CS 505-4 dreht nicht

  • Hallo!


    Irgendwie bin ich wohl vom Pech verfolgt. Ich wollte ja endlich wieder mal meine Platten hören können und dafür meine 2 Plattenspieler reaktivieren. Mit dem CS 704 ist mir das so weit gelungen, dass zumindest Ton raus kommt und man eine Platte durch hören kann, ohne dass er sich ausschaltet, oder die Nadel anfängt zu springen. Da der aber trotzdem noch ein paar Fehler hat, wollte ich nun auch meinen 505-4 spielbereit machen.


    OK, dass ich mein System nicht montieren kann, weil ich keine passenden Schrauben daheim habe, ist das kleinste Problem. Den Riemen habe ich erst mal gekocht, ein neuer ist aber auch schon bestellt. Nun habe ich gedacht, ich probiere einfach mal einstweilen, ob das Kochen vom Riemen was genützt hat und habe den Dual angeschlossen.
    Leider startet der Motor gar nicht weg. Alle Hebel bewegen sich und auch der Mikroschalter auf der Platine wird bewegt und klickt. Die Spannungen ändern sich auch und zwar folgender Maßen:


    Stromeingang: 227V


    Zum Motor:
    Schwarz/Grün (Pos 1 Serviceunterlagen): 227V dauerhaft
    Weiß (Pos 2): aus 17V ein 0V
    Gelb (Pos 3): aus 17V ein 1V


    Es sieht optisch keins der Bauteile defekt aus und wie gesagt, der Mikroschalter klickt und es ändern sich auch die Spannungen. Was da passiert kann aber nicht stimmen, da ich mir nicht vorstellen kann, dass der Motor ausgeschaltet mehr Spannung bekommt als eingeschaltet.


    Kann ich noch was testen, das euch dabei hilft, mir was sagen zu können?


    lg
    Herbert

    .....So wie es ist, so bleibt es nicht. Und weil das so ist, wird es anders sein..... - Letzte Instanz

  • Ich würde mal die Kondensatoren im Anschlußkasten tauschen, müssen X2-Typen mit 275 Volt ~ Spannungsfestigkeit sein. Sind die hin, läuft der Motor nicht an, oder er dreht rückwärts oder macht sonstige Sachen.


    Gruß


    Uli

    CS: 510, 750-1
    CV: 440, 1500 RC
    CT: 1240
    CR: 1750, 5950 RC
    C/CC: 820, 1280, 5850 RC
    CD: 130, 40, 5150 RC
    CL(X): 241, 710, 9200
    KA 230
    und: DK170, MC2555

  • Du meinst also die an Position C2 und C3?


    Also einmal so einer: http://www.conrad.com/ce/de/pr…x-H-265-x-85-x-17-mm-1-St
    und der 2. dieser: http://www.conrad.com/ce/de/pr…x-H-265-x-10-x-19-mm-1-St


    Da ich sowas nicht zu Hause habe, muss ich die erst mal besorgen. Evtl. lasse ich das aber auch meinen Bekannten machen, der kann viel besser mit Strom/Löten und könnte das passende bei ihm in der Firma haben.

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  • Genau diese Kondensatoren sollte man in jedem Fall wechseln. Wenn sie nicht schon hochgegangen sind, werden sie es irgendwann tun. Ich würde die vorsichtshalber tauschen, es sei denn, es fasziniert Dich, wenn irgendetwas in die Luft gejagt wird.


    Sich bei (noch) nicht vorhandenen Lötkenntnisse fachmännische Hilfe zu holen, ist gerade hier eine gute Idee, immerhin liegt hier 230V Netzspannung an.


    Gruß


    Uli

    CS: 510, 750-1
    CV: 440, 1500 RC
    CT: 1240
    CR: 1750, 5950 RC
    C/CC: 820, 1280, 5850 RC
    CD: 130, 40, 5150 RC
    CL(X): 241, 710, 9200
    KA 230
    und: DK170, MC2555

  • Hi !


    Bei dieser Art Geräte versottet auch gerne der auf der Platine liegende Mikroschalter. Dann kommt da nicht mehr viel Spannung am Motor an.
    Das war schon zu Zeiten des 528 ein gern wiederkehrendes Thema. Die Kondis strecken die Flügel ... und wenn man Glück hat, kriegt man es nach mehrfachem Einschalten sogar hin, daß der Teller gegen den Uhrzeigersinn dreht. Hatte mein 522 mal. Hab' ziemlich doof geguckt.


    .

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • Danke, dann besorge ich mal die 2 Kondensatoren. Die 3 vorhandenen Kondensatoren sind bei mir in einem grauen "Gehäuse" und sehen somit nicht so aus, wie die auf dem Bild von der Dualfred Seite.
    Ich habe zwar schon gelötet (auch auf Hochspannungsteilen die 400V führen), mache das aber nur sehr selten und überlasse das dann lieber meinem Bekannten. Der ist gelernter Mechatroniker und sollte das somit besser können, als ich mit meinem selbst erlernten Gebruzzel und kaum Übung.

    Bei dieser Art Geräte versottet auch gerne der auf der Platine liegende Mikroschalter.

    Sprich Mikroschalter ebenfalls auslöten und mal kräftig mit Kontaktspray bearbeiten? Den Schalter einzeln kann ich bei Dualfred ja nicht bestellen, der hat ebenfalls nur eine ganze Platine und da müssen auch die Kondensatoren getauscht werden. Habe die Seite vorgestern entdeckt und gleich mal ein paar Teile bestellt, die ich für meine 2 Duals benötige. Evtl. bekomme ich ja beide selber hin, das würde mich ziemlich freuen. ;)

    .....So wie es ist, so bleibt es nicht. Und weil das so ist, wird es anders sein..... - Letzte Instanz

  • Hi !

    Sprich Mikroschalter ebenfalls auslöten und mal kräftig mit Kontaktspray bearbeiten?

    Zum Beispiel.
    Manchmal hilft auch die robuste Variante: ein Stück 1000er Schleifpapier zwischen den Kontakten durchziehen.
    Es geht ja erstmal darum, rauszufinden, wo der Strom versickert. Wenn er aufgrund des verbruzzelten Schalters schon gar nicht mehr an den Kondis ankommt, dreht der Motor nicht und Tausch der Dinger bringt auch nix.


    [Edit] Erst nach dem Abschicken den Gedankenfehler bemerkt. Dieses Ding hat ja die Schalter mit dem geschlossenen Gehäuse. Die kann man nicht einfach so freifräsen, wie die alten "Klimperkästen" bei den Reibrollen, wo man sogar das Federblättchen mit den eigentlichen Kontakten ausbauen konnte ... Mist. Hilft wohl nur Kontaktspray - wenn Du an einer Ecke *in* den eigentlichen Schalter reinkommst.


    .

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • Ist denn sicher, daß sich der Motor dreht? Ich hatte nämlich kürzlich bei meinem 505-4 das Problem, daß der Teller sich beim Einschalten ebenfalls nicht drehte. Ich habe dann die Tellermatte abgenommen und durch ein Loch im Teller gesehen, daß nur der Riemen durchrutsch. Nach kurzem Aufkochen in Wasser wurde es etwas besser.

    ein Westfale in Oberbayern

  • Herbert: Im Zweifel vielleicht am besten einfach mal den Schalter überbrücken. Wenn's dann funktioniert, weißt Du ja, wo der Fehler lag...


    Grüße aus München!


    Manfred / lini

  • Habe den Schalter rausgelötet und die beiden Anschlüsse mit einem Kabel überbrückt. Dennoch zeigt der Motor keine Bewegung. Soll das wirklich an den Konditionen liegen?

  • Guten Abend,

    bewegt sich der Anker im Motor? Vielleicht ist er fest.

    Viel Grüße,

    Stephan

    Viele Grüße, Stephan


    Dual 481A und andere/anderes :D

  • Danke für die schnelle Antwort. Ich habe den Mikroschalter ausgebaut und gereinigt. Vor dem Einbau habe ich ihn überbrückt. Aber der Motor reagierte nicht. Dann habe ich den Motor freigelegt. Halt die obere Abdeckung entfernt und den Anker von Hand bewegt. Er "läuft" relativ leicht. Kann es sein, dass ein Kondensator auf der Platine einen weg hat? Der Motor läuft doch auf 230 V Wechselstrom.

    Kann man ihn zum Lauftest kurz direkt mit 230 V verbinden? So könnte man doch die Fehlerquelle lokalisieren.

    Liebe Grüße

    Ekki

  • ein, soweit ich weiß, sind es 115V. Der Rest wird am Widerstand verbraten.

    Und der wird im Betrieb richtig heiß, vorsicht, beim Testen, nicht anfassen.

    Vielleicht hat sich der Widerstand selbst ausgelötet. Hatte ich schon mal.



    Je nach Motorbelastung, so heiß, daß eventuelle Staubrückstände verkokeln.
    Dann qualmt es auch schon mal aus dem Schaltkasten.

    Grüße Gernot
    Es soll ja Leute geben, die hören, ob das Lautsprecherkabel rot oder blau ist.

    Einmal editiert, zuletzt von papaschlumpf ()

  • Ich mich im Internet mal schlaugemacht, wie man Kondensatoren einfach auf ihr OK oder KO überprüft. Habe die 3 Kondensatoren rausgelötet und dann überprüft. Der C1 auf der Platine mit 0,01mF ist KO.

    Leider haben wir an meinem Wohnort keinen Conrad oder Elektronikladen mehr. Muss mal in Bielefeld schauen, ob ich dort was finde. Ansonsten muss ich ihn dann bei Conrad bestellen. Ich melde mich wieder.

    Ansonsten erst einmal vielen herzlichen Dank für die Ratschläge an alle Beteiligten.


    Grüße

    Ekki

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