Zusätzliche Diode auf Platine CS630Q

  • Hallo Gemeinde
    bin grad an einem CS630Q dran.
    Beim Austausch der Kondensatoren und Z-Diode auf der Steuerplatine ist mir auf der Rückseite eine Diode aufgefallen,
    die wahrscheinlich nicht original ist.
    Aufschrift: AA 14 3
    Anhand der Schaltpläne und Platinenbilder habe ich die Diode mal eingezeichnet.
    Finde die auch nicht im Schaltplan.
    Für was könnte die sein.


    Es war sicher schonmal jemand dran, denn es war auch ein provisorischer Steuerpimpel drauf.
    Gekauft habe ich ihn mit der Aussage, dass der Arm mitten im Betrieb immer mal wieder hoch geht.
    Das tat er bei mir, leider unbemerkt, nur einmal, danach war 10 Stunden nichts mehr. Aber das nur am Rande erwähnt.

    Viele Grüße Ralf
    40km entfernt vom Dualwerk

    Um zum Dualisten zu werden ist es nie zu spät!!!!:):):)

  • Hallo Ralf,

    die Diode kann nicht "original" sein. AA bedeutet Germanium-Diode und die wurde z.Zt. des CS630q nicht mehr verwendet.

    Auslösen könnte die Diode ein Anheben des Lifts bei der Stop Funktion.

    Das muss die Elektronik aber auch ohne die Diode machen.

    Gruß Peter

  • hat sich durch Peters Beitrag erledigt.

    Beste Grüße Rainer

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    „Audiophile verwenden ihre Geräte nicht, um Ihre Musik zu hören. Audiophile verwenden Ihre Musik, um ihre Geräte zu hören.“

    Alan Parsons

  • Hallo Ralf,

    die Diode kann nicht "original" sein. AA bedeutet Germanium-Diode und die wurde z.Zt. des CS630q nicht mehr verwendet.

    Auslösen könnte die Diode ein Anheben des Lifts bei der Stop Funktion.

    Das muss die Elektronik aber auch ohne die Diode machen.

    Hallo Peter und luiswu
    vielen Dank für die schnelle Rückmeldung
    aufgrund des Einbaupunktes habe ich mir das so ähnlich gedacht.
    Werde das Teil erstmal ausbauen. Habe alles gewechselt und werde alles zusammenbauen und testen.

    Meldung folgt!!!

    Viele Grüße Ralf
    40km entfernt vom Dualwerk

    Um zum Dualisten zu werden ist es nie zu spät!!!!:):):)

  • Hallo Ralf,

    ich wage mich mal an die angedachte Funktion der zusätzlichen Germaniumdiode AA143. Da ich den Rest der Schaltung nicht kenne, vermute ich mal dass die jeweiligen 6.8K Basis Widerstände über den entsprechenden Taster (Stop, Start, Lift) nach Masse geschaltet werden, wodurch der entsprechende PNP Transistor BC558 durchschaltet und somit auch der nachfolgende NPN Transistor BC337 durchschaltet und somit das jeweilige Relais anzieht. Nimmt man nun an, dass der 6,8K Basiswiderstand quasi solange er nicht über den Schalter nach Masse geschaltet wird, in der "Luft" hängt, kann er Brummspannung aufnehmen, die dann an die Basis des BC558, in dem Falle der, der für die Lifterfunktion zuständig ist, von ihm verstärkt wird, und dann bei der negativen Halbwelle, durch die (zu) hohe Verstärkung zum Durchschalten des BC337 führt und damit das Lifterrelais anziehen läßt. Das würde erklären, warum erratisch ab und zu während des Spielens der Lifter hochgeht und die NPN/PNP Transistoren nicht gelöscht werden. Genau um das zu erreichen, hat der Künstler die Germaniumdiode eingefügt, die die negative Halbwelle der Brummspannung über die Widerstände des üblicherweise gesperrten NPNs in der Stop Schaltung nach Masse ableitet. (Die positive spielt keine große Rolle, da der NPN in der Lifterschaltung eh bei positiver Basisspannung gesperrt ist). Wird nun aber die Stop Taste gedrückt, hat die Diode keine Funktion mehr und genauso auch wenn der 6,8K Basiswiderstand der Lifterfunktion nach Masse geschaltet wird. Also die Diode ist dafür vorgesehen, um das gelegentliche Auslösen der Lifterfunktion ohne Drücken der zugehörigen Taste zu verhindern (was ja aber offensichtlich nicht wirklich immer funktioniert). Ich würde die Diode entfernen, den PNP durch einen PNP mit niedrigerem Verstärkungsfaktor ersetzen und/oder in die Basis Leitung einen Kondensator (sowas zwischen 0,1 und 0,47 µF mal) einbauen um die Brummspannung von der Basis des PNP abzuleiten.

    Das alleinige Entfernen der Diode, dürfte das Lifterproblem nicht lösen, da sie ja genau dafür zusätzlich eingebaut worden war.

    Dann natürlich noch mein üblicher Hand auf Legen Tip ohne jedes Multimeter Messen;): Würde mal mit dem Finger (vor sowie nach Entfernen der Diode) auf den Eingang des 6.8K Basiswiderstand legen: Hebt sich dann der Tonarm?

    Da ich den Rest der Schaltung nicht kenne, kann ich natürlich auch mit meiner Interpretation falsch liegen.

    Beste Grüße mit freiem Abschuß für die HM Kommentatoren

    Michael

    2 Mal editiert, zuletzt von Bamprof (3. Mai 2026 um 14:56)

  • Danke Michael
    nach gefühlten 15x lesen kann ich dir einigermaßen folgen.
    Meistens tritt der Fehler auf , wenn das Tachosignal von der Motorplatine nicht richtig weitergeleitet wird.
    Wenn dann die voreingestellte Drehzahl nicht mehr stimmt geht das Display aus und der Lift geht automatisch hoch.
    Die Elektronik macht einen kurzen Reset und läuft dann meistens wieder.
    Ich weiss also nicht ob mit der Diode an der falschen Ecke zuerst gebastelt wurde, da ja der Fehler auch woanders herkommen kann.

    Kannst du mir deine Lösung mal aufzeichnen im Plan.
    Ich versuche es erst ohne deine Lösung, wenn der Fehler auftritt werde ich darauf reagieren.

    Viele Grüße Ralf
    40km entfernt vom Dualwerk

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  • Was meinst du mit Tachosignal wird nicht richtig weitergeleitet. Woher weißt du das? Abgesehen von dem Liften, klingt deine Beschreibung nach einem üblichen Hochlaufen/Unterschreiten der Drehzahl des Motors.

    Ok, werd mir mal den kompletten Schaltplan besorgen und anschauen. Hab aber nach deiner Beschreibung noch mehr das Gefühl, dass die zusätzliche Diode mit dem Problem direkt was zu tun hat. Würde sie auf jeden Fall mal entfernen. Denke mal, das Problem wird dann aber noch schlimmer. Dann kann man sich aber mal auf die Suche begeben, woher das eigentliche Problem kommt.

    LG Michael

  • Hallo Michael
    als ich geschrieben habe "meistens tritt der Fehler auf...usw. " meinte ich bei anderen 630ern die ich Zuhause hatte.
    Bei diesem weiss ich es noch nicht. Ich hatte aber noch keinen bei dem das Problem auf der Steuerplatine lag, sondern nur auf der Motorplatine.

    Nochmal zum Verständnis: Der Tacho gibt ein bestimmtes Signal an den Prozessor. Dieses Signal läuft über Widerstände, Kondensatoren usw.
    Ist in dieser Kette etwas nicht OK erhält der Prozessor ein falscher Signal oder keines und die Drehzahl ist falsch. Daraufhin wird der Tonarm angehoben und es startet ein Reset.
    Gleiches erreicht man auch wenn man den Plattenteller mit der Hand leicht blockiert das die Drehzahl nicht stimmt.
    Das passiert alles auf der Motorplatine.
    Hoffentlich habe ich das richtig beschrieben!!!!!

    Viele Grüße Ralf
    40km entfernt vom Dualwerk

    Um zum Dualisten zu werden ist es nie zu spät!!!!:):):)

  • Hallo Ralf,

    Danke für die Klarstellung, wobei mir das auch prinzipiell in etwa so bekannt ist. Wenn die Drehzahlregelung nicht mehr korrekt funktioniert, haben bei mir die Dreher dann aber immer hochgedreht. Gibt es von "Wacholder" übrigens eine Top Beschreibung des Fehlers und der Reparatur dazu. Solche Dreher hatte ich auch schon und da war der Fehler meistens defekte OPAMPs/Kondensatoren auf der Platine, auf der die Drehzahlregelung lokalisiert ist. Dabei ist mir allerdings bisher noch nie passiert, dass auch der Tonarm angehoben wurde. Würde ich auch technisch erstmal nicht verstehen, wieso, aber was heißt das schon, wenn ich das nicht verstehe;).

    Ich werde das mal durch Abbremsen des Plattentellers per Hand versuchen nachzuvollziehen. Aber auch wenn die Steuerung der Drehzahl meistens auf der/den Motorsteuerplatine(n) logischerweise läuft, gerade das Signal, dass entsteht, wenn die korrekte Drehzahl erreicht ist, wird zumindest bei den Drehern, die ich im Detail kenne, zuletzt auf die Platine zur Schaltkulisse zurückgeführt/ ausgewertet und da sind wir dann wieder bei der Germaniumdiode.... Wie gesagt, muß mir mal den kompletten Schaltplan zu deinem Dreher anschauen.

    Nochmals liebe Grüße

    Michael

  • Hallo Ralf,

    Danke für die Klarstellung, wobei mir das auch prinzipiell in etwa so bekannt ist. Wenn die Drehzahlregelung nicht mehr korrekt funktioniert, haben bei mir die Dreher dann aber immer hochgedreht. Gibt es von "Wacholder" übrigens eine Top Beschreibung des Fehlers und der Reparatur dazu. Solche Dreher hatte ich auch schon und da war der Fehler meistens defekte OPAMPs/Kondensatoren auf der Platine, auf der die Drehzahlregelung lokalisiert ist. Dabei ist mir allerdings bisher noch nie passiert, dass auch der Tonarm angehoben wurde. Würde ich auch technisch erstmal nicht verstehen, wieso, aber was heißt das schon, wenn ich das nicht verstehe;).

    Ich werde das mal durch Abbremsen des Plattentellers per Hand versuchen nachzuvollziehen. Aber auch wenn die Steuerung der Drehzahl meistens auf der/den Motorsteuerplatine(n) logischerweise läuft, gerade das Signal, dass entsteht, wenn die korrekte Drehzahl erreicht ist, wird zumindest bei den Drehern, die ich im Detail kenne, zuletzt auf die Platine zur Schaltkulisse zurückgeführt/ ausgewertet und da sind wir dann wieder bei der Germaniumdiode.... Wie gesagt, muß mir mal den kompletten Schaltplan zu deinem Dreher anschauen.

    Nochmals liebe Grüße

    Michael

    Hallo Michael
    habe es grad probiert. Der Arm geht NICHT hoch wenn ich per Hand schneller oder langsamer drehe.
    Das habe ich wohl falsch in Erinnerung
    Danke für deine super Erklärungen. Habe viel dazu gelernt!!!!!!

    Viele Grüße Ralf
    40km entfernt vom Dualwerk

    Um zum Dualisten zu werden ist es nie zu spät!!!!:):):)

  • Hallo Ralf,

    ich habe auch gerade sehr viel gelernt, da ich mir mal den kompletten Schaltplan des 630er angeschaut habe. Und sorry, ich muß mich stark korrigieren. Die Dual Dreher, die mir bisher untergekommen waren, sind richtig "old fashioned" Elektronik aus meiner Jugendzeit:(, wie zB im 741er da sind selbst die Monoflops noch diskret mit Transistoren aufgebaut und ein Dioden Gatter übernimmt beispielsweise die Logikverknüpfung der gedrückten Tasten. In späteren Modellen wurden diese Funktionen dann durch Timer und (TTL) Logik ICs ersetzt. Aber chapot, in dem 630er hat Dual tatsächlich bereits für die Steuerung einen Mikroprozessor, einen 6805, verbaut. Und somit lag mein erster Verdacht natürlich daneben, allerdings, wenn auch wieder nicht ganz so weit. Ich hatte vermutet, dass vor den 6.8K Widerständen direkt die Taster liegen, die wie in den älteren Modellen bei der Tastenbetätigung die betreffende Leitung nach Masse schließen, wodurch die Schaltstufen durchgeschaltet werden. Aber weit gefehlt. Die 6.8K Widerstände hängen nicht in der Luft sondern sind direkt mit vier (der insgesamt 8) Ausgänge (A0 bis A3) des Mikroprozessors verbunden. D.h. wenn eines der betreffenden Relais schalten soll, wird der betreffende Ausgang (A0...A3) vom Mikroprozessors nach Null geschaltet. Das macht die Sache natürlich komplizierter und schwieriger zu realisieren, weil die Programmroutinen, die in den Mikroprozessor hineinprogrammiert sind, vermutlich keiner genau kennt? und auch deren korrekten Ablauf nicht so einfach nachvollzogen werden kann. Deshalb auch der Versuch mit der Germaniumdiode. Der Bastler hatte das eigentliche Problem wohl korrekt geortet, sprich der Mikroprozessor legt den Ausgang A0 erratisch hin und wieder und zum falschen Zeitpunkt auf Masse, wodurch das entsprechende Relais für die Liftersteuerung anzieht. Die wirkliche Ursache dafür zu finden, ist natürlich schwierig bis unmöglich, vor allem wenn der Fehler im Mikroprozessor selbst liegt. Dann ist der Fehler nur durch Austausch durch einen korrekt programmierten! (nicht leeren) 6805 zu beheben. Da er den Fehler nicht gefunden hat, wollte er durch eine Verknüpfung der Ausgänge genau genommen der Lift- mit der Stopfunktion den Fehler hinter dem Mikrokontroller korrigieren, gar nicht mal so ungeschickt!.

    Also erweitert sich das Problem eigentlich auf die Frage, woher kommt der fehlerhafte Impuls auf der Leitung A0. Das kann aber leider wie gesagt viele Ursachen haben. Wenn es am Mikroprozessor selbst liegen sollte, wird das kaum zu identifizieren sein. Würde man am leichtesten durch den Austausch der Platine herausfinden können. Andererseits muß der Fehler nicht am Heiligsten Teil der Steuerung liegen. Es kann zB nur eine schlechte Lötstelle sein, oder auf ein Problem in der Stromversorgung zurückgehen, oder die Motorsteuerung, die dem Mikroprozessor meldet, wenn die korrekte Drehzahl erreicht ist etc. Persönlich würde ich tippen, dass es nicht der Mikroprozessor selbst ist, sondern er fehlerhaft getriggert wird.

    Du erwähnst den Tausch der Zehnerdiode. Die ist unmittelbar für die Spannungsversorgung des Mikroprozessors mit 5V verantwortlich. Warum hast du die getauscht? War die defekt, welche Spannung lag dann an dem Mikroprozessor an? Hat er dabei eine Überspannung abbekommen? Hast Du die 5V Spannung am Mikroprozessor jetzt nachgemessen? Sind die Ladeelkos ok, sprich die Versorgungsspannung ausreichend stabilisiert? Wenn die gängigen Fragen ohne Lösung des Problems abgearbeitet und alles ok erscheint (wie ich vermuten würde), würde ich persönlich mit einem Oszi und/oder einem Signalanalyzer den Ausgang A0 überwachen, um erstmal eine Idee zum Auftreten, Verlauf, Impulslänge und Form des Störimpulses zu bekommen. Mit dem Wissen könnte man vielleicht sogar die Bastlerlösung eventuell noch optimieren. Um den Fehler einzuengen, würde ich parallel zu dem fehlerhaften Impuls auf A0 gleichzeitig nach einem anderen Impuls suchen, der synchron den Mikroprozessor eventuell triggert (mein Verdacht wäre da ein Interrupt auf dem INT Eingang zum falschen Zeitpunkt), wie zB die von dir erwähnte falsche Drehzahl. Meine Arbeitshypothese wäre, dass beim Erreichen der korrekten Drehzahl über die Motorleitung 4 ein Interupt (INT) (oder alternativ ein Resetimpuls) des Mikroprozessors normalerweise erfolgt, der den Ablauf der Start/Lifterroutine steuert und in dessen Folge das Stop bzw. das Lifterrelais anzieht, sprich A0 auf Masse gelegt wird. Dann wäre der Mikroprozessor ok, er bekäme nur von außen die falschen Infos zum falschen Zeitpunkt, die dann zum Durchschalten von A0 führt. In dem Falle würde also möglicherweise der Fehler nicht beim Mikroprozessor sondern an den ihn steuernden Eingangsimpulsen liegen, zB dass die Drehzahl des Motors nicht korrekt rückgemeldet wird, also Motorelektronik oder Motor selbst. Deshalb würde ich mit einem Oszi und/oder Signalanalyzer die Impulse an den vier Ausgängen A0 bis A3 sowie dem INT und Reseteingang verfolgen, die nach Betätigen der betreffenden Steuertasten über A0...A3 ausgegeben werden bzw. bei Erreichen der Drehzahl (bzw. was z.B. passiert beim Abbremsen per Hand). Versteht man das Zusammenspiel der Impulse, kann man (eventuell) ableiten, wo der eigentliche Fehler herkommt

    Also man sieht viel Feind viel Ehr. Das ist eine sehr interessante challenge und die Lösung wird nicht einfach. Und endlich mal etwas, wo auch wirklich Messungen Sinn machen:).

    Beste Grüße

    Michael

  • Guten Morgen Michael
    bist du eigentlich völlig wahnsinnig :):):) mitten in der Nacht einen solchen Bericht zu verfassen.

    Habe gestern alles zusammengebaut. Alle Funktionen gegeben. Zwei Stunden Spielzeit (hat nichts zu sagen:rolleyes:)

    Die Zehnerdiode und die Kondensatoren werden von mir immer gewechselt.
    Die Kondensatoren aufgrund des Alters und des geringen Zeit- und Preisaufwandes.
    Habe die Kondensatoren nachgemessen. Nicht einer lag ausserhalb von 15% Abweichung!!! Das hatte ich noch nie!!!!

    Die Zehnerdiode ist von Dual direkt auf die Platine gelötet worden. In diesem Bereich sind deutliche Hitzespuren zu sehen. (fast bei jedem 630er so)
    Die neue Diode löte ich dann mit Abstand zur Platine ein. (Gibt es mehrere Berichte dazu im Board)

    Heute Abend mache ich mal ein paar Messungen.

    Deshalb würde ich mit einem Oszi und/oder Signalanalyzer die Impulse an den vier Ausgängen A0 bis A3 sowie dem INT und Reseteingang verfolgen

    Dafür fehlt mir praktisch ALLES!!!!!

    Viele Grüße Ralf
    40km entfernt vom Dualwerk

    Um zum Dualisten zu werden ist es nie zu spät!!!!:):):)

  • Es gibt bei den 630 unterschiedliche Bestückungen mit Kondensatoren, die unterschiedlich gut altern. Viele Exemplare haben Elkos von Roederstein, die alle mindestens halb tot sind. Andere hingegen haben japanische Elkos, die tendenziell deutlich besser überlebt haben und zumindest noch nah an der Toleranz sind.

    Es gibt theoretisch Möglichkeiten, maskenprogrammierbare Mikrocontroller auszulesen, aber dazu müsste man einen intakten Prozessor zu jemand bringen, der das beherrscht, und gewillt ist, die Arbeit zu investieren. Leider kenne ich niemand persönlich, der das könnte, ich weiß nur aus diversen Internet-Berichten, dass es möglich ist. Hat man das geschafft, kann man recht simpel einen neuen programmieren und einsetzen.

  • Hallo Ralf,

    schau auch mal, ob der Kondensator CR24 an der Resetleitung des 6805 ein Tantalkondensator ist. Wenn ja, würde ich den auch mal tauschen, nicht dass er ab und zu mal einen Reset verursacht.

    Nochmals LG Michael

  • Es gibt bei den 630 unterschiedliche Bestückungen mit Kondensatoren, die unterschiedlich gut altern. Viele Exemplare haben Elkos von Roederstein, die alle mindestens halb tot sind. Andere hingegen haben japanische Elkos, die tendenziell deutlich besser überlebt haben und zumindest noch nah an der Toleranz sind.

    Es gibt theoretisch Möglichkeiten, maskenprogrammierbare Mikrocontroller auszulesen, aber dazu müsste man einen intakten Prozessor zu jemand bringen, der das beherrscht, und gewillt ist, die Arbeit zu investieren. Leider kenne ich niemand persönlich, der das könnte, ich weiß nur aus diversen Internet-Berichten, dass es möglich ist. Hat man das geschafft, kann man recht simpel einen neuen programmieren und einsetzen.

    absolut richtig, man müsste aber zunächst noch genau abklären, welcher (der mir bekannten drei) Typ(en) von MP von Dual verbaut ist. Und ob man ihn wirklich auslesen kann, weiß letztlich nur Dual oder wenn man erfolgreich war. Und dann müßte man einen leeren wieder programmieren. Würde mich alles nur interessehalber reizen. Schneller ist dann ein funktionierender MP/Steuerplatine aus einem Schlachtgerät besorgen...

    Und auch ja zu deinem Kommentar zu den Kondensatoren. Deshalb auch noch mein nachgeschobener Hinweis auf den Kondensator am Reseteingang des MP. Auch der ist ein guter/schlechter Kandidat, von dem das Problem ausgehen könnte. Da lobe ich mir doch die alten diskreten Schaltungen, obwohl auch da ein solcher Mal da, mal nicht da Fehler einem den letzten Glauben rauben kann.

    LG Michael

  • Hallo!

    Mein bescheidener beitrag zu dem Problem ist, daß bei meinem 630ger die ganzen Tastenfeld-Kontakt-Drähte-Lötstellen (Spagetti-Wort-Time!8)) gebrochen waren und nur sporadisch Wackler erzeugt haben (lief, lief nicht.., Fehlermeldung)
    Die vielleicht nochmal Nachlöten. Vielleicht bringen diese Wackler den Proz. etwas aus dem Takt.

    Gruß
    Oliver

  • Ich kenne ja nur den 620Q, der aber ähnlich aufgebaut ist. Ich besitze derer 2, und beide zeigten ähnliches Verhalten auf der Arbeitsplatte (LED erlischt und Lift geht hoch, sporadisch). Hab mir nen Wolf gesucht. Der Fehler war mein Phone, das in unmittelbarer Nähe des Drehers lag! Phone nach nebenan und beide laufen störungsfrei. Na gut, 1m Abstand reicht auch schon :)

    LG

    Micha

  • Hallo,

    ja, damals gab es eben noch keine Handies, geschweige denn Schmartföns. Das war Seinz Fiktschn seinerzeit...

    Peter

    Die Leute blicken immer so verächtlich auf vergangene Zeiten, weil die dies und jenes ›noch‹ nicht besaßen, was wir heute besitzen.
    Es ist nicht nur vieles hinzugekommen. Es ist auch vieles verloren gegangen, im guten und im bösen. Die von damals hatten vieles noch nicht. Aber wir haben vieles nicht mehr.
    (Tucholsky)

  • Hallo alle zusammen

    den CR24 habe ich gewechselt. Im Service Manual steht er mit 2u2 drin, in Wirklichkeit war ein 1uF drin.

    Das Ursprungsthema war ja die zusätzliche Diode. Und schaut mal was ich zufällig im SM gefunden habe,auf der letzten Seite.

    Das bedeutet für mich, das Dual generell Probleme hatte mit dem Lift, und die Diode Werkseitig eingebaut wurde!!!

    Viele Grüße Ralf

    40km entfernt vom Dualwerk

    Um zum Dualisten zu werden ist es nie zu spät!!!!:):):)

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