Siebondensator beim CS 626

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Danke!
      Welche alterungsanfälligen Bauteile gibt es denn (außer dem Knallfrosch) noch in der Stromversorgung?
      Den 626, denn ich bekomme
      bekommt er manchmal auch keinen Strom mehr.
      ...

      Ich tippe auf den Siebelko, aber vl. gibts nochwas?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von linuxpro ()

    • Hi !

      linuxpro schrieb:

      Welche alterungsanfälligen Bauteile gibt es denn (außer dem Knallfrosch) noch in der Stromversorgung?
      Wenn es den Knallfrosch schon niedergestreckt hat, ist wahrscheinlich auch die Sicherung durchgefetzt.
      Das ist eine träge 100mA (T0.1A) Sicherung, die im Trafokasten unter der Abdeckung sitzt. Ohne die kriegt auch der Rest keinen Strom und das Ding spielt tot.

      Der 626 hat zwei 10nF Kondensatoren. Einen über dem Hauptschalter, einen über dem Kontakt für den "Tastenstart" (Schalter S4 Kontakt b). Beide müssen im Zweifelsfall gewechselt werden. X2-Typ, 275V Wechselspannungs-Festigkeit.

      Vorbeugend was ersetzen ist nicht immer eine gute Idee. Weil man ja nicht weiß, ob überhaupt was kaputt ist.
      Ich würde das Ding erstmal ankommen lassen, die Knallfrösche, den Haupt-Elko und die Sicherung machen und dann sollte die Hauptspannung gemessen werden, die so um 22 Volt herum beträgt. Ist die da, sollte das Teil eigentlich laufen.

      Ist das nicht der Fall, müssen wir mal gucken. Ab und zu spacken ein paar kleine Elkos ("Tantalperlen") herum und die Kiste dreht auf 100 upm, ab und zu ist der Drehzahlumschalter versottet und das Ding steht mit leuchtedem Strobo auf der Stelle. Manchmal sind auch die beiden ICs faul (NE 555 und CD4069 - billiger Ersatz ist verfügbar). Manchmal zicken die beiden Trimmer für die Drehzahl-Justage (2 x 10K). Aber das weiß man eben erst, wenn man das Teil vor sich stehen hat. Ansonsten ist die Familie mit 604 / 621 / 622 / 626 und den kleineren 491 / 496, die praktisch die gleiche Elektronik haben, relativ unproblematisch. Motorausfälle sind selten, es sind eher die nervigen Kleinigkeiten.

      .
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Danke für die informative Antwort, hast mir sehr geholfen!

      Weißt du zufällig, ob ich diese Kondensatoren als Knallfrösche nehmen kann, die liegen hier eh noch rum... Der rechte müsste gehen, aus dem linken werd ich nicht schlau...
      Bilder
      • L1030281.jpg

        104,45 kB, 1.024×768, 134 mal angesehen
    • Hi !

      linuxpro schrieb:

      Weißt du zufällig, ob ich diese Kondensatoren als Knallfrösche nehmen kann, die liegen hier eh noch rum... Der rechte müsste gehen, aus dem linken werd ich nicht schlau...
      Beides sind 100nF (0.1µF), beide sind X2-Typen und für 275VAC geeignet ... allerdings vom Wert her 10x so groß, wie sie gebraucht werden.
      Du braucht sowas in 10nF (0.01µF).

      .
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Hi !

      linuxpro schrieb:

      Ist das beim Kondensator nicht relativ egal?
      Er muss ja nur entstören, also umso größer, umso besser oder?
      Nein.
      Es gibt für jede Funktion genau definierte Parameter, die ein Bauteil erfüllen muß, sonst könnte man ja beliebig irgendwas in einen Karton schütten und hoffen, daß es Musik macht ... :D

      In dem Fall ist die Funktion "Löschen des Schaltfunkens" beim Schalten von Lasten unter Wechselspannung.

      Der Kondensator muß groß genug sein, um den Schaltstoß zu dämpfen und muß klein genug sein, daß er den Schalter nicht überbrückt.
      Das ist bei zu großem Kondensator nämlich der Fall: für Wechselspannung sind die durchlässig und je größer die Kapazität, desto mehr Energie wird beim Polaritätswechsel übertragen.

      Schon mit den 10nF gibt es einen gewissen (kleinen) Kriechstrom am Hauptschalter vorbei über den Kondensator in die Elektronik. Die ist aber zu klein, um großartig was zu bewirken. Vergrößert man den Kondensator, reicht der Strom so ab 47nF ungefähr aus, daß der Trafo genug Leistung überträgt, damit der Motor - der keinen weiteren Zwischenschalter hat - lustig weiter seine Runden dreht. Der EDS500 im 626 kommt mit ungefähr 150 - 200mW elektrischer Leistung aus, um nicht stehen zu bleiben. Der Teller als Schwungmasse reicht. Wenn man ihn von Hand stoppt, läuft er auch nicht wieder an, dazu braucht er so 2 - 3 Watt.

      You see ? Bigger isn't always better ... ;)

      .
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.