Dual KA 60

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Dual KA 60

      Ist es eigentlich möglich den Plattenspieler aus einer KA 60 ( 1218 ) alleine zu betreiben, zb. in einer Zarge. Einen DIN oder Cinch Stecker und ein Stromkabel anbringen sollte ich hin bekommen :-).
      Gruß Ulrich
      Bilder
      • 20160522_153407-800x450.jpg

        76,63 kB, 800×450, 215 mal angesehen
      Das kannste schon so machen aber dann ist es halt kacke...
    • Hi Ulrich !

      ulrich1966 schrieb:

      Ist es eigentlich möglich den Plattenspieler aus einer KA 60 ( 1218 ) alleine zu betreiben, zb. in einer Zarge. Einen DIN oder Cinch Stecker und ein Stromkabel anbringen sollte ich hin bekommen :-).
      Soweit das aus dem Schaltplan hervorgeht, ist der 1218 in der KA eine 220V-Ausführung.
      Damit ist das ein ganz gewöhnliches, mittleres Chassis und könnte z.B. mit einem 1225 oder 1226 den Platz in einer Standard-Konsole tauschen. Die Anschlüsse sind dann auch gleich: Stromkasten und Kurzschließer - das ist 1:1 umsteckbar.
      Bei neueren Geräten und flacheren Konsolen muß man gucken, ob die tief genug sind, damit der Motor nicht auf dem Boden liegt.

      .
      Peter aus dem Lipperland
      Resterampe: mcamafia.de/lagerverkauf.htm

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Der 1218 ist halt mein einziger Wechsler und gut in Schuss. Den möchte ich behalten. Mit meinen kleinen Kenntnissen ist der ja auch sehr robust gebaut. Und klanglich braucht er sich auch nicht zu verstecken.
      Gruß Ulrich
      Das kannste schon so machen aber dann ist es halt kacke...
    • Hi Ulrich !

      ulrich1966 schrieb:

      Im Moment funktioniert ja noch alles, aber den Verstärker irgend wann zu überholen, wird glaub ich meine Grundkenntnisse übersteigen.
      Die KA60 ist nicht weiter für abenteuerliche Fehler bekannt.

      Sie hat eventuell einen der Teerkondensatoren an der Trafo-Anschlußplatine, den man besser "entschärfen" sollte.
      (Hellgrauer Zylinder an schwarzen Anschlußkabeln - einfach ablöten und gut ists.)

      Die Endverstärkerplatine hat vermutlich zwei oder drei "ROE"-Zylinder, die mal Ärger machen können. Die 1500µF Ausgangselkos leiden nach 40 Jahren öfters mal an Ermüdung und die Sicherungshalter und die Ruhestrom-Einsteller könnten mal bröseln, wenn das Gerät lange Zeit untätig im Keller oder auf dem Dachboden zugebracht hat.
      Das Radioteil ist eigentlich unkritisch, wenn es kein Stereo-FM mehr bringt, sind eine oder beide Birnchen von der "Stereo"-Anzeige durchgebrannt (7V 30mA T5 Glassockelbirnchen)

      Für eine Reparatur / Restaurierung empfehle ich Dir den Schaltplan vom CR60 zu nutzen, der in besserer Qualität gescannt wurde.
      dual.pytalhost.eu/cr60s/

      Außerdem würde ich das Gerät auf 240V umlöten.
      Dazu muß man auf der Trafo-Anschlußplatine den einen Draht, der vom Netzschalter kommt, umsetzen.

      dual.pytalhost.eu/cr60s/11.jpg

      Unteres Bild: 220V in Blau. Ein Anschluß geht nach oben, einer unten dran.
      Der geht jetzt unten an die innere Lötöse und muß auf die äußere (rechts daneben, von der ein Pfeil nach rechts weggeht)
      Damit wird eine weitere 20V-Wicklung im Trafo in Reihe geschaltet und das Gerät 240V-tauglich, was die Elektronik schont.

      .
      Peter aus dem Lipperland
      Resterampe: mcamafia.de/lagerverkauf.htm

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • wenn Du den 1218 wirklich mal an einem anderen Verstärker betreiben willst, kannst Du dafür den Tonband-Anschluss der KA60 benutzen. Das hat noch den Vorteil, dass Du den Entzerrer Vorverstärker der KA60 verwenden und den Dreher direkt an einen AUX-Eingang anklemmen kannst. Das einzige, was Du brauchst, ist ein Kabel von DIN nach Cinch, wenn Du die Variante mit vier Cinch-Steckern nimmst, bist Du auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

      Die Ruhestrompotis sollte man auf jeden Fall prüfen, weil die Schleifer öfter weggammeln, und dann der Ruhestrom nach oben geht und evtl. die Endstufe abschiesst. Wenn die Stereo-Lampe nicht angeht, liegt es durchaus nicht immer an den Glühlampen. Einmal gibt es im Tunerteil einen Einstelltrimmer für die Umschaltschwelle von mono auf stereo, und dann gibt es oft Probleme bei der Abstimmung selber, die sich durch leichtes Wegdriften der Sender auf UKW bemerkbar machen. Die KA60 besitzt eine FM-Abstimmung mit Kapazitätsdioden, abgestimmt wird mit einer hoch präzisen variablen Gleichspannung. Wenn der Sender driftet, liegt es fast immer an einem defekten Kondensator in dem Schaltungsteil, der die Referenzspannung erzeugt - das ist die Längsregelung mit dem Transistor T301, und hier die Kondensatoren C302 und C305. Diese beiden Kondensatoren wechsle ich immer prophylaktisch, weil sie sowieso irgendwann anfangen, Theater zu machen. Es sind ja nur Cent-Bauteile. Die Ausgangsspannung am T301 muss exakt 21 Volt betragen, wenige Millivolt Schwankung lässt schon den Sender wegdriften und die Stereo Anzeige ausgehen.

      Die Schaltschwelle für den Stereo-Decoder wird mit R447 eingestellt, die Schaltschwelle für die Stummschaltung mit R219.

      Gruß Frank
    • Auch wenn das Thema durch ist muss ich was korrigieren.
      Am Tapeausgang kann man ohne weiteres KEINEN Verstärker anschliessen.
      Da müssen 2-Din geschuldete Widerstände überbrückt werden sonst hört man bei
      Cinch Hochpegeleingänge sehr wenig.

      Ulli
    • Hallo,

      ja, aber Sicherheitshalber auf der Rückseite des Gerätes vermerken, die Eingangsstufen der Tape-Decks mögen einen 100-fachen Pegel nicht so gerne...
      Der Aufnahmepegel (also "Rec-out") liegt auf Mikrophon-Pegel um problemlos das Radio durch ein einfaches Mikro zu ersetzen.
      Die DIN-Onkels haben sich also was dabei gedacht.

      So haben wir das früher auch gemacht, erst das wunderbare Geheule unseres Nachbarhundes aufnehmen und später kam dann Mel Sondock auf WDRzwo dran...

      Peter
      Die Leute blicken immer so verächtlich auf vergangene Zeiten, weil die dies und jenes ›noch‹ nicht besaßen, was wir heute besitzen.
      Es ist nicht nur vieles hinzugekommen. Es ist auch vieles verloren gegangen, im guten und im bösen. Die von damals hatten vieles noch nicht. Aber wir haben vieles nicht mehr.
      (Tucholsky)
    • Hallo,

      seinerzeit hatten nur "Exoten" RCA-Cinch-Anschlüsse, erst als die Japaner stärker auf den Markt kamen (2. Hälfte der 70er Jahre) sah man das häufiger.
      Es gab auch Leute die das für "besser" oder professioneller gehalten haben.

      Peter
      Die Leute blicken immer so verächtlich auf vergangene Zeiten, weil die dies und jenes ›noch‹ nicht besaßen, was wir heute besitzen.
      Es ist nicht nur vieles hinzugekommen. Es ist auch vieles verloren gegangen, im guten und im bösen. Die von damals hatten vieles noch nicht. Aber wir haben vieles nicht mehr.
      (Tucholsky)