Moin,
man hat mir gesagt ich soll hier anstatt im Klassikerneuzugänge posten. Na dann... versuche ich es mal.
Ende 2025 bekam ich einen 1019 in Teilen und nicht ganz vollständig soweit ich mich erinnere. Einen relativ ranzigen Teller hatte ich auch noch bekommen. Da wusste ich erst nicht so recht ob ich den mal verwenden werde können. Aber nun erst Mal einen Eindruck was ich da wie bekam. Man sehe mir nach, das ich das Sammelsurium weder auf meine Herdplatte, noch auf meinen schönen Flurschrank gekippt habe... ![]()
Ankunft Ende 2025. Es hätte auch gut ein Coverbild für ein Deathmetal Album werden können... ![]()
Nach dem Sortieren und Sichten der einzelnen Teile (daher auch kein Bild des komplett demontierten 1019 dieses Mal) ging ich dann für mich eher unüblich mit recht langen Pausen ans Werk. Warum? Na weil ich das Design des Drehers mehrfach überdacht und geändert hatte. Ursprünglich sollte dieser 1019 mal komplett schwatt werden. Also inkl. zb der beiden Blenden links und rechts und dem Teller inkl Rand. Die Blenden sollten dafür dann eine originalgetreue neue Bedruckung in weiß bekommen.
Dieses Vorhaben habe ich mitten im Projekt dann erst Mal verworfen, da das Erstellen der Blenden nicht so ganz einfach ist. Die bis dahin schon schwatt lackierten Teile sollten aber nun verbaut werden. Daher ist das Design nun eher halbschwatt geworden. Aber immer noch mehr Schwarz als bei allen meinen vorherigen 1019ern.
Der Tonarm hatte leider eine Delle im Rohr, was mit ein Grund war vieles dieses Mal schwarz zu machen. Das musste gespachtelt werden, was eine Lackierung unumgänglich machte. Und warum Silber wenn man schwatt haben kann? ![]()
Chassis und Blenden wurden hingegen wie immer lackiert. Nur hatte ich einen anderen Lack benutzt als sonst da ich mal was anderes probieren wollte. Daher war eine leichte Eingewöhnung nötig. Verschiedene Lacke verhalten sich auch anders.
Auch Schrauben, Lifthebel und anderer Kleinkram der sichtbar ist wurde lackiert. Das machte einen Umbau der Tonarmstützensicherung nötig. Wenn diese wie im original auf dem Tonarm kratzen würde, wäre da ratzfatz der Lack ab. Daher wurde diese so umgebaut, das sie leicht über dem Arm sitzt und das Rohr nur im Sicherungsfall berühren wird. Das ist dann das kleinere Übel sozusagen.
Die Tonarmverkabelung war leider nicht ok, weshalb ich hier eine Leitung ersetzen musste. Zum Glück hatte ich noch was da... Ansonsten kommt bei mir dafür dann Litze 0,014 dran. Das ist dann schon ein Gefrickel.
Der Rest des Drehers wurde so wie immer alles gewartet, gereinigt, geschmiert usw usw. Reibrad geschliffen, Motor demontiert und die Lagerkugeln neu mit HLP22 eingekocht. Neue Filzscheiben mit Locheisen gestanzt. Der originale Kunststoff Kurzschliesser gegen einen aus Metall (von der späteren Serie) getauscht.
Tellerlager demontiert und neu gefettet. Lagerbrücke gereinigt, Achse poliert. Reibradachse und auch die Buchse gereinigt und poliert (bei der Buchse natürlich nur mit Öl und Zewa/Akkuschrauber).
Tonarmlager beidseits das alte verharzte Fett ausgespült (welches leider original da dran gemacht wurde damals) und ohne Fett belassen. Dadurch schwingt der Tonarm viel befreiter. Sollte man immer machen bei einem 1019!
So nun ein paar Bilder dazu:
Gleich gehts weiter (bitte keinen Beitrag erstellen bis ich fertig bin! DANKE!)