Reparaturtip 1219

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    • Reparaturtip 1219

      Liebe Forenten, eigentlich lese ich schon lange in diesem Forum, aber seit wenigen Wochen bin ich stolzer Besitzer eines 1219.
      Jetzt in der fast arbeitsfreien Zeit komme ich endlich dazu, ihn genauer anzuschauen. In ständigem Betrieb bei mir ist ein
      Thorens 320 MKII, den ich heiß und innig liebe. Früher, sehr viel früher hatte ich 'mal einen Dual HS151 mit einem 1226 Platten-
      spieler, danach den Thorens, der m.M.n. deutlich besser war. Den 1219 habe ich heute nach Inspizieren zum ersten Mal laufen
      lassen und er hat mich schon so, ohne neue Nadel etc., ziemlich umgehauen, echt super!
      Natürlich hat er noch ein paar Kleinigkeiten, die ich noch richten muß ...

      Die Kleinigkeiten:

      # Der Geschwindigkeitswähler sitzt wohl fest, läßt sich jedenfalls nicht leicht bewegen, weshalb ich mich entschieden habe,
      auf jeden Fall keine Gewalt anzuwenden und ihn erstmal auf 33 zu lassen.
      Das möchte ich aber auch angehen. Ich habe eine englische Anleitung ("Dual 1219, 1229 Service for Amateurs"),
      nach der das eine von den einfacheren Sachen zu sein scheint.

      # Wenn ich den Lift mitten über dem Plattenteller anhebe, läuft der Arm zurück auf den Anfang (auf die Auflage).
      Für diesen Fehler hätte ich gerne einen kleinen Hinweis von Euch.

      (Eine Wasserwaage habe ich über den Teller gelegt. Die zeigt aber nur eine kleine Abweichung: Der vordere Teil,
      also da wo der Tonabnehmer sitzt, ist etwas zu tief, aber wirklich nicht viel.)

      Insgesamt sieht der Plattenspieler von innen sehr gut aus, fast wie neu ...

      Vielen Dank im Voraus und Grüße
      Achim
    • Hi Achim...
      Willkommen an Board.
      Du solltest das Gerät neu schmieren und ölen, inkl. dem Motor. Dazu gibt es genug Themen hier. Benutze die Suchfunktion. WD 40 hilft beim Lösen der festsitzenden Teile der Mechanik das kein Schmiermittel ersetzt.
      Dein Automatik Problem wird am Steuerpimpel und Modeselektor liegen. Dazu nutze die Suchfunktion.
      Glückwunsch zum 1219. Ich habe einen fast baugleichen 1229. Der ist einer meiner Lieblinge.
      Gruß
      Frank
      • Vinyl gehört auf den Teller! :)
    • Das Problem mit dem rücklaufenden Arm kann an falsch justiertem Antiskating liegen und evtl. an einer fettigen Liftbank.
      Falls AS korrekt eingestellt ist (laut Skala) kann auch die AS-Scheibe gerissen sein, wodurch der eingestellte Wert dann völlig falsch wird.
      Gruß,
      Kai
      ___________________________________________________________

      Dreher im Bestand: 601, 701 (1. Serie), 1019 (NOS), 1215, 1218, 1219, 1229 (Wega 3430), 1249 - Elac Miraphon 22H, Elac PC 900 - Braun PS 500 - Metz TX 4963 - Thorens TD 320 Mk I, TD 166 Mk II - B&O Beogram 1200

      Erfahrung steigt proportional zum Wert des zerstörten Gegenstandes.
      "The difference between genius and stupidity is that genius has its limits." -Albert Einstein-
    • achimb schrieb:

      (Eine Wasserwaage habe ich über den Teller gelegt. Die zeigt aber nur eine kleine Abweichung: Der vordere Teil,
      also da wo der Tonabnehmer sitzt, ist etwas zu tief, aber wirklich nicht viel.)


      aha der Thorensianer :D :D :D Kleiner Tipp einem Dual ist das wurscht der spielt auch über Kopf (aber vorher den Teller arretieren sonst aua).

      Die anderen haben die wichtigsten Tips schon gegeben. Mach unbedingt als allererstes den Mode Selector Mode-Selector Dual 1219 / 1229 und 1249 Erst wenn der gewartet ist, macht es überhaupt Sinn die Fehler an anderer Stelle zu suchen. Sieht kniffelig aus, ist aber kein wirkliches Problem. Wenn der 1219 gewartet ist und regelmäßig benutzt wird hast Du die nächsten 10 Jahre Ruhe und verdammt viel Spaß.
      VG
      Kai

      "Cause we find ourselves in the same old mess
      Singin' drunken lullabies"
    • Hi !

      tpl1011 schrieb:

      aha der Thorensianer :D :D :D Kleiner Tipp einem Dual ist das wurscht der spielt auch über Kopf (aber vorher den Teller arretieren sonst aua).
      Immer wieder gerne gesehen:
      1237 als Senkrechtplattenspieler

      :D

      "Kinder: probiert das nicht zuhause aus ..."

      .
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • achimb schrieb:

      1. Der Geschwindigkeitswähler sitzt wohl fest, läßt sich jedenfalls nicht leicht bewegen, weshalb ich mich entschieden habe,
      auf jeden Fall keine Gewalt anzuwenden.

      2. Wenn ich den Lift mitten über dem Plattenteller anhebe, läuft der Arm zurück auf den Anfang (auf die Auflage).
      Bevor Du Dich in große Abenteuer stürzt, beginn mal mit den akuten Problemen. Da gilt oft : kleine Ursache, große Wirkung.

      Hier findest Du - wenn Du hinunter scrollst - Bedien- und Service-Anleitung, Einbauanleitung und Prospekt.

      1. Hier ist wohl die Geschwindigkeitswahl-Mechanik verharzt. (Anhebung bzw. Absenkung des Reibrades in Bezug auf die konische Antriebsachse.) Chassis aus dem Holzrahmen heben und von unten anschauen, wo's hakt. Gerät vorher vom Netz trennen !)

      2. Anti-Skating zu stark eingestellt (oder defekt - muss aber nicht sein), evt. auch Gewicht zu leicht eingestellt.
      Grüße,
      Albert

      ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

      If I'm writing nonsense - simply forget it :whistling:
    • Liebe Forenten,
      erst einmal vielen Dank für die vielen Hinweise. Die Serviceanleitungen (und viele andere Beiträge mehr) habe ich natürlich schon studiert.
      Im Moment lese ich mehr, bevor ich mich an Reparatur / Service mache. Ich habe den 1219 zwar auch und vielleicht sogar vorwiegend zum Reparieren gekauft, aber er spielt auch so wie er ist, so klasse, daß ich sehr vorsichtig vorgehen werde.

      PS: Nur meiner Frau gefällt er vom Design gar nicht. Ich habe zwar schon von 'Klassiker' und so gemurmelt, sie aber noch nicht ganz überzeugt ;)
    • Hi !

      achimb schrieb:

      PS: Nur meiner Frau gefällt er vom Design gar nicht. Ich habe zwar schon von 'Klassiker' und so gemurmelt, sie aber noch nicht ganz überzeugt ;)
      Sie soll das Ding mal hochnehmen.
      Dann kommt sie schnell drauf, wo die Qualitäten liegen.

      Design ist nebensächlich, wenn dazu minderwertiges Material verwendet wurde - dieses Schiff ist noch aus dem Vollen geschnitzt.

      .
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • hallo Achim,
      bring zuerst die Mechanik in gang wie schon weiter oben geschrieben,
      sämtliche mechanischen Teile und Umschalthebel müssen leichtgängig sein,Rillenachse nicht vergessen
      das heißt, entharzen, reinigen, neu fetten und ölen
      Automatik-und manuellen Betrieb und Endabschaltung überprüfen
      dann erst nach anderen Problemen schauen
      Gruß
      Albert
    • 1219, Geschwindigkeitsregler, Sprengring

      Hallo,
      Zwischenstand: Den Modeselector habe ich ganz gut hingekriegt ...

      Danach habe ich mich an den Geschwindigkeitsregler gemacht, nach der Anleitung
      old-fidelity.de/thread-10058.html :
      ...
      "Das Chassis umdrehen und das Treibrad abziehen..."
      "Das war ja klar - mit einem Sprengring gesichert ... ich hasse die Dinger."
      "Weg isser - und natürlich beim Aushebeln abgezischt - zum Glück in die Zarge und nicht in den Teppichboden"

      Bei mir leider nicht: Ich krieg das Mistding einfach nicht ab ...
      Es sitzt fest und will einfach nicht runter.

      Wie krieg ich diesen Sprengring los?

      Gruß Achim
    • Ich hab einen kleinen Schraubendreher dazu benutzt. Dabei wird dem kleinen Ring leider ziemlich zugesetzt, er könnte sogar kaputtgehen. Also vorsicht!
      Gruß,
      Helge

      Im Betrieb: 1219
      In den Fingern gehabt: 1019 - 1209/14/16/18/19/20/28/29/37/41/46/49 - 415/35/50/55/91 - 502/04/05/10/21/40 - 601/04/06/20/21/22/26/50 - 701/04/14/21/31
    • Hi Achim !

      achimb schrieb:

      Wie krieg ich diesen Sprengring los?
      Die linke Hand greift den Arm, auf dem das Reibrad sitzt und hält ihn unten.
      Die rechte Hand greift mit Zeige- und Mittelfinger unter das Reibrad und zieht sachte aber unnachgiebig schön gerade das Reibrad nach oben, ohne es zu verkanten. Schwupps - geht der Plastikring mit dem Rad zusammen ab.

      So war's jedenfalls immer bei meinen ... und ich habe den einen oder anderen ...

      .
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • bobhund schrieb:

      Ich hab einen kleinen Schraubendreher dazu benutzt. Dabei wird dem kleinen Ring leider ziemlich zugesetzt, er könnte sogar kaputtgehen. Also vorsicht!

      Hi bobhund,

      danke, das habe ich jetzt auch so gemacht, hab den Sprengring damit auch runterbekommen,
      aber so richtig bin ich mit dem Vorgehen noch nicht zufrieden
      (bin abgerutscht und hab am Plastik 'n paar Schrammen hinterlassen).

      Gruß Achim
    • Hi Achim !

      achimb schrieb:

      Was kommt als Nächstes, Motor auseinander und ölen?
      ... unten die drei Nieten ausbohren, den Lagerzusammenbau inspizieren, vor allem, wie der Lagerspiegel aussieht, ob der Ölspeicherring aus Schaumstoff noch nicht zerfressen ist, die Lagerkugel reinigen und auch außenrum einölen. Dann gucken wie die Motorwelle an der Unterseite aussieht.
      Es ist sinnlos, den Lagerspiegel umzudrehen, wenn die Motorwelle eingelaufen, verdellt und vernarbt ist, wie das Gesicht von Westerwelle. Die macht Dir den Lagerspiegel gleich wieder rauh und alles war für die Katz. Ich habe den Läufer in einer Bohrmaschine eingespannt, das untere Ende geschliffen, verrundet und mit Ventilsitzpaste poliert. Die Welle scheint *nicht* gehärtet zu sein, ist aber trotzden *etwas* härter, als der Spiegel aus Hartbronze. Solange genug Öl da ist ...

      Dazu passend kleine Schrauben, Federscheiben und Muttern besorgen, mit denen man den Deckel wieder in der Unterschale befestigt. Ich habe letztes Mal M2.5 genommen. M2 wabbelt in den Löcher, für M3 muß man die Löcher etwas aufweiten und man sollte dann Senkkopfschrauben nehmen. Oder passende Nieten und Werkzeug auftreiben.

      conrad.de/ce/de/product/522160…T-M258-D965-48-A2K-194776
      conrad.de/ce/de/product/131879…OOLCRAFT?ref=searchDetail

      Demnächst will ich mich mal auf die Suche nach einem Ersatzmaterial für die Lagerspiegel machen. Es wird was aus Hartkunststoff werden und notfalls muß ich eine ganze Platte kaufen und die Dinger mit der Laubsäge schnitzen ...

      .
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Hallo Peter,
      weist Du schon welchen Kunststoff Du nimmst?
      Tipp:
      Die Firma Murtfeldt stellt Kunststoffe für industrielle, hauptsächlich Geitanwendungen, her. Gibt es in verschiedenen Ausführungen und Werkstoffeigenschaften.

      Gruß
      Andreas
      Dual 1229 mit Transrotor Uccello Reference; Trigon Vanguard 2 mit Dr. Fuß Netzteil; Kenwood Receiver KR3600; Röhren-Amp´s 6B4G und Grundig NF1 an Norbert-Verstärkerumschaltbox; Odeon Rigoletto; NAD C545BEE; Plattenwaschmaschine Hannl Micro Edition mit Rundbürste
    • Hi Andreas !

      anderl1962 schrieb:

      weist Du schon welchen Kunststoff Du nimmst?
      In etwa schon. Er muß hart sein, er muß sich trotzdem mit "normalem Werkzeug" bearbeiten lassen und er muß idealerweise ein Stück weit selbstschmierend sein oder ersatzweise eine natürlich-glatte Oberfläche haben.

      anderl1962 schrieb:

      Die Firma Murtfeldt stellt Kunststoffe für industrielle, hauptsächlich Geitanwendungen, her.

      Daher kenne ich die. Aus einem anderen Leben .... :)

      Meine Idee ist aber, "irgendwas" zu finden, was es notfalls für einen ganz anderen Einsatzzweck aber dafür z.B. in Baumärkten gibt. Diese Lagerspiegel-Arie geht mir langsam auf den Keks. Haufenweise werden Motoren ruiniert, weil ein Schmiermangel zuerst den Lagerspiegel und dann die Motorwelle zerfräst. Wir leben nicht mehr in den 1960ern. Es gibt inzwischen Teflon und Konsorten. Da müßte es doch möglich sein, mal eine einfache und beständige Lösung zu finden, die nicht mit einem Motor-Exitus endet. Ich werde dieser Tage mal ein paar Dualmotoren zerlegen und mir die Abmessungen der Lagerspiegel in eine Tabelle packen. Mal sehen, was man damit werden kann.

      .
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Hallo Peter,

      wacholder schrieb:

      Haufenweise werden Motoren ruiniert, weil ein Schmiermangel zuerst den Lagerspiegel und dann die Motorwelle zerfräst.

      Noch mehr Motoren werden wahrscheinlich ruiniert, weil diese - um die zu öffnen - auf dem Küchentisch mit Schraubendrehen malträtiert werden, die dann in eine der Wicklungen versenkt werden ;( !

      Sieht so aus:

      [IMG:http://i670.photobucket.com/albums/vv69/rolilohse/Hifi/Dual%201229/1229_wicklung_defekt_1024x768.jpg]

      Diesen konnte ich gerade so eben noch wieder flicken:

      [IMG:http://i670.photobucket.com/albums/vv69/rolilohse/Hifi/Dual%201229/1229_wicklung_geflickt_1024x768.jpg]

      Gruß Roland
    • Hi Roland !

      rolilohse schrieb:

      Noch mehr Motoren werden wahrscheinlich ruiniert, weil diese - um die zu öffnen - auf dem Küchentisch mit Schraubendrehen malträtiert werden, die dann in eine der Wicklungen versenkt werden ;( !
      Was ursächlich daran liegt, daß es für die Dosenmotoren eigentlich ein richtige Öffnungswerkzeug braucht.
      Da das aber keiner hat, wird gefrickelt, bis die Fetzen fliegen. :pinch:

      Ein Grund mehr, die Brikettmotoren zu lieben.

      .
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • wacholder schrieb:

      Hi Roland !

      rolilohse schrieb:

      Noch mehr Motoren werden wahrscheinlich ruiniert, weil diese - um die zu öffnen - auf dem Küchentisch mit Schraubendrehen malträtiert werden, die dann in eine der Wicklungen versenkt werden ;( !
      Was ursächlich daran liegt, daß es für die Dosenmotoren eigentlich ein richtige Öffnungswerkzeug braucht.
      Da das aber keiner hat, wird gefrickelt, bis die Fetzen fliegen. :pinch:

      Ein Grund mehr, die Brikettmotoren zu lieben.

      .

      Hi Peter,
      was wäre dann das richtige Öffnungswerkzeug?

      Ich bin mittlerweile kurz vorm Aufgeben: Die beiden Motorschalen wollen sich nicht voneinander lösen

      'Es waren zwei Königskinder,
      die konnten voneinander nicht kommen,
      die hatten sich viel zu lieb ...'
      Sch ...

      Also ich hab' versucht, mit dem größten Schraubendreher, den ich kaufen konnte, immer abwechslend von zwei Seiten / 180°, von drei Seiten / 120° zu hebeln:
      Nada, nichts, niente.

      Die Sache mit dem Hartholzstab hab' ich auch versucht, wobei mir nicht ganz klar ist, wie man da, ohne eine Motorschale einzuspannen,
      wirklich nennenswerte Kräfte aufbringen kann.

      Dieses Ding treibt mich im Augenblick zur Verzweiflung ...

      Gruß
      Achim