Wer möchte mich bei der Restaurierung meines 1219 begleiten?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Wer möchte mich bei der Restaurierung meines 1219 begleiten?

      Hallo zusammen!

      Nachdem ich gleich zwei Einladungen (von Ulrich und Holger) zu diesem Forum bekommen habe, will ich mal vorsichtig mein Anliegen hier posten.

      Im Dezember habe ich mich entschieden ein neues Hobby "Vinyl" zu starten. Mit der ersten erworbenen Plattensammlung habe ich einen verstaubten 1219 ohne Haube (leider :( ) erworben. Zunächst wollte ich ihn direkt abstoßen. Dann habe ich gelesen, dass viele dieses Gerät sehr schätzen. Also habe ich mal den ganzen Staub entfernt und gesehen, dass der Systemträger vergammelt war. Ich wollte nicht zu viel investieren, ohne zu wissen ob überhaupt ein Ton rauskommt. Also habe ich in der kleinen Bucht ein TK 182 (TK 14 mit CDS 660 - Nadel DN 8 ) erworben. Die Kontakte im Tonarm habe ich schön mit neuem (!) Glasfaserstift gereinigt, die Feder etwas vorgenogen und alles mit Kontaktspray (Q-Tip) vorsichtig konserviert.

      Nun, er spielt. Doch der Ton haut mich jetzt (noch) nicht um. Also würde ich in für ein neues System so um die 80,- € investieren (soll überschaubar bleibe, ich kaufe ja auch Platten, Knosti etc.). Außerdem würde ich ihn gerne ordentlich reinigen und schmieren, wo es nötig ist.

      Nun könnte ich mir vorstellen, dass ich das mit jemandem im südöstlichen Ruhrgebiet (Nähe Hagen, Wuppertal, Dortmund) persönlich zusammen mache. Hat jemand Mut es mit mir zu wagen? Vor 30 Jahren habe ich mal KFZ-Elektriker gelernt. Also technisch sollte ich das selbst hinbekommen. Ich möchte das gute Stück aber nicht kaputtreparieren. Sollte sich niemand finden, würde ich es mit Euch wagen, wenn Ihr mich als Greenhorn begleiten wollt.

      Womit sollte ich weitermachen?
      Muss direkt alles zerlegt werden oder bieten sich einzelne Etappen nach?
      Welches System würdet Ihr mir empfehlen, und wo bekomme ich das preiswert?
      Was ist eigentlich der grundsätzliche Unterschied zwischen TK14 und TK24, passen die beide in die Aufnahme?

      Hier höre ich jetzt erst einmal auf mit meinen vielen Frage.

      Sorry, eine habe ich direkt noch. Schickt mir mal bitte jemand die Masse von der Originalhaube. Ich würde dann bei einem Kunststoffverarbeiter frage, ob er mir ein Stück biegt und mir die Seiten einkleben.

      Bin gespannt auf Eure fachliche und persönliche Reaktion!

      VG Axel

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von AxelsDreher ()

    • Hi Axel !

      Willkommen in der wunderbaren, sonderbaren, aber immer recht bunten Dual-Welt und Glückwunsch zum ersten Beitrag.
      ^^

      AxelsDreher schrieb:

      Nun, er spielt. Doch der Ton haut mich jetzt (noch) nicht um.
      Mit dem CDS660 ? Da wundert mich das nicht. (Echt jetzt ?)

      Das ist ein Keramiksystem für die Einstiegsmodelle. Ungefähr so, als ob man einen Porsche auf runderneuerten Ostblock-M&S-Reifen fahren läßt. Geht - aber nicht besonders gut.


      AxelsDreher schrieb:

      Was ist eigentlich der grundsätzliche Unterschied zwischen TK14 und TK24, passen die beide in die Aufnahme?
      Passen TK15 und TK25 auch.

      TK14 und 15 haben hohe, weit nach unten gezogene Seitenwangen, TK24 und 25 sind flache Ausführungen.
      TK14 und 24 sind "Nur" Tonkopfträger, TK15 und 25 haben ein Drehrädchen zur Korrektur des vertikalen Winkels für die Nadel in der Rille, die bei Einzelspiel- und Wechslerbetrieb unterschiedlich ist. Der 1219 braucht die nicht, weil der einen Tonarm hat, der in der Höhe für Einzel- und Wechselmodus umstellbar ist.

      Bei den TK14 gibt es alte Versionen, die am hinteren Ende keine Kontaktstifte haben, sondern V-förmige Blattfedern. Das sind die ganz ur-alten Varianten, die mit den Modellen 1210 / 1211 / 1212 kamen. Später gab's die mit den gefederten Kontaktstiften.

      AxelsDreher schrieb:

      Womit sollte ich weitermachen?
      Muss direkt alles zerlegt werden oder bieten sich einzelne Etappen nach?
      Wenn er läuft und erstmal unauffällig ist, kann man sich damit begnügen.

      Problematisch bei dem Dreher ist die Umstellung der Drehzahl. Das ist eine empfindliche Hebelei. Wenn die Schmierstoffe dort verharzen und verkleben und man sich genötigt sieht, mit größerer Kraft am Hebel zu drehen, bricht der manchmal einfach ab - und dann ist große Kacke. Daher ist aus meiner Sicht eine Instandsetzung der Drehzahlumstellung ganz vorne.

      Als nächstes ist die Prüfung / Renovierung des sogenannten Multiselektors auf dem Programm. Das ist die schon oben erwähnte Höhenverstellung für die Tonarmbasis. Ein etwas vertracktes Stück Hardware. Dafür gibt es zwar im Forum gute Reparaturhilfen, aber wenn man das noch nie gemacht hat, steht man etwas doof davor.

      Dann käme der Motor dran. Nach x Dekaden müßte der mal auseinander, frisches Öl an die Lager kriegen und schlimmstenfalls die Nietungen des unteren Drucklages aufgebohrt werden, um dort den Lagerspiegel zu drehen. Das ist der Teil, auf dem das verrundete untere Ende der Motorwelle läuft. Das läuft mit den Jahren ein und der Motor macht Krach und produziert feine Vibrationen.

      Aber das kann man sich schlückchenweise verteilen. Rom wurde ja auch nicht an einem Tag niedergebrannt ... :D


      AxelsDreher schrieb:

      Welches System würdet Ihr mir empfehlen, und wo bekomme ich das preiswert?
      War gar keins dabei ?

      Der 1219 kam wahlweise mit dem Shure M91MG-D (Rundnadel), M101M-G (Rundnadel) und dem M103M-E (Elliptische Nadel).
      Das sind alles kampferprobte Veteranen mit eigener Fangemeinde - und allen gemeinsam ist, daß es kaum noch wirklich echte Originalnadeln gibt. Oder zu vernünftigen Preisen. Nachbaunadeln gibt es von billig bis einigermaßen erschwinglich. Die Qualität davon variiert von unterirdisch bis sehr gut. Sind aber halt Nachbauten.

      Was es so in der Klasse um 80 Euro neu gibt ... das überlasse ich jemand anders. ^^
      Paar Schnäppchen wären dabei, wenn man noch welche kriegt. Bei Gebrauchtsystemen sind 80 Euro schon ganz gut, aber meistens steckt man nochmal so viel in eine über alle Zweifel erhabene neue Nadel. Im Zweifelsfall ist ein günstiges System mit einer neuen Nadel besser, als ein teures System mit einem abgerittenen Prügel untendrunter.

      .
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Hallo Axel,

      ... und auch von mir ein herzliches Willkommen bei den Dual- Infizierten. :P


      Peter hat Dir ja schon recht viele Anregungen und Anhaltspunkte geliefert. Futter hast Du ja nun dann erst einmal. ;)


      Solltest Du Dein Gerät überholen, egal ob selbst oder mit der Hilfe eines anderen Dualisten, kann ich Dir noch einen kleinen Tipp mit auf den Weg geben. Meiner Meinung nach hat es ein 1219 verdient am Leben gehalten zu werden. Ein toller Dreher.

      Da ich (als Treibrad- Fan) den 1219 auch sehr schätze, hatte ich mal eine Liste für die Wartung/ Überarbeitung der alten 1219/ 1229 gemacht. Im Suchfenster oben einfach mal den Begriff Checkliste eingeben. Dann kommst Du an die Liste. Sieh es als Check- Liste oder als Ratgeber - wie Du magst.


      Zum Tonabnehmer: Das ist ein schwieriges Thema, da die Geschmäcker und der Geldbeutel halt sehr unterschiedlich sind. Zu dem Thema kannst Du aber im Forum wohl stundenlang stöbern und wirst wohl auf sehr viele unterschiedliche Meinungen und Empfehlungen stoßen.
      ---------------------------
      MFG: Maico

      ... Die Musik entsteht durch die Pausen zwischen den Noten ...
    • wacholder schrieb:


      Was es so in der Klasse um 80 Euro neu gibt ... das überlasse ich jemand anders. ^^
      Paar Schnäppchen wären dabei, wenn man noch welche kriegt. Bei Gebrauchtsystemen sind 80 Euro schon ganz gut, aber meistens steckt man nochmal so viel in eine über alle Zweifel erhabene neue Nadel. Im Zweifelsfall ist ein günstiges System mit einer neuen Nadel besser, als ein teures System mit einem abgerittenen Prügel untendrunter.
      Hallo Peter,

      vielen Dank für Deine ausführliche Rückmeldung!

      Meinst Du, ich sollte es einmal hiermit versuchen?

      VG Axel
    • Hi Axel !

      AxelsDreher schrieb:

      vielen Dank für Deine ausführliche Rückmeldung!
      Bitte sehr. Gern geschehen.

      (Ich habe 'ne gute Tastatur und kann ziemlich schnell tippen. Da gibt das öfters mal Kurzgeschichten ... ^^ )


      AxelsDreher schrieb:

      Meinst Du, ich sollte es einmal hiermit versuchen?
      Jaaa ...

      ... also wenn Du tatsächlich im Moment das CDS660 unter dem 1219 drunter hast, dann ist das schon eine Verbesserung.

      Mal doof gefragt: woran betreibst Du das Gerät im Moment ?
      Und an welchem der vielen Eingänge ?

      .
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Hallo Peter,

      an einem dem Phonoeingang eines älteren Sony F519R mit Heco Boxen.

      Alternativ habe ich das hier gefunden, dann brächte ich noch eine Nadel (von Thakker).
      Oder das hier mit einer AT Nadel.

      Mit irgendetwas muss ich mal anfangen. Tendiere zu dem System mit AT Nadel (konisch) und Garantie. Die Nadel habe ich auch auf meine alten Yamahadreher.
    • wacholder schrieb:





      ... also wenn Du tatsächlich im Moment das CDS660 unter dem 1219 drunter hast, dann ist das schon eine Verbesserung.


      Ich hätte momentan ein Shure DM101 abzugeben, das entspricht dem M91 ("eine Nummer größer" als das M75), inkl. einer kaum benutzten elliptischen Nachbaunadel.

      Was allerdings fehlt, ist das TK. Das könntest Du aber von Deinem CDS660 nehmen.

      Das M91 war das originale System beim 1219 und ist mein Lieblingssystem für diesen Dreher.

      Bei Interesse kannst Du Dich ja bei mir per PN bzw. "Konversation" melden.
      Gruß
      Michael


      Aktuell: 1219 (2x) * 1209 * 1019 * 1009
      Ehemals: 721 * 650RC * 1224-29 * 1216-18 * 1210 * 1015 * C822 * KA61 * HS130

    • Hi Axel !

      AxelsDreher schrieb:

      an einem dem Phonoeingang eines älteren Sony F519R mit Heco Boxen.
      Okay, aber dann kannst Du nicht das CDS660 drunter haben - sonst hättest Du übelstes Übersteuern und echten Scheißklang ...


      AxelsDreher schrieb:

      Alternativ habe ich das hier gefunden, dann brächte ich noch eine Nadel (von Thakker).
      Das ist eins der Systeme mit denen der 1219 mal ausgeliefert wurde. Die DN345 von Thakker, die es dazu gibt *soll angeblich* nicht so schlecht sein. Ich hab' das aber nie selber ausprobiert und gebe hier nur Hörensagen aus dem Forum wieder. Kommt vermutlich drauf an, ob man das System mit der Originalnadel kennt.


      AxelsDreher schrieb:

      Oder das hier mit einer AT Nadel.
      Ah - nee. Das ist ein AT91 oder sowas in der Art.
      Das ist Reichsbahn-Holzklasse und was, was man unter den besseren der China-USB-Dreher drunterpacken würde. Kein schlechtes System an sich. Robust und laut. Also geeignet für Partykeller, portable Systeme und zum Verkaufen, wenn ein Dreher mit System weg muß (und man das teure, gute nicht mit weggeben will ...)

      Kannst Du mal ein Foto von dem Ding einstellen, was da jetzt druntersitzt ?
      (Achtung: Bildgröße nicht größer als 200K - 800 x 600 JPG geht meistens.)

      Manchmal gibt es ganz einfache "Tuningtricks" ...

      .
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Hallo Axel, ein TK hast Du ja bereits. Bis 80€ hast Du schon eine stark begrenzte Auswahl an Tonabnehmern. Ich habe meinem 1218 ein At100e gegönnt, das klingt sehr gut für ca. 62€ und passt auch optisch gut zum 1219. Ich hatte mit einer Nachbaunadel nicht so viel Glück, die zischelte furchtbar. An meinem 1219 läuft ein At120e, aber das liegt schon deutlich über deinem Budget.

      Gruß Thomas
    • AxelsDreher schrieb:

      Meinst Du, ich sollte es einmal hiermit versuchen?
      13€ Versandkosten? Schickt der das im vergoldetem Umschlag?

      Wenn du das CDS drunter hast, dann gehört der Dreher an den Line/Aux/CD Anschluss des Verstärkers.
      Klar klingt ein CDS660 nicht wie ein DM101, aber sooo schlecht sollte das auch nicht klingen.
      Also bitte mal an den Line-Eingang mit dem Dreher und die Auflagekraft auf 4,5p gestellt - ach halt, der 1219 kann nur bis 3...
      Na ja, wird evtl. auch reichen.

      Also du siehst, allein wegen der Auflagekraft ist das CDS660 dafür auf keinen Fall eine Dauerlösung. 101 oder 103 sind jedoch gut geeignet. Dann aber an den Phono-Eingang.
      Martins Lieblingsdreher: Dual 1229 mit DM 103 M-E, Dual 1000/1001, Dual 300 Siesta. Alles Weitere im Profil
    • wacholder schrieb:

      Hi Axel !

      AxelsDreher schrieb:

      an einem dem Phonoeingang eines älteren Sony F519R mit Heco Boxen.
      Okay, aber dann kannst Du nicht das CDS660 drunter haben - sonst hättest Du übelstes Übersteuern und echten Scheißklang

      ...

      Kannst Du mal ein Foto von dem Ding einstellen, was da jetzt druntersitzt ?
      Hallo,

      also hier zwei Bilder:

      Dieser TK 128 war mit einer verbogenen Nadel und den gammligen Pinnen auf dem 1219 drauf, als ich ihn bekommen habe.
      Damit wollte ich nicht experimentieren.


      Diesen TK 182 (mit DN 8) habe ich mir für 25,- gekauft um das Gerät überhaupt erst einmal zu testen


      Warum kann ich den nicht an dem Sony Amp an dem Phono Eingang anschließen?

      VG
      Axel
    • AxelsDreher schrieb:

      Warum kann ich den nicht an dem Sony Amp an dem Phono Eingang anschließen?
      Weil das ein Keramiksystem mit einem hohen Ausgangspegel ist - nichts für den Phono-Eingang.
      Wie geschrieben, schließ den Dreher damit an den Line oder CD Eingang an und lausche den Klängen.
      Das sollte deutlich besser klingen. Mit einem Magnetsystem DM101 oder 103 am Phonoeingang dann noch mal besser.
      Martins Lieblingsdreher: Dual 1229 mit DM 103 M-E, Dual 1000/1001, Dual 300 Siesta. Alles Weitere im Profil
    • MaxB schrieb:

      AxelsDreher schrieb:

      Warum kann ich den nicht an dem Sony Amp an dem Phono Eingang anschließen?
      Weil das ein Keramiksystem mit einem hohen Ausgangspegel ist - nichts für den Phono-Eingang.Wie geschrieben, schließ den Dreher damit an den Line oder CD Eingang an und lausche den Klängen.
      Das sollte deutlich besser klingen. Mit einem Magnetsystem DM101 oder 103 am Phonoeingang dann noch mal besser.
      Aha, super, das werde ich morgen mit einer alten Platte testen.
      Will mir aber die Platten nicht nachschneiden und somit ein neues System suchen :)

      VG Axel
    • Hi Axel !

      AxelsDreher schrieb:

      Dieser TK 128 war mit einer verbogenen Nadel und den gammligen Pinnen auf dem 1219 drauf, als ich ihn bekommen habe.
      Damit wollte ich nicht experimentieren.
      Das ist ein Audio Technica AT95E - bekannt als "die grüne Pest" und es hat ausgeglichen einen etwa gleich großen Stamm an Fans und Hassern. Ich gehöre zu den Fans, aber das ist eine andere Geschichte. Fakt ist: das ist auch ein gern als Platzhalter genommenes System, wenn ein Dreher "mit System" angeboten werden soll, aber man das teure Shure, Ortofon, Nagaoka ... whatever ... behalten möchte. Das Ding kostet *NEU* keine 30 Euro, ist ein Doppelmagnetsystem mit einer Nadel mit elliptischem Schliff. Sowas gibt es normalerweise nicht für unter 100 Euro. Die riesigen Stückzahlen machen es so billig - und der Umstand, daß viele Fernostdreher mit dem Ding ab Werk kamen.

      Man muß den Klang mögen, sonst geht's nicht.


      AxelsDreher schrieb:

      Warum kann ich den nicht an dem Sony Amp an dem Phono Eingang anschließen?
      Martin hat's schon geschrieben: Ein Keramik-System ist ein Hochpegelsystem, was um 65 - 100mV abgibt, ein Magnetsystem, wie das M75 gerade mal 5 - 9mV. Dazu kommt eine andere Vor-Entzerrung, den Magnetsystem brauchen, Keramiksysteme aber nicht. Dadurch klingt ein Keramiksystem am Phonoeingang wie King Kong auf der Omo-Trommel. Geht gar nicht.
      Steck' das mal in einen AUX oder Tape-Eingang. Da wird es durch die Fehlanpassung (zu niederohmig) zwar leise sein, aber der Frequenzgang stimmt wenigstens halbwegs.

      Und - Ach ja - wo Du gerade über's "Nachschneiden" schriebst: das CDS660 braucht zwischen 4.0 und 5.0p (!!) Auflagekraft. 4.5p sind der empfohlene Mittelwert. Das ist für die Platten kein Problem - so lange die Nadel in Ordnung und nicht abgenudelt ist. Ohne Mikroskop von hier schlecht zu deuten. Aber vertraust Du dem Verkäufer ? (Ich würd's nicht. Die lügen doch alle ... :D )

      .
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Hallo,

      MaxB schrieb:

      und die Auflagekraft auf 4,5p gestellt - ach halt, der 1219 kann nur bis 3...

      Es gibt da zwei verschiedene Modelle. Die älteren Geräte hatten noch die Möglichkeit bis zu 5,5 Gramm Auflagegewicht (und Antiskating) einzustellen.

      Auch gab es wohl unterschiedliche Beschriftungen auf der Alu- Blende vorn bei der Geschwindigkeitsverstellung. Es soll wohl farblich unterschiedliche Kurvenräder gegeben haben.
      ---------------------------
      MFG: Maico

      ... Die Musik entsteht durch die Pausen zwischen den Noten ...
    • Hallo,

      könnte ich versuchen den "umgebauten" TK128 (mit AT95 - "grüner Pest" s.u.) wieder herzustellen? Hat das schon mal jemand von Euch erfolgreich gemacht?

      Ich würde die "Stifte" mit einem Glasfaserstift reingen und die Kontakte mit der Aufnahme mit Isopropanol reinigen. Anschließend den "Deckel wieder mit Sekundenkleber aufsetzen.

      Abschließend würde ich die Nadel dann gegen eine AT 120e austauschen.
      Passt die 120er auf die Aufnahme von der AT95?

      Oder sollte ich das Gerät hier direkt entsorgen?

      VG Axel

    • Hi Axel !

      AxelsDreher schrieb:

      Hat das schon mal jemand von Euch erfolgreich gemacht?
      Ja klar.
      In Vor-Internetzeiten wurde alles repariert, was ging.
      Heutzutage auch, wenn es Samstagsabends ist und / oder man nicht mal eben schnell Ersatz besorgen kann.


      AxelsDreher schrieb:

      Ich würde die "Stifte" mit einem Glasfaserstift reingen und die Kontakte mit der Aufnahme mit Isopropanol reinigen. Anschließend den "Deckel wieder mit Sekundenkleber aufsetzen.
      Vorsicht mit dem Kleber. Wenn Dir der zwischen die Stifte läuft, verpeckt er die Federn auf den Stiften.
      Ich habe dabei immer einen Modellbaukleber von Kibri oder Faller genommen - und den auch nur an den aufliegenden Kanten der Platte, also vorne, links und rechts. Das ist ein Lösemittelkleber für Polystyrole. Das Plastik wird dabei etwas weich, läßt sich andrücken und härtet wieder. Papp - Fest.

      Sekundenkleber nur Minimal und an den *Ecken* der Platte, damit nix reinläuft. Nicht auf den Innenstegen kleben !
      Und dann dran denken, daß Cyanacrylate wasserhärtend sind. Drauf hauchen, bis sich die Kleberreste am Rand weißlich verfärben oder das Ding notfalls ins Wasser tunken ...

      Hast Du ein Digital-Meßgerät ?
      Dann im 2KOhm-Bereich das Kabelpaar rot-grün (rechter Kanal ) und weiß-blau (linker Kanal) hinten an den Stiften messen. Weiß' nicht mehr genau, welchen Spulenwert das AT95E hat, müßten so um 1000 Ohm sein. Die müssen da zu messen sein, dann sind System, innere Verbindungskabel und die Pins okay. Abweichung +/- ein paar Ohm zwischen den beiden Kanälen.


      AxelsDreher schrieb:

      Abschließend würde ich die Nadel dann gegen eine AT 120e austauschen.
      Passt die 120er auf die Aufnahme von der AT95?


      Nein.


      Andere Tonabnehmer-"Familie". Ganz anderer Grundkörper.


      Eine Ersatznadel ATN95E kostet um 22 Euro. Für 25 Euro + Versand gibt's ein komplettes System.

      hifi-phono-house.com/Tonabnehm…PvnnZjnwtECFUM6Gwodzo0H2w



      .
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von wacholder ()

    • Hallo Axel - willkommen im Kreise ;)

      Ja, das TK lässt sich wieder herstellen, sofern der Deckel nicht defekt ist. Kleben wäre keine gute Idee, aber es gibt gangbare Lösungen - nur wäre der Deckel dann kein Original. Wenn du möchtest, kann ich mir das mal ansehen und mich drum kümmern; ich bräuchte nur sämtliche vorhandenen Teile davon, weil ich wohl einen neuen Deckel bauen kann, aber keine neuen Kontakte und Federn. Brauchst mich bloss anzuschreiben. Freundliche Grüsse


      Robert
    • Ich weiss nicht wo du genau herkommst, aber ich bin Castrop-Rauxeler also
      irgendwo in deiner Nähe.
      Ein AT100E für knapp um die 60€ macht im 1219/29 eine gute Figur.
      Und bei Lust auf mehr kann man eine bessere Nadel einbauen.

      Ulli
    • wacholder schrieb:

      Hast Du ein Digital-Meßgerät ?
      Dann im 2KOhm-Bereich das Kabelpaar rot-grün (rechter Kanal ) und weiß-blau (linker Kanal) hinten an den Stiften messen. Weiß' nicht mehr genau, welchen Spulenwert das AT95E hat, müßten so um 1000 Ohm sein. Die müssen da zu messen sein, dann sind System, innere Verbindungskabel und die Pins okay. Abweichung +/- ein paar Ohm zwischen den beiden Kanälen.
      Hallo Peter,

      habe es ordentlich zusammen bekommen.
      Die Pinne Feder schön!

      Zwischen denKabelpaaren habe ich jeweils ca 650 Ohm.
      Habe mir bereits ein anderes System mit einer Ortofon M 20 E für 40 inkl Versand bestellt.

      Für das andere System werde ich wohl ein AT 125 LC besorgen.

      Vielen Dank und Gruß!
      Axel