Dual KA-380 wer hat eine?

  • Solange wir in der Zwischenzeit warten, bis Oli den Logik-Schaltkreis IC 1810 bekommen und eingesetzt hat hat, hier noch im Detail, wie die Masse im Cassettendeck geführt wird und warum die Relaisplatine - auch wenn sie völlig in Ordnung ist - ohne eingebautes und angeschlossenes Cassettendeck in der KA 380 nicht funktionieren kann.

    Von der Netzteilplatine des KA 380 werden die Spannungen und GND-Leitungen

    • +B (+13 bis +15 V, unstabilisiert, rote Leitung erst bis Relaisplatine, dann von dort bis Stecker Cassettendeck weitergeführt)
    • +A (+24 V, stabilisiert, grüne Leitung, direkt ab/von Netzteilplatine an Stecker Cassettendeck)
    • B-GND (lokaler GND für Spannung +B, schwarze Leitung, direkt ab/von Netzteilplatine an Stecker Cassettendeck)
    • A-GND (lokaler GND für Spannung +A, gelbe Leitung, direkt ab/von Netzteilplatine an Stecker Cassettendeck)

    auf den 5-poligen STOCKO-Stecker für das Cassettendeck geführt.

    Am Stecker gibt es eine Schlaufe (Y-Verzweigung) der gelben Leitung (A-GND), die sowohl PIN 4 als auch PIN 5 des Steckers verbindet. Diese Schlaufe ist nötig weil leiterbahnseitig im Cassettendeck diese Verbindung fehlt, die den GND-Anschluss für den Motor herstellt.

    Es ist leiterbahnseitig an der Buchse ersichtlich, wie hier B-GND mit A-GND und global GND zusammengeführt werden. Warum erst hier ??? Das hat uns bei der Fehlersuche an der Relaisplatine viel unnötige Zeit gekostet, weil am GND der Relaisplatine bereits erforderlich ist, dass B-GND auf demselben Potential wie global-GND liegt, was aber erst hier im Cassettendeck bewerkstelligt wird. Wenn der Stecker am Cassettendeck gezogen ist und global GND auch nicht am Deck angeschlossen ist, weil das Deck ausgebaut ist, fehlt diese wichtige Verbindung.


    CASSETTENDECK


    Hier auch in der Schaltplan-Ansicht:

    Der Schaltplan ist hier leider unvollständig/fehlerhaft, da er den Steckeranschluss C4 (gelbe Leitung) nicht enthält und auch die wichtige A-GND Verbindung zum global-GND (B4) nicht zeigt, die im Platinen-Layout aber richtig vorhanden ist. Die habe ich in der Abbildung ergänzt. Die Farbmarkierungen entsprechen den Kabelfarben.

    Während an der Netzteilplatine für die Spannung +B noch +13 V angegeben waren, sind es hier +15 V. Das ist inkonsistent. Die Spannung ist unstabilisiert. Vermutlich beträgt sie belastet (Motor läuft) ca. 13 V und unbelastet (Motor läuft nicht) ca. 15 V.

    Gruß

    Reinhard

    3 Mal editiert, zuletzt von oldiefan (18. April 2026 um 22:33)

  • Hallo Reinhard,

    Insbesondere sind 0,6 V am Emitter T1814 jetzt richtig vorhanden.

    du meinst sicherlich 0,6 Volt an der Basis.

    Der T1814 ist durchgeschaltet, dadurch ist C1812 kurzgeschlossen und am IC Pin 1,2 liegt logisch 0 an. Daraus folgert an Pin 3 eine log. 1 die auch an Pin 12 vorliegt. An Pin 13 liegt zeitverzögert nach dem Netzein auch eine log. 1 an. Daraus folgert eine log. 0 an Pin 11 die an die Basis von T1815 weitergeleitet wird. Der T1815 muss somit durchschalten und das Relais zieht an. (sollte es jedenfalls.)
    Diese logischen Zustände an den IC-Pins könnte Oli ja in der Zeit prüfen bis das IC geliefert wird. Vielleicht ist doch noch woanders ein Wurm drin.
    Erläuterung. log 0 um die 0Volt. Log 1 größer als ca. 7 Volt.

    Viele Grüße
    HaJo

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  • Die Schutzschaltung lässt sich auch inklusive der Einschaltverzögerung, die vom Logik-IC MC14011 samt dessen Elko-Beschaltung besorgt wird, in einer Simulation abbilden. Dazu wird im IC-Ersatzschaltbild jedem der beiden Logik-NAND-Gatter, die jeweils nur die Ausgangspegel 1 und 0 kennen, an deren Ausgang noch ein spannungsgesteuerter Schalter ergänzt, der im Fall des Logik-Ausgangs "1" daraus den Ausgangspegel in Höhe der Versorgungsspannung macht, hier +15 V. Damit sind die Verhältnisse im Simulationsmodell denen im realen Schaltkreis MC14011 nachgebildet.

    Die Logik-Matrix-Werte hat HaJo bereits beschrieben.

    Logik-Wert "0" am Ausgang bedeutet in der hier vorliegenden Schaltung "0 V" ( +/- 0,5 V). Logik-Wert "1" am Ausgang bedeutet hier "+15 V (+/- 0,5 V).

    Das Schaltschema zeigt die Verhältnisse bei DC-freien Endstufenausgängen im eingeschalteten Zustand, Relais-Spule zu den LS-Ausgängen hat angezogen, LS sind freigeschaltet.

    ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    FUNKTION DER EINSCHALTVERZÖGERUNG


    Die Einschalt- und Ausschaltsituationen werden mit einem Ein-/Ausschalt-Rechtecksignal simuliert.

    Eingeschaltet bei: 0,5 s

    Relais schaltet zeitverzögert, Verzögerungszeit: 160 ms. Sehr kurze Einschalt-Verzögerungszeit!

    Ausgeschaltet bei: 4,0 s; der Relaiskontakt fällt mit dem Ausschalten augenblicklich (zeitgleich) ab.

    Blau: I(L1) = Spulenstrom durch die Relaisspule.

    -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    FUNKTION DER LAUTSPECHER-SCHUTZSCHALTUNG

    Eingeschaltet bei 0,0 s

    Einschaltverzögerungszeit der Schaltung ist 160 ms

    Ab t = 0,5 s Gleichspannung (V(n002) auf einem der beiden Endstufenausgänge von 0 V DC bis 3 V DC (bei 3,5 s) linear erhöht --> Ergebnis: Die Schutzschaltung schaltet bei 2,4 V DC (und darüber) auf einem oder beiden der Endstufenausgängen die Lautsprecherausgänge ab (Relais fällt ab). DUAL nennt 2,5 V Schaltschwelle.

    Die Abschaltung durch die Schutzschaltungsautomatik ist 70 ms leicht zeitverzögert.


    Gruß

    Reinhard

    5 Mal editiert, zuletzt von oldiefan (19. April 2026 um 23:06)

  • Hallo Reinhard,

    Ausgeschaltet bei: 4,0 s; der Relaiskontakt fällt mit dem Ausschalten augenblicklich (zeitgleich) ab.

    Beim ausschalten läuft kein Zeitglied ab weil sofort über die Netzschalterhilfskontakte die Versorgungsspannung weg ist.

    Viele Grüße
    HaJo

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  • Beim ausschalten läuft kein Zeitglied ab weil sofort über die Netzschalterhilfskontakte die Versorgungsspannung weg ist.

    Der Grund ist mir klar.

    Ich wollte den Unterschied zur Zwangsabschaltung bei detektierter DC herausstellen, die nicht augenblicklich erfolgt.


    Gruß

    Reinhard

    2 Mal editiert, zuletzt von oldiefan (20. April 2026 um 01:03)

  • Bei der Betrachtung der Schaltung muss man darauf achten dass die CMos-Gatter bei etwa der halben Betriebsspannung am Eingang ihren Zustand ändern und die Spannungen nicht sofort anliegen sondern über Zeitglieder beeinflusst werden. Deshalb sind m.M.n. die Zeiten etwas anders.

    Die beim Netz-Ein entstehenden Spannungsschwankungen auf den Lautsprecherausgängen werden über das Zeitglied R1822 / C1813 aufgefangen. Erst wenn C1813 Pin 13 auf ca.=>7Volt aufgeladen ist wird das Nand 11/12/13 freigegeben wenn auch am Pin 12 =>7Volt anliegen. Das Relais zieht an.
    Im regulären Betrieb ist T1814 durchgeschaltet und dadurch C1812 kurzgeschlossen. Wenn jetzt durch ein Defekt eine Gleichspannung von >+/- 2,4 Volt am Eingang der Schaltung anliegt sperrt T1814 und das Zeitglied aus R1820 und C1812 wird wirksam. Beim erreichen von ca.=> 7 Volt am CMos-Inverter 1/2/3 schaltet der Inverter um und sperrt das nachfolgende Nand. Das Relais fällt sofort ab.

    Ich bin der Meinung dass diese Schaltung zwar das einschaltblubbern der LS-Membrane verhindert, den Störungsfall von schlagartiger hoher Gleichspannung auf der LS-Leitung bei einem Endstufendefekt aber nicht. Durch die Zeitverzögerung der Schaltung kann eine LS-Schwingspule schon geschädigt werden.

    Viele Grüße
    HaJo

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  • Hallo Oli,

    Bitte prüfen:

    • Netzstecker gezogen
    • Gerät ausgeschaltet
    • Widerstand zwischen der Schraube, mit der der Regler festgeschraubt ist und dem Kühlblech, auf das er geschraubt ist, muss sehr hoch sein, bitte messen.

    Gruß

    Reinhard

    4 Mal editiert, zuletzt von oldiefan (20. April 2026 um 19:26) aus folgendem Grund: Ein Beitrag von oldiefan mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Oli,

    Du weisst, dass Dein Messbereich 20M nicht richtig funktioniert. Was zeigt der Messbereich 2 M?

  • OK.

    Du hattest die Netzteilplatine ausgebaut. Die kann, wenn sie nur ganz wenig schief sitzt, einen Kurzschluss zwischen der roten Leitung an der Netzteilplatine und dem Gehäuse machen.

    Wenn Du inzwischen die Netzteilplatine mit beiden Schrauben und beiden Unterlegscheiben fest eingebaut hast, ziehst Du nun den transparenten Stecker an der Relaisplatine ab und misst anschliessend den Widerstand zwischen der roten Leitung an der Netzteilplatine und dem Gehäuse.

    Benutze den Messbereich 2M.

    Reinhard

  • OK.

    Du hattest die Netzteilplatine ausgebaut. Die kann, wenn sie nur ganz wenig schief sitzt, einen Kurzschluss zwischen der roten Leitung an der Netzteilplatine und dem Gehäuse machen.

    Wenn Du inzwischen die Netzteilplatine mit beiden Schrauben und beiden Unterlegscheiben fest eingebaut hast, ziehst Du nun den transparenten Stecker an der Relaisplatine ab und misst anschliessend den Widerstand zwischen der roten Leitung an der Netzteilplatine und dem Gehäuse.

    Benutze den Messbereich 2M.

    Reinhard

    MesBer. 2M, zeigt 002

  • Du hast vorher den Stecker an der Relaisplatine abgezogen?

    Also hast Du wieder - wie früher schon - einen Kurzschluss an der Netzteilplatine zum Gehäuse! Der kommt vom Kontakt der Leiterbahn mit dem Abstandsbolzen, wo die Platine festgeschraubt ist. Die Unterlegscheibe ist zu dünn oder sitzt nicht richtig oder isoliert nicht richtig.

    Den Kurzschluss musst Du beseitigen.

    -Deshalb hatte ich davor gewarnt, etwas zu verändern, bevor wir mit der Reparatur der Relaisplatine fertig sind.


    Gruß

    Reinhard

  • Alle Stecker /Relaisplatine ausgezogen /

    Netzschalter aus.

    Netzteilplatine Stecker /beiden /müssen abgezogen sein? Oder reingesteckt?


    Beide Stecker auf Netzteilplatine rausgezogen, gemessen Rot gegen Gehäuse, zeigt 1

    Einmal editiert, zuletzt von Oli-65 (20. April 2026 um 20:34) aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Oli-65 mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • An der Netzteilplatine sollen alle Stecker gesteckt sein.


    Der an der Relaisplatine abgezogene transparente Stecker darf kein Kontakt mit irgendwas machen.

    Du misst den Widerstand zwischen der Anlötstelle des roten Drahts am Stecker der Netzteilplatine gegen Gehäusemasse.


    Diese Messung hatte ich in Nr. #199 bereits erfragt und nach langem hin und her um den richtigen Einbau der Platine (gut isoliert), Dein Messgerät und den defekten Messbereich 20 M hast Du in #216 dann die Antwort gegeben, nachdem Du im Messbereich 200k gemessen hattest. Demnach war der Widerstand > 200 kOhm. Und damit war seinerzeit endlich der Kurzschluss von +B nach Gehäuse behoben, den Du vorher immer hattest.

    Jetzt hast Du die Netzteilplatine erneut aus- und eigebaut und hast den Kurzschluss nun wieder, offenbar weil die Platine wieder nicht ordentlich isoliert oder verkantet eingebaut ist, so dass die +B Leiterbahn den Abstands-Bolzen berührt.


    Gruß

    Reinhard

  • Ja, ich muss genau überprüfen. Netzteilplatine abgeschraubt , Messung zeig gleich andere Wert. Drei Bolzen sind isoliert und trotzdem. Wenn ich , Ursache finde, sage ich Bescheid

  • "1" heisst: ausserhalb (= oberhalb) des Messbereichs. Deshalb immer wichtig: Bitte Messbereich angeben!

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