Restaurationsprojekt Dual 1237 Plattenspieler

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    • apm schrieb:

      Naphaneal schrieb:

      auf den teller ist/war eine matte aufgeklebt. bislang liegt die einfach auf, passt, wackelt und hat luft.


      Wie sinnvoll ist es, diese wieder festzukleben?
      original waren die beim 1237 nicht verklebt. Muss man ja anheben können um den Riemen aufzulegen.
      sind definitiv klebereste auf dem teller. ich will aber nicht ausschließen, dass mein paps das entweder so eingerichtet oder ihn so erhalten hat. lässt sich aber nicht mehr in erfahrung bringen.

      aber wenn ich den nicht kleben muss, auch gut. spart mir einen arbeitsgang.
    • Hi !

      Naphaneal schrieb:

      inwiefern kann das lager defekt sein?
      Es kann auseinanderfallen.

      Wenn man die Spitze der Madenschraube nicht zwischen die Kugeln setzt, sondern auf die Abdeckung, die gleichzeitig den oberen Lagerbund bildet, drückt die Spitze entweder eine spitze Delle in das dünne Metallblech .... oder hebelt es aus. Dann verdrängt die Spitze die Kugeln aus dem Lager und drückt unten gegen den Bund, wo das Lager im Bauteil sitzt. Das dreht dann auch irgendwie, aber nicht in den Kugeln und geometrisch korrekt. Und beim Einstellversuch kippt das Bauteil schräg. Im schlimmsten Fall purzeln die Lagerkugeln raus und das Ding ist endgültig im Eimer.

      Ach noch was: beim 1237 / 1239 kommt es gern mal zu einem völlig idiotischen Fehler, wenn jemand mal versucht hat, den Arm zu wechseln. Der äußere Lagerbügel, in dem auch die obere Lagereinstellung sitzt, wird auf der Unterseite durch eine einzelne Schlitzschraube auf dem Chassis befestigt. Zur Arretierung hat er einen angegossenen Stift, die in eine Bohrung im Chassis eingreift. Wenn der "jemand" nicht ganz auf der Höhe war und schlampig gearbeitet hat, sitzt der Stift nicht in der Bohrung oder der Lagerbügel ist nicht vollständig eingerastet. Dann steht er schief und der Arm beschreibt eine nach unten oder oben gerichtete Kurve ...

      .
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Naphaneal schrieb:

      sind definitiv klebereste auf dem teller. ich will aber nicht ausschließen

      Ist ein leichter Haftkleber um den Teller beim Transport an Ort & Stelle zu lassen. Viele Dreher aus der Reihe wurden in Kompaktanlagen von Telefunken über Grundig bis Wega verkauft, da wollte man wohl den Kunden nicht zuviele Denksportaufgaben zumuten...

      Der ist nicht nötig, seit einem Riemenwechsel noch zu Zeiten als die PLZ noch 4-stellig waren liegt bei mir die Matte einfach lose auf.

      Kümmer Dich erst einmal um die Lagerung und Mechanik. Am Besten machst Du ein paar Fotos über dien Ist-Zustand.

      Peter
      Die Leute blicken immer so verächtlich auf vergangene Zeiten, weil die dies und jenes ›noch‹ nicht besaßen, was wir heute besitzen.
      Es ist nicht nur vieles hinzugekommen. Es ist auch vieles verloren gegangen, im guten und im bösen. Die von damals hatten vieles noch nicht. Aber wir haben vieles nicht mehr.
      (Tucholsky)
    • 8erberg schrieb:

      Naphaneal schrieb:

      sind definitiv klebereste auf dem teller. ich will aber nicht ausschließen
      Ist ein leichter Haftkleber[...]

      [...]Der ist nicht nötig...[...]

      wie gesagt, wenn es mir arbeit erspart...

      8erberg schrieb:

      Kümmer Dich erst einmal um die Lagerung und Mechanik. Am Besten machst Du ein paar Fotos über dien Ist-Zustand.
      ich geh nachher zur uni und druck mir erstmal alle unterlagen aus. fotos werden aufgenommen, aktuell hab ich das Tonarmlager in den vorherzustand zurückgebaut.

      wacholder schrieb:

      Ach noch was: beim 1237 / 1239 kommt es gern mal zu einem völlig idiotischen Fehler, wenn jemand mal versucht hat, den Arm zu wechseln. Der äußere Lagerbügel, in dem auch die obere Lagereinstellung sitzt, wird auf der Unterseite durch eine einzelne Schlitzschraube auf dem Chassis befestigt. Zur Arretierung hat er einen angegossenen Stift, die in eine Bohrung im Chassis eingreift. Wenn der "jemand" nicht ganz auf der Höhe war und schlampig gearbeitet hat, sitzt der Stift nicht in der Bohrung oder der Lagerbügel ist nicht vollständig eingerastet. Dann steht er schief und der Arm beschreibt eine nach unten oder oben gerichtete Kurve ...


      ich hoffe, in den bildern ist das zu erkennen, ob richtig oder falsch montiert.

      Fig. 8 und 9: Tonarmlagerung



      ob ich hab das federhaus richtig eingesetzt habe ?(


      nur mit der lasche in den schlitz (rad muss auf nullstellung sein), nicht durch drehen weiter und festschrauben, richtig?
    • Hi !

      Naphaneal schrieb:

      ich hoffe, in den bildern ist das zu erkennen, ob richtig oder falsch montiert.
      Es *sieht* zumindest erstmal richtig aus.

      Mein "Trick" ist, daß ich vorne am Tonkopf etwas nach links und rechts drehe. Es muß ein gaaanz leichtes Spiel fühlbar sein, dann sind die Vertikallager richtig. Dann Auflagekraft auf Null, Arm ausbalancieren und Antiskating auf 0.5 und der Arm muß sich gaaanz leicht nach außen bewegen, dann ist auch das Horizontallager fit.

      Naphaneal schrieb:

      ob ich hab das federhaus richtig eingesetzt habe


      nur mit der lasche in den schlitz (rad muss auf nullstellung sein), nicht durch drehen weiter und festschrauben, richtig?
      Da hört sich richtig an.

      Wenn die Schraube richtig festsitzt, muß es sich von 0 - Ende drehen lassen *Und Stehenbleiben* und darf nicht über den Nullpunkt nach unten oder über den Endpunkt nach oben weiterdrehbar sein. Dafür gibt es am Federgehäuse einen verstellbaren Anschlag. Wenn Du den beim Ausbau nicht verdreht hast, sollte es noch passen.

      .
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.