischen Spieler und Verstärker besser lassen oder anderer Verstärker oder gleich en ganz gutes RG 147...
      Besten dank nochmal, dass ich jetzt meine Plattensammlung samt Edel-Dual genießen kann, ohne euch müsste ich jetz am Brummen sterben ^^ ;)
    • Moin Yannick :!:

      :thumbsup: F R E U !

      Mit dem V90-LPS kann man wohl auch nichts falsch machen. :)
      Mit Gruß Dietmar M. aus W.
      Höre Musik (Stand Januar 2018) mit:
      Dual 731Q + Shure V15 III mit Cleorec Nachbaunadel - Dual 1218 + M95 G-LM mit N95ED - Grundig PS 4500 + AT120E - SABA PSP 350 + AT13EaX mit ATN 13 oder über:
      18er Spulen mit AKAI GX-270D oder CD über Yamaha CDX-590 oder MC über Yamaha KX-480 oder PC mit einer Creative SB X-Fi
      mittels
      Yamaha RX-570 mit Dynaudio Contour I MK II und/oder ACOUSTIC ENERGY AEGIS Model 1 :whistling: