1246 Probleme mit der Plattenteller Drehgeschwindigkeit und Pitch Einstellung

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Hallo Caputo,

      es sieht so aus, als wisse Jemand deutlich besser bescheid, als ich es tue - zwar gab ich dir gerne Rat, aber mache es besser so, wie Peter (Wacholder) vorgeschlagen hat. Auch ich habe mir erlaubt, seinen Beitrag in mein Archiv zu kopieren, um eine solche Arbeit gut durchführen zu können, wenn sie denn nötig werden sollte. Zu Punkt 1 seines Beitrages: ich kann seine Aversion gegen Fette und Öle an dieser Stelle gut nachvollziehen, weil Beides gerne abschleudert und dann am Antriebsriemen haftet. Ich besitze jedoch einen Molycotestift aus den Sechzigern des vergangenen Jahrhunderts, etwas weicher, als ein 2B-Bleistift und wenn ich den verwende, schleudert nix ab - das ist erprobt. Diese Stifte gibt es leider nicht mehr - ich habe mich umgesehen - aber als Ersatz würde ich mir den weichesten Bleistift organisieren, der erhältlich ist und den Konus damit dünn "anmalen". So erhielte man Gleitfähigkeit ohne zu schmieren, sofern man nach dem Anmalen und vor dem Zusammenbau den überschüssigen Grafitstaub behutsam vom Konus abbläst. Der dahinter stehende Gedanke könnte nachvollziehbar sein: ich wünsche mir Leichtgängigkeit und Funktionalität, sowie Konservierung und mechanische Schonung der Bauteile bis zum Weltuntergang, ohne da vorher noch einmal dran gemusst zu haben ;) .

      Den Riemensatz von Conrad habe ich seit Jahren hier herum liegen; zum Einen sind das Gummis, die dort hin laufen, wo sie wollen *eiereiereier* und zum Anderen passen die nirgends wirklich drauf (wenn du den Kleinsten davon aufgezogen hast, wird das ganz schön stramm gewesen sein - gar nicht Achslagerfreundlich! Die anderen Drei werden zu gross gewesen sein...) - ich frage mich, wie der Hersteller auf die Riemenabmessungen kommt; vielleicht wurden in Wladiwostok vor 50 Jahren mal Plattenspieler der Marke "Borschtsch" gefertigt, auf die diese Riemen passen 8| .
      Ich besitze einen 601, der nur dann richtig umschaltet und läuft, wenn ich den (Original-) Riemen verkehrt herum aufziehe: glatte Seite nach innen und dann kann man den ja auch noch - wie eine Schallplatte - wenden. Irgendeine der beiden Kombis läuft dann prima, während die Anderen solche Effekte zeigen, wie an deinem Dreher. Technik, die begeistert :whistling: :D . Derzeit werde ich jedenfalls nicht "Riemen à la Dual" kochen und weil es funktioniert, auch keinen Ersatz besorgen. Aus letzterem Grund kann ich auch nicht viel über die Angebote und Händler sagen, die es da so gibt.

      ---

      Vielen lieben Dank an Peter für die gute Aufklärung und an euch Beide einen freundlichen Gruss


      Robert
    • Moin,

      wacholder schrieb:

      1. Der Verstellkonus in der Segmentachse, der die Feinregelung der Drehzahl bewirkt, wird im Normalfall nicht geschmiert und braucht sowas auch nicht. Es gibt nur ein Problem mit der Segmentrolle: sie bildet an der Oberseite winzig kleine Grate, die wie Haken wirken und den Konus festhalten, sobald er einmal ins Innere gedrückt worden ist. Da hilft es ungemein, wenn man mit einem feinen Schleifpapier mal die obere Kante und die Ecken der Segmente ganz zart von diesen Störenfrieden befreit.
      bei allen meinen zahlreichen Dual mit Vario-Pulley lag das Problem immer am festen Sitz des Pulley auf der Antriebswelle. Die beweglichen Lamellen können den Konus auch gar nicht in der Art und Weise halten, wie er mitunter festsitzt, nämlich komplett.

      Ohne Schmieren wäre an dieser Stelle nach dem Lösen gar nichts gegangen, teils keinerlei auf- und ab Bewegung. Mit einem Tröpfchen "wovon auch immer" hat es anschließend immer tadellos und wie neu funktioniert.

      Ist in der SA nicht explizit vorgesehen. Dort sind aber auch andere Bereiche herstellerseitig nicht servicerelevant, die dennoch nach +/- 40 Jahren der Pflege bedürfen.

      Das Schmieren der Innenseite der Konushülse gilt hier im Board eigentlich auch schon seit vielen Jahren als Standard.

      Gruß

      Matthias
    • Bepone schrieb:

      Hallo,

      vermutlich wird der Riemen auf 45 nicht vollständig umgeworfen, sondern hängt zwischen den Stufen des Pulleys.

      Daher der zu langsame Lauf.



      Gruß
      Benjamin
      Genau der Riemen hängt bei Umstellung auf 45" zwischen den beiden regulärenlaufflächen und läuft in dem weißen Umwerfer so halbverdreht. Sieht so aus als ob dieser weiße Umwerfer den Riemen nich auf den dicken Teil der Segmenthülse bekommt.
      Mit einem nagelneuen Riemen funktionierte es plötzlich für 1Tag. Dann wieder das alte Bild.
      Wenn das Umwerfen funktionieren würde wäre ich schon zufrieden da die Umdrehungszahl in der richtigen Geschwindigkeit fixiert ist. Das heißt das Pitchen wäre zwar nicht möglich aber auch nicht erforderlich und ich schon relativ glücklich.
      Leider funktioniert es auch mit dem neuen Riemen schon wieder nicht mehr. Nach nur einem Tag.
      Gruß
      Caputo
    • Brauchst du die 45er Drehzahl denn überhaupt? Hast du keinen anderen Spieler dafür?
      Sonst würde ich sagen, lass ihn nur auf 33 laufen, das funktioniert schließlich.
      Ist zwar nicht ganz im Sinne des Erfinders, aber ich sehe das ganz pragmatisch.
      Ich würde mich mit dem Ding nicht groß rumärgern.

      Diethelm :)
      "Leeve Mann!", sach ich für die Frau.
    • Ja werde mich wohl damit abfinden.

      Irgendwie habe ich zu große Sorge den Komplett Motor Pulley etc. auseinander-Bau Nicht hinzubekommen.
      Habe schon Schmierfehler gemacht. WD 40 aufs Automatikrad und Plumpslift.
      Falls es eine Lösung gibt die meinen handwerklichen Fähigkeiten entspricht würde ich gern diesen wunderschönen Dreher so weit funktionierend zu machen wie es mir möglich ist.
      Aber er funktioniert so erstmal und das möchte ich nicht gefährden.
    • Ich hatte anfangs auch Angst, einen Motor zu zerlegen, aber als dann die paar Teile vor mir auf dem Tisch lagen, war die Angst weg. So schwierig ist das alles nicht, Elektronik ist da viel kniffliger, weil man da zwingend auch löten können muss und man ruckzuck was verbraten hat, im Sinne des Wortes. Vor dem Pulley musst du dich nicht bangen. Ich finde nur, wenn es nicht wirklich nötig ist, kann man es auch so lassen, denn kaputt geht deswegen nix, es fehlt nur eine Funktion. Wenn du eh nur LPs hast, ist das in deinem Fall egal.

      Diethelm :)
      "Leeve Mann!", sach ich für die Frau.
    • Hi.
      Wird der Riemen nicht richtig umgeworfen liegt es meistens daran, dass der Bereich Riemen, Pulley und Teller nicht 100 prozentig fettfrei ist.
      Den Bereich gründlich mit Isopropanol reinigen...und mit feinem Schleifpapier die Lauffläche des Riemens und den Pulley bearbeiten. Ein Tröpfchen Öl gehört lediglich auf die Achse des Konus.
      Gruß Frank
      • Vinyl gehört auf den Teller! :)
    • Ok das zumindest werde ich nochmal versuchen.
      Würde vielleicht auch erklären dass es am Anfang (eben nicht im wortwörtlichen Sinne) "wie geschmiert" lief.
      Wie reinige ich den Riemen am besten.
      Auch mit Isopropanol?
      Oder den neuen Riemen kochen?
      Pulley und Lauffläche am Teller wird damit abgewischt.
      Ach so
      Ich habe jetzt mal den Riemen zuerst Am Schalter auf 45 und dann per Hand auf den unteren dicken Bereich gelegt.
      Sobald der Motor angestellt wird wandert er wieder hoch.
      Dann habe ich ihn mal soweit von oben möglich auf der unteren Rollfläche nach unten geschoben und den Plattenteller per Hand ein bisschen gedreht. Dann wandert er auch auf der Lauffläche des Tellers an den unteren Rand und spielt nun stabil auf 45".
      Umschaltung auf 33" läuft problemlos und prompt. Nur beim zurückschalten auf 45 bleibt er in der Mitte so schräg unter dem weißen Umwerfer hängen.
      Wie gesagt als der Riemen nagelneu draufkam ging es für Ca. Einen Tag präzise und satt mit dem Hin und her schalten.
      Ob vielleicht eine ungewollte Schmierung der Grund ist werde ich also testen.
    • Manche kochen ihren Riemen. Das hilft falls er schon ein wenig ausgeleiert ist.
      Falls das Umwerfen nicht funktioniert und der Riemen noch schön straff ist, dann habe gute Erfahrungen gemacht den Riemen auf der Lauffläche mit feinem Schleifpapier nach gründlicher Reinigung mit Isopropanol, ersatzweise geht auch Spiritus anzurauhen.
      Den Pulley bei drehendem Motor ohne Riemen mit Isopropanol und einem Tuch reinigen uns abschließend den Pulley bei drehendem Motor mit feinem und nicht sandenden Schleifpapier leicht anschleifen...
      Kein Waschbenzin oder Lösungsmittel verwenden...
      Gruß Frank
      • Vinyl gehört auf den Teller! :)