Empfehlung Tonabnehmer für Dual 601

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    • Empfehlung Tonabnehmer für Dual 601

      Hallo,

      ich suche einen neuen Tonabnehmer für meinen Dual 601. Zur Zeit nutze ich ein Ortofon 510 MK II (baugleich mit Vinyl Master white). Da es an der Zeit wäre, die Nadel auszutauschen, ich mit dem Klang des Ortofon 510 MK II aber nicht zufrieden bin, möchte ich einen anderen Tonabnehmer montieren. Maximal würde ich 100 € ausgeben.

      Zunächst hatte ich eine NOS Origninalnadel für das serienmäßige Ortofon
      M20E bestellt, die fiel jedoch im Abtasttest durch und erzeugte
      deutliche Verzerungen. Die Klangfarben gefielen mir aber gut. Eine (weiße) Nachbaunadel tastete noch deutlich schlechter ab.

      Dann kaufte ich mir das Ortofon 510 MK II. Dieses klingt für meine Ohren zu kühl, mit ausgeprägten Höhen, schwachen Mitten und zurückhaltendem Bass. Irgendwie fehlt der Körper. CDs klingen an meiner Anlage wärmer. Abtastqualität und Detailfülle gefallen mir wiederum gut.

      Da ich zwei andere Dual Plattenspieler wieder aufgemöbelt habe, hatte ich zwei neue Audio Technica Systeme (AT 95 E und ein AT 91) zu hause herumliegen. Das AT 95 E gefiel mir von den Klangfarben besser als das 510 MK II, hatte bei manchen Platten aber eine Tendenz zum Nasalen und war deutlich detailärmer. Das AT 91 machte einen kräftigeren Bass, klang aber nochmals detailärmer und hatte Schwächen bei der Höhenabtastung.

      Ich besitze auch einen Pro-Ject Debut III mit Orofon OMB5E. Diese Kombination gefällt mir von den Klangfarben her bisher am besten, die Höhenabtastung ist aber nur mäßig (zischelnde S- und F-Laute). Den Dual 601 bevorzuge ich zur Zeit aus Komfort- (Endabschaltung, präziser Tonarmlift, leichgängige Haubenmechanik) und Nostalgiegründen.

      Der Rest der Anlage besteht aus einem Yamaha AX-397 Vollverstärker und gut 20 Jahre alten IQ Standlautsprechern (das Paar hat damals ca. 1000 DM gekostet). CDs werden zur Zeit mit einem Pioneer DVD-Player wiedergegeben, da sich mein Sansui CD Player von 1989 inzwischen verabschiedet hat. Der Dual 601 hängt an einem NAD PP 2 Phonovorverstärker, da der Plattenspieler zum Schutz vor Kinderhänden nicht direkt neben dem Vollverstärker stehen kann. Zwischen NAD PP2 und Vollverstärker befindet sich ein gut geschirmtes, koaxiales Cinchkabel. Später wird wieder der Phonoeingang des Verstärkers genutzt werden, den Phonovorverstärker habe ich mir nur geliehen. Der integrierte Phonovorvertärker des Yamaha AX-397 klingt tendenziell minimal wärmer als der neutrale NAD PP 2.

      Meine Plattensammlung ist nicht besonders groß, das Meiste stammt aus den 1990ern und ist wohl überwiegend dem Genre Rock/Pop zuzuordnen.

      Für den Neukauf stehen zur Auswahl:

      Audio Technica AT 110 E oder AT 120 E/II (die sind aber eventuell ähnlich höhenlastig wie mein Ortofon 510 MK II)
      Grado Prestige Black oder Green
      Goldring Elektra (Empfehlung von PhonoPhono, Comliance von 16 mm/N - eventuell zu hart für den leichten Tonarm des Dual 601?)
      Shure M97xE (ist in den letzten Monaten sehr teuer geworden)

      Gebrauchte Tonabnehmer mit NOS- oder Nachbaunadeln kommen nach meinen schlechten Erfahrungen nicht in Frage.

      Zu warm sollte es auch nicht werden, dann klingt es schnell muffig. Aber eben ausgeglichener und voluminöser als mit dem Ortofon 510 MKII.


      Danke für Eure Tipps!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Casi ()

    • Also das mit dem M20E kann ich mir nicht vorstellen.
      Ich betreibe das auch im 601 mit NOS-Nadel. Da kommt so schnell niemand
      gegen an. Es hat ein vorher verbautes Ortofon VM-Red (baugleich mit 520 MK II ) mit einem
      Tritt aus meiner Anlage befördert. Da liegen Welten zwischen.

      Da ist was falsch eingestellt oder die Nadel ist defekt.

      Ulli
    • Hallo,

      Casi schrieb:

      Audio Technica AT 110 E oder AT 120 E/II (die sind aber eventuell ähnlich höhenlastig wie mein Ortofon 510 MK II)
      Grado Prestige Black oder Green


      Das stimmt - wenigstens für das AT-120 - so nicht. Das AT-120 ist eine noch schlimmere Höhenschleuder als das Ortofon, da bluten auch die abgebrühtesten Ohren nach maximal 15 Minuten :thumbdown: .

      Der absolute Geheimtipp für im besten Sinne analogen Hörgenuss ist das olle Shure M75 am besten mit einer originalen Nadel. Das klingt rund mit satten Bässen, warmen Mitten und schönen Höhen, das allerletzte Glitzern in den Höhen mag da fehlen aber das Gesamtbild ist einfach stimmig.

      Mein letztes M75 habe ich für 5 € gekauft - leider kosten die Shure-Nadeln mittlerweile etwa 50 €.

      Gruß Roland

      Gruß Roland
    • beeblebrox schrieb:

      Da ist was falsch eingestellt oder die Nadel ist defekt.
      Das ist schon gut 1 Jahr her. Ich vermute, die Nadel war nicht in Ordnung. Oder der Systemkörper. Der Tonarm war korrekt ausballanciert, das Auflagegewicht war auf 1,0 p eingestellt. Der Überhang ergab sich bei dem Dual Klicksystem von selbst. Ich habe eine Testschallplatte benutzt, der Abtasttest fiel sehr schlecht aus, auch eine leichte Erhöhung des Auflagegewichts hat keine Besserung gebracht. Auf weitere Experimente hatte ich keine Lust, die Nadel ging zurück zum Händler, ebenso die Nachbaunadel. Wie ich bereits schrieb, hat mir der Grundton aber gut gefallen.

      rolilohse schrieb:

      Der absolute Geheimtipp für im besten Sinne analogen Hörgenuss ist das olle Shure M75 am besten mit einer originalen Nadel.
      Das Shure M75 hat mein Vater an seinem Dual 1225. Das ist mir aber zu warm, etwas heller darf es schon klingen. Außerdem nicht neu - und eine neue Nadel ist dann wieder NOS, eventuell mit dem gleichen Ergebnis wie mein M20E Experiment. Trotzdem danke.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Casi ()

    • Bei deinem Budget von max. 100,-€ wirds schwierig.
      Leg noch was drauf und schieb die Nadel vom 540 drauf, dann hast du für über 1000 Stunden den da: :D im Gesicht.
      Hab mir das VM Silver (Baugleich mit 540) schon öfter mal von meiner Tochter geliehen und das macht sich sehr gut an den Dual Armen.
      Ansonsten kann ich mich nur Ulli anschließen, eine intakte NOS 20E Nadel am M20 und du spielst schon sehr weit oben mit, vielmehr ist am Arm des 601eigentlich nicht möglich. 601er hatte ich übringens schon 3 Stück die letzten Jahre, behalten hab ich keinen davon, nach der Überholung durften sie alle wieder gehen.

      Gruß Peter
      CS 704/ AT33PTGII, CS1219/AT20SLA, Rotel RA 812, Quadral Amun
      CS 701/M20E, Braun PS500/Empire 500ID,


      Abzugeben: 1019, 1226
    • beeblebrox schrieb:

      Also das mit dem M20E kann ich mir nicht vorstellen.
      Ich betreibe das auch im 601 mit NOS-Nadel. Da kommt so schnell niemand
      gegen an. Da ist was falsch eingestellt oder die Nadel ist defekt.

      Ulli


      Dieser Meinung schließe ich mich an.
      Da ist bei dir wohl ganz gehörig was daneben gegangen.
      Auch ich habe das M20E auf einem 601 am laufen.
      Aus eigener Erfahrung sage ich mal, das das M20E ganz locker in der Liga eines Nagaoka MP300 mitspielt.
      In diesem Sinne
      Klaus
      Vernünftig ist wie tot. Nur vorher.
    • Einen 601 habe ich (noch?) nicht. Aber ich schließe mich den oben genannten Meinungen an; ein M20E ist ganz was feines; verlangt aber fast perfektes Plattenmaterial.

      Ein M75 mit Nadel "D" oder "-6" ist ein echter Rocker, der auch manchen Mangel der "Software" verzeiht. Auch die Cleorec-Nachbauten sind hier brauchbar.

      Aber eine "EJ" oder "ED"-Nadel zeigt erst wirklich, was in diesem "Einstiegersystem" steckt. Dafür bekommt man aber jeden Kratzer frei Haus mitgeliefert.

      Was gibt es sonst noch? Ein M91 ist ja praktisch identisch mit dem M75, abgesehen von der sehr guten "GD"-Nadel, sphärischer, nackter Diamant... :love:

      Hier passen auch sämtliche Nadeln des M75; eine ED-Nadel präsentiert mir grade Wishbone Ash - Pilgrimage, und auch ich grinse... :D
      (wenn auch auf dem 1218...)

      Das sollte man für unter 100€ noch bekommen.

      Ein AT12XE oder "S" wäre noch eine Wahl, die in meinen Ohren an den langen Dual-Armen auch nicht schlecht klingt.

      Bei neuen Systemen wird es da schon recht eng bei diesem Budget; ein Shure M97xe ist an sich nicht schlecht, gewinnt aber gegen ein Ortofon M20E keinen Blumentopf
      (auch nicht gegen ein olles M75/91 mit ED/EJ/GD-Nadel)

      Ein Nagaoka passt besser zu schwereren Tonarmen, und die richtig guten Grado und Goldring fangen erst außerhalb der "Preisbarriere" an...
      Mit bestem Gruß - Stefan

      meine Dreher und sonstiges Hifi-Geraffel: im Profil
    • "Das Shure M75 hat mein Vater an seinem Dual 1225. Das ist mir aber zu warm, etwas heller darf es schon klingen."

      Am 1225 hatte es sicher eine spährische Nadel, die nicht so fein auflöst.

      Spendiere ihm eine elliptische Nadel, damit hellt das Klangbild auf.

      "AT 95 E , AT 91, Ortofon OMB5E"

      Das sind alles sehr schlichte Einsteigermodelle - die sind leicht zu topen ...

      Nachtrag : auf das OMB passen Nadeln verschiedenster Qualität. "5" ist das billigste, auch das "10" ist im unteren Bereich. Ab "20" hast Du bessere Tonqualität - auch feiner auflösend.
      Grüße,
      Albert

      ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

      If I'm writing nonsense - simply forget it :whistling:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Albert W. ()

    • Casi schrieb:

      für das serienmäßige Ortofon
      M20E bestellt, die fiel jedoch im Abtasttest durch und erzeugte
      deutliche Verzerungen


      Welche Testplatte hast Du genutzt? Mit welcher Auflagekraft und wie wurde die eingestellt?
      War das System per Dualklick befestigt und/oder mit Schrauben befestigt? Wurde es unüberprüft übernommen oder
      per Dualmontagelehre und/oder per Schablone am Arm montiert nochmals überprüft?

      Fragen über Fragen ;)

      VG Clemenzzz
    • hatte jetzt das M20E mal kurz leihweise dran - es klingt sehr ausgewogen am 601.
      Das Shure M97Xe klingt ähnlich, bringt meiner Meinung nach etwas mehr Höhen, ohne jedoch höhenlastig zu sein. Die räumliche Auflösung scheint mir auch in etwa auf gleichem Niveau zu liegen. Gefallen hat mir beim Shure auch die mech. Lösung mit der kleinen Bürste vor der Nadel --> die räumt eventuell zurückgebliebene Fusseln aus dem Weg.
      Das AT91 (hatte ich noch von meinem SONY übrig) konnte da in keinster Weise mithalten. Was kann man auch von einem System erwarten, welches komplett grade mal gut 20 Ocken kostet....

      Interssant wäre vielleicht auch ein Ortofon 2M Red, liegt bei gut 80 Euro und soll auch nicht das schlechteste am Markt sein.
    • es macht keinen Sinn ein M20 E mit einem AT 91 zu vergleichen, dazwischen liegen Welten!

      Ich höre seit einigen Tagen mit meinem Dual M20E und bin ganz zufrieden mit dem Klang.
      Das M20E war damals und ist auch heute noch ein hervorragendes System was durchaus, gute Nadel vorausgesetzt, ein sehr gutes detailliertes und ausgewogenes Klangbild produziert.
    • Ein Red oder ein M97 spielen in einer komplett anderen Liga wie das M20E
      Habe beide am selben 601 gehabt. Das Red habe ich sogar noch, werde es aber
      verkaufen.

      Ulli
    • audioslave schrieb:

      Welche Testplatte hast Du genutzt? Mit welcher Auflagekraft und wie wurde die eingestellt?
      War das System per Dualklick befestigt und/oder mit Schrauben befestigt? Wurde es unüberprüft übernommen oder
      per Dualmontagelehre und/oder per Schablone am Arm montiert nochmals überprüft?

      Bei der Testschallplatte handelt es sich um eine Erato "HI-FI Test" von 1977, ich benutze überwiegend den Abtasttest Tiefen (Mono), um das Auflagegewicht zu überprüfen. Außerdem mache ich mir mit den Kassikstücken, die sich ebenfalls auf der Platte befinden, einen Eindruck, wie sauber diese abgespielt werden. Die Auflagekraft lag bei den empfohlenen 1,0 p, als das Abtastergebnis schlecht ausfiel, habe ich um 0,2 p erhöht, was aber auch nichts brachte. Das M20E gibt es nach meinem Wissen nur als Dual Klick. Da sich die Lage dabei von selbst ergibt, habe ich nicht nochmals überprüft. Mit der Nachbaunadel, die sich am M20E befand (schwarz mit Beschriftung "E" und verbogenem Nadelträger) tastete das System besser ab als mit der "neuen" NOS Nadel.

      Uwe M schrieb:

      Plattenfreak123 schrieb:

      es macht keinen Sinn ein M20 E mit einem AT 91 zu vergleichen, dazwischen liegen Welten!

      Das ist mir klar. Ich habe einfach die Tonabnehmer aufgezählt, die ich bereits an meinem Verstärker und meinen Lautsprechern gehört habe, um einen ungefähren Eindruck abgeben zu können, welche "Tonlage" mir gefällt. Aus den Beschreibungen sollte hervorgehen, dass mir die vergleichsweise schwachen Abtasteigenschaften schon aufgefallen sind.

      pe66 schrieb:

      Leg noch was drauf und schieb die Nadel vom 540 drauf, dann hast du für über 1000 Stunden den da: :D im Gesicht.

      Das liegt definitiv außerhalb meines Budgets. Außerdem reicht mir die Auflösung der 510er Nadel, ich hätte nur gerne mehr Bass und ein bisschen weniger Höhen. Das wird sich mit einer besseren Nadel am selben System vermutlich nicht grundsätzlich ändern.

      Zur Zeit Tendiere ich an ehesten zum Shure M97XE und zum Grado Prestige Green, über diese Tonabnehmer habe ich bisher mehr positives als negatives gelesen.

      Gebrauchte Tonabnehmer mit NOS oder Nachbaunadeln scheiden aus, da ich damit eher schlechte Erfahrungen gemacht habe. An meinem 1219 (der Wohnzimmerverbot erteilt bekommen hat) habe ich das original Shure M91 mit einer grauen, sphärischen G Nachbaunadel. Im Vergleich zur Originalnadel (vermutlich noch Erstausstattung und inzwischen hinüber) sehen Nadelträger und Diamant deutlich gröber gearbeitet aus. Die Nadel sinkt auch deutlich weniger ein als die Originalnadel, trotz Auflagegewicht von 1,3 p. Klanglich überzeugt die Kombination auch nicht, sie tastet ungefähr so gut oder schlecht ab wie ein Audio Technica AT91. Sicher, es gibt auch Nachbaunadeln mit hyperelliptischen Schliffen oder gar eine JICO SAS Nadel für diesen Tonabnehmer, das ist mir aber alles zu teuer, zumal der Tonabnehmer sich schon aus seiner Kunststofffassung gelöst hatte und von mir wieder eingeklebt werden musste.

      Albert W. schrieb:

      auf das OMB passen Nadeln verschiedenster Qualität. "5" ist das billigste, auch das "10" ist im unteren Bereich. Ab "20" hast Du bessere Tonqualität - auch feiner auflösend.

      Weiß ich. Die 5E Nadel war Originalausstattung und klang gut genug, so dass ich sie zunächst belassen habe. Inzwischen ist diese Nadel aber fällig, ausgetauscht zu werden. Ich habe mir daher eine 14er Nadel bestellt, die hat genau so viel gekostet wie eine 10er Nadel, liegt bei den technischen Daten aber zwischen 10er und 20er Nadel. Ich werde berichten, wenn die Nadel da ist. Das Ortofon OMB System würde ich jedoch nicht an meinem Dual 601 montieren, das Auge hört auch mit. Der Pro-Ject Debut steht jetzt - zumindest übergangsweise - wieder im Wohnzimmer. Der erzeugt mit dem OMB5E schöne Bässe, die man nicht nur hört, sondern auch spürt und klingt somit deutlich voller als das 510 MK II am Dual 601.

      Beim Sichten der Rechnungen ist mir aufgefallen, dass ich das 510 MK II erst im Herbst 2011 gekauft habe. Die Nadel würde also eigentlich noch ein gutes Jahr halten. Eventuell schlage ich erst Weihnachten zu, wenn die Preise bis dahin nicht nochmals anziehen. Das Shure M97XE kostete vor einigen Monaten noch 75 €, inzwischen knapp 100 € - das ist schon happig.
    • Auch wenn gebrauchte Systeme ausscheiden, möchte ich doch mal eines in den Ring werfen, was mich auf verschiedensten Drehern (Dual 621, 1219, Braun PS 500) begeistert: Das Empire 2000 E. Es müsste nach Deiner Beschreibung perfekt zu Deinen Soundwünschen passen.
      Ich finde es teilweise sogar besser, als das M20E, entsprechende Nadel vorausgesetzt.
      Das Empire 2000 E gibt (bzw. gab) es mit verschiedenen Nadeln, von "Type garnix dahinter" bis Type IV (extrem selten). Die Systemkörper sind alle gleich und unterscheiden sich nur durch den Nadeleinschub.
      Ich habe mittlerweile 3 Stück davon, je eines mit Type II / III und IV Nadel.
      Und hier liegt leider das Problem: Das System gibt es hin und wieder für kleines Geld in der Bucht, aber Originalnadeln sind leider selten geworden.
      Beim Thakker gibt es zur Zeit NOS Type III Nadeln für um die 120 Euro. Kein Schleuderpreis, aber dagegen müssen sich die meisten Systeme bis ca. 400 Euro sehr warm anziehen.

      Klangbeschreibungen sind ja immer etwas subjektives, aber ich gebe mal eine Kurzbeschreibung ab: seeehr tiefer Bass, dabei knackig und präzise, sehr linearer Mittel- und Hochtonbereich. Keinesfalls überbetonte Höhen, aber sehr fein auflösend und detailliert.
      Diese Beschreibung gilt für die Type II Nadel aufwärts, da ich die anderen nicht kenne.

      Gruß,
      Kai
      Gruß,
      Kai
      ___________________________________________________________

      Dreher im Bestand: 701 (1. Serie), 1019 (NOS), 1218, 2x 1219, 1229 (Wega 3430), 1249 - Elac Miraphon 22H, Elac PC 900 - Braun PS 500 - Metz TX 4963 - Thorens TD 320 Mk I, TD 166 Mk II - B&O Beogram 1200

      Erfahrung steigt proportional zum Wert des zerstörten Gegenstandes.
      "The difference between genius and stupidity is that genius has its limits." -Albert Einstein-
    • Inzwischen war die 14er Ortofon Nadel eingetroffen. Ich traute meinen Augen nicht, als ich im Karton eine vergilbte, sechseckige Klarsichtverpackung fand. Die Einkerbung vorne auf der Oberseite, wie sie aktuelle OM-Ersatznaden haben, fehlte. Es handelte sich also augenscheinlich um ziemlich alte Lagerware, die sofort den Rückweg zum Händler angetreten hat. Ich werde jetzt wohl eine 10er Nadel bei einem anderen Händler ordern.
    • Wenn Dir das M75 nicht gefällt, wird Dir das M 91auch nicht zusagen. Es klingt etwas "feiner" in der Gesamtauflösung als das M75, behält aber den shuretypischen Grundklang bei, der weiter oben bereits treffend beschrieben wurde. Die bereits erwähnte "GD"-Nadel für das M 91 macht extrem Druck, ohne dabei die Auflösung zu schreddern, geht aber natürlich in den oberste Höhen irgendwann in die Knie, ist ja eine sphärische Nadel. Das M 20E ist klanglich ortofon-untypisch warm, zeichnet also eher shuristisch, aber auf einer Art "audiophilen Ebene" 8) . Sehr präzise und filigran ohne dabei kühl oder analytisch zu werden. Und genau DAS macht es aus. Leider sind die NOS-Nadeln mittlerweile auf einem Preisniveau :S .....
      Aber wie wärs denn mit nem kleinen Grado?
      Sind sie sicher?
      "Yes, I'm SHURE !!
    • Casi schrieb:

      Ich werde jetzt wohl eine 10er Nadel bei einem anderen Händler ordern.
      Hast Du die schon einmal gehört ? Die war früher Grundausrüstung beim Dual CS 5000 etc. - quasi als Platzhalter, bis man sich ein gescheites System oder Nadel gönnt. Sie löst bei mir deutlich schlechter auf, als eine elliptische Shure-Nadel. Eine eher dumpfe Angelegenheit.
      Grüße,
      Albert

      ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

      If I'm writing nonsense - simply forget it :whistling:
    • Albert W. schrieb:

      ... Sie löst bei mir deutlich schlechter auf, als eine elliptische Shure-Nadel. Eine eher dumpfe Angelegenheit.
      Hallo Albert,

      da scheint aber etwas nicht zu stimmen.
      Meine beiden OMB10 (Beifang aus einer Auktion) lösen für den aufgerufenen Neupreis wirklich gut auf und spielen alles andere als dumpf... ?(
      Gruß Gerd

      3x Dual 714Q 1/2",
      Dual-Leuchtwürfel
    • Ich wollte mich mal wieder zurückmelden. Mein Pro-Ject Debut hat
      inzwischen eine 10er Nadel erhalten und klingt damit sehr gut. Die Höhen
      werden deutlich besser aufgelöst als mit der 5er Nadel, die Bässe sind
      kräftig, dürften aber ein wenig exakter klingen - das kann aber auch am
      Blechteller des Debut liegen. Der Gesamteindruck ist angenehm neutral. Sähen die schlanken OM-Tonabnehmer nicht so häßlich unter den 70er Dual Headshells aus, würde ich zu einem OM(B)10 für meinen Dual 601 greifen. Jedoch habe ich mich für das Goldring Elektra entschieden, das sehr ordentlich klingen soll und mit knapp 70 € noch günstig ist - das gibt es dann zu Weihnachten und ich werde hier berichten, wie es klingt.