601 fährt bei Start zum Plattenende- Sperrklinke?

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    • 601 fährt bei Start zum Plattenende- Sperrklinke?

      Einen schönen Sonntag allen zusammen!


      Problem:
      Das Tonarmsegment des 601 läuft frei hinten aus der Sperrklinke (185) heraus.
      (Siehe Fig. 20 dual.pytalhost.eu/601s/Dual601_SM12.jpg)


      Somit wandert der Tonarm bei Start direkt zum Plattenende und fährt dementsprechend direkt zur Tonarmstütze zurück (schaltet dann ab).

      Irgendwie steige ich da nicht durch, wie ich das richtig stellen kann. Da gibt es zwar diese Stellschraube (E Fig.20) aber es tut sich nichts.


      Vielleicht hat jemand von euch einen Tipp, wie das Problem behoben werden kann???



      Danke für eure Hilfe :thumbsup:



      Beste Grüße,


      Kurt

    • Hi Kurt !

      Das ist nicht das Problem der Sperrklinke, sondern der Liftschiene. Die steht dabei zu weit vom Chassis weg und verpaßt den Anschlagbolzen auf dem Armsegment, der den Aufsetzpunkt bestimmt. Dieser Bolzen ist gefedert und hat auf der Rückseite des Armsegments eine Einstellschraube für die Vorspannung der Blattfeder. Es kann sein, daß der Bolzen in seiner Führung klebt und eingedrückt (= zu kurz) ist. In der Regel ist es aber so, daß die Einstellung von automatischem Lift und Handlift nicht stimmt, wodurch die Liftschiene nicht weit genug an das Chassis gedrückt wird, um den Bolzen mit der hinteren Querkante zu fangen.

      Bitte mal die Grundeinstellung des Lifts prüfen:

      - Stromstecker raus
      - Handlift auf senken
      - Teller mit der Hand drehen, Start betätigen
      - drehen, bis der Arm von der Stütze abhebt
      - mit der Stellhülse am Liftbolzen die "Flughöhe" auf ca. 1 - 1.5mm über der vorderen Kante der Stütze eindrehen
      - weiterdrehen, bis der Arm auf der Platte aufsetzt und sich die Automatik abschaltet.
      - Handlift betätigen und mit der Einstellschraube neben der AS-Skala den Arm auf die gleiche Höhe einstellen, wie bei Automatik
      - das ganze nochmal zur Kontrolle wiederholen, falls die Lifthöhe vom Handlift besonders kraß daneben stand

      Wenn es dabei Probleme gibt, mal gucken, ob eventuell das Drucklager gebrochen ist, in der die Liftschiene hängt und was am anderen Ende in der Einstellschraube festgemacht ist. Wenn das Drucklager um ist, fehlt der Liftschiene der Hebelarm und man kann die Lifthöhe nur "gewaltsam" über die Stellhülse des Liftbolzens auf Höhe bringen. Das ist aber nicht, wie es gedacht war.

      .
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Hi Peter,

      vielen Dank für deine ausführliche Beschreibung :thumbup: !

      Das Drucklager ist in Ordnung. Habe das Problem erst seitdem ich den Lift "silikoniert" habe :saint: .
      Es fing an, als der Aufsetzpunkt zu weit von der PLatte weg war. Dann habe ich an der Stellschraube (unter dem Start/Stopp) gedreht.


      Also, ich habe das so gemacht wie du beschrieben hast. Die Automatik schaltet sich erst am Ende der Platte ab (Spielmodus).

      Hier mal das Verhalten von oben:
      videobin.org/+k4b/oak.html

      und einmal von unten:
      videobin.org/+k4c/oal.html


      Anbei noch ein paar Bilder.



      Vielen Dank nochmal für deine Hilfe!!!! :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: (Man bräuchte hier auch so einen "Huldigungssmiley" ^^ )


      Grüße,

      Kurt
      Bilder
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    • Hi Kurt !

      Ich habe Dein eines Bild mal etwas umfrisiert, um zu verdeutlichen, welche Komponenten wo miteinander interagieren, um den Aufsetzpunkt festzulegen.

      Wenn das jetzt so nicht klappt, mußt Du mal die Schraube des Drucklagers eine oder zwei Umdrehungen andrehen, damit die Schiene dichter an das Chassis kommt und dann - parallel dazu - hinten über die Stellhülse des Liftbolzens wieder etwa eine Umdrehung nachgeben, damit der Arm nicht zu hoch angehoben wird.

      Bitte auch nochmal den Anschlagbolzen auf dem Armsegment prüfen, ob der ausgefedert ist und sich in seiner Führung eindrücken läßt und danach wieder ausfedert.

      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • So Peter,
      nach intensiver Sammlung von Praxiserfahrungen habe ich das Prinzip wohl verstanden und es funktioniert auch theoretisch.

      In der Praxis, scheint das Segment gehemmt zu sein und ich muss quasi den Tonarm am Anfang antippen, dann spurrt der brav zur Anfangsrille. Ohne Antippen will er, kann er aber nicht....
      Das wäre das eine Szenario.
      Bei dem anderen, geht der Tonarm von selbst brav zur Platte, aber am Ende schafft er es nicht (ganz) zurück (mal mehr mal weniger).Oder auch genau umgekehrt.

      Ich kapiers echt nicht, die Segmentplatte ist nicht bombenfest gedreht oder sonst was...
      An die Sperrklinke habe ich etwas Öl getan zum schmieren, hoffe daran wird es nicht liegen??



      Danke nochmal für deine Bemühungen!!!


      Grüße,


      Kurt
    • Hi Kurt !

      Kurt7 schrieb:

      Ich kapiers echt nicht, die Segmentplatte ist nicht bombenfest gedreht oder sonst was...
      An die Sperrklinke habe ich etwas Öl getan zum schmieren, hoffe daran wird es nicht liegen??
      Unsere kleine Freundin Sperrklinke ist von der etwas zickigen Sorte.

      1. An der "Nase" vorne, wo der nach unten ragende Bolzen am Armsegment die Klinke aus dem Weg drückt, bildet sich manchmal eine Abplattung oder ein kleiner Grat, der das Gleiten des Bolzens hemmt.
      2. Der Vierkant unter der großen Scheibe sitzt manchmal nicht ganz genau an der Wandung der Klinke, wodurch die eine Art "Vorspannung" erhält. Schlitzschraube leicht lösen, Sperrklinke gegen den Vierkant drücken (zum Tellerlager hin), Schlitzschraube festziehen.
      3. Dort, wo die Klinke gegen das Chassis gleitet oder an ihrem Drehpunkt am langen Schaltarm hat sich Dreck und Schmier gesammelt und sie leistet Widerstand
      4. Die Klinke ist etwas verbogen. Ich habe die doppelte Abkantung an der Vorderseite, mit der sie sich gegen das Chassis abstützen könnte, schon mal *eine Winzigkeit* verkleinert. Das hat zumindest bei einem 1228 (der mit dem 1226 für hakende Tonarme berüchtigt ist) die Lösung gebracht.

      5. Eigentlich sollte der Schub des Haupthebels auf den Steuerpimpel ausreichen, um den Arm aus der Umklammerung der Sperrklinke zu befreien. Eventuell ist da noch etwas unerwünschter Schlupf.

      6. Ein zögerlich zurückkehrender Arm verhakt sich gerne mit dem Bolzen für den Aufsetzpunkt unter dem breiten hinteren Ende der Liftschiene. Bitte hier mal prüfen, ob der Bolzen in seiner Führung einfedert. Er wird am Ende der Platte vom einfedernden Haupthebel mit der Liftschiene angedrückt und *muß* nahezu widerstandfrei nachgeben. Tut er das nicht, klemmt der Arm kurz nach dem Anheben aus der Auslaufrille und / oder erreicht die Armauflage nicht. Das kann man in einer Simulation von Hand mit handgedrehtem Teller rauskriegen. Sobald der Arm den Bereich des Plattentellers verlassen hat (oder bei Einstellung 45 hinter der 17cm-Linie auf dem Teller) geht er leichter. Ursache: Bolzen klemmt. "Ostwärts" dieser Punkte ist er unter der Liftschiene raus.

      [Edit]

      7. Dort, wo die Sperrklinke an den langen Schaltarm geht, ist nochmal ein Exzenterbolzen, mit dem man in gewissem Maße die "Haltekraft" bzw. den Zug der Sperrklinke zum Schaltarm einstellen kann. Eventuell ist der auch ein wenig zu scharf eingestellt und die Sperrklinke hat gegenüber dem Vierkant zu wenig Luft. Siehe Fig. 20 auf Seite 12 den 601-SM.

      .
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Sag mal Peter,

      hast du eigentlich schonmal an ein Spendenkonto gedacht? ^^
      Das ist unglaublich, was du da so aus dem Ärmel schüttelst! Vielen Dank! :!:

      Ich habe alles überprüft, Klinke, Federbolzen, Leichtgänigkeit des Segments (man kann es schief festschrauben, habe ich festgestellt..), etc...

      Erhlich gesagt, weiß ich nicht genau, was die Lösung nun gewesen ist, jedoch habe ich das Zusammenspaiel von Liftschiene und dem Liftbolzen nochmal eingestellt und jetzt geht es... Das macht einen ja verrrückt, wenn es mal geht, dann wieder nicht usw. :evil:
      Den Excenterbolzen habe ich auch in jeglicher Position gehabt, aber naja lassen wir das.. Das war der schlimmste 601 der mir in die Finger gekommen ist und ich habe einige.... :saint:



      Er läuft wieder!! :thumbsup: (Vielleicht hat er sich vernachlässigt gefühlt ;( :D )

      Ham wa wieder was gelernt !



      Besten Dank und viele Grüße,


      Kurt, der jetzt gute Nacht sagt :sleeping: .
    • Willkommen bei der 601 Zicke... :evil:

      Meiner funzt noch immer nicht, obwohl ich alles versucht habe was Peter ( :thumbsup: ) hier und in anderen Fred's geschrieben hat.
      Ist momentan aus Frust zurück ins Regal gewandert. X(

      LG, Ernst
      LG, Ernst

      Tja, infiziert mit "Dualitis" ;( ... :D

      Im Moment spielt (mal wieder): Luxman CL350/M150 mit Revox B-790/Stanton 881S und Elipson 1303...

      1019 - 1214 - 1218 - 1219 - 1229 - 1249 - 701 - CS650RC - CS731Q - CS741q/mcc120 - CS5000
      CV 121-1 - CV 240 - CDV 60 - MV 61
      CR 120 - CR 220
      CV1500RC
      CT18 - CT19 - CT1540RC
      RC154 - CP1 Weiss (2x)
      CL 170 auf LF-2
      C 839RC - C-901
      Uher SG631 Logic - Revox B77 2-spur
      und
      Marantz/Luxman/Revox Freak! ^^
    • Hi Kurt !

      Kurt7 schrieb:

      hast du eigentlich schonmal an ein Spendenkonto gedacht?
      Das ist unglaublich, was du da so aus dem Ärmel schüttelst! Vielen Dank!
      Habe ich schon mal, aber das würde ich nicht für mich haben wollen. Es gibt genug Leute, die Support nötig hätten.
      Das mit dem "aus dem Ärmel schütteln" ist auch nicht einfach, aber ich habe eine gute IBM-Tastatur und nachdem ich mir heute Nachmittag wieder mal die Fingernägel geschnitten hatte, kann ich auch wieder schnell tippen ... :D


      Kurt7 schrieb:

      Er läuft wieder!! (Vielleicht hat er sich vernachlässigt gefühlt )
      Mag sein. Wer rastet, der rostet und Feinmechanik zickt schon bei feinen Verdreckungen und Fehlstellungen herum.
      Am ehesten wird man den Geräten gerecht, wenn man sie unter Uhrmacher-Gesichtspunkten betrachtet.

      Viel Spaß weiterhin.

      ^^
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Puh, ich habe weder gebogen, noch montiert. Wenn ich wenigstens wüsste, wie es aussehen muss, könnte ich es als Bilderrätsel lösen. Das Blech ist keine Unbekannte aber so ein Gemurkse hatte ich noch nie . Eigentlich sollte das mein einzigster Riemenantriebler sein aber eher nicht.

      Warum zu flach ? Der Bolzen muss doch zurück in die Nut oder nicht ?
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    • wacholder schrieb:





      7. Dort, wo die Sperrklinke an den langen Schaltarm geht, ist nochmal ein Exzenterbolzen, mit dem man in gewissem Maße die "Haltekraft" bzw. den Zug der Sperrklinke zum Schaltarm einstellen kann. Eventuell ist der auch ein wenig zu scharf eingestellt und die Sperrklinke hat gegenüber dem Vierkant zu wenig Luft. Siehe Fig. 20 auf Seite 12 den 601-SM.

      .
      Am anderen Ende des Schaltarms hängt eine Zugfeder [8], kann hier der Hase im Pfeffer liegen ?