ortofon M20E: Tiefer gelegt???

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    • ortofon M20E: Tiefer gelegt???

      Hallo zusammen,

      habe am 1237 (und wechselweise auch am 704) ein ortofon M20E mit Originalnadel
      "M20E super" drunter. Allerdings mit sehr unguten Gefühlen: Selbst bei nur 1.25p
      Auflagekraft bleibt ein Abstand zw. TA-Systemkörper und Schallplatte von gerade
      einmal 1-2mm übrig - bei welligen Platten setzt der TA bestimmt einmal auf. :S
      Hat der Vorbesitzer das M20E tiefer gelegt??? :D
      Gehör-mäßig ist alles bestens, die Kombi 1237/704 + M20E gefällt mir recht gut. :love:

      Wenn ich dem TA dagegen eine passende (schwarze) Pfeifer-Nadel verpasse, dann
      ist wieder ein normaler Abstand von 3-4mm da, so wie man es erwartet. Auch hier
      klingt die Kombi gut, erst einmal kein Unterschied auf die Schnelle hörbar für mich.

      Frage: Was ist Abstands-mäßig "normal" beim M20E mit "M20E super"-Nadel?

      Tieferliegende Grüße,
      Gereon
      Gereon Ostermann
      2x DUAL 704, 1x DUAL 701, 1x TelefunkenTS 950
    • Das M20E braucht eigentlich einen etwas höheren Tonarmwinkel. Optimal sind die Wechslerarme der mittleren Platinen. Dafür ist es wohl konstruiert worden. An den grossen Platinen ist der Winkel zu flach und das System setzt auf.
      Das hat man bei den Wechslern nicht. Es ist genau diese "Wechsler 4°" zu flach. Kann jeder ausprobieren der einen kleinen Wechsler zu Hause hat. Da stimmts ! Optisch, klanglich und mechanisch.... :thumbsup:

      1218 mit M20E = Unschlagbar ! :love:
    • Hi Lutz,

      das mag ja sein, dass das M 20E an den "kleinen" Wechslern besser aufgehoben ist (aber auch nur im single Play Mode, nicht im Wechselbetrieb!) als an den "grossen" Duals, aber ab Werk wurden ausschliesslich der 601 und der 701 mit dem M 20E ausgestattet und ausgeliefert. Keine anderen Duals. Damit dürfte deine Hypothese:

      lucky schrieb:

      Dafür ist es wohl konstruiert worden

      wohl falsch sein. ;)

      Alle Plattenwechsler von Dual wurden sinnvollerweise mit Systemen mit sphärischen Nadelschliffen ausgestattet.

      Viele Grüsse, Thomas
      „back to the roots“

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von tomtom ()

    • lucky schrieb:

      Warum sollte man keinen Wechsler mit einer simplen elliptischen Nadel ausrüsten können ?

      Weil im Wechselbetrieb der VTA bei der 1., 2., ... und letzten Platte nicht mehr stimmt? Nur bei der "Mittleren". Und das zu Verzerrungen führt! Teste es aus ;)

      lucky schrieb:

      Wer betreibt denn seinen 1229 als Wechsler ?

      Warum ist er dann seinerzeit als Wechsler konzipiert worden? Ging Dual davon aus, dass Wechsler nur im single Mode genutzt wurden? Wohl kaum...

      Viele Grüsse, Thomas
      „back to the roots“
    • Hallo,

      auch ich betreibe das M 20 e mit einem Spieler mit großem Chassis ( aktuell am 1246 ) und das spielt klasse auf.

      An der gleichen Kette hängt ein 491 - und da gibt es zumindest klanglich keine Vorteile für die Kombi : Kleines Chassis und M 20 E.

      Und bzgl des 1229 - ja das ist ein Wechsler und es gibt Menschen die ihn auch dafür nutzen.




      Bis denne

      Wolfgang
    • Bei mir liegt das M 20 E auch recht tief, obwohl ich im praktischen Betrieb bis auf eine Kleinigkeit keine Einschränkungen feststellen musste.

      Ich habe das M 20 E nicht fest an einem Dreher verbaut, es dient mir als Wechselsystem und hat sowohl an Drehern mit mittlerer als auch mit großer Platine gespielt.

      Ich habe eine stark wellige Platte, auf der setzt es auf, das haben aber auch fast alle anderen Systeme.

      Somit zwar "tiefergelegt" aber uneingeschränkt nutzbar!
      Gruß
      Markus
    • Hallo zusammen,

      danke für die reichhaltigen und vielfältigen Rückmeldungen - jetzt bin ich ein wenig beruhigter. Es setzt ja bei mir aktuell nicht auf - sieht aber immer so aus als ob das jederzeit passieren könnte. Wie gesagt, mit der ellipt. Pfeifer-Nadel ist es diesbezüglich deutlich besser. Daher dachte ich, es könne ein Defekt bzw. eine Deformierung vorliegen, scheint aber wohl nicht der Fall zu sein.

      Gruß,
      Gereon
      Gereon Ostermann
      2x DUAL 704, 1x DUAL 701, 1x TelefunkenTS 950
    • Hi,

      wolfgang-dualist schrieb:

      Und bzgl des 1229 - ja das ist ein Wechsler und es gibt Menschen die ihn auch dafür nutzen.

      Bitte schön :P :



      Selbst die hier von mir verwendete sphärische Elac D555-12 klingt bei der 1. Platte nicht ganz sauber, verzerrt leicht. Erst ab der 2. geht es. 12µ Verrundungsradius sind für einen sphärischen Schliff zum Wechselbetrieb bereits "zu scharf", 15µ, 17µ oder 18µ sind besser geeignet.
      Je tiefer die Nadel in die Rille eintaucht desto eher verkantet sie bei zu grosser Fehlstellung (hier VTA) und verzerrt.

      Schönen Sonntag, Thomas :)
      „back to the roots“
    • Hier zur Beruhigung noch ein Foto vom M20E im Betrieb mit 1,0p:



      Wenn die Pfeifer-Nadel nicht so tief hängt, wie das Original, dann hat sie möglicherweise eine härtere Nadellagerung (und braucht etwas mehr Auflagekraft). Ich habe hier z.B. einen Nadel-10-Nachbau von Pfeifer für das Ortofon OM 10 in der Schublade liegen, der klingt nur an einem (Japan-)Dreher mit höherer Tonarmmasse und bei 2,5p Auflagekraft vernünftig.
      "Bereue, Harlekin!" sagte der Tick-Tack-Mann.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von 3rd_Ear ()

    • Mein M20FL Super hat den selben Body, schleift nicht und hängt auch nicht durch, sondern sieht genauso vom Winkel aus wie das M20E am kurzen Wechslerarm mit 4° mehr Spurwinkel. Aber eben am 701 oder 731 montiert ohne diesen "Wechslerwinkel".

      Das vordere Stück mit der Nadel liegt paralell zur Platte wie es sich gehört. Dann steigt es entsprechend an. Warum das so ist ist mir ziemlich schnurz. Ist aber einfach Fakt ! Ob ihr das nun wahr haben wollt oder nicht.
    • OK. Sei es wie es sei.

      Zumindest am 704 kann Gereon die Höhe des Tonarms für einen optimalen Abtastwinkel einstellen.

      Zum Vergleich habe ich mal ein "Ortofon M20E" und ein "Ortofon M20FL super" an einen CS 510 montiert und fotografisch geknipst:

      "Ortofon M20E" mit Original-Nadel bei der empfohlenen Auflagekraft von 1,0p:



      "Ortofon M20FL super" mit Original-Nadel bei der empfohlenen Auflagekraft von 1,75p:



      Die Nadeln von "M20E" und "M20FL super" sind bei meinen hier vorhandenen Systemkörpern leider nicht gegeneinander austauschbar, da die nicht ganz rechteckigen Kunststoff-Führungsbolzen am Nadelträger etwas unterschiedlich ausgeformt sind.
      "Bereue, Harlekin!" sagte der Tick-Tack-Mann.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von 3rd_Ear ()

    • Das M 20E baut wie alle Dual Klick-Systeme, ULM und TKS Systeme 18mm hoch, gemessen von Nadelspitze bis System Oberkante. Einzig das DMS 200 macht hier eine Ausnahme und baut 20mm hoch. Das M 20FL Super baut nur 16mm hoch und benötigt an den nicht höhenverstellbaren Armen der Duals ein Abstandsplättchen von 2mm:



      Da ich gerade kein M 20E zur Hand habe, habe ich stellvertretend ein M 95 Klick-System zur Demonstration genommen. Das kann ja jeder selbst überprüfen, dass die Klick-Systeme alle gleich hoch sind. Links ist immer das M 20FL Super, rechts das M 95.

      Das M 20FL Super spielt an meinem 601 mit eben dem 2mm Spacer, es klingt auch nur so am "richtigsten". Ohne Spacer hat es einen etwas "hohlen" Sound.

      Viele Grüsse, Thomas
      „back to the roots“
    • tomtom schrieb:

      Das M 20FL Super baut nur 16mm hoch und benötigt an den nicht höhenverstellbaren Armen der Duals ein Abstandsplättchen von 2mm


      Soso, 2mm Unterschied in der Bauhöhe machen am über 200mm langen Tonarm des 510 nach Adam Riese einen vertikalen Fehlwinkel von ca. 0,5° aus. Das wird vermutlich weder meine Schallplatten noch mein M20 FL super umbringen, wenn ich es so fehlerhaft justiert am 510 betreibe, oder nicht?

      Sind die Diamanten auf den Naddel-Trägerröhrchen überhaupt so winkelgenau festgeklebt? - Ich weiss es nicht.
      "Bereue, Harlekin!" sagte der Tick-Tack-Mann.

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