Dual 606 Kabelschuhe abgerissen

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    • Dual 606 Kabelschuhe abgerissen

      Guten Abend,

      kurz gefasst: ich bin am verzweifeln. Ich habe vor ein paar Wochen einen Dual 606 mit ULM-System in exzellentem Originalzustand (inkl. Bedienungsanleitung und Rechnung) erhalten. Leider musste ich feststellen, dass ich ein kleines (oder für mich: "großes" im Sinne von "bedeutendem") Problem mit der Kanalbalance habe. Selbst bei Mono-Platten war der rechte Kanal immer etwas lauter. Der 606 war von einem Fachhändler auf Cinch umgebaut worden (Rechnung lag noch bei). Das war auch ordentlich realisiert worden, d.h. Masse zwischen beiden Kanälen getrennt, Gehäusemasse separat, direkter Anschluß am Kurzschließer. Dennoch spielt der Dreher rechtslastig.

      Nachdem ich alles nochmal nachgelötet und durchgemessen habe, kam ich drauf, dass eventuell an den Kabelschuhen am System eine unsaubere Verbindung herrscht. Also habe ich angefangen daran rumzufummeln und... auf einmal hatte ich den Kabelschuh vom weißen Kabel (linker Kanal) in der Hand.... uuups. Gut, dann also alle Kabelschuhe ab und die Kabel direkt am System angelötet. Großer Mist! Bereue ich jetzt schon. Warum hab ich das gemacht? Weil ich den Kabelschuh nicht mehr ranbekommen habe und dann dachte, ich mache es lieber einheitlich und direkt mit Löten. Heikle Sache, insbesondere weil ich mir auch bewusst bin, dass das Löten direkt am System keine gute Idee ist.

      Nun will ich das möglich wieder in den Originalzustand bringen. Nur habe ich weder Kabelschuhe in der Größe gefunden, noch eignen sich die vorkonfektionierten Headschellkäbelchen (von Conrad und Co), da diese viel zu dick sind.

      Was mache ich jetzt also am besten? Hat jemand einen Tipp? Oder gibt es eventuell jemanden im Raum Berlin / Brandenburg, der mir mit Tat zur Seite stehen könnte? Ich ärgere mich selbst über diese - ich muss es sagen - dämliche Kurzschlussreaktion.

      Help!!!! Jede Hilfe ist willkommen!
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      to be continued...
    • Ob das Tonabnehmerkabel nun angelötet oder mit einem Kabelschuh gesteckt wird dürfte m. E. nun nicht den Unterschied ausmachen.

      Bei Kanalungleichheit denke ich zunächst eigentlich an ein falsch eingestelltes Antiskating als an TA-Kabel.

      Stell mal Antiskating und Auflagekraft auf Null. Pendle den Tonarm sauber aus so das er frei beweglich über die Schwenkbreite drehen kann. Dann bringst du ihn an einer beliebige Stelle über dem PLattenteller. Dort sollte er stehen bleiben. Hernach drehst du das Antiskating am Stellrad ganz langsam nach oben. So ab etwas 0,5 bis spätestens 1,0 sollte der Tonarm langsam nach aussen ziehen.

      P.S. Aber pass dabei auf deine Nadel auf!! Entweder vorher abnehmen oder Nadelschutz nach unten drehen!!!!

      VG Martin

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von schimi ()

    • Blöde Frage: nach dem Löten hattest Du immer noch Ungleichheiten oder war es dann zumindest Signaltechnisch ok?

      Das Du das Käbelchen direkt in der Hand hattest spricht schon dafür, das da nicht mehr viel Verbindung war. Was Martin übers AS geschrieben hat, kann ebenfalls das Probelm verursachen. Letzte Möglichkeit ist, dass das System selbst Kanalungleichheiten hat. Um das raus zu finden müsstest Du die Kanäle einzeln messen. Immer L gegen LG und R gegen RG. Der Widerstandswert sollte auf beiden Kanälen ungefähr gleich sein. (Messgerät auf 2000Ohm einstellen)
      VG
      Kai

      "Cause we find ourselves in the same old mess
      Singin' drunken lullabies"
    • Also merkliche Lautstärkeunterschiede zwischen links und rechts durch falsche Skatingkompensation ist eher unwahrscheinlich. Es mag bei Fehleinstellungen im einen oder anderen Kanal eher verzerren, aber der Pegel ändert sich eigentlich nicht. Sonst würden die "High-End-Antiskating-Verweigerer" ja alle mit großen Pegelunterschieden zwischen links und rechts hören ;) :D .

      Sollte der Pegelunterschied zwischen links und rechts wirklich von Kontaktproblemen im Signalweg herrühren, müsste dies auch deutlich mit einem Multimeter messbar sein. D.h. einfach links und rechts jeweils den Gesamtwiderstand an den Cinchkabeln messen. Wenn da wirklich ein deutlicher Unterschied ist, kannst Du ja Stück für Stück im Signalweg nach vorne gehen, um die Ursache zu ermitteln.

      Beim CS606 ist meines Wissens das System mit einem kleinen 4 poligen Stecker angeschlossen. Auf diesem sind dann die "normalen" Kabelschuhe angesteckt, siehe Bild.

      Insofern müssten diese mit normalen Kabelschuhen aus dem Tonabnehmerzubehör ersetzbar sein. Oder sieht das bei Dir anders aus?

      Gruß Alfred
      Gewerblicher Anbieter von Dualersatzteilen auf dualfred.de
    • Hallo zusammen,

      erst einmal herzlichen Dank für die Tipps schon mal. Um die aufgeworfenen Fragen stückchenweise zu beantworten:

      - Ich habe leider immer noch den Lautstärkeunterschied trotz gelöteter Verbindungen

      - Mit Antiskating sowie Auflagekraft habe ich auch schon gespielt, leider ohne Erfolg (keine merkliche Änderung)

      - An den Cinchkabeln Gesamtwiderstand messen heisst was? Jeweils zwischen Signal und zugehöriger Masse?

      Dazu kann ich sagen, dass ich die Leitungen am Kurzschliesser schon mal getauscht hatte. Wenn vorher der rote Cinch-Anschluss lauter war, war es danach der weiße. Lässt also die Vermutung nahe, dass die Ursache VOR dem Cinch-Kabel zu suchen ist.

      Eine Ersatz-Nadel, sowie ein anderes System (alternatives ULM 55 E) habe ich auch schon probiert. Immer das Gleiche. Kann also System und Nadel ausschließen. Daher kam ich auf die Tonarmverkabelung... Nun ja.

      Bei mir sieht es übrigens genauso aus wie auf deinem Bild, Fred. Nur leider konnte ich an dem 4-poligen Zwischenstecker nicht löten, da er (aufgrund des Materials der Pins) das Lötzinn verweigert hat. Also bin ich direkt ans System rangegangen. Die Kabelschuhe aus dem Tonabnehmerzubehör scheinen mir etwas groß zu sein oder hast du ein konkretes Produkt im Hinterkopf. Dann wäre ich für einen Hinweis bzw. eine Bezugsquelle sehr dankbar.

      Grüße, Bruce
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    • Gute Idee, aber...
      Ich habe den Dual 606 sowohl am Verstärker direkt gehabt, als auch an meinem Mischpult. Letzteres hat sogar zwei Phono-Eingänge, habe also insgesamt 3 Phono-Pfade ausprobiert. Den Pegel kontrolliere ich mit meinem Revox-Tapedeck. Dieses kann ich als Fehlerquelle auch ausschließen, da es sowohl bei CD (auch übers Mischpult) als auch beim ebenfalls angeschlossenen 1219 alles richtig darstellt.

      Außerdem hört man den Pegelunterschied über Kopfhörer auch ganz gut raus. Er liegt bei ca. 1,5 dB.
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    • Hallo,

      Ein Multimeter muss her. Alles andere führt Dich nicht zum gewünschten Ergebnis. Dann von vorn (Tonabnehmer) bis zu den Cinch- Steckern alles systematisch "durchmessen".


      Wenn Du die Möglichkeit hättest das System mal an einem anderen Player zu testen, wüsstest Du immerhin ob das System/ die Nadel okay ist.
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      MFG: Maico

      ... Die Musik entsteht durch die Pausen zwischen den Noten ...
    • Verstanden. Aber was sollte ich sinnvollerweise messen? Widerstand von Signalleitung von Headshell bis Cinch oder Widerstand zwischen Signal und zugehöriger Masse an Headshell, Cinch, etc.?

      Leider habe ich keinen anderen Plattenspieler mit ULM-System, so dass ich das System nirgendwo sonst ausprobieren kann.

      Ach ja, und nochmal: Wo bekomme ich diese superkleinen winzigen Headshell-Kabelschuhe her? Conrad scheint sowas nicht zu haben... :(
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    • Hallo,

      Ich würde erst einmal das Tonabnehmersystem messen (Alle Verbindungen zur Tonarmverkabelung trennen; Li+ - Li Ground / Re+ - Re Ground). Ist hier der Widerstand nahezu gleich, sollte das System in Ordnung sein.

      Zum Steckerchen: Ich habe mir die Bestellerei wegen einem Steckerchen abgewöhnt. Ich habe hierzu meinen "eigenen" Improvisations- Weg genommen. ;) Ich habe ein altes Drucker- Kabel geplündert. Und schon hatte ich 25 wunderbare Steckerchen (sogar vergoldete Kontakte). Diese verwende ich bei meinen Eigenbauten oder eben auch mal zum "Flicken".

      Du findest diese Stecker z.B. bei Conrad, wenn Du Dir dort ein Universal- Headshell (301814 oder 301813) besorgst. Da hättest Du alle Kabelfarben mit Steckern dran. Ob es Dir den Preis wert ist, liegt an Dir. Eventuell bekommst Du diese Stecker auch einzeln in der Bauteile- Ecke. Müsstest Du sonst mal Nachgucken bzw. Fragen.

      Edit: Die Stecker welche an den Conrad- Headshell- Leitungen gepresst sind passen auf jeden Fall. Eventuell mit einer kleinen Zange etwas zusammendrücken. Stecker abschneiden und an das original- Tonarmkabel anlöten sollte kein Problem sein.



      Hast Du den Stecker/ das Kabel erst einmal ersetzt, kannst Du Dich weiter auf die Suche nach dem Fehler begeben. Ich würde dann erst einmal die Tonarm- Leitungen vom Stecker bis zum nächsten Lötpunkt durchmessen. Den Tonarm dabei auch ruhig mal Einschwenken. Nicht dass dort evtl. ein Kabelbruch vorhanden ist. Ist dort auch alles in Ordnung können die weiterführenden Leitungen überprüft werden.


      Was passiert wenn Du die Cinch- Stecker einfach mal drehst? Wandert der leisere Kanal mit? Sonst das System einfach mal falsch Anschließen. Also die Kanäle Li & Re tauschen. Hast Du die Möglichkeit einfach mal ein anderes Cinch- Kabel anzulöten?

      Nur Geduld, das kann man alles wieder in Ordnung bringen.
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      MFG: Maico

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von maicox ()

    • Hallo zusammen

      Die Frage nach den Steckerchen hatte ich auch schon mal gestellt. Bisher hab ich da nichts brauchbares gefunden. In meiner Sammlung hab ich einige Headschells (Dual/SME) bei denen die Steckerchen hin sind. Ich geb zu das ich es nicht einsehe für 4 kleine Käbelchen mit Steckern fast 10€ zu zahlen. Kabel zum selbermachen hab ich genug. Hier im Board hat mir einer geschrieben das vom PC die Steckerchen aus den Buchsen vom Monitor oder den seriellen Anschlüssen passen sollen. Das konnte ich leider noch nicht testen da die keiner hat und sie bestellt werden müssen

      Wolfgang
    • Hallo Wolfgang,

      Wenn Du noch ein altes Drucker- Kabel oder VGA- Kabel haben solltest, schraube mal den Stecker (weibliche Seite) auf. Dann mit einer Zange und reichlich Kraft die Stecker (nach innen zum Kabel hin) rausziehen. Das funktioniert einwandfrei. ;)
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      MFG: Maico

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    • Danke für die hilfreichen Antworten. Das mit dem Parallelkabel vom Drucker klingt interessant, da hab ich noch eins rumliegen. Werde mal schauen wie ich die Steckerchen da ranbekomme. Eventuell auch mit Kabel und dann Kabel zusammenlöten...?!

      Nochmal zum Durchmessen (nur damit ich es wirklich verstehe und richtig mache): Ich messe etappenweise immer den Widerstand zwischen jeweiligem Signal und der zugehörigen Masse und nicht nur das jeweilige Kabel vom Anfang bis zum Ende, richtig?
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    • Ich nochmal. Wäre wirklich nett wenn mir nur jemand kurz erläutern würde was genau ich messen soll. Bitte!!!
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    • sorry, aber wie wärs wenn du unsere Posts mal richtig lesen würdest? ich habe oben beschrieben wie das System gemessen wird. Wenn Du hier auf beiden Kanälen den gleichen Wert hast liegt das Problem wo anders und wir sehen weiter. Kontrolliere aber erst mal das.
      VG
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