Wunderschöner 510 - aber er dreht nicht

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    • Wunderschöner 510 - aber er dreht nicht

      Seit heute Mittag bin ich Besitzer eines wunderschönen 510 mit Riemenantrieb. Ich hatte ihn über EBay gekauft und dann selber abgeholt.
      Der Verkäufer hatte, weil er mit einem Versandt rechnete, das Gerät wohl bereits verpackt (Teller und Riemen abgenommen etc.), aber dann, als er hörte, daß ich persönlich zum Abholen komme, versucht, alles wieder zusammenzubauen. Mit dem Ergebnis jedoch, daß der Plattenspieler nun aus irgendeinem Grunde nicht mehr lief, obwohl er - und das war glaubhaft - vor der Verpackungsaktion einwandfrei funktionert hatte.

      Jetzt jedoch ging beim Bewegen des Tonarms nur noch die Lampe an, aber er drehte sich nicht mehr.

      Da das Gerät astrein gepflegt war (Vitrinengerät, 1A-Haube, wenig gespieltes Original-System), habe ich das Gerät trotzdem genommen, und zwar in der Hoffnung, daß es sich nur um irgendeinen kleinen Fehler handeln würde...

      Zu Hause habe ich dann mal die Bereiche der Stromzuführung unter die Lupe genommen und dabei in dem kleinen "Verteilerkasten", wo die 220V ankommen, und es zum Schalter und Motor geht, festgestellt, daß die beiden Pfosten, an denen das Netzkabel angelegt ist, gebrochen waren. (Bild 1) Das paßte nach meiner Theorie sehr gut zu einer Verpackungsbeschädigung, denn es sah für mich so aus, als sei zu feste am Netzkabel gezogen worden (die Zugentlastung war auch in der Tat nicht richtig festsitzend).
      Nachdem ich dies entdeckt hatte, war ich der Meinung, den Fehler gefunden zu haben, und habe einfach die abgebrochenen Pfosten rausgeschmissen. Die schwarze Seite des Netzkabel habe ich angelötet (da gibt es von unten eine Verbindung zu den benachbarten Kontakten) und die blaue Seite des Netzkabels habe ich mit dem anderen blauen Kabel zusammengelötet, das zum Schalter führt. Damit müßten meiner Meinung nach alle Verbindungen gesichert sein (Bild 2 und 3) und also war ich der festen Überzeugung, jetzt würde wieder alles funktionieren.


      Leider ist jedoch alles genauso wie vorher. Führt man den Tonarm nach innen, funktioniert der Schalter, und es brennt die Leuchte, aber der Motor sagt keinen Ton.

      Ich bin im Moment recht frustriert und weiß nicht, ob ich in meinem Eifer irgendetwas falsch gemacht habe, oder ob meine "Reparatur" zwar nötig, aber irgendwie nicht hinreichend war.

      Hat jemand eine Idee, was ich noch überprüfen kann? Ich bin zwar Laie, aber aufgeben möchte ich noch nicht...

      Gruß
      Kurt
      Bilder
      • 01AbgebrocheneKontaktstifte.jpg

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      • 03Isoliert.jpg

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    • Ja, der Riemen scheint OK. Er ist zwar recht m.M. nach recht locker, aber er kommt gar nicht zum Arbeiten, weil die Antriebsrolle sich nicht rührt.
      Das kann man sehen, wenn man die Gummimatte abnimmt, eine der beiden Öffnungen des Plattentellers an die Stelle positioniert, wo sich die Antriebsrolle mit darüber liegenden Riemen befindet und dann durch Einwärtsbewegen des Tonarm einschaltet. Eigentlich müßte dann doch einerseits die Lampe angehen und andererseits sich die Rolle drehen und den Riemen antreiben...

      Vielleicht ist es ja wirklich irgendein ganz einfacher Fehler. Vielen Dank jedenfalls fürs Mitdenken!

      Gruß
      Kurt
    • Hallo Kurt,
      läßt sich die Antriebsrolle denn leicht mit den Fingern drehen, oder ist die schwergängig oder gar fest?
      Wenn dem so ist, werden wohl die Motorlager einen Tropfen Öl brauchen.

      Brauchst dann einfach nur die beiden 131 an 130 abschrauben, dann kommst Du an die Lager dran:

      dual.pytalhost.eu/510s/Dual_510_S14.jpg

      Gruß Niko
      Wechsler CS: 1019; 1214; 1225; 1236; 1237; 1239; 1258
      Einzelspieler CS: 502; 504; 601; 626; 701; 731
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      Laserplattenspieler CD 130
    • Hallo Kurt,

      schau Dir hier den Schaltplan an:

      dual.pytalhost.eu/510s/Dual_510_S05.jpg
      Refresch


      CS 731Q CS 714 Q CS 741Q CS 701 CS 621 CS 627Q CS 604 CS 507 CS 504 CS 505 CS 505-4 CS 525 CS 530 CS 628 2xCS 630 CS 435 4 x 1210 1214 1215 1224 2 x 1225 1226 1228 1237 A 1219 1246 1254 CS 2235 1009 1015 1011F 2x1010 CV1600 CV1260 C844 C830 C820 C819 PE 33 Studio PE 2014L 2 x PE 720
    • Vielen Dank für die Antworten und Tips. Ich bin jetzt wieder mit neuem Elan an die Sache gegangen...

      Gemäß Schaltplan schließe ich aus, daß es am Schalter liegt. Denn die Stroboskoplampe reagiert ja auf den Schalter. Und gemäß Schaltplan heißt das, daß der Weg des Stroms durch den Schalter und die schwarz/weiße Spulenwicklung ordnungsgemäß funktioniert

      Um zu checken, ob evtl. die Spulen durchgebrannt sind, habe ich auch die Widerstände der getrennten Spulen gemessen (mit Messgerät auf 2K - ich habe das in einem anderen Thread gefunden) und dort ergab sich jeweils ungefähr 250 und in der Summe 500 . Das war alles so, wie es sein soll.

      Wie vorgeschlagen habe ich mir jetzt schlußendlich mal den Motor vorgenommen und ihn geöffnet. Zuerst die beiden Schrauben des "Halte- und Führungsbügels" (Bild1) geöffnet und dann versucht, den Bügel abzunehmen.
      Das war extrem schwierig und ich wollte schon aufgeben. Letztendlich habe ich ihn aber durch Hebeln mit einem Schraubenzieher an der eingekreisten Stelle (und den jeweilsentsprechenden auf den anderen Seiten) Stück für Stück loshebeln können. Unten ist dabei die schwarze Farbe ein wenig abgeblättert, aber das war nicht zu vermeiden.

      Nachdem der Bügel vom Boden gelöst war, ließ er sich aber immer noch nicht leicht nach oben abziehen, sondern nur ganz langsam und recht zäh (bei fast schon quietschenden Geräuschen).
      Das Ergebnis sieht man auf Bild2.

      Meiner Meinung nach dürften die Dinge nicht so ineinander verbacken sein, wie sie es waren, und ich hoffe, nun den zweiten (und letzten) Fehler gefunden zu haben.
      Der Stift bzw. die Achse, die sich ja offensichtlich frei drehen muß, war in der Öffnung, die ich mit dem grünen Pfeil markiere, durch so eine Art Grünspan völlig festgebacken. Außerdem haben sich festgebackene bräunliche Reste dort abgesetzt, wo der rote Pfeil hinzeigt (vermutlich Öl-Reste) und auch der Bereich, auf den der blaue Pfeil zeigt, ist nicht gerade sauber.

      Meine Planung ist jetzt so, daß die markierten Bereiche mit Pinsel, Q-Tip und Isoprop-Alkohol vorsichtig reinige, und dann mit Öl versehe. Ich bin mir aber nicht sicher, ob Isoprop richtig ist ( ich hätte auch Spiritus bzw. Oszillin-Kontakt und Tunerspray im Angebot). Außerdem weiß ich nicht, was für ein Öl ich nehmen muß. Ich habe hier Sprühöl 88 (säurefrei und nicht verharzend) stehen, weiß aber nicht, ob evtl. die ganze Sache zu heiß für ein derartiges Öl wird. Außerdem weiß ich nicht richtig, welche Stellen ich ölen muß.

      Um nichts falsch zu machen, unterbreche ich jetzt erstmal meine Arbeit. Und bitte nochmal um Hilfe hinsichtlich drei Fragen:

      Womit säubern?
      Was für ein Öl?
      Welche Stellen ölen?

      Gruß
      Kurt
      Bilder
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    • Hi Kurt !

      bokurt schrieb:

      Womit säubern?

      Was für ein Öl?

      Welche Stellen ölen?


      Iso ist schon ganz gut, um den alten Murk runter zu kriegen.
      Wenn der alte Dreck runterherum weg ist, wird es besser. Dann ein paar Tröpfchen auf ein Wattestäbchen geben und innen in dem Lager, wo das Wellenende reingeht, reinigen. Dieses untere Lager ist gleichzeitig Führung und Drucklager. Ich will Dich jetzt nicht mit zu vielen Details verwirren, aber dort sammelt sich der Dreck - insbesondere, wenn die Vorbesitzer immer nur Öl nachgekippt haben, wie bei einem alten Kadettmotor.

      Als öl geht ein Feinmechaniker- oder Nähmaschinenöl oder auch ein ganz ordinäres 10W40 Motoröl.

      In das untere Lager kommen ein paar Tropfen rein, in das obere Lager - da wo die dicke Spreizrolle für den Riemen sitzt - braucht es ein oder zwei Tropfen, die man auch direkt an die Welle geben kann, wenn der Dreher wieder richtig herum auf dem Tisch steht. Die Schwerkraft sorgt dann dafür, daß es nach unten ins Lager reinläuft.
      Aufpassen, daß von dem Öl nichts an die Riemenrolle, den Riemen und den Mitnehmerkranz am Teller kommt. Das wäre nicht so gut.

      Ein ordentlich gesäuberter und geölter Motor dreht nach dem Einschalten sofort los und nach dem Abschalten noch ein paar Umdrehungen nach. Die Rolle oben läßt sich mit den Fingerspitzen ganz leicht drehen und es kratzt und schabt auch nichts innendrin.
      Da mußt Du beim Zusammebauen und vor dem festen Anziehen der unteren Lagerdeckelschrauben mal probieren, ob sich die Welle ordentlich drehen läßt. Die Löcher lassen -leider- einen leichten Versatz zu, wobei dann der Motoranker (der dicke Zylinder innendrin) an den Seiten des Blechpaketes vom Stator schleifen *könnte*.

      .
      Peter aus dem Lipperland

      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • Huhuu, er dreht wieder!

      Ein erstes Erfolgserlebnis: der Motor läuft wieder! Das Posting von Peter hat mich ermutigt, mit Isoprop zu säubern und dann nach eigenem Gefühl sparsam ein wenig mit Sprühöl88 zu ölen.
      Ehrlich gestanden habe ich die Fachbegriffe nicht alle richtig zuordnen können (Spreizrolle, oberes und unteres Lager usw.), aber ich hatte das Gefühl, daß man nicht viel falsch machen kann.
      Das Ergebnis meiner (sparsamen) Ölung zeige ich auf Bild1, das ich so beleuchtet habe, daß man (mit ein wenig Wohlwollen) überall den glänzenden dünnen Ölfilm sehen kann. Ich habe allerdings nicht wild mit dem Sprühöl drauflosgesprüht, sondern mir ein wenig in die Dosenkappe gesprüht und dann vorsichtig mit einem feinen Pinselchen die Stellen eingestrichen, die ich für entscheidend halte.
      Auf dem Bild sieht man auch etwas, was ich vorher nicht wußte, nämlich daß die Achse des Motors in dem Bügel recht raffiniert gelagert ist, und zwar in einer Art Halbkugel, die sich ihrerseits selbst verschieben läßt (blauer Pfeil).
      Daher habe ich auch diese Halbkugel wenig geölt und gangbar gemacht, in der Hoffnung, daß sie nach dem Festschrauben dann automatisch in die günstigste Stellung rutscht.

      Nach dem Zusammenbau lief der Motor dann auch sofort an und macht keinerlei Geräusche. Sieht also bis jetzt recht gut aus... ;)

      Zwei kleine Probleme habe ich noch, wobei ich vermutlich höchstens zu dem ersten eine Antwort bekommen werde.

      Ich überlege erstens, ob ich jetzt, wo ich alles auseinandergebaut habe, auch den Kondensator im Schalter wechseln soll. Es handelt sich um einen grünen 0,01 mF der Firma ERO (Bild2, grüner Pfeil). Meiner Meinung nach sieht er noch sehr gut aus, und es widerstrebt mir irgendwie ein wenig, diesen schönen dicken Kondensator durch einen neuen zu ersetzen, der höchstens ein Drittel so groß ist. Ich habe zwar noch einige X2-Kondensatoren hier liegen, aber ich frage mich, ob die, so klein wie die sind, überhaupt gleichwertig sein können. Ganz abgesehen davon, daß ich an die Beinchen vom alten Kondensator anlöten müßte, da die neuen Teile selbst im Extrem-Spagat nicht breit genug reichen.
      Zweitens macht mir Sorge, daß gestern abend auf einmal eine kleine Schraube unten in der Obstkiste lag, die ich als Halterung benutze. Zu sehen ist die Schraube auf Bild2, roter Pfeil. Ich habe alle möglichen Stellen überprüft, um herauszufinden, wo diese Schraube losgefgangen sein könnte, aber nichts entdeckt. Es scheint mir auch schwierig, dazu etwas zu sagen, da derartige Schrauben wohl an vielen Stellen verwendet werden. Falls jedoch jemand eine Idee hat, wo ich mal nachschauen soll, so bitte ich um einen Hinweis. Oder gibt es gar auf den ersten Bilck eine Vermutung, wo etwas fehlen könnte? Hierzu füge ich einfach mal ein Photo der Platinenoberseite bei, denn die war ja unten, als ich am Gerät gearbeitet habe.

      Vielen Dank auf jeden Fall jetzt schon an alle, die mitgeholfen haben!

      Gruß
      Kurt
      Bilder
      • 06MotorNachOelung.jpg

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      • 08VonObenOhneTeller.jpg

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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von bokurt ()

    • Hallo Kurt,
      das könnte eventuell die Schraube sein womit der Plastikdeckel, der über den Entstörkondensator (0,01 µF) kommt, festgeschraubt wird! ?(
      Die grösse der Schraube lässt jedenfalls vermuten das sie von einer Abdeckkappe kommt.
      Gruß Dieter
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      Dreher:
      2x CS 704 mit Shure V15 III L-M
      CS 721 mit Shure V15 III L-M
      2x CS 510 mit Shure M95 G-LM
      CS 520 mit DMS 239

      Rest der Kette:
      Kenwood KA-7010; 5x Kenwood KX 880 HX; Kenwood DP-3040; Kenwood KT-1060L; Canton LE 107; Sennheiser HD555 Reference und HD330
    • Wunderbar! :thumbup:
      Schön, daß Du schon einen Teilerfolg hast. Woher die Schraube stammt, kann ich Dir nicht sagen, aber den Kondensator brauchst Du erst tauschen, wenn es beim starten des Drehers in den Lautsprechern knackst (knallt).

      Die ERO Kondis sind nicht so häufig anfällig als die rechteckigen RIFA`s.

      Freue mich schon zu hören, wenn der wieder läuft.

      Gruß Niko
      Wechsler CS: 1019; 1214; 1225; 1236; 1237; 1239; 1258
      Einzelspieler CS: 502; 504; 601; 626; 701; 731
      Verstärker: CV 450; 1500; 1460; 1462
      Kassettendeck C 450; 822; 824; 839; 844; 846; CC 1462
      Radio CT 450; 1440; 1450; 1460; 1462; 1540
      Laserplattenspieler CD 130
    • Ho, HO,
      war wieder jemand schneller... :D

      Schönen Abend allerseits.

      Gruß Niko
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    • Danke sehr, Gerd! :)
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    • Hi Kurt !

      Schön, daß der Motor wieder dreht.
      Eigentlich ist das Ding unkaputtbar. Man kriegt es hin, indem man die Spulen verschaltet und im 110V-Modus bei 230V garkocht - aber ansonsten ist da nicht viel dran, was Ärger machen könnte - etwas Wartung und ein wenig Öl alle paar Jahre vorausgesetzt.

      Das "Fundstück" könnte in der Tat von der demontierten Zugentlastung des Netzkabels kommen.
      Es ist eine recht kurze Ausführung.

      bokurt schrieb:

      Auf dem Bild sieht man auch etwas, was ich vorher nicht wußte, nämlich daß die Achse des Motors in dem Bügel recht raffiniert gelagert ist, und zwar in einer Art Halbkugel, die sich ihrerseits selbst verschieben läßt (blauer Pfeil).
      Daher habe ich auch diese Halbkugel wenig geölt und gangbar gemacht, in der Hoffnung, daß sie nach dem Festschrauben dann automatisch in die günstigste Stellung rutscht.
      Das ist der Konus für die Drehzahl-Feineinstellung (Pitch).
      Der Konus drückt in die segmentierte Antriebsrolle (Spreizrolle), die damit ihren Durchmesser verändert: je größer, desto tiefer der Konus darin eintaucht. Durch die Veränderung des Durchmessers verändert sich auch der Umfang und damit die Weglänge, die der Riemen mit jeder Umdrehung mitgenommen wird und somit - am Ende - auch die Drehzahl des Plattentellers.

      dual.pytalhost.eu/510s/Dual_510_S06.jpg

      Grundeinstellung: den kleinen Zeiger auf der Zahnriemenscheibe 111 auf die Mitte der Antriebsrolle 116 drehen.
      Mit der Plastik-Sechskantmutter auf dem weißen Teil 110 über der Zahnriemenscheibe die "Eintauchtiefe" des Konus so einstellen, daß bei 33 upm die Strobo-Markierung am Tellerrand zu stehen scheint. Danach sollte der Regelbereich in "+" und in "-" Richtung etwa gleich groß sein. Der Sechskant läßt sich bei aufliegendem Teller & Riemen durch eins der "Wartungslöcher" im Teller einstellen.

      .
      Peter aus dem Lipperland

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