741er TAR - Rettung möglich ?

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    • 741er TAR - Rettung möglich ?

      moin,

      Vorsichtig, nach Sichtung des Schnittbildes und dem teilweise Zerlegen des TAR bin ich der Meinung, den kann man Retten!

      Meine Meinung wie der TAR funktioniert > Foto TAR

      Roter Pfeil - Das ist der Sprengring zusammen mit dieser Dichtungsscheibe. Da man den schwarzen Dorn nicht raus ziehen kann, soll der Sprengring verhindern dass man den Dorn in das eigentliche Gehäuse vom TAR rein schieben kann.

      Blaue Linie - Zeigt das eigentliche Gehäuse vom TAR. In das Innere kommt man wohl nur mit zerstörenden Maßnahmen. Das Gehäuse ist dicht.

      Blauer Pfeil - Zeigt die Stelle an der die Alühülse geschlitzt ist. In diesem Schlitz sitzen beidseitig Führungsnasen die ein verdrehen des Kunststoffdorns verhindern. Dadurch ist von der Nadelspitze bis zum Gewicht auf der Feder kein Verdrehen möglich. Dass der TAR schief hängt wenn man ihn aus der Transportfunktion rausdreht, hat nur mit der Alühülse zu tun, der Schlitz hat sich minimal verbogen, Schönheitsfehler. Dieses Hängen hat keine Einschränkung auf den TAR!

      Mangenta Pfeil - Mir scheint das ist die Befestigung der Dämpfungsfeder (gelbe Linie) am Gehäuse. Seltsam aber, dass das eine (Messing?) Hülse ist. Die Feder muss aber mit dem linken schwarzen Kunststoffdorn verbunden sein.

      Hellblauer Pfeil - Mit der Schraube ist das Gewicht oben im Gehäuse fixiert. Jedoch bin ich der Meinung, der Schraubenkopf gehört weiter nach unten, so dass das Gewicht an der Feder schwingen kann. Hier werden die Resonanzen aufgefangen, ausgeglichen. Die Paddel unten am Gewicht, die rühren im Silikon und sollen das Aufschwingen des Federgewichtes verhindern. Die Schraube verhindert aber ebenso dass die Paddel unten am Gehäuse anschlagen.

      Orange Doppelpfeile - Drehe ich nun an dem Skalenrad, so wird durch die umlaufende Spiralnut, "irgendwas verschoben". Das "Irgendwas", soll heißen, für mich ist das in der Grafik nicht so eindeutig ersichtlich. Ich vermute aber sehr stark, dass es sich um den Lagerbock bei Nr. 2 handelt. Wenn also der Lagerbock verschoben wird, vergrößert oder verkleinert sich der Federweg. In der Transportstellung würde/könnte dieser Lagerblock durch Drehen im Uhrzeigersinn gegen das Gewicht geschoben und so wird das Schwingen blockiert.

      Überlegung:
      Wenn vorne am Tonarm eine Bewegung/Schwingung von 1mm auftritt, so kommen Hinten dann nur (ca.) 0,25mm an (Hebel). Bedeutet die Bewegungen durch Resonanzen die im TAR ankommen müssen mikroklein sein. Ergo, muss im TAR kein Pudding sein (Pudding habe ich fälschlicherweise immer vom anderen 731er TAR übernommen), es sollte Öl reichen.

      Das war die Theorie. Falls dazu Einwände bestehen sollten, nur zu.


      Nun die gute Nachricht, man kann den TAR wieder befüllen. Habe ich gestern 4ml Silikonöl rein gepfrimelt, Gewicht des TAR hat auf der Waage wieder zugenommen! Aber wie bekommt man den wieder dicht?

      Jetzt mal ein Aufruf an die Eigner eines 741er. Wieviel Gramm bringt euer TAR ohne Gewicht und ohne dieser kleinen Madenschraube auf die Waage?

      Ist der TAR undicht, so erhöht sich unmerklich das Auflagegewicht der Nadel! Das Öl verflüchtigt sich, da gibt es wohl nur im schwersten Schadensfall Pfützen auf dem Chassis.


      Ausbau - Foto

      Entweder hebelt man das Alu hoch, linker roter Pfeil, oder man feilt oder dremelt die schwarze Nase weg, rechter roter Pfeil.
      Gelber Pfeil - diese Messinglasche sitzt in der Nut und verhindert mit der schwarzen Nase dass man den TAR über das Alugewinde (Feingewicht) unfreiwillig zerlegt.

      Nase - Foto

      Diese Aussparungen unten, gegenüber noch eine, die sind für die Montage notwendig. Der Dorn hat ja diese zwei Flügel. Der Dorn kann dann nur in einer bestimmten Stellung reingeschoben werden. Über diese Aussparungen kann man den TAR wiederbefüllen. Dichtband um den Absatz rum. Und man kann 1ml reingießen und dann den Dorn drehen oder ein wenig rüttlen. Die aufsteigenden Luftblasen zeigen Erfolg an.

      Das teuflische, das Öl steigt senkrecht aus dem TAR!

      Zerlegt - Foto

      Reihenfolge der Einzelteile

      Hält man den TAR vom 741 senkrecht nach unten, die Markierung der Skala auf 8 gedreht und diese Markierung hat man vor seinem Auge. Nun schwenkt man den Tar vor und zurück, also vom Auge weg und auf das Auge zu. Der TAR sollte anschlagen, sollte klackern
      Dreht man den TAR auf der Skala z.B. auf 11, hält den TAR mit der Aussparung der Skala nach oben und schlägt mit der Hand leicht nach unten auf einen Tisch, der TAR sollte hörbar anschlagen!
      Das ist für mich ein Zeichen dass die Feder das Gewicht noch trägt, die Feder noch arbeitet.
      Bei dem TAR vom 741 gibt es keinen Pudding! (?)

      Gruß Hermann
      DUAL, that's what makes a man ( Vanilla Fudge 1968 )

      Der "Chilling Effekt" funktioniert wie ein Dual-Dreher - Geräuschlos

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von 741ForEver ()

    • moin,

      da kommt zurecht die Frage auf woran man erkennt dass der TAR "kaputt" ist.

      Wie ich oben anhand des Schnittbildes erläutere, gibt es nur eine Möglichkeit wie der TAR seine Funktionsfähigkeit verlieren kann.

      Hier die kritische Stelle: Linker Pfeil - Die schwarze Dichtung ist ursprünglich an dem eigentlichen TAR angeklebt und dichtet ihn ab. Bei mir hat sich die Klebung gelöst. Ein wenig Kleber ist an der schwarzen Scheibe noch zu erkennen.

      Nun wandert mit der Zeit gaaanz langsam das Silikonöl aus dem TAR an der Dichtung vorbei und verdunstet dann zwischen dem Feingewicht und der Skala. Nimmt man den TAR in die Hand, schaut von unten zwischen Skalenring und Feingewicht, dort schimmert es dann nach "Feuchtigkeit".

      Ein weiteres Indiz sollte mit der Zeit dann sein, der Tonarm verliert seine ursprüngliche Balance, das Auflagegewicht erhöht sich!

      Nachdem ich mir sicher war dass der TAR Öl verliert, da habe ich ihn gewogen. 56,16 Gr. hat er gehabt. Nun hat er 59,0 Gr.
      Ob das Gewicht jetzt so stimmt kann ich nicht sagen, zusammengebaut habe ich ihn noch nicht.

      Daher ja meine Aufruf, meine Bitte, andere 741 Eigner mögen doch mal ihren TAR genau wiegen und berichten.


      Gruß Hermann
      DUAL, that's what makes a man ( Vanilla Fudge 1968 )

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    • moin,

      da bin ich auf der Suche nach dem Datenblatt zum MCC120 doch hier drauf gestossen. Und da ist der TAR wohl super leicht weil der schon so weit rausgezogen wurde dass er an der Haube anstößt.

      Jetzt habe ich mir nochmals den die Bilder vom TAR 731 angesehen. > Foto. Und ich bin der Meinung, bis zu dem anderen Gegengewicht/Paddel in Silikonöl gleicht sich der Aufbau.

      Wie mir scheint wird der TAR vom 741 nur mittels einer Fettpackung abgedichtet.

      Hier mal eingezeichnet wie das Öl herauskommt

      - Roter Pfeil, hier geht es runter zum Silikonöltank, hier taucht nach dem Öffnen schon das Fett auf, irrtümlich von mir als der Pudding bezeichnet.
      - Oranger Pfeil, hier grenzt diese Neopren(?) an.
      - Grüner Pfeil, diese Aussparung wird nicht von der Neoprendichtung abgedichtet da sich ja der Dorn drehen muss. Die Neoprendichtung war aber unten auf der Ringfläche angeklebt.
      - Gelber Pfeil, nur hier entlang kann das Öl wandern wenn das Fett es nicht daran hindert!

      Jetzt das richtige Silikon-Fett finden, dachte ich doch ich habe was, das ist aber zu flüssig.

      Mit Alvania wäre es einen Versuch wert, besser als nix, aber mir noch zu flüssig


      Nachdem die 741er-Eigner wohl den Gang zur Waage scheuen :rolleyes:

      hier nochmals ein Aufruf, diesmal ohne Waage!

      Messt doch bitte mal den Abstand wie im Bild zu sehen und nennt dazu das System welches im Tonarm montiert ist..


      Mit meinem MCC120, das 5,80gr. wiegt, habe ich da 1cm.

      Gruß Hermann
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    • Hätte ich mir nicht gedacht, dass dieses Teil die Schwachstelle vom 741er ist. ich habe meinen nach 10 Jahren 1993 verkauft. Woher willst du wissen, ob die Gewichtsmessungen überhaupt stimmen würden, das Silikonöl hat sich mglw. bei vielen Gegengewichten verflüchtigt, zumindest zum Teil. steht ev. im Test der HiFi-Stereophonie nichts dazu, dieser Test war meines Wissens mehrere Seiten lang.
    • c.r. schrieb:

      ...Woher willst du wissen, ob die Gewichtsmessungen überhaupt stimmen würden...
      Nun, ich denke mal das schwerste Gewicht sollte in die richtige Richtung weisen. Alternativ, der kleinste Abstand beim MCC120.

      Jetzt habe ich mal die anderen Gewichtsangaben der ULM-Systeme angesehen. Die wiegen ja mit 2,5gr. deutlich weniger als mein MCC120. Ergo, sind die 59gr. die ich jetzt mit meinem TAR habe zuviel.

      Vaseline scheint mir geeignet zu sein um den wieder dicht zu bekommen. Das habe ich und werde das mal versuchen.

      Fällt mir noch der Gedanke ein. Vom Aufbau her sind sich der TAR vom 731/741 ja fast gleich. Lediglich beim 741 paddelt das Gewicht im Silikonöl herum, dämpft besser(?), soll aber sicherlich ein Aufschwingen verhindern. Selbst ohne Öl sollte der 741er TAR dann noch die Funktion haben wie es der TAR vom 731 ohnehin bietet(?).

      Gruß Hermann
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    • Antiresonator zerlegen

      Hallo Hermann,
      vielen Dank für den Link. (aus einem anderen Post)
      Warum finde ich den denn nicht selber?
      Na ja!!

      Wie weit bist Du denn mit Füllmenge gekommen? Auch die Viskosität würde mich interessieren.
      Übrigens wiegt mein TAR (also so wie ich ihn aus dem Tonarm heraus ziehe) 56,56 gramm.
      Vieleicht hilft uns das ja weiter?
      Grüße Olaf
      This is not the yello of the egg, so i make me on the socks!
    • emmeridk schrieb:

      Wie weit bist Du denn mit Füllmenge gekommen?
      Ich habe einige PN bekommen. Dort wird mehrheitlich 57gr genannt, ohne Kommastelle. Wie genau das nun ist kann ich nicht sagen, gibt aber doch eine Richtung vor.

      Es geht mehr um das Gegengewicht sodass der TAR nicht rückseitig an der Haube anstößt. In einem Test (aber welcher?) zum 741 habe ich zum TAR auch noch gelesen, dass "die Paddel im Silikonöl eintauchen und dämpfen" (sinngemäß). Ob diese "Aussage" von dem Schnittbild abgeleitet ist oder aus dem Hause DUAL ist? Sagt also auch nichts genaues über den Füllstand aus.

      Ich selbst habe Öl abgelassen und nun bringt mein TAR 57,74gr. auf die Waage. Das abgelassene Gramm Öl mal als Volumen gesehen und auf die mögliche Fläche im TAR verteilt, das ist wenig um was es da den Füllstand erhöht hat.

      Den TAR habe ich für das MCC120 auf die 11 gedreht.

      Diesen schwarzen Dichtring zwischen saugfähigen Papier auspressen und vorsichtig wieder vom Papier entfernen. Der Kleber der sich da gelöst hat, der klebt immer noch wenn auch nicht gut. Die Auflagefläche und den Dorn soweit es halt geht auch vom Silikonöl gesäubert. Und nun fix arbeiten, das Öl steigt sofort wieder hoch! Nun ein wenig Silikonfett in diese beiden Aussparungen gedrückt. Um den Dorn eine Raupe von dem Silikonfett gelegt und dann diese schwarze Dichtscheibe vorsichtig angelegt und ein wenig angedrückt.
      Das Ganze wieder zusammengebaut und nun mal sehen wie lange der dicht ist. Mehr kann man ohnehin nicht tun!

      Ich bin mir mittlerweile sicher dass vorher auch eine Fettpackung den TAR abgedichtet hat!

      Silikonöl > das Öl was ich bei Zerlegen vorgefunden habe war so in der Konsistenz vom Nähmaschinenöl. Also habe ich vom Fahrrad Federgabelöl hergenommen. Und ups.... bin mir jetzt gar nicht mehr sicher ob das überhaupt Silikonöl ist ;(

      Nur zur Info das hier > Link


      Silikonfett > da habe ich aus einem befreundeten Haushalt folgendes requiriert. Da gibt es zig andere Angebote. Ob das Fett nun da bleibt wo es hin soll wird die Zeit zeigen.

      Mehr kann man eh nicht zum Abdichten tun

      NACHTRAG: Folgender Versuch, Spritze mit 1ml Öl und dann mit Wasser auffüllen. Das Wasser sinkt sofort unter das Öl. Es sollte zum "kleinen" (bis1gr.) Nachfüllen Wasser völlig ausreichend sein. Der Ölspiegel wird wieder angehoben, die Paddel bleiben somit im dämpfenden Silikonöl.
      Da Öl das Wasser abschirmt wird da auch kein Rost entstehen

      Gruß Hermann
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von 741ForEver () aus folgendem Grund: Nachtrag

    • moin,

      gestern nun habe ich wieder von MCC120 auf Ortofon VMS 30 MKII umgerüstet.
      Vorher aber einen Blick mit dem Spiegel unter den TAR, es ist nicht dicht! Wie mir scheint zerlegt es sogar das Silikonfett. Die Pampe die da unten als Tropf dran hing, die ist dicker als das Silikonöl.

      Aber.... dennoch positiv der TAR arbeitet einwandfrei! Beim Test mit der Shure-Testplatte reagierte der TAR auf die veränderten Einstellungen.

      Es gilt jetzt nur das passende Fett zu finden welches dauerhaft abdichtet. Der Kampf ist noch nicht verloren!

      Gruß Hermann
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    • moin,

      bis jetzt hält die Vaseline als Dichtung.

      Aber, irgendwas ist ja immer :rolleyes:

      Hatte ich doch bei der Zerlegung diese Bild vor Augen


      Ich konnte mir keinen Reim machen was da in den beiden Schlitzen steckte, was das für Material ist bzw. war, es war ein Paste.

      Nachdem ich den TAR ja nochmals für die neues Abdichtung zerlegen musste hatte ich wieder diese "Paste" in den Schlitzen. Nur nicht mehr so stark.

      Nun mal das Gewinde mit der Lupe angesehen. Die Schnittkanten wurden nach dem Sägen nicht entgratet! Und die sind so scharf, die funktionieren in dem Kunststoff des Verstellrades wie ein Gewindeschneider, daher senkt sich auch der TAR unschön ab wenn man ihn aus der Sicherungsstellung rausdreht.


      Mit eine feinen Messingbürste habe ich nun den Grat "verrundet", mit einem Schraubenzieher vorsichtig den Schlitz ein wenig aufgebogen. Nun sitzt das Gewinde wieder spielfrei in dem Verstellrad, der TAR senkt sich nicht mehr ab, das Rad lässt sich sehr leicht verdrehen weil man nicht mehr "schneidet".

      Gruß Hermann
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    • moin,

      dieses Silikonöl ist ja ein Teufelszeugs. Das steigt ja überall hin wenn man denn es lässt.

      Ich konnte mit einem neuen Dichtring, aus Moosgummi oder Neopren eine Seite mit einer sehr guten Klebstoff, zumindest soweit abdichten dass das Öl nicht gleich am TAR abtropft. Nun aber wanderte das Öl am Dorn entlang bis zum Tonarmkabel und daran entlang drang es bis zum Chassis vor.

      Und heute nun ein neuer Versuch das Ding dicht zu bekommen. Und... eine neues Dichtmaterial ist gefunden was, vorsichtig gesprochen, möglicherweise das Silikonöl im Zaum hält. LATEX ist möglicherweise die Lösung.

      Jetzt habe ich mir eine "Dichtscheibe" mit einem Loch von 2mm, Aussen 11mm und 0,1mm Stärke hergestellt. Die kommt jetzt noch unter den Sprengring und liegt somit direkt vor dem Öltank und "sollte" in der Ringnut dicht sein.
      Da drauf dann eine weitere Scheibe von dem 2mm Neopren die sich dann mit der Latexscheibe verklebt.

      Ich kann den TAR nun verstellen, geht halt ein bisschen schwerer, das Gewicht klappert je nach Einstellung leicht oder stärker.

      Nun heißt es wieder warten und sehen ob das nun dicht bleibt

      Den TAR haben ich nun mit 1200er (100er tut´s auch) Silikonöl vom Conrad wieder auf ein Gesamtgewicht 58,20gr. aufgefüllt.
      Unter 57,50gr. sind die Teile definitiv undicht, zu leicht und stoßen hinten an der Haube an.

      Gruß Hermann
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    • moin,

      alle Versuche brachten bisher nicht den dauerhaften Dichtungs-Erfolg X(

      Aber, Versuch macht Kluch :D

      Da habe ich einen neuen Dichtstoff ausfindig gemacht 8o

      Das Zeugs ist sehr zäh, tropft nicht, bleibt stehen wie ´ne Eins.



      Und ist gegen Silikon resistent. Der Hersteller hat mir das gestern bestätigt.

      Ich hab mir einen kleinen Versuchsaufbau gefertigt. Eine kleine Box, in dem Deckel (Foto) klebt nun ein 1mm Moosgummi (gelb), abgedichtet mit dem blauen Material und dahinter nochmals eine Scheibe (CD-Verpackung). Dazwischen ist nun Silikonöl bis zur Mitte aufgefüllt. Wenn das Dichtmaterial hält, so sollte kein Silikonöl durch das offenporige Moosgummi nach außen wandern!


      Nachteil der Zähigkeit, wenn der Dicht-Film reißt schließt er sich nicht von alleine!

      Nun habe ich meinen TAR großzügig mit dem Zeugs eingeschmiert und zwar auch weiter am Dorn entlang. Dann zusammengebaut. Vorher habe ich die Skala des TAR schon auf einen Wert gestellt der nicht weit weg von der Arbeitsstellung stehen sollte. Also bei einer Feineinstellung will ich so wenig wie möglich verdrehen um nicht die Dichtung zu zerreißen.

      Wenn jemand einen undichten TAR hat, und die gibt es zahllos, der noch nicht geöffnet wurde, dem biete ich für 2,-€ (Material) + Versand das Abdichten/Auffüllen an.
      Garantieren kann ich nichts!

      Wieso möchte ich einen ungeöffneten TAR haben? Ich möchte bei der Öffnung gezielt nachsehen was da an "alten Dicht-Resten" aus dem TAR kommt. Meine "Dicht-Reste" habe ich damals achtlos weggewischt.

      Interessenten > bitte per PN kontakten.

      Gruß Hermann
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    • Ist der "neue Dichtstoff" Hylomar?
      Gruß,
      Kai
      ___________________________________________________________

      Dreher im Bestand: 701 (1. Serie), 1019 (NOS), 1218, 2x 1219, 1229 (Wega 3430), 1249 - Elac Miraphon 22H, Elac PC 900 - Braun PS 500 - Metz TX 4963 - Thorens TD 320 Mk I, TD 166 Mk II - B&O Beogram 1200

      Erfahrung steigt proportional zum Wert des zerstörten Gegenstandes.
      "The difference between genius and stupidity is that genius has its limits." -Albert Einstein-
    • 80zigerRock schrieb:

      wäre evtl. dünnes Teflondichtband eine Lösung für deine Abdichtaufgabe
      Da sehe ich keine Möglichkeit mit dem Band zu arbeiten.

      boozeman1001 schrieb:

      Ist der "neue Dichtstoff" Hylomar?
      Gott sei dank ist es der nicht ;) Da ist Aceton drinnen > TAR ist aus Kunststoff. Es geht aber in diese Richtung. Gestern Abend bin ich noch auf diese Seite gestoßen, da taucht auch Hylomar auf. Gesucht hatte ich aber Teroson Gehäusedichtung "Fluid-D". Der ist auch blau. Marston hat auch so eine Dichtmasse im Programm mit 30-40% Aceton ;(

      Aber ich bin per Zufall im Laden auf den gestoßen "Uniplastdichtung". Und da hatte ich, weil ich nicht drauf geachtet habe, Glück. Der ist lösungsmittelfrei ! :whistling:

      Und hier mal schematisch wo die Pampe alles hinsoll.



      Letztendlich kann ruhig das Blaue bis zum letzen Teil durchschimmern, also vor dem Alu-Gewinde

      Vorher die Teile gut mit Isoprop reinigen! Und natürlich das Silikonöl auffüllen 8o


      Gruß Hermann
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    • Zum Gewicht des TAR habe ich folgendes feststellen können.

      Bei zuviel ÖL im Tank scheint der TAR gar nicht richtig in Schwingung zu kommen. Ergo, kann er auch nicht dämpfen!

      Durch das Gesamtgewicht vom TAR wird indirekt festgelegt wie weit dieses Paddel vom Tonarmlagerweg ist. Je weiter nun das Paddel vom Tonarmlager weg ist, desto besser kommt es in Schwingung. Das funktioniert wohl ähnlich wie ein 3m-Sprungbrett. Dort federt es ja am Ende vom Brett auch am Besten.

      Das Öl hat also zwei Funktionen! Dämpfen und das Paddel durch den Füllstand/Gewicht auf die richtige Schwingungslänge zu bringen.

      Ich werde jetzt mal einen Versuch mit 57,0g machen. Dann sollte mein TAR bei 12 auf der Skala annähernd das richtig Gewicht haben. Mit dem Carbonheadshell, OM30 kann ich nur aus der Tabelle ermitteln wo die Einstellung liegen sollte.

      Eines habe ich wieder feststellen müssen. Silikonöl verdunstet, und zwar in recht kurzer Zeit. Ein Tropfen ist am nächsten Morgen verschwunden!

      Wenn man die Transportsicherung reindreht und mit der Testplatte diese Frequenzen abfährt, da zappelt das System bei der Resonanzfrequenz (10Hz) heftig in der Gegend rum. Aktiviere ich den TAR, komme an die "ideale" Einstellung, wird diese Schwingung deutlich reduziert.

      Frage nun: Der Tonarmkopf schwingt nur noch leicht oder darf der gar nicht mehr schwingen?

      Ich nehme mal an dass ein leichtes Schwingen nicht zu unterbinden ist da die "Dämfungs-Regelung" ja immer nach dem Ereignis stattfindet.


      Gruß Hermann
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    • Hallo Forengemeinde, lieber Hermann,

      ich lese hier schon eine Weile mit und möchte mich für die guten Informationen rund um die Dual-Spieler herzlich bedanken.

      Die in den letzten Tagen durchgeführte Restauration meines 741Q wurde dadurch um einiges überschaubarer und leichter.

      Besonders die Vorarbeit von @741ForEver zum Thema TAR hat mir sehr geholfen
      und somit konnte mein ausgelaufener TAR gerettet werden!

      Mein defekter TAR wog 56,6g; das Ziel-Gewicht sollte etwas mehr als 57g am Ende sein und das
      Anschlagen des Gewichtes im Inneren noch gut hörbar. Beim Zerlegen kam mir eine geringe Menge
      Silikon-Fett im Bereich des Sprengringes entgegen, das scheint aber nur als Schmierung für die Drehachse gedacht.

      Die eigentliche Abdichtung des Innenvolumens, und somit das Hauptproblem, geschieht m.M.n. nur durch die
      schwarze Dichtscheibe und einer "intelligenten" Verklebung derer. Die war bei mir total verhärtet und musste
      ersetzt werden.

      Als Ersatz habe ich mir aus 1mm EDPM-Folie mit zwei Lochpfeiffen (11+4mm) eine Dichtung gebastelt und
      diese mit Teroson-Dichtstoff (wie das Original honigfarben), nach Füllung mit Öl und Silikonfett, verklebt.


      Der weitere Zusammenbau ist dann keine Hexerei mehr; am Ende wog er 57,3g.

      Bis jetzt ist der TAR dicht; bei der Prüfung der Resonanzfrequenz per Testplatte habe ich
      jetzt ein Optimum (= geringste Auslenkungen) bei 10 statt bei 11, was darauf zurückzuführen ist,
      dass der ein oder andere Tropfen Silikonöl zu viel drin ist oder die Viskosität (zu dick) nicht ganz passt.

      Vielleicht helfen diese Zeilen auch anderen die sich an die Restauration des TAR begeben wollen.

      Wünsche allen ein Frohes Neues Jahr!

      Thomas