Dual-1215-Projekt

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    • Dual-1215-Projekt

      Den 1215 finde ihr interessant, weil er ein ernstzunehmender Plattenspieler mit Profiltonarm ist. Ich habe einen günstig bekommen, muss ihn demnächst abholen. Ob er nur instandgesetzt wird oder noch getunt, wird sich weisen. Ein bisschen Potential ist ja beim Motor, beim Tellerlager (?) und bei der Tonarmlagerung (wenn sich da was ändern lässt). Zumindest der Motorumbau ist ja wohl schon gemacht worden. Ob's was bringt?
      Dual preist den Tonarm als extrem leicht, schreibt aber nichts zur effektiven Masse. Kennt die jemand? Wie liegt er damit im Vergleich zum Tonarm des 1216 oder 1218?
      Als erstes werde ich wohl mal mein Sonus Blue Gold ausprobieren. Das mag ja leichte Tonarme.
      Mich interessiet bei der Aktion, was das Besondere an den Profiltonarmen im Vergleich zu denen mit Rohr ist.
      Demnächst mehr . . .
      Horst
      "Das Lied schläft in der Maschine." (Einstürzende Neubauten)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HorstS ()

    • Hi,

      als bekennender 1215 Fan (hauptsächlich wegen des Profiltonarms) kann ich zu dieser Entscheidung nur beglückwünschen. Er ist neben dem PE34 mein zweiter Wohnzimmerdreher. Er wird m.M. nach völlig unterschätzt. Tuningpotential sehe ich allerdings relativ wenig. Am Tonarm kann man nicht viel machen, die Lagerung ist im wesentlichen die vom 1209-1216 bekannte. Ist etwas robuster als beim 1218 aber wenn sie vernünftig einstellt wird dennoch sehr gut. Motor könnte man gegen einen SM400 tauschen. Habe ich gemacht, ich denke nötig war es nicht unbedingt, aber ich hatte ohnehin eine 1218 Schlachtplatte da. Von der habe ich ihm dann noch den Teller und die Metallhebel verpasst. Das mit dem Teller ist evtl. aber wirklich eine Überlegung wert, da er dann doch schwerer ist und eine Mittlaufachse hat. Beim Tellerlager kann man nicht viel machen. Ist ja das gleiche wie bei allen Dual Wechslern. Sauber machen, Laufscheiben polieren, evtl. die Kugeln gegen Keramik tauschen. Hab ich aber nie gemacht, keine Ahnung ob es was bringt.

      Das Gewicht des Tonarms kann ich Dir leider auch nicht nennen, gefühlt würde ich sagen er ist etwas leichter als der vom 1218. Ich betreibe derzeit ein NOS gekauftes Shure M55E dran, das hat schon was.
      VG
      Kai


    • Moin!

      Wenn man Glück hat, ist im 1215 der gleiche Synchron-Motor verbaut wie im 1218. Falls nicht, ist es der Asynchron-Motor wie beim 1216.
      Da hätte man einen Ansatz, ob es wirklich was bringt?

      Das Tellerlager ist das gleiche wie beim 1218, das kann man sicher reinigen und neu schmieren. Es gab Versuche mit Keramikkugeln als Lager, aber da braucht man einen entspr. harten Lagerspiegel, da ansonsten sich die harte Keramik schnell in die (viel) weichere Bronze "frisst".

      Tonarmlager: da gilt das selbe, es entspr. dem des 1216. D.h. horizontal einfache Kugellager, vertikal Spitzen-Kugellager. Wenn das in Ordnung ist, besteht kein Handlungsbedarf.

      Was man noch wissen muß: Das AS ist fix an die Auflage gekoppelt und ist für eine Nadelverrundung von 15 mµ "geeicht". Bei schärferen Schliffen ist das AS daher immer einen Tick zu niedrig, Man kann die Feder auch nicht umhängen wie beim 1214 - ich habe den 1215 daher immer nur mit Rundnadeln betrieben. Aber da gibt's ja auch feine Sachen...

      Tonarmgewicht: würde ich ehr etwas schwerer als beim 1216/1218 einschätzen, da doch mehr Material verbaut wurde.
      Mit bestem Gruß - Stefan

      meine Dreher und sonstiges Hifi-Geraffel: im Profil
    • hoppla fast zeitgleich :D

      Das mit dem AS würde ich jetzt nicht so kritisch sehen, so genau geeicht ist heutzutage auch keine AS Einstellung am 1219 mehr.

      highwaychile schrieb:

      Man kann die Feder auch nicht umhängen wie beim 1214 - ich habe den 1215 daher immer nur mit Rundnadeln betrieben. Aber da gibt's ja auch feine Sachen...


      Ich denke das mit dem Umhängen ist unterm Strich ungenauer als die Kopplung an die AK. PE hat das ja beim 2020 ähnlich gelöst.

      Aber Du hast schon recht, Rundnadeln sind nicht verkehrt. Mein ADC QLM lief auch sehr gut bis es an den PE34 gewechselt hatte.
      VG
      Kai


    • Gestern habe ich den 1215 abgeholt. Ist einiges dran zu tun. Auf Anhieb läuft er nicht. Der Geschwindigkeitsschalter klemmt, der Tonarm zieht mit Macht nach oben. Also erst mal ne Generalreinigung- und schmierung, und dann sehen wir weiter.
      Die Zarge ist nicht mehr doll, ist aber sogar ein Dual TVV drin. Brauche ich nicht, aber irgendwem kann man damit bestimmt eine Freude machen.
      Die Tonarmstütze ist abgebrochen.
      Der Motor trägt die Nummer 221 062 / 214 837 und sieht tatsächlich aus wie der vom 1218.
      Bilder
      • Dual 1215 Ist-Zustand.jpg

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      "Das Lied schläft in der Maschine." (Einstürzende Neubauten)

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    • Morjen, Horst!

      Der Motor vom 1218 ist ein SM 400. Nur zur Identifikation. Der 1218 war das Spitzenmodell der mittleren Platinen, da kommen die anderen mit niedrigerer Nummer nicht ran. Ich glaube kaum, dass der SM 400 auch im 1215 eingebaut wurde, jedenfalls nicht original. Da steckt wahrscheinlich ein AM 400 oder sowas ähnliches drin, auf jeden Fall ein Asynchron-Motor. Und der EVV wird der TVV 46 sein.

      Diethelm :)
      "Leeve Mann!", sach ich für die Frau.
    • Siehste. Das ist der Asynchronmotor, der auch im 1216 und 1226 steckt. Alles andere hätte mich auch sehr gewundert. Der liefert mit dem 1,9 kg schweren Teller 0,12 % Gleichlaufschwankungen, also ein Drittel mehr als der AM 400 mit dem gleichen Teller, mit dem leichteren sind es 0,15 %.
      Die Mechanik des 1215 stammt wohl noch von den 10er Modellen ab. Das ist quasi ein Zwitter, halb 10er, halb 12er Modell. Den Arm finde ich persönlich gelinde gesagt seltsam, mit dem runden Gegengewicht, das nicht wirklich dazu passt. Bei den ELACs waren auch die Gegengewichte an den kantigen Armen eckig. Das ist viel stimmiger. Ävver jedem Dierche sing Pläsierche...

      Diethelm :)
      "Leeve Mann!", sach ich für die Frau.
    • Ich oute mich mal als 1215 Fan:)

      Ich mag den massiven Tonarm.
      Ich habe den schweren Teller vom 1019 drauf (man sollte auch die Lagerbrücke des 1019 oder 1009 benutzen) und das Antiskating vom 1209 nachgerüstet, sowie SM400 Motor...und natürlich die schönen massiven Metallhebel vom 1209 ;)
      Das Gegengewicht stammt von einem BSR (das kantige passt, finde ich, ganz gut).
      Die Tonarmlagerung ist, wenn gut eingestellt, über jeden Zweifel erhaben

      Ich mag meinen 1215 :thumbsup:
      Bilder
      • 1215 002.jpg

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      • 1215 001.jpg

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      • dual1215neue zarge 002.jpg

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      Schallplatte-->Rega Planar 2 mit Eigenbautonarm-->Röhrenverstärker (Triode)-->Offene Schallwand-->Musik
    • phonesmoke schrieb:

      Den Arm finde ich persönlich gelinde gesagt seltsam, mit dem runden Gegengewicht, das nicht wirklich dazu passt. Bei den ELACs waren auch die Gegengewichte an den kantigen Armen eckig. Das ist viel stimmiger. Ävver jedem Dierche sing Pläsierche...


      Da ist was dran. Denn grade wegen des Tonarms darf er bei mir im Wohnzimmer drehen. Ich steh auf die Dinger :love:
      Die Unterschiede zwischen AM400 und SM 400 sind übrigens m.M. nach eher akademischer Natur. Ich habe auch einen SM eingebaut, weil ich halt einen da hatte. Wirklich hören wird man das aber definitiv nicht.
      VG
      Kai


    • tpl1011 schrieb:

      Ich habe auch einen SM eingebaut, weil ich halt einen da hatte. Wirklich hören wird man das aber definitiv nicht.

      Wenn man es rumliegen hat, wird's verbaut ;)
      Die Modifikation die wirklich was bringt, ist der schwere Teller, dann ist es auch egal, was man für einen Motor verwendet. Wenn die 3 1/2 Kg erstmal drehen, stellt sich der Gleichlauf von selbst ein ;)
      Schallplatte-->Rega Planar 2 mit Eigenbautonarm-->Röhrenverstärker (Triode)-->Offene Schallwand-->Musik
    • Sehe ich auch so. Der große Unterschied zwischen dem 1215 und dem 1218 ist der Tonarm, der andere Motor und der andere Teller. Der Teller des 1215 ist bei mir auch schwerer als der des 1218, 400g, also immerhin fast ein Pfund Den Teller tauschen hat also keinen Sinn. Der Unterschied zum 1218 sind 0,03 Prozentpunkte (0,12 zu 0,09 Prozent).
      Der 1215 von frankH806 ist natürlich super. Das Gewicht vom 1012, den Teller vom 1019, AS und Knöpfe vom 1209. Das seiht nach einem gut gefüllten Teilelager aus.
      "Das Lied schläft in der Maschine." (Einstürzende Neubauten)

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    • Der SM 400 war der beste Motor für mittlere Platinen und auch nur für das ranghöchste Modell 1218 vorgesehen, der auch locker um die150 DM teurer war als das nächste Modell in der Hierarchie. Das macht schon einen gewaltigen Unterschied. Und dass der Tonarm bzw. seine Lagerung mit dem eines 1218 mithalten kann, wage ich auch zu bezweifeln, von der Optik abgesehen, die ja reine Geschmackssache ist. Mir gefällt auch der Bügel beim 1228/601/701 nicht besonders, obwohl die sicher keine schlechten Tonarme haben.
      Aber mach mal schön, es geht ja schließlich vor allem ums Basteln, und schlechter ist dein 1215 ja auf keinen Fall geworden.
      Ich ziehe den 1218 vor.

      Diethelm :)
      "Leeve Mann!", sach ich für die Frau.
    • phonesmoke schrieb:

      Das macht schon einen gewaltigen Unterschied


      Also mal ehrlich: ich kenne bei Dreher wirklich sehr gut. Aber gewaltig ist der Unterschied beim Laufwerk nun beim besten Willen nicht. Das der SM der bessere Motor ist stelle ich ja gar nicht in Abrede. Lediglich ob man den Unterschied im Alltag bemerkt wage ich zu bezweifeln.


      phonesmoke schrieb:

      Und dass der Tonarm bzw. seine Lagerung mit dem eines 1218 mithalten kann, wage ich auch zu bezweifeln


      Wer hat das denn behauptet?
      VG
      Kai