Guten Tag Foristen, Dualisten und die die zweiteres noch werden wollen.
Heute möchte ich gleich mal mein Vorhaben, hier nur immer jeweils von jedem Modell einen vorzustellen missachten. Denn es geht um einen Dual 1219. Bisher nahm ich an (vor allem nachdem ich mehrere davon hier hatte zum Restaurieren), dass ich wohl nie einen davon behalten würde. Dafür gab es mehrere Gründe.
Einerseits ist mir der Kerl optisch zu nah an zb einem 701 oder von der Art her auch einem 721. Andererseits ist mir die Technik zu dicht am 1019. Und das ich den mag, brauche ich wohl nicht mehr zu sagen. Dazu kommt, dass ich bisher noch keinen 1219/1229 Motor erlebt hatte (!
) der wirklich leise ist. Beinahe jeder 1019 Motor den ich gewartet hatte war leiser. Das hängt natürlich auch vom Erhaltungszustand ab. Schief eingelaufene Lagerbuchsen kann man nun mal nicht mehr gerade schmieren... ![]()
Daher hatte ich auch den einzigen 1219, der es bis jetzt fast geschafft hatte hier zu bleiben wieder (voll gewartet), zu seinem Besitzer als Dankeschön für Beschaffungsfahrten in einem weit weit südlich gelegenen Fanggebiet für Plattenspieler zurück geschickt.
Nun kam es aber anders wie vor einiger Zeit im Klassikerneuzugänge präsentiert...
dual-board.de/index.php?thread/&postID=1369792#post1369792Da stand er nun also. Ein paar andere Dreher waren noch vor ihm in der Pipeline. Aber irgendwann ging es dann doch los... Ich fing mal mit dem Teller an, weil mich juckte ob der äußere Zierring nach Entfernen der Folie makellos vor mir liegen würde. Und ja... nach einer schier endlosen Frickelei die Folie in Milimeterstückchen ab zu puhlen zeigte sich, die Blende war makellos... ![]()
Der Tellerrand wurde noch geschliffen und die Matte wie immer mit Silkonöl herausgeputzt.
Das war also geschafft. Da sich später herausstellte das es sich lohnt, werde ich noch eine makellose mittlere Blende suchen. Oder diese lackieren, oder polieren. Das muss ich mal testen. Bei einem 701 hatte ich damit gerade gute Erfahrungen gemacht.
Nun wollte ich mal sichten, was ich denn da geangelt hatte.
Das sah soweit schon mal alles nach Potential aus. Sollte sich da ein 1219 für den maadischen Hofstaat empfehlen? ![]()
Trotz ziemlicher Verharzung war nichts gebrochen oder so. Der Verkäufer sagte mir (wie schon im Klassikerneuzugänge erwähnt) das der Dreher wohl kaum benutzt wurde. Das konnte man auch am Zustand erkennen. Keine Abnutzungsspuren, keine Beschädigungen. Nicht mal die kleinsten Mängel in allen Teilen am Chassis (ok, die mittleren Tellerblende wie schon gesagt).
Die Zarge hatte ein paar Spuren und war aber sonst in tadellosem Zustand. Auch hier nichts abgebrochen oder sonstiges.
Also mal wieder (wie immer...
) ganz genau hingucken.
Hier gibts dieses Mal kein so aufgeräumtes Bild von. Ich wollte den 1219 ursprünglich "für mich selbst" machen. Also ohne Bilder. Denn die benötige ich eigentlich nicht. Daher gibts auch von der sehr umfangreichen Wartung aller Einzelteile kaum bis gar keine Bilder dieses Mal.
Und da war "ER". ![]()
Ich hatte es schon nicht mehr geglaubt. Aber er sollte doch kommen und das mit diesem 1219. Der erste wirklich leise 129/1229 Motor den ich hier hatte. Was für ein Glück, denn zu diesem sehr gut erhaltenen Dreher gehört auch ein leiser Motor. Ich tausche übrigens nach einem arbeitsreichem Vorfall jetzt pauschal immer die Madenschrauben an den Pulleys gegen neue mit Innensechskant aus. Nachdem mir bei einem 1229 beim abschließenden Einstellen der Geschwindigkeit doch glatt der Schlitz der Madenschraube gebrochen ist und ich viel Ärger damit hatte das wieder zu reparieren habe ich die Nase voll... Ausserdem lässt sich mit einem gewinkelten Innensechkantschrauber viel entspannter einstellen... ![]()
Der Motor lief nun seine Einführungsrunden auf dem Schrank stehend und ich machte mich über den Rest des 1219 her. Wie erwähnt, gibt es keine Bilder dazu... sorry. Irgendwann war ich dann fertig.
Alles lief glatt. Alles funktionierte soweit. Hier und da noch was einstellen. Aber keine Probleme weiter. Ich hatte zwar leider einen winzigen "Ditscher" in die Aluleiste des Chassis gemacht (neben dem Pitch Dreher beim abmontieren desselben), aber das sieht man gar nicht so klein ist das. War trotzdem ärgerlich ein bestimmt eher selten anzutreffendes vollkommen Mängelfreies Chassis selber einen Mangel zu zaubern... naja...
UND JA VERDAMMT. ER BEKAM EIN NEUES GUMMI!! ![]()
Danach nahm ich mir noch das System mit der verheißungsvollen roten HighTrack Nadel vor. Erstmal reinigte ich alles (TK, System und Nadel) äußerlich. Dann hab ich den Cantilever inkl. Stein kurz in Isoprop eingeweicht und vorsichtig über einen Reinigungsradierer (Zauberschwamm) gezogen. Das Ergebnis war ein unter meiner 60-fach Lupe sauberer offenbar unbeschädigter Stein. Die Abnutzung kann man natürlich nicht wirklich so bewerten. Aber alles an der Nadel sah so gut und sauber aus, das ich gerne glauben mag das die selten gespielt wurde.
Man verzeihe mir die Bildqualität. Aber mit dem Handy Freihand durch eine billige 60-fach Lupe knipsen ist schon Horror...
Nachdem das erledigt war musste ich natürlich noch hören was da raus kommt. Auch hier konnte ich keine hörbaren Mängel feststellen. Also super Fang. Passt und klingt gut. Und im Gegensatz zum roten VM-95 mag ich hier sogar das Rot... ![]()
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Tjo, Chassis war also fertig. Tonabnehmer auch. Blieben noch Haube und Zarge...
Geht gleich weiter...