731 Q Stroboskoplampe flackert

    • 731 Q Stroboskoplampe flackert

      Hallo,

      bei meinem 731 Q flackert die Stroboskoplampe. D.h. sie geht im sehr schnellen Rhytmus an uns aus. Bei 33 deutlich als Flackern wahrnehmbar, bei 45 viel schneller - da scheint es fast als würde sie dauerbrennen.

      Frage 1: liegt das an der Birne selber oder an dem vorgeschalteten Bauteilen?

      Daraus folgt Frage 2: wie kann ich das beheben?

      Schöne Grüße
      Jürgen
    • Hi Jürgen !

      JuergenK schrieb:

      Frage 1: liegt das an der Birne selber oder an dem vorgeschalteten Bauteilen?
      Das sind LEDs.

      dual.pytalhost.eu/731sp/Schaltplan-Seite%2016-sw.jpg

      Mitte Rechts / Richtung Südost. Drei in Reihe geschaltet, D9010 - D9012.


      JuergenK schrieb:

      Daraus folgt Frage 2: wie kann ich das beheben?
      Du solltest mit einem Lötkolben usw. umgehen können.

      Möglichkeit 1: Die Lötstellen sind etwas unsauber gearbeitet. Dann das alte Lötzinn abziehen (Sauger oder Entlötlitze) und mit frischem Lötzinn sauber nachlöten.

      Möglichkeit 2: eine der LED hat einen an der Waffel und ist dabei, auszubrennen. Würde ich in einem Rundschlag alle drei ersetzen. Mach' nicht den Fehler und kauf' "Super" oder "Ultra" helle LED. Diese alten Schwarten sind im Vergleich zu heutigen LED ziemlich lichtschwach. Wenn Du da Superdinger einlötest, kannst Du nachher beim Plattenspielen die Raumbeleuchtung abschalten. Normale 5mm LED reichen vollkommen aus. Soweit ich weiß, sind diese grün mit klarem Gehäuse.

      Ein Auszug aus dem LD57CA-Datenblatt:
      americanmicrosemi.com/information/spec/?ss_pn=LD57CA

      Die Leuchtstärke wird mit 10mcd (min.) angegeben.

      Conrad hätte diese hier im Sortiment:
      conrad.de/de/led-bedrahtet-gru…-lx5093gd-5v-1011923.html


      Die ist mit 20mcd angegeben.
      Spitzenexemplare schaffen über 37.000 ... damit kannst Du Dir die Netzhaut aus den Augen brennen.

      Möglichkeit 3: der parallel liegende Elko C9011 mit 1µF / 50V legt sich langsam die Karten. Der soll die Schaltflanken der LED-Ansteuerung etwas glätten und ist daher "Dauerfeuer" ausgesetzt. Irgendwann reicht dem das auch mal.

      conrad.de/de/elektrolyt-konden…d1h1r0b-1-st-1465562.html



      Möglichkeit 4: natürlich kann auch die Ansteuerung einen an der Waffel haben. Ausschließen darf man das nicht. Also auch mal die Lötpunkte von Transistor T9303 und T9304 sowie den Widerständen R9310 - R9313 prüfen.



      .
      Peter aus dem Lipperland
      Resterampe: mcamafia.de/lagerverkauf.htm

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Hallo Peter.

      Großes Danke für die superausführliche Antwort! Ist ja doch einiges was im argen sein kann. Ich werd´s abarbeiten und melde mich dann mit dem Ergebnis zurück.

      wacholder schrieb:

      Mach' nicht den Fehler und kauf' "Super" oder "Ultra" helle LED. Diese alten Schwarten sind im Vergleich zu heutigen LED ziemlich lichtschwach. Wenn Du da Superdinger einlötest, kannst Du nachher beim Plattenspielen die Raumbeleuchtung abschalten.
      Diese auch für meinen Geschmack viel zu hellen Stroboskop-LEDs hab ich mal bei youtube oder bei einem ebayangebot gesehen. Ist echt nicht meins, aber über Geschmack kann man bekanntlich streiten.

      Schöne Grüße
      Jürgen
    • Hi,

      ich habe mit Möglichkeit 3 angefangen weil´s doch eh fast immer die Elkos sind. Neuen reingelötet und bingo - geht wieder. Stoboskoplämpchen verhält sich bei beiden Geschwindigkeiten wie es soll. Flackern beseitigt. Danke!! :thumbsup:

      Wie kann ich eigentlich den Titel meines Beitrages ändern? Ich hätte ihn gene um ein vorangesetztes "erledigt" ergänzt.

      Schöne Grüße
      Jürgen
    • So,

      jetzt geht mein Strobo am 626 gar nicht mehr :( .
      Gestern Abend fing es mit unkontrollierten Ausfällen an. Die erste Plattenseite leuchtete noch alles so, wie es sollte, bei der zweiten Seite waren schon Ausfälle zu sehen und heute Abend leuchteten die LEDs nur noch sporadisch.

      Also den Spieler geöffnet und alle Lötstellen nachgelötet, sahen aber nicht schlecht aus. Wieder zusammengebaut und getestet: kurz waren die LEDs noch an (ca. 2 -3 Sekunden, nun wollen sie überhaupt nicht mehr.

      Wäre hier auch der Elko C9105 mit 1µF als Verursacher rmöglich?
      Oder eher die LEDs selbst (oder eine davon, sind ja 2 in Reihe?
      Oder muss ich mir doch bei Conrad neue Transistoren kaufen?

      Wie sind hier die Erfahrungswerte?

      Blöde Frage:
      Kann man da was gescheites mit dem Multimeter messen? Also direkt an den LEDs bzw. am Abgang der Platine? Wenn ich das richitg sehe, werden die Dinger ja getaktet, oder?
      Könnte das IC auch was damit zu tun haben (IC9101)?
      irgendwas ist immer und man lernt nie aus ...

      Gruß
      Winfried
    • Puuhbaer68 schrieb:


      Wäre hier auch der Elko C9105 mit 1µF als Verursacher rmöglich?
      Oder eher die LEDs selbst (oder eine davon, sind ja 2 in Reihe?
      Oder muss ich mir doch bei Conrad neue Transistoren kaufen?
      Ja, der Elko könnte
      Ja, die oder eine LED könnte
      Nö, es sei denn T 9102 hätte einen ander Waffel
      R9104 könntst messen - ein Beinchen ablöten und hoch damit

      Getaktet - da wirds nix mim MM, oder du packst den Oskar aus...
      Locker bleiben - Gruß Jo

      CL 490 - kommen bald (stehen noch bei meinem Chef, weil ich kein Platz zum Stellen hab - Messi halt...).


      Nicht wundern, wenn bei meinen Posts Buchstaben fehlen, die Tastatur tut nich so wie ich will und ich lese nicht Korrektur ;)
    • Moin und danke für die Antworten.

      Naja, dann probiere ich erst mal den Elko und danach die LEDs (habe noch 2 grüne <X gefunden), die habe ich noch zuhause.
      Und nach ´nem 100Ohm Widerstand schaue ich dann sicherheitshalber auch noch mal.
      irgendwas ist immer und man lernt nie aus ...

      Gruß
      Winfried
    • So,

      hat leider alles nix gebracht.
      - die LEDs waren´s nicht (so schlimm sieht das Grün gar nicht aus)
      - der Kondensator war es nicht
      - der 100-öhmer war es auch nicht

      Wenn ich abends die erste Platte auflege, dann leuchtet das Strobo fein vor sich hin, die ganze Seite lang. Ab der zweiten Hälfte der zweiten Seite fangen dann die Ausfälle an. Erst ein wenig, dann immer mehr, bis zum Ende der zweiten Seite das Ding komplett dunkel bleibt. Zwei Stunden warten, dann geht es wieder für eine gewisse Zeit.

      Scheint also ein Temperaturproblem zu sein. Doch die Transen? Oder der Kondensator vor dem T9101? Oder die Z-Diode?

      Jetzt habe ich mal bei Conrad nachgesehen, die haben diese Transistoren gar nicht im Programm. Bei Reichelt könnte ich zwar bestellen, aber da ist die Brühe (Versandkosten) wesentlich teurer, als die Brocken (33Cent Bauteile, 5,60€ Versand).

      Haben die Spezialisten hier eventuell Empfehlungen für Ersatztypen, die es dann auch eventuell beim örtlichen Conrad in Mainz gäbe?
      Der Kondensator, was ist das für ein Typ? Auf jeden Fall ja einer, der für Wechselspannung ist, oder? Muss der genau 0,15µF sein, oder gingen auch 0,1µF? Denn auch die 0,15µF finde ich bei Conrad nicht im Programm.
      irgendwas ist immer und man lernt nie aus ...

      Gruß
      Winfried
    • So,

      gestern Abend noch einen kleineren Elektronikladen in der Stadt gefunden. Die haben alles! :D

      Habe dann letztendlich die gesamte Ansteuerung des Strobos neu gemacht:
      - Zenerdiose, Taktgeber-Kondensator, beide Transistoren, den Widerstand, den parallelen Kondensator an den LEDs und die beiden LEDs gleich noch mit.

      Test gestern Abend ca. 2 Stunden: läuft, besser gesagt, es leuchtet.

      Ich hoffe, dass es das jetzt war. Sonst ist mein 35,-€-Schnäppchen nahcher gar kein Schnäppchen mehr ... :| .
      irgendwas ist immer und man lernt nie aus ...

      Gruß
      Winfried