• Hallo!


    Vor ein Paar Tage habe ich noch eine Chance fuer 95C gegeben, aber ich war enttaeuscht. Klingt zu schlecht sogar fuers leise Musikhoeren. MMn es lohnt sich einfach nicht Platten zu stressen ohne befriedigenden Klang.


    Gestern habe ich wieder EN gehoert, gleiche Lautstaerke, gleiche Platten wie mit C, es war wieder TOP.


    Ich frage mich jetzt - soll ich auch SH probieren? Wie aufwendig ist es SH einzustellen, es wird immer wieder geschrieben dass es "aufwendig" ist, aber hat jemand Erfahrung am 491, oder anderen bauaehnlichen Dual?


    Danke!


    MfG,


    Hrvoje

  • An sich brauchst du da gar nichts neu einzustellen, theoretisch würde es reichen, den Nadeleinschub zu tauschen. Das ist beim AT-VM95 alles kompatibel untereinander von C bis SH.

    Ich weiß nur nicht, ob der 491 ein Kandidat für so hochwertige Schliffe ist, oder ob das Perlen vor die Säue geworfen wäre. Da kennen sich andere hier besser aus.

    Viele Grüße

    Daniel

  • An sich brauchst du da gar nichts neu einzustellen, theoretisch würde es reichen, den Nadeleinschub zu tauschen. Das ist beim AT-VM95 alles kompatibel untereinander von C bis SH.

    Theoretisch. Praktisch kann es sein dass fuer EN "gut genug" eingestellt ist, aber fuer Shibata nicht; und noch ist es Frage ob kurzer Arm fuer Shibata "einstellbar" ist.

  • Servus,

    Shibata am 491, zwar ein 2M Black aber ja, klar geht das. Dieses Rumgetue mit einstellen verstehe ich nicht, egal was für eine Nadel, es sollte immer SORGFÄLTIG nach Dual Vorgabe eingestellt werden.

    Viel Spaß mit welcher Nadel auch immer.

    Varme hilsener!

    Babø

  • Gehen tut natürlich fast alles. Ich habe am 721 ein ML hängen. Für das SH (und die kürzere Haltbarkeit) bin ich zu geizig 😂

    Gruß aus Ostfriesland - Marc

    Aktueller Dreherpark siehe Profil

  • Hallo,

    persönlich finde ich das einige Systeme an den kurzen Tonarm bei den "mittleren" Duals sogar "besser kommen" (Wiedergabequalität wag ich nicht zu schreiben und Klang ist eh Geschmack).

    Peter

    Die Leute blicken immer so verächtlich auf vergangene Zeiten, weil die dies und jenes ›noch‹ nicht besaßen, was wir heute besitzen.
    Es ist nicht nur vieles hinzugekommen. Es ist auch vieles verloren gegangen, im guten und im bösen. Die von damals hatten vieles noch nicht. Aber wir haben vieles nicht mehr.
    (Tucholsky)

  • Ich weiß nur nicht, ob der 491 ein Kandidat für so hochwertige Schliffe ist........

    warum sollte er es nicht sein?

    Ich kenne den 491 schlichtweg nicht und habe keine Ahnung, ob der Arm auch kardanisch aufgehangen ist etc., oder ob das eher so ein Trecker wie bei den Einstiegsmodellen ist, denen nachgesagt wird, dass die hochwertigen Schliffe da schon Overkill sind.

    Ansonsten ist das Einstellen bei der Shibata genauso zu machen, wie bei einer Rundnadel auch. Das sollte man halt dann auch halbwegs ordentlich machen, manche nutzen dafür die Dual Einstellehre, ich persönlich nutze eine Schablone, die ich mir mal bei Vonolabs ausgedruckt habe - da führen mehrere Wege nach Rom. Aber wenn es ordentlich gemacht ist, kann man beim 95er ohne Probleme einfach den Nadeleinschub tauschen und alles klingt ok. Ich habe das selbst schon öfters gemacht, wenn ich zum Wechseln von der ML auf die C-Nadel geswitcht bin.

    Viele Grüße

    Daniel

  • Habe 2x TK24.


    Ich auch habe Vonolabs Schablone, aus "Netz", und gemessen habe ich sie. Ist nicht schlecht, aber auch nicht ideal.


    Eingestellt habe ich natuerlich beide, C und EN, und ich kann Ergebniss wiederholen: ideal finde ich es nicht.


    Es kann schon sein dass C und EN einige Fehler "verzeihen", aber ML und SH nicht. Oefters habe ich gelesen dass bei diesen hochwertigen Schliffen einstellen PITA ist.


    MfG,


    Hrvoje

  • Zitat von Daniel91

    Ich kenne den 491 schlichtweg nicht und habe keine Ahnung, ob der Arm auch kardanisch aufgehangen ist etc., oder ob das eher so ein Trecker wie bei den Einstiegsmodellen ist,

    Moin insbesondere Hrvoje! :)

    Aus meiner Sicht ist der CS 491er als "kleiner" Vollautomat mit Direktantrib (EDS 500) ein schon sehr feiner und guter Dreher (hatte mal selbst einen! :thumbup:).

    Ein gutes Tonabnehmersystem kann er gut vertragen und wertet deine Klangkette sicherlich aus meiner Sicht auf. Selber habe ich mich bei der Wahl zur Nadel des AT-VM95 zum ML nach diversen Recherchen entschieden aber ohne ein SH mal selber gehabt/gehört zu haben -habe das System aber an -aus meiner Sicht- noch "besseren" Dreher montiert. Für mich ist allerdings "Fakt" das je "feiner" ein Nadelschliff ist um so genauer muss ich/sollte ich es justieren. Da ist das ML noch gut zu händeln -persönliche Ansicht / Erfahrung- :saint:

    Mit Gruß Dietmar M. aus Z.

    Höre Musik (Stand September 2025) im kleinen Musikzimmer mit:
    Dual 731Q -Tonarm-Umbau + Goldring G1020 - Dual 731Q + AT VM95 ML - Technics SL-7+ EPC-P 202C - Kenwood KD-5100 + Yamaha MC 9 - JVC QL-F6 + AT 13 EaX incl. einer ATN 13

    oder über:18er Spulen mit AKAI GX-270D oder CD über Yamaha CDX-590 oder MC über Yamaha KX-480 oder PC mit einer Creative SB X-Fi
    mittels
    Yamaha RX-570 mit Dynaudio Contour I MK II und/oder ACOUSTIC ENERGY AEGIS Model 1

  • Der 491 hat die gleiche aufwändige kardanische Tonarmaufhängung wie der große Bruder 621.

    "Leeve Mann!", sach ich für die Frau.

    Diethelm :|

  • Der 491 hat die gleiche aufwändige kardanische Tonarmaufhängung wie der große Bruder 621.

    Aber einen kürzeren Tonarm.

    Da muß man das VM95 schon in der ML Variante ganz präzise "aufständern", damit es im richtigen Winkel durch die Rille zieht.
    Das Shibata dürfte an der Stelle noch kritischer sein und ohne Grund würde ich das a) sowieso nicht verwenden, weil es ein "Störungsdetektor" ist und b) nicht auf den kurzen Armen der mittleren Chassis.
    Minimal-Anforderung aus meiner Sicht wäre ein 604.

    Die Vonolabs Schablone in der RIAA Version nur für 30cm-Platten wäre hier zum Einstellen das Maß der Dinge. Wer hört mit sowas Singles und wer hat Platten nach CCIR oder alter DIN Entzerrung und läßt *da* eine Shibata Nadel drüberwuseln. Das ist nicht nur Perlen vor die Säue. Das Ganze ist aber auf hohem Niveau nutzlos, wenn die Nadel im falschen Winkel in der Rille steht. Dann *mag* der Tangentenpunkt für die Seitenwangen zwar korrekt sein, aber der Abtastwinkel ist es nicht. Das System muß im TK so aufgeständert werden, das der Arm wirklich waagerecht liegt, bzw. die System-Oberseite waagerecht ist. Idealerweise ist das die gleiche Abstimmung, aber ich habe auch schon Arme gesehen, wo der Armkopf verdreht oder geknickt war und sich zwischen TK-Oberseite und Armrohr eine Diskrepanz ergeben hat.

    Aus meiner Sicht sind die mittleren Chassis mit dem -EN schon gut bedient. Ein ML oder SH ist einfach rausgeschmissenes Geld. Das Laufwerk selber mit dem Direktantrieb ist schon okay, aber der Arm ist in dem Fall der begrenzende Faktor, wo sich kaum eine wirklich hörbare Verbesserung einstellt. Und was bringt es, wenn das System trotz scheinbar richtiger Abstimmung ab der halben Platte anfängt zu nerven.


    :)

    Peter aus dem Lipperland

    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • Hi Jan !

    Ich habe das ML und das SH am 1019, 1218 und am 491 ohne Probleme und mit Freude betrieben.

    Es geht. Man kann das tun. Und wenn man die Justage einigermaßen gut hinkriegt, ist es sicher auch okay.

    Aber: gibt es objektiv irgendeine Verbesserung gegenüber z.B. einem -EN, was es rechtfertigt, das zusätzliche Geld dafür rauszutun ?
    Und wie empfindlich reagieren ML und SH auf "nicht so ganz optimal gepflegte Platten" ?

    Ich habe das -ML an einem Philips 209 Electronic und es klingt okay, aber insbesondere bei älteren Scheiben aus meinen Teenagertagen, die schon einiges an Laufzeit hinter sich haben, klingt es etwas strapaziös. Dafür klipse ich dann lieber an altes, klassisches AT95E rein. Oder sogar ein Shure M75, weil das großzügiger über Staub und Kratzer weggleitet. Das -SH hat bei mir nur mal eine kurze Zeit gelaufen, weil der Dreher, unter dem es steckte, bei mir einen Boxenstop gemacht hat. Das war ein 1218 - auch ein mittleres Chassis - aber damit zu hören, war nicht das reine Vergnügen. Ich empfand es als über-analytisch und zu hell. Selbst meine (guten) Lieblingsplatten hatten für mich damit ein Klangspektrum, dem ich mich freiwillig nicht aussetzen wollte.

    :)

    Peter aus dem Lipperland

    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • ch habe das -ML an einem Philips 209 Electronic und es klingt okay, aber insbesondere bei älteren Scheiben aus meinen Teenagertagen, die schon einiges an Laufzeit hinter sich haben, klingt es etwas strapaziös.

    Ich habe grade das ML als sehr gnädig gegen Staub und Kratzer erlebt. Allerdings hatte ich es auch nicht am mittlerern Chassis.

    VG

    Kai


  • Ich würde auch keine Shibata am kurzen Arm betreiben, ML auch nicht. Es ging um die Formulierung "auch nur so ein Trecker", da wollte ich auf die aufwändige Tonarmkonstruktion aufmerksam machen. Mal davon abgesehen spielen die "Trecker" ja auch ziemlich gut und das sogar bergauf.

    "Leeve Mann!", sach ich für die Frau.

    Diethelm :|

  • Etwa 90% von meinen Schallplatten sind - neu. Alte Schallplatten, falls ich irgendwelche Verzerrung hoere - spiele ich nicht mehr ab.


    Ich drucke mal ein Auge zu, wenn es um Doors geht, ein biss "zerr" haben alle gehabt, beste war eine Pressung aus 80ern, aber die war leider nur eine Leihgabe.


    Mein alter Einachsschlepper 1237 hat keine Platte irgendwie beschaedigt, echte Trekker und Spielzeuge die auch Schallplatten abspielen koennen, haben Platten nach nur paar wiedergaben beschaedigt.

    Dass soll doch heissen dass die Geometrie auch bei Dual Wechslern gar nicht so schlecht ist, aber ob sie gut genug fuer aufwendigere Schliefe sind - weiss ich nicht, und deswegen habe ich auch diese Frage hier gestellt.


    Fuer den Kurs wieviel SH aktuell kostet - kann man etwa 5 - 10 neuen Schallplatten kaufen, also try 'n' error ist hier nicht gut gewaehlte Idee.


    MfG,


    Hrvoje

    Einmal editiert, zuletzt von hhmischko (6. März 2026 um 20:27)

  • ja Peter aber über-analytisch und zu hell hat doch nichts mit dem Tonarm oder dem Dreher zu tun...

    Nicht direkt, nein.
    Obwohl je kürzer der Arm, desto größer sind die Spurwinkelfehler zwischen innen und außen und die Einstellung ist meistens kompromißbehaftet. Außer bei einem Tangentialdreher oder einem mit aktiver Winkel-Kompensierung.
    Aber bei den "normalen" Armen ist das Risiko einer Fehljustage größer und wirkt sich stärker aus.

    Ich mag das VM95SH klanglich einfach nicht. Ich weiß nicht, warum die Leute nach diesen dusseligen Shibata-Schliffen gieren. Die sind mal für Quadrophonie bzw. mechanisch abtastende Bildplattenspieler entworfen worden, wo eine hohe Bandbreite gefordert war. In der VM95-Familie ist für mich das ML Ende der Fahnenstange. Das SH wäre nicht nötig gewesen, war aber aus Marketinggründen vermutlich unabwendbar.

    Aber gut. Das muß jeder mit sich selber ausmachen.

    :P


    Ich habe grade das ML als sehr gnädig gegen Staub und Kratzer erlebt. Allerdings hatte ich es auch nicht am mittlerern Chassis.

    Es ist deutlich toleranter, als das SH, aber nix schlägt bei alten Flohmarktplatten und heißgespielten Teenager-Erinnerungen eine gute Rundnadel, wie die rote HiTrack im Shure M91 ... :love:

    Der Philips hat zwar einen großen Teller, aber der Arm ist auch eher nur "mittellang". Das ML klingt daran okay. Viele Scheiben höre ich auch sehr gern damit (Joe Jackson - Body And Soul zum Beispiel), weil es eben auch eine Menge Details nach vorne holt.
    Daß es mir manchmal nicht so gut gefällt, kann an der Abstimmung des Arms selber liegen, der ein Alu-Profilarm ist und doch eine Menge Masse mitbringt und dessen Verhalten doch nicht so gut mit dem ML korreliert. Da spielt es unter dem 701 (wo es ein kurzes, drei Wochen währendes Gastspiel hatte) deutlich angenehmer. Und das, obwohl ich den Anti-Resonator ("Schlabber-Zylinder") totgelegt habe.

    ;)

    Peter aus dem Lipperland

    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

    Einmal editiert, zuletzt von wacholder (6. März 2026 um 13:29) aus folgendem Grund: Ein Beitrag von wacholder mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Aber: gibt es objektiv irgendeine Verbesserung gegenüber z.B. einem -EN, was es rechtfertigt, das zusätzliche Geld dafür rauszutun ?

    Falls alles passt und rest der Kette gut genug ist (und mein System ist sehr, sehr gut und gnadenlos wenn es um schlechte Quellen geht!) - bekommt man doch mehr Raeumlichkeit und Dynamik.


    Und falls auf die Waage 300 Stunden fuer EN vs. 800 fuer SH gestellt wird, relativiert sich die Sache.


    Ja ich weiss, fuer ML steht sogar 1000 Std, aber ML gefaellt mir nicht und passt nicht in meine Kette, wird zu schrill.

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