Dual Party 300V - Hilfe/Fragen zur Aufarbeitung

  • Werte Boardler,

    ich habe vor ein paar Tagen einen Dual Party 300 V erworben, er war in meinem Nachbarort als defekt annonciert.
    Ich weiß nicht, was genau ausschlaggebend war, aber er hat mich auf Anhieb irgendwie sehr angesprochen und so kam er dann gestern zu mir.

    Ich kann aktuell nur über seinen optischen Zustand berichten, der ist meines Erachtens ziemlich ordentlich. Technisch habe ich ihn nicht prüfen können, da der Ein-/Auschaltknopf nicht beweglich ist. Ich würde ihn gerne wieder aufbereiten, weiß aber auch, dass es für mich ein sehr geduldiger Aufwand werden wird. Denn: er stammt aus einer Zeit von Dual-Geräten, bei denen ich keinerlei Erfahrung habe.

    Daher bitte ich von Experten, die dieses Gerät gut kennen, um behutsame Ratschläge zur schrittweisen Aufarbeitung - sowohl der Mechanik, den elektrischen Komponenten und zuletzt auch des schönen Koffers.
    Ich würde gerne nach und nach und schrittweise vorgehen und Fragen stellen bzw. auf Ratschläge zur Vorgehensweise antworten. Daher bitte ich bei den Experten um Geduld und langsames Erklären.

    Am Anfang stellt mich alleine schon der Aufbau und das Auseinandernehmen der Einzelkomponenten vor Schwierigkeiten.

    Der Einschaltknopf ist fest und lässt sich nicht bewegen. Ich denke, das ist eine Frage der Verharzung. Da ich das Gerät wohl eh in seine Komponenten werde zerlegen müssen, die erste Frage:
    Wie gehe ich beim Auseinanderbauen sinnvoll in welcher Reihenfolge vor, wie komme ich am besten an den Einschaltknopf?

    Danke für geneigte Mithilfe im Voraus und Grüße
    Pick / PortobelloBelle

    Es gibt bereits schöne Beiträge hier im Board und auch außerhalb im Radio-Bastler-Forum, bei Bedarf bitte gerne auf einzelne Teilbeiträge verlinken, die für meine Fragen hilfreich sind:

    Dual 300 V Party (Bj. 1959) Elektronik zwingend überholen/tauschen?
    André's axiales Abenteuer 
    Plattenspieler Dual Party 300V - Radio-Bastler Forum (RBF)
    Dual Prospekt 1963-64

    Anbei ein paar Eindrücke vom aktuellen Zustand:











    «Ich habe viel Geld für Alkohol, Frauen und schnelle Autos ausgegeben – den Rest habe ich einfach verprasst.»
    (George Best, * 22. Mai 1946 in Belfast; † 25. November 2005 in London, Legende von Manchester United, Nordirischer Fußball-Nationalspieler)

  • Weiß jemand, von welcher Art von Metall die Beschläge des Party 300 V sind? Ist das Messing oder eine andere Legierung?
    Wie man sieht, sind diese stark angelaufen/korrodiert.

    Ich habe gesucht und recherchiert, wie man dem Belag beikommen könnte. Für Messing wird oft Essig/Zitrone/Salz und deren Kombination als Möglichkeit erwähnt.

    Hat jemand eigene Erfahrungen mit den Beschlägen an diesen alten Dual-Geräten, ob und wie man diese wieder glänzend bekommt?

    Die alte Patina hat ja auch etwas und stört mich eigentlich nicht. Falls aber erfolgsversprechende Aussicht besteht, diese wieder glänzend zu ekommen, wäre mir dies jedenfalls einen Versuch wert.

    «Ich habe viel Geld für Alkohol, Frauen und schnelle Autos ausgegeben – den Rest habe ich einfach verprasst.»
    (George Best, * 22. Mai 1946 in Belfast; † 25. November 2005 in London, Legende von Manchester United, Nordirischer Fußball-Nationalspieler)

  • Dein Gerät hat noch einen Röhrenverstärker mit Selengleichrichtern eingebuat, wenn ich das richtig sehe.
    Ich glaube ich habe so einen als Teileträger auch noch im Keller. War mir damals zuviel Arbeit 8o

    "I've got that on vinyl"

  • Falls aber erfolgsversprechende Aussicht besteht, diese wieder glänzend

    Besteht leider nicht. Da das kein 'Vollmessing' ist, wird das durch Polieren an den statk korrodierten Stellen blank.

    Entweder die groben Stellen vorsichtig wegpolieren und mit der Patina leben, oder komplett polieren und mit Messinfarbe lackieren bzw. galvanisch vermessingen.

    Martins Lieblingsdreher: Dual 1229, Dual 1000/1001, Dual 300 Siesta, Luxor GW1. Alles Weitere im Profil.

  • Diese Flecken sehen für mich aus, als wäre die Messingauflage noch zusätzlich mit Zaponlack gegen Anlaufen geschützt worden, der sich fleckenweise gelöst hat. Für ein halbwegs gleichmäßiges Ergebnis müsste man den wohl als erstes entfernen. Und dann vorsichtig mit Messingpolitur (z.B. Sidol) arbeiten.

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