CS 2235 Q Fragen

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    • CS 2235 Q Fragen

      Hallo zusammen,
      ich habe mir gestern ein gut erhaltenes Schätzchen gegönnt. Einen CS 2235 Q. Das Gerät ist noch sehr gut erhalten und hat äußerst wenig Gebrauchsspuren.
      Soweit ich das als Anfänger im Gebiet der Plattenspieler beurteilen kann funktioniert er auch soweit.
      Er hat die Nadel 165 E verbaut. Soviel mal zu den Daten.

      Ich hab hier im Forum schon den einen oder anderen Beitrag gelesen und nun ergeben sich mir ein paar Fragen bei denen ich hoffe, dass ihr mir dabei helfen könnt die nötige Erleuchtung zu bekommen. :)

      Zuerst einmal fiel mir beim Testen auf, dass der Klang irgendwie matschig/breiartig/sehr ungewohnt ist.
      Mir ist klar, dass analoger Ton meist wärmer ist, aber das ist es nicht was ich wahrnehme. Ich habe das Gefühl dass die Nadel nicht so abtastet wie es optimal wäre. Mir ist klar, dass hier mehrere Faktoren am Werk sind weshalb ich wohl alle nacheinander abarbeiten muss. Die Nadel ist eingespielt, aber es kann genauso gut sein dass sie schon dem Ende nahe ist. Von daher denke ich über einen Wechsel nach. Ach ja: getestet habe ich mit neuen Platten. Das kann natürlich auch ein Faktor sein. Ich habe momentan keine älteren/alten Platten zur Hand um das zu vergleichen.

      Das führt mich auch direkt zum nächsten Thema: Den spieler sinnvoll aufstellen. Ich habe ihn momentan so aufgestellt: Einen Sockel aus Ytong Steinen (jeweils rechts und links 2 aufeinander gestapelt. Quasi wie bei einer Bank. Oben drauf habe ich Filzpads geklebt und darauf längs ein Brett gelegt. Ergibt ein kleines Regal mit der Höhe einer Schallplatte. Der spieler selbst steht auf seinen Gummifüßen. Ich frage mich ob das genügt um zu verhindern dass der Schall den meine Boxen erzeugen sich über den Holzboden auf den Spieler überträgt. Ich will ja schließlich nicht so etwas wie ein Übersprechen / Echo. Sollte ich da etwas anders machen?

      Zuguterletzt interessiert mich das Thema Upgrade der Nadel. Ich habe hier gelesen dass die Nadel 165E der Ortofon 10 entspricht. Auch habe ich gelesen dass die Nadel 20 um einiges besser sein soll und die Nadel 30 wäre wohl quasi schon das Maximum was bei speziell diesem System dann drin wäre. Leider werde ich noch nicht so ganz schlau daraus auf was ich achten sollte. Es scheint aus meiner Sicht 2 unterschiedliche Systeme zu geben: OM 10 (normal) und OM 10 super. Wo ist da der Unterschied? Benutzen die den selben Tonabnehmer? Sind beide untereinander austauschbar? Generell bin ich auch anderen Tonabnehmern gegenüber offen. Ich liebäugle z.B. mit Ortofon 2m red / blue, wobei ich irgendwo gelesen habe dass die Red jetzt nicht so toll sein soll. Ich gebe aber offen zu, dass ich keine Ahnung habe ob das so ist. Das Einzige was mich momentan etwas abschreckt sind das Ausbalancieren des Arms und Einstellen der Auflagekraft. Ich bin eigentlich handwerklich geschickt, habe aber die Befürchtung in diesem speziellen Gebiet das ganze nur schlimmer zu machen.

      Noch was was mir auf dem Herzen liegt: Wartung. Sollte ich das Risiko eingehen den Spieler zu warten (neue Schmiere, Elkos prüfen, etc.) oder sollte ich den Spieler so lange betreiben bis es nicht mehr geht?

      Ergänzend noch mein Setup: Onkyo TX-NR 737, 2 x Elac FS 207, Plattenspieler hängt am Phono Eingang.

      Das wäre erst einmal so meine Fragen. Tut mir leid falls das für den Anfang etwas viel ist, aber ich danke euch schon einmal für eure Antworten. :)
    • Erst einmal herzlichen Glückwunsch, der CS2235Q ist ein ausgezeichneter Dual-Plattenspieler, auch wenn sein eher einfaches Kunststoffgehäuse bei manchem Naserümpfen auslösen mag. Der Plattenspieler ist weitgehend baugleich mit dem CS630Q, hat aber die bessere Tellerauflage, die nicht mit der Zeit versteinert und brüchig wird.

      Eine Anleitung zum CS2235Q findest Du hier: dual.pytalhost.eu/2235/

      Für Servicearbeiten kannst Du die Serviceanleitung zum CS630Q nehmen, die gibt es hier: dual.pytalhost.eu/630s/

      Hier dual-board.de/index.php?page=Thread&postID=425552#post425552 findest Du eine wunderbare Schritt-für-Schritt-Anleitung zum fachgerechten Zerlegen des Gehäuses, das erspart ärgerliche Schäden.

      Wenn Du dabei willst, dann kannst Du die Elkos auf der Platine hinter den Schaltern tauschen, die machen gern mal Ärger. Gut ist es auch, die Tellerachse neu zu schmieren. Ich habe dazu Graphit-Spray verwendet, daß oft genannte Motoröl oder Fahrradöl konnte ein Quietschen nicht beseitigen. Aufpassen, daß die Erdungsfeder nicht verbiegt und nach der Montage wieder richtig anliegt, sonst knistert es in den Lautsprechern.

      Was den TA angeht, so mußt Du zum Upgrade nur die Nadel auswechseln, die Ortofon "Nadel 10", "Nadel 20", "Nadel 30" und "Nadel 40" passen direkt auf den vorhandenen Systemkörper. Die "OM" und "OM super" Systemkörper unterscheiden sich im Grunde nur geringfügig in den Anschlußwerten. Den Original-TA-Körper gegen einen davon zu tauschen macht keinen Sinn, solange das Original in Ordnung ist. Und auf keinen Fall Nachbaunadel kaufen.

      Ob man sich die notwendige Neujustage bei einem kompletten Tonabnehmerwechsel antun will, ist Geschmackssache.

      Die Boxen Deiner Anlage sind schon mal fein, über den Verstärker kann ich nichts sagen. Aber das sind eh meist die unkritischsten Komponeten.

      Eine "Nadel 20" lohnt da in jedem Fall.

      Wichtig ist, daß Du bei der Beurteilung des Klangs des Plattenspielers diesen richtig einstellst, daß bedeutet den Tonarm vernünftig ausbalancieren und die passenden Werte für Auflagekraft und Antiskating einstellen, das steht alles in der verlinkten Anleitung. Die Aufstellung ist bei Dual eher unkritisch. Nicht vergessen sollte man auch, daß man die Nadel vorsichtig, vielleicht auch mit Isoprop mit einer kleinen Bürste von hinten nach vorn reinigen sollte. Dreck ist der größte Feind eines klaren Klangs!

      Viel Spaß beim Hören wünscht Dir

      Uli
      CS: 1209, 505-3, 504, 510, 701, 741Q
      CV: 1200, 440
      CT: 440
      CR: 5950 RC
      CC: 1280, 5850 RC
      CD: 40, 5150 RC
      CL(X): 9020, 9200, MA2
      und: DK170, MC2555
    • Danke für die vielen hilfreichen Tipps das weiß ich sehr zu schätzen.
      Die Thematik der richtigen Nadel verwirrt mich noch etwas.
      Ich schaue mich gerade um und sehe viele verschiedene Bezeichnungen für Nadeln die mir gleich vorkommen.

      Einige schreiben die Originalnadel beim 2235Q wäre eine DN 166 E, wieder andere schreiben die DN 165 E wäre original.
      Wurden die Plattenspieler damals mit unterschiedlichen Nadeln ab Werk ausgerüstet?
      Gab es die Nadel 30/40 auch mit einer Dual Bezeichnung?
    • Serienmäßig war das ULM 66 E (Nadel DN 166E).
      Die DN 165 E und DN 166 E unterscheiden sich aber nur minimal.

      Das System ist jeweils identisch, nur die Nadel ist unterschiedlich.
      Das System entspricht dem Ortofon OM.
      Von Dual gabs nur die Nadel 10 und 20.
      Die Nadel 30 und 40 gibts nur von Ortofon.
      Unterhalb der Nadel 10 gibts von Ortofon noch die Nadel 5E, 5 und 3E.
      Unterhalb der Nadel DN 165 E gabs von Dual noch die DN 163 E und über der DN 166 E noch die DN 168 E.
      Die Dual-Nadeln entsprechen nicht den Ortofon-Nadeln!
      Die unterscheiden sich z.B. in der Nadelnachgiebigkeit.

      Der CS 2235Q unterscheidet sich übrigens in noch einem Detail vom CS 630 Q: Der CS 2235Q hat zusätzlich Repeat.
      Dual: 430/CDS 650, CS 528/TKS55E, CS 617Q/Ortofon OMB10, CS 627Q/Denon DL-110, CS 741Q/Yamaha MC-9
      Sonstige: Grundig PS 6000, Yamaha TT-400
    • Noch etwas: Ich habe gerade gelesen, dass die Eingangskapazität vom Phonoeingang ja den Klang ebenfalls beeinflussen kann.
      Jetzt habe ich gestöbert und ein Datenblatt von meinem Receiver gefunden.
      Wie es der Zufall so will, steht natürlich keine Eingangskapazität vom Phono Eingang da.

      Eingangsempfindlichkeit und Impedanz 2.5 mV/47 kΩ (Phono MM)

      Phono Overload 70 mV (MM, 1 kHz, 0.5%)

      Signalrauschabstand 80 dB (Phono MM, IHF-A)


      Das Datenblatt findet man hier.

      Was mir da gerade auffällt: Die Eingangsempfindlichkeit meines Receivers liegt bei 2.5mV. Die Ausgangsspannung des Tonabnehmers liegt aber bei ca 4mV.
      Würde das dann nicht bedeuten, dass der Phonoeingang übersteuert wird? Oder hab ich gerade einen Denkfehler?

      Was ich auch immer wieder lese: Wenn die Gesamtimpedanz größer ist als die vom Kopf empfohlene (ca 150pF) dann klingt es nicht mehr gut. Das würde sich mit meinem
      höhreindruck schon decken, aber ich bin da verunsichert.
    • ftrueck schrieb:

      Das Einzige was mich momentan etwas abschreckt sind das Ausbalancieren des Arms und Einstellen der Auflagekraft. Ich bin eigentlich handwerklich geschickt, habe aber die Befürchtung in diesem speziellen Gebiet das ganze nur schlimmer zu machen.

      Das liest sich für mich so, dass Du den Plattenspieler aktuell einfach in der Annahme Betrieb genommen hast, dass schon alles richtig eingestellt ist. Dem dürfte allerdings nicht so sein. Daher zu allererst einmal nach Anleitung den Tonarm vernünftig ausbalancieren und danach die korrekte Auflagekraft und Antiskating. Mit etwas Glück klingt es dann gleich besser.
      Schöne Grüße, Lutz
    • so,

      will auch mal meinen Mostrich dazu geben.

      Wenn du alles richtig eingestellt hast, Auflagegewicht, Antiscating usw. sollte die Nadel sauber abspielen.

      Ich finde die OM10 als Einsteigernadel absolut alltagstauglich, ich habe sie selber auf 2 Drehern installiert.

      Wenn du die Möglichkeit hast, dir die Nadel mal durch ein Microskop anzuschauen ( Vergrösserung ab 50 -100 ) wäre eventuell schon geholfen.

      Hatte mal den CS 750-1 mit ner Grado Blue Nadel geschossen. Absolut grausiger Klang, trotz perfekter Einstellung.

      Ich dachte mir...gipps doch gar nich...

      Da habe ich mir ein Schülermikroskop für sage und schreibe 5,50 bei Ebay geschossen, mal die Nadel drunter gelegt und AHA"!!!!!!!!!!!

      Die Nadel war eigentlich gar nicht mehr zu erkennen. Also schön gereinigt das Ding ( Tips findest du hier im Forum ) und als sie sauber war

      und ich ne Platte auflegte, hat es mich bald vonne Couch geweht.

      Gut das ich mir keine Neue gekauft habe.

      LG

      Ingo
      Dual CV 1600, Dual CS 741q, Dual CS 714q, Dual CS 5000, Dual Cs 750-1, Dual 491A RC, Dual CS 1219, Mitsubishi LT-5V, Technics 1210 MK 2, Sony PS 4300

      Sony TC 755, AKAI GX 620, Braun TG1020
    • Der Onkyo ist sicher ein guter 7.2 AV-Receiver aber ob der Phonoeingang mehr als Alibifunktion hat wage ich zu bezweifeln. Die Daten geben jedenfalls nicht brauchbares her. Ich habe die Erfahrung an meinem 2235 gemacht das die halbe Kabellänge normalerweise den etwas besseren Klang ergibt. Kapazität ist bei MM-Tonabnehmern immer ein Thema. Wenn es nicht gerade Shure Tonabnehmer sind ist weniger meistens etwas mehr. Dein Onkyo dürfte aus Einstrahlungsgründen schon eine gewaltige Portion davon im Phonoeingang haben. Ist halt nicht gerade Klangförderlich.

      Das OM Super hat übrigens etwas höheren Widerstand (1000 OHM) im Vergleich zu den alten Dual oder normalen aktuelen OM (750 OHM). Bessere Nadeln -> OM20-40 verkauft ortofon heutzutage auschließlich mit dem OM Super TA. Das hier ist also m. E. zum Einstieg keine schlechte Anschaffung.

      ebay.de/itm/Ortofon-OM-10-Supe…in_77&hash=item1c1f9557bd

      Ein externer Phono Vorverstärker falls der interne nicht gut klingt auch nicht.

      avartix.de/deutsch/TC-754-Vorverstaerker.html

      VG Martin
    • ftrueck schrieb:

      Wenn die DN 166E der Nadel 20 nahe kommt, wäre die 168er dann nahe einer Nadel 30?


      nein, die 166 entspricht ungefähr der OM10. 168 der OM20. 165 der OM5E.
      Unterschiede zwischen Ortofon und Dualnadeln dürften hauptsächlich in der Nadelnachgibigkeit liegn. Spielt jetzt nicht so die wahnsinns Rolle am 2235. Der kommt sehr gut mit beiden klar.
      VG
      Kai


    • Also, ich danke euch auf jeden Fall für jeglichen Input.

      Nach vielem Überlegen habe ich mir nun folgendes zugelegt:

      - Super OM 20 TA (incl. Nadel)
      - Rega Phono Mini A2D (+USB)

      Die Nadel muss sich bekannterweiße erst einspielen, aber was ich bisher höre ist ein Unterschied wie Tag und Nacht.
      Da sind plötzlich Höhen die ich vorher vermisst habe, das kann man doch einfach nicht glauben.
      Wahrscheinlich war die DN 165 E auch schon sehr abgenutzt. :)

      Alles in allem bin ich gerade ziemlich glücklich und ich bin mal gespannt wie sich die Kombi aus Super OM20 und dem Preamp anhört wenn die Nadel dann eingespielt ist.
      Da fühlt man sich doch gleich wieder wie ein Kind. :D

      Fast noch vergessen zu fragen: Das Audiokabel am 2235 soll ja angeblich nicht schlecht sein, aber würde es dennoch was bringen dieses durch ein höherwertiges auszutauschen?
      Mir schwebt da so was hier vor. Vielleicht würde ich da sogar den Plattenspieler so modifizieren, dass er 2 RCA Buchsen hat in die man beliebige Kabel stecken kann.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ftrueck ()

    • Kai: Nö, die 165 entspricht eher der 10 - und die 166 wäre dann quasi eine nachgiebigere Variante davon, also eher vergleichbar mit der alten Nadel 14.

      ftr: Hmja, da machst Du in der Tat einen Denkfehler. Denn was die Eingangsempfindlichkeit angibt, ist bei Receivern, integrierten Verstärkern und Endstufen normalerweise lediglich die Eingangsspannung, die zur Vollaussteuerung der Endstufe benötigt wird (bei Vorverstärkern hingegen die für die nominelle Ausgangsspannung nötige Eingangsspannung). Es ist also völlig normal, dass Quellgeräte eine über der typischen Empfindlichkeit des entsprechenden Eingangs liegende Ausgangsspannung liefern. Den Rest erledigen dann entsprechende Pegelsteller/variable Spannungsteiler wie eben beispielsweise der Lautstärkerregler am Receiver/Vollverstärker oder der Aufnahmepegelregler am Cassettendeck. Daher ist es teils auch möglich, auf Line-Pegel-Niveau passive "Vorverstärker" zu nutzen. CD-Player für den Heimgebrauch beispielsweise liefern typischerweise maximal 2 V, während typische Endverstärker für Vollaussteuerung nur 1 V benötigen - so reicht dazwischen im Grunde auch schon ein Poti im Gehäuse als passive Minimal-Vorstufe. So ein Minimalisten-Setup ist allerdings nicht in jedem Fall eine kluge Idee - oder anders gesagt, es gibt schon auch einige gute Gründe für aktive Vorstufen(-Sektionen).

      Achja, und bei den Orotofon-Nadeln müsste man eigentlich ab der 20 aufwärts zwischen den ursprünglichen OM(B/P)-Nadeln und den aktuellen Nadel der SuperOM-Generation unterscheiden, denn letztere sind weniger nachgiebig - und die 40 bekam außerdem auch noch einen anderen Schlifftyp verpasst, nämlich Gyger70 statt vdHII. Für den ULM-Arm des 2235Q wären also eigentlich die ursprünglichen Nadeln der OM(B/P)-Generation die idealeren. Du kannst aber mal kucken, ob's beim Thakker noch Digitrac 300SEs gibt. Deren Nadel passt nämlich nach dem Entfernen der kleinen Plastikzunge am rückwärtigen Ende des Nadeleinschubs auch auf den ULM65E-Body. Von der technischen Qualitat liegt diese Nadel zwischen der Nadel 20 und der Nadel 30, klanglich ist sie eher eine Alternative zur 30 - und zudem wär die 300SE-Nadel auch noch etwas nachgieber. Nur müsstest Du dann halt mit dem nicht so ganz stimmigen Design leben...

      Grüße aus München!

      Manfred / lini
    • lini schrieb:

      Achja, und bei den Orotofon-Nadeln müsste man eigentlich ab der 20 aufwärts zwischen den ursprünglichen OM(B/P)-Nadeln und den aktuellen Nadel der SuperOM-Generation unterscheiden, denn letztere sind weniger nachgiebig - und die 40 bekam außerdem auch noch einen anderen Schlifftyp verpasst, nämlich Gyger70 statt vdHII. Für den ULM-Arm des 2235Q wären also eigentlich die ursprünglichen Nadeln der OM(B/P)-Generation die idealeren. Du kannst aber mal kucken, ob's beim Thakker noch Digitrac 300SEs gibt. Deren Nadel passt nämlich nach dem Entfernen der kleinen Plastikzunge am rückwärtigen Ende des Nadeleinschubs auch auf den ULM65E-Body. Von der technischen Qualitat liegt diese Nadel zwischen der Nadel 20 und der Nadel 30, klanglich ist sie eher eine Alternative zur 30 - und zudem wär die 300SE-Nadel auch noch etwas nachgieber. Nur müsstest Du dann halt mit dem nicht so ganz stimmigen Design leben...
      Danke für diese Erleuchtung. Naja, ich habe die Super OM 20 samt Tonabnehmer schon eingebaut. Der Klang ist auch jetzt schon, ohne dass die Nadel eingespielt ist, ein Himmelweiter Unterschied.
      Ich weiß nicht so genau wofür die Nachgiebigkeit bei der Nadel entscheidend ist, aber ich glaube der Arm dürfte da ja eher keine Probleme machen. Man möge mich korrigieren, aber der ULM66 Arm ist doch ein leichter Arm, von daher dürfte sich die Nadel ja auch nicht so wirklich durchbiegen, oder? Oder ist die Nachgiebigkeit für die Langlebigkeit der Platte ausschlaggebend?

      Wie auch immer, morgen kommen Tonarmwaage und Ausrichtungsschablone, dann wird der Arm noch mal ordentlich nachjustiert. Sollte also erst einmal passen.
    • An einem leichten Arm wie dem vom 2235 sollte die Nadelnachgiebigkeit eher groß sein, weil sonst die tieftonwiedergabe leidet. Deshalb sind die Ortofon-Nadeln speziall für Dual auch oft nachgiebiger als die entsprechenden Nadeln, die Ortofon unter eigenem Namen anbietet.
      Eine hart aufgehängte Nadel würde den Tonarm bei starken Auslenkungen quasi mitnehmen und es käme kein vernünftiger Pegel mehr zustande. Auf die Höhenwiedergabe hätte das aber keine Auswirkungen.

      Diethelm :)
      "Leeve Mann!", sach ich für die Frau.
    • Was die Compliance der OM20 anbetrifft. Man baut sie ja mit Zusatzgewicht und nicht ohne wie Dual ein! Wenn man dann noch immer glaubt ein Bassproblem zu haben kann man ja zusätzlich noch Centgewichte auf die Headshell legen und experimentieren. Die OM sind ohnehin eher neutrale Gesellen und von daher keine Basswunder. Dafür haben sie andere Qualitäten! Ich würde die OM20 benutzen und mich daran erfreuen.

      Was das alte NOS Zeug heute noch für eine Compliance hat weiss doch kein Mensch...

      VG Martin
    • Genauer gesagt hat die Compliance (Nadelnachgiebigkeit) zusammen mit der effektiven Masse des Tonarmes inklusive TA einen EInfluß auf die Tiefenresonanz der Arm-Systemkombination. Diese sollte in bestimmten Bereichen liegen, damit sie klanglich nicht stört und idealerweise sogar noch bedämpft sein, wie bei den meisten Dual 7er mit den (Tuning-)Anti-Resonatoren.

      Aber ich würde mir da auch nun nicht alle möglichen Gedanken machen, sondern genießen. Auch den Austausch der RCA-Leitungen würde ich nicht vornehmen, gute Stecker sollten dran sein, da die serienmäßigen von Dual von sehr bescheidener Qualität sind und früher oder später Brummprobleme verursachen, die sogar die Lautsprecher beschädigen können.

      Baßschwach finde ich die OMs nicht, sie sind ehrlich, wenn man mit identischen CD-Aufnahmen vergleicht, paßt das sehr gut. So mancher mag allerdings den "warmen" Klang der alten Shure lieber, oft vielleich auch aufgrund leistungsschwacher Verstärker oder durchschnitlicher Lautsprecher, die vielleicht auch nicht optimale Arbeitsbedingungen haben.

      Ich selbst habe die "Nadel 30" an mein DMS750 gesteckt, welches auf einen auf echte 1/2"-Befestigung umgebauten CS741Q moniert ist. Das Ganze werkelt dann über einen CV440 an CLX9200 und über mangelnden Baß kann ich nicht klagen und er ist überaus präzise, sauber konturiert und nicht brummig-dröhnig, was vor allem "Loudness-Jünger" ja lieber hören. Das ist Geschmackssache. Ich möchte es sauber und klar hören, keine Effekthascherei und Klasse geht vor Masse.

      Nun kannst Du Dich doch einfach über einen tollen Plattenspieler mit einem sehr guten TA und gute Lautsprecher freuen, dazu noch das "Tuning" mit einem guten Phonopre; Herz, was willst Du mehr. Um die Plattenspieler-TA-Kombi zu toppen, muß man locker vierstellige Beträge für Neugeräte investieren, einem Dual CS600 aus neuer Produktion mit dem OMB10 ist Dein Gerät in jedem Fall haushoch überlegen.

      VIel Freude nun beim Schallplattenhören wünscht

      Uli
      CS: 1209, 505-3, 504, 510, 701, 741Q
      CV: 1200, 440
      CT: 440
      CR: 5950 RC
      CC: 1280, 5850 RC
      CD: 40, 5150 RC
      CL(X): 9020, 9200, MA2
      und: DK170, MC2555
    • Es war lediglich danach gefragt worden, was es mit der Compliance auf sich hat, darauf habe ich geantwortet.
      Wenn es gut klingt so wie es ist, dann gibt es keinen Grund, was zu ändern oder sich Sorgen zu machen.
      Die OM-Systeme sind allesamt knackige Gesellen, ich selbst hatte mehr als ein Jahrzehnt den Vorgänger LM 20 an meinem Thorens mit dem ultraleichten Armrohr, ich glaube TPO 70 oder 63). Die ULM-Arme von Dual sind Dank Antiresonator ja gut bedämpft, von daher dürfte es keine Probleme geben.

      Diethelm :)
      "Leeve Mann!", sach ich für die Frau.
    • OK, wenn ich mit Gewichten auf der Headshell die Basswiedergabe intensivieren kann, kommt das dann nicht dem erhöhen der Auflagekraft nahe?
      Dann könnte ich ja gleich diese erhöhen, oder?

      Also bis jetzt (Nadel ist noch nicht eingespielt) klingt der Bass noch ein klein wenig mager, aber: Ich bin kein absoluter Loudness Fan und ich kann Zur not am Receiver den Bass hochdrehen.
      Außerdem finde ich es lohnt sich auf den Moment zu warten wenn die Nadel eingespielt ist. Dann kann ich ja immernoch entscheiden ob ich mit meinem Kauf glücklich werde, oder nicht. ;)

      schimi schrieb:

      Was die Compliance der OM20 anbetrifft. Man baut sie ja mit Zusatzgewicht und nicht ohne wie Dual ein!
      Welches Zusatzgewicht? Ich habe einen kompletten Tonabnehmer samt Nadel bekommen und so montiert wie er war. Oder meinst du das kleine Metallplättchen unterhalb vom Tonabnehmer? Das war beim anderen nämlich auch schon vorhanden.

      Deichgraf63 schrieb:

      Auch den Austausch der RCA-Leitungen würde ich nicht vornehmen, gute Stecker sollten dran sein, da die serienmäßigen von Dual von sehr bescheidener Qualität sind und früher oder später Brummprobleme verursachen, die sogar die Lautsprecher beschädigen können.
      Der Vorbesitzer hat vergoldete Stecker dran gemacht also passt das. Über den Umbau/Leitungstausch denke ich aus praktischen Gründen: Da ich jetzt ja den Preamp dazwischen hängen habe, habe ich vom Plattenspieler zum Preamp eine Wäscheleine hängen. Optisch nicht der Knaller. Ich will die Leitung aber nicht einfach kürzen, was ja die Kapazität auch senken würde, denn es kann ja sein, dass ich den Spieler ohne Preamp mal wo anders anschließen will. Daher habe ich überlegt, ob ein Umbau auf RCA Buchsen nicht vielleicht von Sinn sein könnte weil ich dann in der Wahl der Kabel frei bin.
    • Wenn du ein Ortofon OM neu kaufst, liegt oben im Tonabnehmer ein Metallplättchen von exakt 2,5 Gramm Gewicht, das das Gesamtgewicht des OM glatt verdoppelt. Das braucht man, wenn sich der Tonarm ohne nicht mehr ausbalacieren lässt, weil der Tonabnehmer zu leicht dafür ist. Mit Plättchen wiegt ein OM 5 Gramm.

      Diethelm :)
      "Leeve Mann!", sach ich für die Frau.