CV 1600 viel leiser als CV 1700

  • Hallo,


    ich habe jetzt einen CV 1600 und CV 1700 hier rumstehen. Beide funktionieren bis auf Kleinigkeiten einwandfrei - aber: Der 1600er ist m. E. zu leise, man muß den Lautstärkeregler schon bis 12 Uhr hochdrehen, damit man so halbwegs Zimmerlautstärke erreicht. Beide Kanäle sind aber gleich laut und klingen sauber.


    Beim CV 1700 kriegt man schon auf "halb neun" etwa die gleiche Lautstärke und das kommt mir wesentlich gesünder vor...


    Kann es sein, daß beim CV1600 irgendetwas verschlissen oder sogar defekt ist (OPs ???) ? Kann mir da jemand weiterhelfen? Den Lautstärkeknopf einfach um 90 Grad nach links zu verstellen halte ich für keine befriedigende Lösung ;) ;) ;) Aber mehr ist mir bis jetzt nicht eingefallen...


    Dank & Gruß
    ommadawn

  • Hallo ommadawn,


    grundsätzlich habe ich dieselbe Beobachtung gemacht. Am CV 1600 muss man den Volume-Regler relativ weit aufdrehen.
    Und der CV 1700 erreicht da schon viel früher eine kräftigere Lautstärke.


    Ganz so dramatisch wie bei dir stellt es sich bei mir aber nicht dar, während man beim CV 1700 in 9-Uhr-Stellung durchaus Zimmerlautstärke hat, muss man beim CV 1600 auf 10 Uhr stellen, der Unterschied ist so ungefähr 1 Skaleneinheit.


    Das hohe Aufdrehen des CV 1600 ist tatsächlich etwas ungewöhnlich, da weitaus leistungsschwächere Verstärker schon viel früher (was den Volume-Regler angeht) höheren Lautstärke-Pegel erreichen, diese lassen dann bei weiterem Aufdrehen auch entsprechend nach. Aber irgendwie scheint sich das auch mit zunehmender Lautstärke auszugleichen.


    Wenngleich mir der CV 1700 besser gefällt: der CV 1600 ist in der Hinsicht ein (vielleicht ziemlich unterschätzter) Kraftprotz und zeigt für meine Begriffe erst bei richtig großen Lautstärken sein Potential. Meiner hat mich (obwohl ich ihn seit 1980 besitze, ihn aber wirklich gehegt und gepflegt habe) diesbezüglich vor ca. 2 Jahren tatsächlich restlos überzeugt, als er bei einer wirklich guten Party (es war ein 'runder' Geburtstag meiner Frau) zu vorgerückter Stunde über 2-3 Stunden auf 3-Uhr-Stellung lief und ohne mit der Wimper zu zucken eine größere Hütte ziemlich 'tanzbodenmäßig' beschallt hat. War echt eine starke Leistung...


    viele Grüße
    saludos


    [Edit und P.S.: Das war wohl jetzt nicht unbedingt die Antwort auf deine Frage von Verbesserungsmöglichkeiten, eher wohl eine Sympathiebekundung dem altgedienten CV 1600 gegenüber...]

    Einmal editiert, zuletzt von saludos ()

  • Hallo!


    Daß ein Verstärker auf Dauerleistung läuft, ist kein Grund, ihn zu loben, sondern Standard. Dafür ist er gebaut. Dies ist jedoch nicht das Thema.


    Wenn man den CV 1600 lauter drehen muß, als den CV 1700, ist dies kein Zeichen auf Verschleiß oder defekt, sondern konstruktionsbedingt.


    Außerdem liegt es auch am Wirkungsgrad der Boxen und an der Zimmergröße, wie laut man es empfindet.


    Solange man den Verstärker bei maximaler Lautstärkestellung zum clippen bringen kann, ist alles im grünen Bereich. Denn dann ist die Verstärkung noch groß genug.


    Wenn der Verstärker voll aufgedreht dagegen noch immer relativ leise spielt, wie wenn er nicht voll aufgedreht wäre, kann man sich durchaus Gedanken machen-)



    Gut Nacht
    Flo

    #allesdichtmachen

    Einmal editiert, zuletzt von Zivi ()

  • Ich möchte noch auf die Pegelschalter an der Rückwand der Verstärker hinweisen, mit denen man die Verstärkung der Eingangsverstärker einstellen kann.


    Ansosnten hat Flo vollkommen Recht:
    Solange man den Verstärker bei "voller Lautstärke" zum clippen bringt, ist Alles im
    grünen Bereich.


    Ansonsten mal etwas ganz Grundsätzliches:
    Das Poti dient, technisch betrachtet, zum Dämpfen, also Absenken des Eingangssignals. Deshalb sind die Zahlen an den Potis bei kleiner Lautstärke so groß. Bei kleiner Lautstärke ist die Dämpfung nämlich besonders groß.


    Bei 0dB Dämpfung soll der Verstärker voll ausgesteuert sein, also gerade noch nicht clippen. Wenn dies bei Lautstärkevollanschlag (rechts) der Fall ist, ist der Drehwinkel des Potis voll ausgenutzt. Dies ist als Optimalzustand zu betrachten, weil man so die Möglichkeit hat, auch als Grobmotoriker die Lautstärke fein einstellen zu können.


    Es hat überhaupt keinen Sinn, bei 10:00 Potistellung den Verstärker schon zum clippen zu bringen. Ein solcher Sachverhalt spricht für ein schlechtes Verstärkerdesign oder schlichtweg für zu laute Eingangssignale.


    Aus diesem Blickwinkel ist der CV1600 besser konstruiert. Ansonsten habe ich diesen Sachverhalt ebenfalls beobachtet. Der CV1600 muß schon "ordentlich" aufgedreht werden.


    Ein Hammer hat einen langen Stiel, damit man ihn am Ende anfaßt.



    Gruß
    Norbert

  • Zitat

    Original von briegel
    Ein Hammer hat einen langen Stiel, damit man ihn am Ende anfaßt.


    ... Also sprach Zarathustra :D

    #allesdichtmachen

  • Zitat

    Original von briegel
    .. Dir nenne ich nochmal einen Vergleichstyp!


    Du weißt nicht, wie dankbar ich Dir dafür wäre! Täglich beim Grillen im Garten ruft mein Kumpel aus dem 1. Stock statt "Wann sind die Steaks fertig?" runter: "Wann sind die Transistoren endlich hier??" :)

    #allesdichtmachen

  • Also:
    ich habe inzwischen so viele Duals, ich ersaufe bald darin. Darum war viel zu reparieren.


    Wenn der 441 wieder richtig munter ist, schaue ich nochmal über den 1700.
    Mit ein paar Wochen Abstand gibt es erfahrungsgemäß neue Ideen.


    Das Ersatztypthema für den 1700 sehe ich weniger kritisch, außerdem läuft Dein Krachverstärker doch oder? Somit gibt es Transistoren, die OK sind.


    Gruß
    Norbert

  • Mein Krachverstärker (der nicht mehr kracht) läuft und sirrt, den hat ja mein Kumpel.


    Nur: Anfang Juli ist Weinfest (Wetten, daß...) und hier benötige ich u.a. einen CV 1700. Deshalb wäre ich froh, wenn ich bis dahin meinen Kracher von meinem Kumpel zurück haben könnte (der auf Grund seines Dual-Tripps heute bei Ebay einen CV 1460 für 70 Euro ersteigert hat-).


    Ja, die Reichelt-Inchange-Typen funktionieren bisher am CV 1700, der täglich (oder den ganzen Tag) läuft. Deshalb tendiere ich dahin, dieselbe Bestellung wie vor beinahe 2 Jahren bei Reichelt nochmal zu machen. Mann vergeht die Zeit schnell *wunder*!!

    #allesdichtmachen

  • Moin!


    Bei meinen Grundigs aus der 100mm-Serie, die ich bisher hatte, war es ebenfalls so. Bei denen hat man selbst auf 12-Uhr-Stellung noch gerade so Zimmerlautstärke; bei 3 Uhr ist es dann schon sehr ordentlich. :D


    Ich finde es gut so, wenn der Stellbereich komplett ausgenutzt wird, weil das eine feinere Einstellung der Lautstärke ermöglicht. Gerade bei neueren Geräten tanzt bei 10 Uhr schon der Bär. Das soll vielleicht Leistungsreserven suggerieren, ist aber sinnloser Mist.

    HIER tägl. ab 19.30 Uhr Dual- Chatstammtisch! =)
    Daniels Schnauze - die wirklich wirkliche Wirklichkeit - wirklich! NEU! Update 17.07.2006

  • Mir persönlich gefällt es besser, bei 12 Uhr schon beinane Nennleistung zu haben. Technisch gesehen ist es natürlich Quatsch.


    Bei CV 1460 ist das so, den hab ich noch nie weiter als 8 von 10 aufgedreht = 3 Uhr.


    Bei CV 1450 war es nicht so, hab ich aber umgebaut. Jetzt kann man ihn auch nicht weiter als 8 von 10 aufdrehen, sonst clippt er.


    Grund:


    Ab 12 Uhr verschwindet Loudness fast vollständig und das will ich aber nicht. Ergo muß der Verstärker bei 12 Uhr einfach lauter sein, um noch etwas Loudness zu haben.


    Und wenn jetzt wieder irgendwer meint, ich bin ein Bum-Bum-Hörer, darf er das ruhig. Weil ich trink meinen Kaffee jetzt und dann hau ich ab.-)



    Grüßle
    Flo

    #allesdichtmachen

  • Zitat

    Original von Zivi Und wenn jetzt wieder irgendwer meint, ich bin ein Bum-Bum-Hörer, darf er das ruhig.


    Das nicht, Florian, aber damit hast Du unnötigerweise den Originalzustand beeinträchtigt. Wäre es nicht einfacher gewesen, das "Contour"-Bedürfnis mit den Klangreglern zu befriedigen? Die wirken bei jeder Lautstärke, und entsprechend (nach persönlichem Geschmack) eingeregelt, brauchst Du dann den Loudneß-Knopf gar nicht mehr.


    Viele Grüße
    Gorbi

    CS 731 Q, 1219 in SABA-Zarge, CV 1700, CT 1641, C 830, CD 120, 4 x CL 730, 2 x Dual-Boxenständer, Sennheiser RS 195, MC 314, Nadelmikroskop, Dual-Plattenklemme, DK 830.

    Nicht-Dual: Blaupunkt Barcelona 3D, Grundig TK 46, Grundig TK 1, SABA Ultra HiFi Studio 9800 Stereo mit Dual 1226 und Sansui ES 50, Grundig Konzertschrank 9078 mit Perpetuum-Ebner "Rex de luxe" und Tonbandgerät TM-8.
    Kellerlager: CV 1600, CV 1200, C 809, DK 710, davon restaurierungsbedürftig: C 844, C 830.

  • Zitat

    Original von Gorbi
    unnötigerweise den Originalzustand beeinträchtigt.


    Es war weder unnötig, noch habe ich ihn beeinträchtigt. Es war eine nötige Modifikation. Ich bin nicht geil drauf, nur aus Prinzip den Originalzustand zu belassen.


    Zitat

    Wäre es nicht einfacher gewesen, das "Contour"-Bedürfnis mit den Klangreglern zu befriedigen? Die wirken bei jeder Lautstärke, und entsprechend (nach persönlichem Geschmack) eingeregelt, brauchst Du dann den Loudneß-Knopf gar nicht mehr.


    Nö, wäre eben nicht einfacher beim Musikhören, zu jeder Lautstärke die Klangregler passend ändern zu müssen.


    Ich will einschalten und Musikhören. Beir mir gibts zu 90 % keine Änderung an den Klangreglern, die stehen auf 0 und das paßt halt.



    Gruß
    Flo

    #allesdichtmachen

  • Hallo,


    Zitat

    Original von Zivi
    Daß ein Verstärker auf Dauerleistung läuft, ist kein Grund, ihn zu loben, sondern Standard. Dafür ist er gebaut.


    Schaust du ab und an im Fernsehen DSF, da läuft Sonntag morgens eine Expertensendung? Für solch eine Aussage hättest du dort 5 Euro ins Phrasenschwein zahlen müssen.


    Und meinen CV 1600 darf ich doch unabhängig von diesem Thread loben, oder hast du was dagegen?


    Zitat

    Original von Zivi
    Dies ist jedoch nicht das Thema. Wenn man den CV 1600 lauter drehen muß, als den CV 1700, ist dies kein Zeichen auf Verschleiß oder defekt, sondern konstruktionsbedingt.


    Dass der Unterschied so groß ist, wie ommadawn ihn beschreibt, DAS ist das Thema. Und das ist mit Sicherheit NICHT konstruktionsbedingt.


    Zitat

    Original von Zivi
    Außerdem liegt es auch am Wirkungsgrad der Boxen und an der Zimmergröße, wie laut man es empfindet.


    Also ehrlich! Was meinst du, wieviele Wohnzimmer und Lautsprecherpaare ich bei mir zur Verfügung habe, dass ich das nicht unterscheiden könnte?


    Zitat

    Original von Zivi
    Wenn der Verstärker voll aufgedreht dagegen noch immer relativ leise spielt, wie wenn er nicht voll aufgedreht wäre, kann man sich durchaus Gedanken machen


    Die Gedanken hat sich ommadawn wohl gemacht, wenn auch vielleicht nicht bei vollem Anschlag (sondern nur bei halbem), das war nämlich der Ausganspunkt des Threads.


    saludos

  • Etwas spät, sorry, trozdem danke für eure Antworten. Da es mir nicht gelungen ist, den CV 1600 bis zum Anschlag aufzudrehen (ohne zu riskieren, daß die Scheiben rausfliegen) denke ich mal, er ist leistungsmäßig schon in Ordnung. Mir wäre es troztzdem lieber, wenn er schon bei 10 Uhr Zimmerlautstärke hätte, der Bereich zwischen Linksanschlag und 12 Uhr ist m. E. unnötig weit gedehnt.


    Aber Hauptsache es ist "nix hi" ;), wie ich ja schon befürchtet hatte.


    Grüße
    ommadawn

  • Hallo!


    Also jetzt muß ich trotzdem mal nachhacken.


    Schließe bitte mal ein Hochpegelgerät wie einen Tuner oder einen CD-Spieler an und schalte den entsprechenden Eingang <hinten> auf 0 dB!


    Und dann kannst Du den Lautstärkeregler wirklich bis zum rechten Anschlaf aufdrehen, ohne daß er verzerrt???


    Das wäre schon etwas komisch.


    Daß diese Verstärker zwischen links und 12 Uhr recht leise laufen, ist normal, aber nicht schlecht, sondern eher sehr gut gelöst: Denn die meisten Potis haben nicht so tellen Gleichlauf zwischen rechts und links. Bei kleinen Lautstärken fällt das aber besonders stark auf. Wenn man nun weiter aufdrehen muß, wird der Gleichlauf besser.

    #allesdichtmachen

  • Hi,


    da schrieb jemand:


    "Da es mir nicht gelungen ist, den CV 1600 bis zum Anschlag aufzudrehen"


    Betonung auf nicht, oder ;)


    Das Volumepoti des 1600 ist IMHO tatsächlich feiner gestaltet als das des 1700, was in der Tat ein Vorteil ist.
    Viele Potis aus dieser Zeit sind dermaßen sch... zum bedienen, dass man schon ganz filigrane Finger für die richtige Lautstärke braucht.
    Mein alter Kenwoodreceiver ist auch so ein Teil; auf 09:00 Uhr schon Zimmerlautstärke, bei 11:00 Uhr rufen die Nachbarn an. So ein Quatsch braucht kein Mensch.


    Meine VV haben dagen durch die Reihe schön lineare Regelmöglichkeiten, die ich nicht missen möchte :)


    MfG, Ronny


  • Oh... da hab ich wohl ein "nicht" übersehen. Das mach ich gern.... :rolleyes:

    #allesdichtmachen

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