Brummen Dual CS 606, wenn Drehteller ruht

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    • Brummen Dual CS 606, wenn Drehteller ruht

      Hallo zusammen,

      ich habe vor kurzem glücklicherweise nen 606 erworben und bin mit dem Sound wirklich sehr zufrieden. Leider ist es jedoch so, dass dieser langsam und stetig anfängt zu brummen, wenn das Abspielen der Platte beendet ist. Vorher tritt dieses nicht auf und während des Abspielens ist es auch nicht wahrnehmbar. Beginne ich dann wieder eine Platte abzuspielen, verschwindet das Brummen und taucht langsam wieder auf, wenn das Abspielen beendet wurde.

      Nun zu den wichtigen Infos:
      Der 606 ist per Reject Phono Box (inkl. Massekabel) am Denon AVR 1611 per Cinch am SAT-Cinch-Eingang (alle anderen Plätze sind belegt) angeschlossen. Wenn ich die Cinch-Kabel berühre, dann wird das Brummen lauter. Auch ein Entfernen und erneutes Anbringen des Massekabels an der PhonoBox bringt dann keine Besserung.

      Könnt ihr mir sagen, was die Gründe des Brummens, welches nur im Leerlauf langsam steigernd auftritt, sein könnten und was ich dagegen tun kann?

      Wenn ihr noch mehr Infos benötigt, teile ich diese gerne mit.

      Danke schon mal für eure Tipps.

      Beste Grüße
      Peter

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von petsander ()

    • Hi Peter !

      Willkommen in der bunten Welt der Dual-Fans und Glückwunsch zum ersten Beitrag.

      Wenn Dein 606 noch die originalen schwarzen und weißen angegossenen Chinchstecker am Audiokabel hat, dann sind die jetzt vermutlich von innen "aufgefault". Das ist ein schleichender Prozeß über Jahre und irgendwann ist entweder das Signal ganz weg oder es brummt und knistert und Drehen oder Bewegen des Kabels ändert was. Da mußt Du mal die Stecker ganz dicht am Steckergehäuse vom Kabel abtrennen und neue Stecker montieren. Dann dürfte das Problem weg sein.

      .
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Hallo,

      dank dir für deine Antwort. Die Original-Cinchstecker sehen in der Tat etwas mitgenommen aus. Du meinst also, dass das Brummen von den alten Steckern kommt, auch wenn dieses mit drehendem Plattenteller nicht auftritt und erst anschließend langsam aber stetig zunimmt?

      Um die neuen Stecker zu befestigen, komme ich ohne Lötkolben nicht herum, oder?

      Beste Grüße
    • Hi Peter !

      petsander schrieb:

      Du meinst also, dass das Brummen von den alten Steckern kommt, auch wenn dieses mit drehendem Plattenteller nicht auftritt und erst anschließend langsam aber stetig zunimmt?
      Solange die Kabel innendrin noch etwas - wenn auch schlechten - Kontakt haben, reicht das Musiksignal, um das Grundbrummen zu übertönen. Wenn Du eine Platte nur mit Leerrillen hättest, könntest Du vermutlich das an- und abschwellende Brummen auch beim Abspielen hören. Ich habe dazu Joe Jacksons "Big World". Das ist eine Doppel-LP, wo die vierte Seite leer ist, aber eine Rille hat ... :D

      Du schriebst ja auch, daß das Brummen lauter wird, wenn Du das Kabel berührst. Das ist schon mal ein Elementarfehler, denn das Kabel sollte eine durchgängige Schirmung haben, damit sich das "Körperfeld" des menschlichen Körpers nicht auf die Signalleitung auswirkt. Wenn man durch Biegen oder Verdrehen von Kabel und Stecker irgendwas an den Störgeräuschen ändern kann, sind in 9 von 10 Fällen die Chinche die Übeltäter. Selten, daß mal ein Kabel eine Macke hat ... außer, wenn man eine Gehäuseecke durch das Kabel gedrückt hat, als man den dicken Verstärker umplaziert hat (was mir schon passiert ist ...) Aber da war dann ein Kanal ganz weg.

      petsander schrieb:

      Um die neuen Stecker zu befestigen, komme ich ohne Lötkolben nicht herum, oder?
      In der Regel nicht.

      Es gibt beim Conrad (meine ich) zwar auch Stecker wo man den Innenleiter verschrauben kann, aber dann muß man den schirmenden Außenleiter etwas trickreich mit derZugentlastung verdröseln, die man am Schluß vor dem Überschrauben der Steckerkappe um das Kabel biegt. Sonst hat das keinen richtigen Kontakt und die Arbeit war für die Katz.

      Schreib' doch mal in Dein Profil, wo Du räumlich-geografisch angesiedelt bist. Vielleicht wohnt ja ein hilfreicher Forianer mit Lötkolben gleich um die Ecke ...

      .
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Dank dir für deine Antworten und näheren Erläuterungen. Ich hab dies nochmals näher getestet und es ist in der Tat so, dass sich das Brummen im "Standby" durch Drehen bzw. Bewegen des Kabels in Nähe der Cinch-Stecker verstärkt bzw. mindert.

      Ich werde die Stecker wohl im Elekrofachhandel tauschen lassen - wird, so hoffe ich, nicht die Welt kosten. Es sei denn, es findet sich ein motivierter Mitleser aus Leipzig, der behilflich sein kann oder mag. ;)

      Besten Dank noch mal für Deine Tipps!! Ich werde berichten.

      Viele Grüße
    • Hi Peter !

      petsander schrieb:

      Ich werde die Stecker wohl im Elekrofachhandel tauschen lassen - wird, so hoffe ich, nicht die Welt kosten. Es sei denn, es findet sich ein motivierter Mitleser aus Leipzig, der behilflich sein kann oder mag.
      Naja ... Leipzig ist schon 'ne Ecke weg und ich bin jetzt im Moment auch nicht im Bilde, wer da oder dort um die Ecke wohnt.
      Jemand ? Hallo ? (Man muß die manchmal erst wecken ... ^^ )

      Ansonsten würde ich mal bei den sozialen Projekten oder sowas gucken, ob es nicht ein Repair-Cafe oder derartiges gibt. Da sind Leute, die das ehrenamtlich machen, für kleines Geld, die oft eine Fachausbildung haben und die kein Interesse daran haben, Dir das Ding madig zu machen, weil sie was anderes verkaufen wollen.

      .
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Hey,

      ich hab die Anschlüsse heut im Fachhandel erneuern lassen. Für knapp 35€ wurde auch gleich der Masseanschluss (sah schon sehr aufgedröselt aus) erneuert und nen 45er Adapter gab's dann auch noch für lau. Das ist dann doch durchaus in Ordnung, wie ich finde.

      Auf jeden Fall brummt jetzt nichts mehr und ich kann meine Platten wieder genießen. Dank Dir für den Hinweis, dass lediglich die Cinch-Stecker und nicht gleich das ganze Kabel getauscht werden müssen!

      Vielleicht hast Du jetzt noch nen Tipp für mich, ob sich ein TKS-Adapter lohnt, schon allein, weil man nicht weiß, wie lange es noch Nadeln für das ULM-System gibt. Mich reizt ja schon das OMB 20 ^^

      Dank Dir für Deine Hilfe!! :thumbsup:
    • Hi Peter !

      petsander schrieb:

      ich hab die Anschlüsse heut im Fachhandel erneuern lassen. Für knapp 35€ wurde auch gleich der Masseanschluss (sah schon sehr aufgedröselt aus) erneuert und nen 45er Adapter gab's dann auch noch für lau. Das ist dann doch durchaus in Ordnung, wie ich finde.
      Okay. Das ist dann die Arbeitszeit, die den größten Teil ausmacht.
      Zeit ist eben Geld, nicht wahr ?

      Aber solange es nun funktioniert, hast Du doch einen realen Gegenwert bekommen.


      petsander schrieb:

      Vielleicht hast Du jetzt noch nen Tipp für mich, ob sich ein TKS-Adapter lohnt, schon allein, weil man nicht weiß, wie lange es noch Nadeln für das ULM-System gibt. Mich reizt ja schon das OMB 20
      Bei den Ortofon-basierenden ULMs sind die Nadeln zum OMB identisch soweit ich mich entsinne.
      Also kannst Du z.B. auf einen ULM55E Generator, der die DN155E benötigen würde, durchaus auch die Nadel vom OMB20 aufstecken.
      Gut, das Ding kosten von 160 Euronen aufwärts, bringt das System aber auch klanglich weiter. Als Ersatz für die DN155E wird von einigen Händlern (neben z.T. indiskutablen Nachbauten) auch die OMB10 angeboten. Dann brauchst Du kein Geld mehr für einen TKS-Adapter raustun, *außer* Du planst auch noch weitere / andere 1/2"-Systeme zu montieren.

      .
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Hallo Peter
      Hier gibt es einen thread welche Nadeln auf welche Ulm Systeme passen. Alternativ kannst du auch bei Alfred oder Andreas Informationen einholen. Wenn du eine original Orttfon kaufst kannst du dich an den Angaben von Dual oder Orttfon orientieren

      Wolfgang
    • Hallo Wolfgang, hallo wacholder,

      leider habe ich in verschiedenen Beiträgen auch unterschiedliche Meinungen zur möglichen Verwendung der OMB 20 Nadel am original ULM-System gelesen. Nun bin ich eher verunsichert, ob die Nadel problemlos an meinem CS 606 verwendet werden kann oder nicht :S

      Zudem habe ich noch einen interessanten Beitrag aus dem analog-forum entdeckt:

      "Mein 606 hat den Tonarmkopf des 511 bekommen hat.

      Der hat eine Halbzollbefestigung und passt auf den Arm des 606. ( Ist nicht meine Idee gewesen, sondern war mal ein Tipp in der Steroplay so um 1986/1987 ).

      Funktioniert prima, und verhilft dem 606 auch noch zu einer " aktuelleren " Optik."

      Ist das Ganze dann mit diesem Tonarm zu realisieren?
      dualfred.de/Tonarm/Tonarmkopf/Tonarmkopf-270534-dt.html
      Muss ich hier noch etwas berücksichtigen?

      Danke Euch schon vielmals für Eure Tipps.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von petsander ()

    • Hallo Peter,

      das mit dem Headshell des Dual 511 stimmt leider nicht für den Dual 606 Tonarm, siehe auch hier Beitrag22: tk Umbau

      Auch mit den Nadeln der OM-Typen von Ortofon ist das so eine Sache. Sie passen auf die späteren ULM-Systeme ULM65, ULM66 und ULM68. Sie sind aber nicht wirklich geeignet für das ULM55 in Deinem Dual 606. Man kann die Nadeln zwar auch da dranstecken und mit etwas Glück hält die Nadel auch. Aber richtig passen tut es nicht. Der Nadelkörper der OM-Typen ist ca. 5mm kürzer als die der Nadel vom ULM55. Das sieht optisch "suboptimal" aus.

      Neben einem Halzollumrüstsatz gibt es auch noch eine weitere Variante für die Umrüstung, siehe z.B. hier: Umrüstlösung auf Halbzoll-Standard für fast alle TKS und ULM-Geräte der ersten Generation

      Gruß Alfred
      Gewerblicher Anbieter von Dualersatzteilen auf dualfred.de
    • Hallo Alfred,

      dank Dir für Deine ausführliche Antwort. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist die von Dir verlinkte Umrüstlösung ohne Löten und etwas Vorwissen nicht ohne Weiteres realisierbar - ich besitze bspw. keinen Lötkolben und diesbezüglich nur "gefährliches Halbwissen" ;)

      Da wirkt Dein erster Hinweis mit der Headshell des CS540 schon interessanter. Ist das Anbringen hier recht einfach umsetzbar und muss ich hier etwas beachten? Entschuldige die Frage, aber kann ich nach dessen Befestigung quasi alle Halbzollsysteme anbringen und muss ich hier neben der Headshell und der neuen Nadel (bspw. OMB20) noch etwas Weiteres zukaufen?

      Dank Dir schon mal für Deine Antworten.

      Beste Grüße
      Peter
    • Hallo Peter,

      bei der Lösung mit dem neuen Tonarmrohr ist Löten definitiv Pflicht. Hier müssen die Tonarmkabel angelötet werden.

      Beim Wechsel auf den Tonarmkopf des CS540 muss nicht gelötet werden. Aber etwas aufwändiger als die Verwendung des Halbzollumrüstsatzes ist diese Oberation auch. Um die Befestigungsschraube des Tonarmkopfes zu lösen muss man von unten mit einem Schraubendreher durch ein kleines Loch im Blechchassis. D.h. das Gerät muss auf jeden Fall auch aus der Zarge genommen werden.

      Je nach Gewicht des neuen Tonabnehmers ist ggf. noch eine Zusatzgewichtscheibe am Gegengewicht nötig. Bei der Verwendung der Ortofon OM-Typen (ohne dem Gewichtsplättchen oben im System) müsste es noch ohne gehen.

      Gruß Alfred
      Gewerblicher Anbieter von Dualersatzteilen auf dualfred.de