Welchen TA für meinen CS510 wählen?

  • Laut Prospekt richtig. Viele wurden aber auch mit DM95 (=M75ED) ausgeliefert. Meiner z.B. Ob das eine Sparmaßnahme war oder Händlern so angeboten wurde, keine Ahnung. Ich finde aber, sowohl dieser Generator als auch der richtige M95 haben daran immer hervorragend gespielt.

    Zum Auflagegewicht: Ja, 2,5 Gramm ist heftig, aber die Nadel ist wohl der originalen Nadel vom M75EC nachempfunden. Der ist im Grunde so simpel vom Body wie der M75 6-S, nur hat er nicht diesee Klammer um an 2,5 Zoll Headshells befestigt werden zu können. Wurde u.a. in Jukeboxen eingesetzt mit properitäten Befestigungen. Deshalb ist die Compliance auf 2 - 4 Gramm ausgelegt und deshalb funktioniert die Nadel auch gut am 6-S (daran betreibe ich sie ja) gerade mit so einem mittelschwerem Arm wie der Technics einen hat. Der 6-S hatte original eine nackte sphärische Rundnadel, die mit 2,5 Gramm betrieben wurde. Das war speziell für den Rundfunk gedacht, der Generator entspricht dem des EC.

    Sei mir ned bös, aber das ist zum großen Teil nicht korrekt.

    Viele Grüße

    Roman

    Ich bin Dir nicht böse, korrigier mich gern. Nicht alle Informationen im Netz sind verlässlich. Also, die Infos würden mich viel mehr interessieren.

  • Die Generatoren sind gleich. Es kommt tatsächlich nur auf die Nadel an.

    Das M75-6S ist kein spezielles Broadcastsystem.

    Die Nadel für das 6S ist die Standard-NB-71. Die ist nicht nackt.

    Das Dual DM95 ist ein M75-G mit grauer Rundnadel für 1,5p Auflagekraft.

    Das ist mir so aufs erste Lesen ins Auge gesprungen. 😉

    Viele Grüße

    Roman

  • Ok, ich habe neulich gelesen, der DM95 entspreche dem ED, ich glaube sogar hier in einem alten Thread. Aber, gut zu wissen. Man lernt nie aus. Ich bin immer davon ausgegangen, man hätte den DM95 mit nackter Ellipse als Billig-Ersatz für den M95 vermarktet, daher auch das Branding mit 95. Bei meinem CS510 war das aber angeblich ab Kauf so montiert und ist auch nie gewechselt worden. Ich habe den 2013 rum bei Kleinanzeigen erworben und bei einem netten älteren Herren abgeholt. Er sagte, da sei noch alles so, wie es Ende der Siebziger gekauft worden sei. DIN-Kabel, braune Zarge. Der Nadelaufsatz war beige, aber das lag daran, dass die mal nachgekauft worden sei. Danke für die Info!

    Zur Originalnadel vom 6-S: Im HiFi Wiki ist die Nadel extra als "Diamant N75-6" bezeichnet und als "ganzer Stein". Dachte immer, "ganzer Stein" heisst nicht-getippt? Quelle: https://www.hifi-wiki.de/index.php/Shure_M-75-6_S

    Der M75 6-S hat 6 mV Output und kam - nach meiner bisherigen Annahme - mit einer nackten sphärischen Nadel. Wäre zumindest optimal für Broadcast. Ich finde leider die Quelle nicht mehr, aber ich kam überhaupt nur auf diese Version, weil sie in einem Artikel als billige Alternative zu den damals viel teureren Stantons und Denons im Broadcast-Bereich beschrieben wurden. Wenn Du da verwertbare Infos und Quellen hast - gern her damit. Bei mehr Zeit suche ich das mal raus. War jetzt nicht irgendein Geeier.

    Dass die Generatoren im Grunde technisch gleich sind, ist mir klar. Es ging mir um die Bauform. 6S und EC(S) sind ja ziemlich simpel gebaut, so ein ED oder D, am besten noch mit Dual-Klick sieht ganz anders aus.

  • Darüber hinaus schiene es mir indes eher eine Frage des Zufalls, ob man die jeweils serienmäßige Tonabnehmer-/Nadelbestückung tatsächlich als rundum gut oder eher als schon ganz ok oder womöglich sogar nur als unbefriedigend empfindet - denn da sind die Geschmäcker und Ansprüche doch recht unterschiedlich.

    Genau das ist aus meiner Sicht das Problem von Fragestellungen dieser Art nach Empfehlungen für einen TA, eigentlich sogar für alle Komponenten in der Hifikette. Im Grunde bekommt man ja nur persönliche Meinungsbilder, die aber meistens in alle Richtungen unterschiedlich ausfallen, weil die persönlichen Empfindungen der Hörer eben verschieden sind. Letztenendes kann man nur versuchen, die Antworten für sich zu filtern und dann einen Versuch zu starten. Grundsätzlich wäre meine Vorgehensweise, den Originaltonabnehmer mit einer guten Nadel zu bestücken und schauen, wohin das führt. Da dieser ja hier nicht mehr vorhanden ist, bleibt alles andere irgendwie Lotterie.

    Grüße Michael

  • Stimmt Roman, alles richtig. Trotzdem spielt die Nadel an meinem 510er schön auf. Minidiamant, na und? Schiefstand? Eher weniger bis gar nicht. Totale Fehlanzeige! Bondierung? Klebt gut, höre ich nicht.

    Es war ja nur ein Beispiel für eine günstige Lösung. Besser geht immer....

    Immer weiter Axel

    Nur noch Musik

  • "Aufspielen" tut eine bayerische Blaskapelle auf dem Bierfest. Diesen Begriff in Zusammenhang mit HiFi zu verwenden, das ist auch so eine peinliche Nummer im Sprech der High End Schmierfinken, die sich in der "Fachsprache" der HiFi Jünger festgesetzt hat.

    Ich finde es wirklich schlimm, dass die eher sachliche und fachlich fundierte Sprache früher HiFi Zeiten fast völlig vergessen ist, während das mulmige Geschwätz, was vor allem von der Zeitschrift Audio ins Leben gerufen wurde, und die damit verbundenen Wertvorstellungen auch von den HiFi Freunden übernommen worden sind, die sich eigentlich von der Aluhut Szene distanzieren.

    Aber wie sagte schon Albert Einstein ? "Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, wobei ich mir beim Universum noch nicht sicher bin."

    Gruß Frank

  • Die Frage, welche wirklich interessant ist, lautete doch, welches System am 510 gut ist. Nun, die Fakten sind: Der 510 hat im Grunde exakt denselben Tonarm wie 601, 1249 und 1229Q, ja, wie der 701. Sein Laufwerk ist mit dem der genannten Riementriebler und einigen mehr praktisch identisch. Und das sind ausnahmslos gute Geräte, welche alle Systeme mit mittlerer und hoher Nadelnachgiebigkeit zu guten Ergebnissen führen können. Also kann man nach Geschmack unter den Systemen wählen.

    Im Grunde gilt das für den 502 auch. Und dem 1229Q sowie dem 1249 sollte der 510 durch das leisere Tellerlager überlegen sein. Solange man einen leisen SM840 oder 860 erwischt.

    Früher mal Fachmann für´s Thema, heute nur noch Hobbylöter. Mit Hang zu Plattenspielern mit AC -Motoren.

  • Erst mal vielen Dank für die zahlreichen Reaktion! Wie gesagt, ich wollte damit keine Grundsatzdiskussion auslösen, jedes System hat hier ja seine Liebhaber und Verfechter. Thorsten hat es mit der letzten Antwort auf den Punkt gebracht, also den Gedanken meiner Frage. Nämlich, welches System sich aus Erfahrung aufgrund des Aufbaus vom 510'er generell eignet und welches eher nicht. Zum Beispiel habe ich ja viel gelesen über den brummigen, bzw. summigen SM840, wobei ich meinen bisher ja noch nicht einmal in Aktion hören konnte, also gar nicht weiß, wie ruhig er ist. Da meine ich auch mal gelesen zu haben, dass dieses Problem eben von einigen System noch verstärkt wird und andere da eben unempfindlicher sind. Nur als Beispiel. Dass am Ende natürlich der persönliche Hörgeschmack entscheidet ist klar;)

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