Tipps und Erfahrungen zur C901-Restauration

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    • Tipps und Erfahrungen zur C901-Restauration

      Hallo zusammen,

      ich habe vor kurzem ein C901 Tapedeck mechanisch restauriert und möchte meine Erfahrungen Euch mitteilen. Da es noch kein frei verfügbares Service-Manual gibt, möchte ich meine Erfahrungen nicht vorenthalten, zumal das C901 ein ziemliches Biest ist, was die Servicefreundlichkeit angeht.

      Falls das jemand liest, der noch keines hat: hier ein paar "Leckereien" an diesem Schätzchen - vielleicht motiviert das, sich eines zu holen:

      - Plattenspielermotor (wie in 1019, 1219, 1229)
      - Autoreverse mit Umlenkung über eine Art Kurvenrad
      - Abhebende Löschköpfe: der nicht benötigte "hebt ab"
      - Einmessung über außenliegende Potis
      - Erstes von DUAL konstruiertes Kassettendeck, Made In Germany, eines der ersten mit Autoreverse

      Ansonsten hat das Gerät ein sehr außergewöhnliches Design. Auf den ersten Blick ziemlich hässlich - es erinnert an eine Hinterhofkonstruktion. Wenn man es allerdings vor sich hat, erkennt man die wahre Schönheit. Ein absoluter Klassiker mit Charakter!

      Wer sich so ein Gerät holt, darf folgendes erwarten:

      - Fetter, warmer Klang, trotzdem fehlt nichts in den Höhen
      - Von der Leistung her vergleichbar mit anderen 70ies Tapedecks (Japaner aus den 80ern sind sicherlich "technisch" besser)
      - Beste Bandführung, kein wandernder Azimuth (vermutlich wegen der doppelten Führung am Kopf)
      - Haptisch ein Traum

      Im Folgenden einige Sachen, die mir so aufgefallen sind und wo ich meine Probleme hatte ...


      === 1. Absolut nötige Servicearbeiten ===

      1. Das Zählwerk scheint zu verharzen. Es muss ausgebaut werden und komplett zerlegt und gereinigt werden, um keinen negativen Einfluss auf den Gleichlauf auszuüben.
      2. Die Riemen müssen ausgetauscht werden, wenn die automatische Bandrichtungsumschaltung nicht mehr richtig funktioniert.
      3. Der Motor muss unbedingt geschmiert werden - wie bei den Plattenspielern.
      4. Wenn der Gleichlauf nicht OK ist, kann ein Fehler bei den Wickeltellerbremsen vorliegen. Siehe unten.


      === 2. Ausbau / Zerlegung ===

      Wenn man irgendwas an dem Gerät machen möchte, muss man das Chassis komplett ausbauen. Auch, wenn man nur die Abdeckung herunternehmen möchte. Folgende Schritte sind dazu nötig:

      - Um das Chassis aus der Zarge zu heben, muss man die beiden kleinen runden Plastikkappen rechts und links abnehmen und die beiden Schrauben herausdrehen. Man kann dann das Chassis wie bei den Plattenspielern herausnehmen.

      - Um die obere Abdeckung abzunehmen, sind an den beiden Aluseitenleisten die vorderen Schrauben herauszudrehen, ebenso hinten die beiden schwarzen Schrauben. Die seitlichen hinteren Schrauben werden nur gelockert. Auf der Unterseite müssen seitlich zwei Schrauben herausgedreht werden, die die Abdeckung halten. Am vorderen Rand müssen zwei Halteklemmen gelockert werden und Richtung Gerätemitte geschoben werden. Vordere Aluabdeckung nun entfernen, Kassettenfach öffnen, VU-Meter hochklappen - nun kann die obere Frontabdeckung heruntergenommen werden.

      === 3. Zusammenbau ===

      In umgekehrter Weise zu 2. :-) Die Alu-Seitenteile sind kritisch. Man verkratzt sie bei den Umbauten sicherlich leicht, außerdem haben die hinteren Schrauben keinen Durchgang zu eigentlichen Chassis, die vorderen schon. Ich baue es so zusammen:

      - Obere Abdeckung wieder drauf, hinten aber noch nicht festschrauben.
      - Bei den Seitenteilen die hinteren Schrauben durch die Löcher stecken, Muttern drauf.
      - Die hinteren "losen" Schrauben durch die Abdeckung stecken, die vorderen Schrauben anschrauben, aber noch nicht ganz fest
      - Die Seitenleisten vom Gerät "wegziehen", also die hinteren Schrauben auf Spannung. Die können dann angezogen werden.
      - Den Rest festschrauben

      Es geht demnächst weiter: Riemen, Bremsen usw. - heute nicht mehr. Anbei noch ein Bild, wie das Schätchen mit einem 701 aussieht, und hier in Aktion: [url]http://www.youtube.com/watch?v=Vh35TMrBYos[/url] (in meinem Channel gibt es noch mehr vom 901, auch was die Mechanik angeht).

      Bis dann -
      Sebastian
      Bilder
      • DSCF5724.jpg

        53,91 kB, 640×480, 792 mal angesehen
    • vielen Dank ;-))

      ... bei mir warten auch noch zwei C901 auf die Wiedererweckung. Deine Hinweise helfen mir ein ganzes Stück weiter.

      Hast Du vielleicht noch eine Idee, wo man Schrottgeräte vom C901 herbekommt - bisher war alles, was mir in die Finger gekommen ist, zum Schlachten zu schade, wie es bei Dual halt ist.

      Gruß Frank

      Edit: Ach ja, schick sieht das Ensemble auf Deinem Foto aus :thumbsup: . Hast Du auch die passende Elektronik dazu (Tuner, Verstärker) ? Ich habe vor einigen Tagen nach langer Sucherei endlich die Kombination CT19/CV121 mit silbernen Fronten und weißen Gehäusen ergattern können. Müssen aber auch noch repariert werden.
    • Hallo Leute,

      Ich habe noch eine Service-Anleitung als PDF-file, habe Lutz schon eine Mail geschickt aber keine Antwort erhalten, das File ist nämlich 8 MB gross, nur kann ich leider jetzt nich auf das File zugreifen, da mein Vista lahmliegt. Wenn Vista wieder funktioniert hat jemand die Email-Adresse vom Lutz für grosse Bestände.

      Gruss,

      Robert
      p300a,1009,1019,1209,1216,1224,1228,1229,1237A,502,504,601,617Q,650,701,704,721,731,741,5000,CV31CV62,CV121CV240,CV1460,CV1462,CT1460,CT1462,CT1540,HS27,HS43,KA50,C814,C839,C844,C846,C901,C919,C939,CD120,CD130,CD40,CL142,CL150,CL172,CL180,CL230,CL710,CL720,CL722,CL730
    • Hi Seb,

      das Teil hat einen Plattenspielermotor drin?
      Fett!!!


      Prima Anleitung! :thumbsup:


      Gruß
      Benjamin
      Plattenspieler in Verwendung: *Dual 1019, 1219, 1229, 1249, 701 "MK1", 721* *Perpetuum Ebner 2020 L* *Kenwood KD3100* *Hitachi HT-500* *Elac 50H* *Philips 312 Electronic*
    • Hallo zusammen!

      Frank: Die 901 bekommt man wohl nicht mehr so billig. Manchmal gehen welche bei E-Bay für 1 Euro weg, allerding nur, solange man nicht mitbietet. In der Regel liegen die wohl so um 30-50 Euro. Die Dual-Geräte hängen bei mir an einer Revox A-Serie (siehe Avatar), die Dual-Komponenten habe ich nicht. Ich habe vor ein paar Wochen einen CV121 am Flohmarkt stehen lassen. Schönes Teil - aber ich habe absolut keinen Platz mehr! :-(

      Robert: Doofes Vista! :-) Es wäre super, wenn Du die PDF-Datei veröffentlichst (wegavision ...). Den mechanischen Teil kann man sich erarbeiten, aber den elektrischen ... Ich habe den Versuch, das Gerät einzumessen, aufgegeben. Durch die zusätzlichen Regler wird das ohne Anleitung unmöglich.

      Benjamin: Den gleichen Motor wie Dein 1219. Hm, das bringt mich auf eine Idee: ich könnte die Läufer mal austauschen - oder doch nicht? Vielleicht könnte ich so meinen brummenden 1219 heilen - oder wäre das ein Sakrileg? Den 1219-Tonarm messe ich später (siehe anderer Thread).

      Die Anleitung geht natürlich noch deutlich weiter. Ich habe einige Fotos gemacht, z.B. von den Wickeldornen, den Bremsen usw. Aber im Moment habe ich keine Zeit.

      Gruß, Seb
    • Hallo Seb,

      wenn der Motor genauso aufgehängt ist wie beim Dual 1219, würde ich den erstmal probeweise komplett gegentauschen (ich persönlich hätte kein Problem damit ;) )

      Falls dann das Brummen verschwindet -> Läufer vom C901 in den Motor des 1219.
      Ist dann das Brummen weg -> Läufer vom 1219 hat Unwucht. Ist das Brummen nicht weg -> Lager vom 1219 ist höchstwahrscheinlich ausgeschlagen.


      Freue mich auf die Fortsetzung deiner Anleitung hier!



      Gruß
      Benjamin
      Plattenspieler in Verwendung: *Dual 1019, 1219, 1229, 1249, 701 "MK1", 721* *Perpetuum Ebner 2020 L* *Kenwood KD3100* *Hitachi HT-500* *Elac 50H* *Philips 312 Electronic*
    • Hallo Benjamin,

      der Motor ist gleich, aber die Aufhängung ist anders. Ich wollte es ausprobieren, aber ich habe es gelassen, weil das C901 ein Biest ist, wenn es ans Zerlegen geht. Ich mochte mir das heute nicht mehr antun ...

      =========================

      Sooooooo. Hallo zusammen,

      es geht weiter und zwar ans Eingemachte, die Mechanik. Das C901 ist nämlich ein ziemlich verrücktes Teil - vergesst alles, was ihr aus anderen Kassettendecks kennt. Bevor ich mit meiner Beschreibung loslege, möchte ich auf folgendes Video verweisen, das das C901 von innen zeigen:

      [url]http://www.youtube.com/watch?v=xzd_aLKvgsM[/url]

      Verzeiht mir bitte mein Gegatze ... ;-)


      ==== 4. Antrieb ====

      Wie schon erwähnt wird das Gerät über einen Plattenspielermotor angetrieben. Es gibt drei Riemen:

      1. Der Flachriemen treibt die Kapstanwellen an
      2. Der dünnere Riemen sorgt für die Wickelteller, also Spulen auf Aufwickeln.
      3. Zählwerksriemen

      Wichtig ist, dass die größere Kapstanwelle für die "Automatik" zuständig ist. Mit Automatik meine ich die Umlenkung der Bandlaufrichtung. Dies wird durch eine kleine Kurvenscheibe erledigt, die oberhalb zwischen den Kapstanschwungmassen sitzt.

      Wenn z.B. der Flachriemen zu arg ausgeleiert ist, funktioniert die automatische Richtungsumschaltung nicht richtig oder die Tasten "rasten" nicht ein. An der Stelle ein wichtiger Hinweis: wenn die Aluabdeckung vom Tastenfeld abgenommen ist, funktioniert die automatische Richtungsumschaltung nicht, da das Tastenaggregat eine gewisse "Vorspannung" braucht. (Der Hinweis stammt hier aus dem Forum!). Ist der Wickelriemen zu schwach, spult das Gerät nicht richtig. Es sollte auch relativ schwergängige Kassetten gut umspulen können.

      Den Riemen bestellt man sich am besten an bekannter Stelle im Set für ca. 15 Euro. (Adresse gerne per PM). Die Riemen passen gut.

      Vorgehensweise zum Riemenaustausch:

      1. Chassis aus der Zarge heben (wie oben beschrieben)
      2. Obere Abdeckung abmontieren, wie oben beschrieben
      3. Die Netzteilplatine hinten abbauen. Zwei Schauben lösen, auf die Distanzhülsen aufpassen und die die Steckkontakte herausziehen. An der Stelle der Hinweis: Vorsicht beim Einschalten, wenn die Platine losgeschraubt ist. Sie bekommt Chassiskontakt und löst einen Kurzschluss aus, was die Sicherung durchbrennen lässt (gut so, man braucht aber trotzdem eine neue mit 630 mA was bei mir eine Pollin-Bestellung für 70 Euro mit sich zog ...).

      An der Stelle kann man gleich den Motor neu schmieren. Ich gebe hier keine Details an, da das wie bei den Plattenspielern zu erledigen ist. Der Motor sollte unbedingt geschmiert werden. Man darf ihn im Betrieb nicht laufen hören!

      4. Als nächstes unten bei den Capstanwellen das dreieckige Blechteil entfernen. Dazu schraubt man am besten die Lichtschranke los. Wie das aussieht, seht ihr im Bild 1.
      5. Die linke (große) Capstanwelle herauziehen.

      Man sollte bei der Gelegenheit die Laufflächen von Motorpulley und Kapstanschwungmassen reinigen. (Spiritus ist kritisch, da der den Schutzlack aufzulösen zu scheint. Ich habe die Schwungmassen nach der Reinigung mit Lack neu "versiegelt". Da dieser Lack wiederum von Alkohol aufgelöst wird, könnte ich die Riemen nach dem Einbau nur mit Seifenlauge entfetten (was auch gut geht). Erst mit Seifenwasser, dann mit klarem Wasser reinigen.)

      Bevor die Riemen aufgezogen werden, sollten unbedingt die Bremsen überprüft werden. Das kommt im nächsten Beitrag ...

      Aber angenommen, die Riemen werden gleich aufgezogen:

      Am besten steckt man die Riemen am Motor von oben ein (darum auch das Entfernen der Netzteilplatine). Der Flachriemen wird aufgelegt und mit einer Hand nach unten gezogen. Dann wird die große Capstanwelle wieder reingesteckt, und der Riemen losgelassen. Mit etwas Glück landet der Riemen an der gewünschten Stelle.

      Bei der Demontage ist einem ein Zahnradteil mit der Lichschranken-Lochscheibe entgegengeflogen (im Bild unten genau in der Mitte). Das muss wieder in das dreieckige Blechteil eingehängt werden, wenn dieses wieder montiert wird. Dieses "Zahnradteil" wird mit der Drahtklammer unter die Capstanschwungmassen geschoben und eingehängt. Es rastet von selbst ein und bleibt auch da (siehe Bild). Der Riemen steht dann deutlich unter Spannung. Ist dies gegeben, kann das dreieckige Blechteil mit der Lichtschranke wieder montiert werden.

      So, Schluss für heute. Ich muss jetzt Super-Hits von 1995 anhören, mit dem C901 (Kindheitserinnerungen, irgendwie ...).

      Gruß, Seb
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        58,56 kB, 640×480, 655 mal angesehen
    • Gut, ein kleines Intermezzo gibt es noch. Wer aufgepasst hat wird im Bild des letzten Beitrages bemerkt haben, dass ich den Zählwerksriemen vergessen habe ...

      Ach ja, das Zählwerk. Meines war völlig verharzt! Dual wirbt zwar damit, dass der Wickelantrieb wegen der zwei Riemen vom Capstanantrieb gut entkoppelt ist. Das stimmt aber nicht, wie das Bremsenproblem später noch zeigen wird. Von daher sollte das Zählwerk unbedingt entharzt werden, damit es wieder schön leichtgängig geht.

      Einfaches Schrubben mit einer weichen Bürste in Spüli hat nichts genutzt. Ich musste es komplett zerlegen. Die bedruckten Teile sollten nicht in Spiritus kommen, beim Rest sollte das klappen. Ein ziemliches Gefummel, bis wieder alles beieinander ist!

      Das Zählwerk ist übrigens ziemlich windig und zerbrechlich. Nicht gerade bestechende Qualität ...


      Viele Grüße
      Sebastian
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        52,49 kB, 640×480, 373 mal angesehen
    • Der Plattenspielermotor ist auch das "Fetteste" an dem C901, das ansonsten durchaus nur mit anderen hochwertigen Geräten vergleichbar ist.

      So, es geht weiter und nun geht es um die Bandbremsen.

      ==== 1. Bremsen ====

      Ich rate jedem, der ein C901 ohnehin schon überholt, die Bandbremsen zu kontrollieren. Die "Bandbremsen" sind kleine Stopper, die gegen die Spulenwickler drücken, sobald auf Stop gedrückt wird. Das soll verhindern, dass sich die Spulen durch das aburpte Abbremsen weiterdrehen und Bandschleifen in der Kassette erzeugen.

      Die Bremsen bestehen aus einem weißen Plastikarm mit einem Gummiring. Der Plastikarm wird bei Bedarf durch eine Feder gegen das Zahnrad des Wicklers gedrückt, was den Wickler abbremst. Leider kann sich der Gummi auflösen (bzw. brechen), was dazu führt, dass die Feder herunterspringt und dauerhaft (!) gegen den Wickler drückt. Das verursacht im Betrieb Gleichlaufschwankungen. Man muss die Feder wieder auf den Arm zurücklegen und den Gummiring ersetzen. Ich habe hierzu ein kleines Stück Isolierung von einem dicken USB-Computerkabel genommen - geht einwandfrei.

      Bilder 1 und 2 zeigen die Bandbremsen, wobei die Zahnräder schon unten sind. Der weiße Gummiring ist der ersetzte.

      Man kommt folgendermaßen heran:

      - Capstanwellen ausbauen, wie oben beschrieben.
      - Kassettendeckel oben aufmachen. die Wickelzahnräder unten festhalten und von der Oberseite die Schrauben in den Wickeldornen herausschrauben. Achtung, das kann sehr schwer gehen. Aufpassen, dass den Zahnrädern nichts passiert - die sind allerdings recht flexibel und dürften nicht brechen.
      - Die Wickeldorne zerlegen - dabei auf die Federn aufpassen!

      Wie das aussieht, habe ich im Bild 3 festgehalten.

      Der Einbau geschieht in umgekehrter Reihenfolge. Aufpassen, dass die schwarzen Plastikkappen ordentlich gefedert auf dem Sechskant-Messingbolzen sitzen. Wenn die Schraube angezogen ist, müssen sich die schwarzen Plastikkappen bewegen können.

      So, das war es für heute. Viel mehr gibt es nicht mehr zu sagen ....

      Gruß, Seb
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    • Jaja... das C 901...

      Ich habs mir vor, ach was weiß ich, 8 Jahren gekauft, bei nem Internetladen, als noch niemand die Elektrobucht kannte, für 50 Mark oder so.

      Ist es bei Dir nicht so, daß die Kanäle nicht manchmal unterschiedlich laut/leise wiedergeben aufnehmen? Das liegt an korrodierten Kontaktes des Seite-A-B-Umschalters auf der oberseite bei den schwarzen Druckknöpchen in der Nähe...

      Ich hab es mal mit nem C 826, das ja auch sehr gut ist, verglichen, und mußte feststellen, daß es sich wirklich zeigen lassen kann! Natürlich nur, wenn es ordnungsgemäß eingestellt ist, was natürlich nach 30 Jahren nicht gewährleistet ist.

      Aber klar: Ein sehr schönes Gerät.
    • Hi Zivi,

      die Schiebeschalter habe ich alle umsichtig mit Kontaktspray behandelt und "wie ein Wilder" bewegt. Da gibt es keine Kontaktschwierigkeiten mehr ... :-)

      Mein C901 nimmt auch gut auf. Allerdings nicht perfekt, ein Kanal wird leiser ausgesteuert. Wie schon gesagt, mit der "herkömmlichen" Einmessmethode (wie man das halt so macht) bin ich hier nicht weit gekommen - die zusätzlichen Einmess-Stellschrauben (die wohl gleichzeitig beide Bandrichtungen kontrollieren) haben mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Da brauche ich ein SM.

      Andererseits verwende ich das C901 nur für die Wiedergabe - da ist es wirklich sehr, sehr gut. Trotz der etwas "älteren" Technik und messtechnischen Leistung gibt es an dem Teil nichts, was ich vermisse.

      Gruß, Seb
    • Kontaktspray wird auf Dauer nicht helfen, wenn Du die Kontakte nicht zelegt hast. Aber ich erinnere mich: Ich hätt den Schalter beinane nicht mehr zusammenbekommen...

      Naja, irgendwie mittet mir das Board heute den ganzen Text ein, den ich schreibe, wie es dazu kam, weiß ich nicht.??? Das neue Board hat halt doch mehr Funktionen, als für einen Laien wie mich zu überschauen sind.

      Beim Lalubu auf der Seite gibts doch den Schalplan fürs 901, den hab ich ihm doch mal geschickt, dachte ich. Da sieht man doch, welche Potis für den Aufnahmepegel- und frequenzgang zuständig sind usw...

      Gruß
    • Moin CyberSeb

      Habe dein Beitrag gelesen Super Beschreibung Top Respekt :thumbsup:
      und ich hätte mal eine Frage wo bekomme ich die RiemenGÜNSTIGER her oder kennt jemand die Masse für alle Riemen ? ?(
      Wäre nett. Ich habe mein Dual C-901 von meiner schule Geschenk bekommen :P :D

      Gruß
      Patrick
    • Hallo,

      obwohl der Beitrag schon was älter ist, möchte ich auch noch etwas beisteuern. :)

      Ich habe ebenfalls ein 901 und hatte, insbesondere bei Vorwärts-Betrieb, einige Probleme mit dem Gleichlauf.
      Nach einigem suchen, habe ich die Ursache nun gefunden: Ich habe die Riemen erneuert und dabei einen Zählwerksriemen montiert der zu stramm saß. Dudurch wurde der Gleichlauf, trotz gereinigtem, leichtgängigen Zählwerk, stark gestört.
      Jetzt habe ich einen etwas längeren Zählwerksriemen montiert und der Gleichlauf ist wieder wunderbar.

      Vielleicht hilft das ja dem ein oder anderen der auch ein C901 wieder zum Leben erwecken will.

      Gruß
      Christian
      Es muss immer weiter gehen!
    • Guten Tag,
      ich grabe mal dieses uralt-Thema aus. Ich bin sehr dankbar, hier diese Anleitung gefunden zu haben. Mein Vater hatte noch ein C901, das allerdings vor einiger Zeit abgeraucht ist. Der Entströrkondensator ist gestorben. Nun brauche ich einen Ersatz für einen Rifa 0,068uF. Kann ich da diesen nehmen?
      Die Riemen kaufe ich bei Ebay. Sind zwar recht teuer, aber eine andere Quelle habe ich nicht gefunden.

      Das Zählwerk war bei mir absolut fett- und ölfrei. Hier muss also nichts gereinigt werden.
      Ansonsten muss ich mal schauen, was man schmieren muss. Es sieht so aus, als sei ein schwarzes Schmiermittel verwendet worden, das stellenweise schon recht fest ist.

      VIele Grüße,
      Florian
      Viele Grüße, Flo
    • Hallo Florian,
      den X2-Kondensator kannst du nehmen. Der ist OK.
      Ansonsten mach ein Foto von dem schwarzen Schmiermittel, ich habe eigentlich noch nicht ein schwarzes Schmiermittel im C901 gesehen.
      Viele Grüße
      HaJo

      >> Bitte keine Fachfragen per PN oder E-Mail. <<
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    • Das dürfte Grapfitfett sein. Ich habe so etwas auf Kupferbasis für Hochtemperaturanwendungen.

      Das hat aber im C901 nichts zu suchen. In meinem habe ich es auf jeden Fall nicht gehabt.
      Ich würde jetzt aber meinen Kopf nicht darauf verwetten, dass Dual so etwas irgend wann einmal verwendet hat.
      Ist die nächste Frage ob dann an dieser Stelle. Ich habe bei meinem nur an den wichtigen Stellen geschmiert.
      Ich finde hier ist weniger mehr. Du siehst doch wo die Mechanik auf einander arbeitet.

      Wenn es zu wenig Öl und Fett war kannst Du immer noch nachlegen. Wegschmieren weil es zuviel war ist schwieriger.

      Gruß
      Frank