Neue Nadel für Shure M75 D

  • Hallo Zusammen,

    als neuer Teilnehmer stöbere ich seit einiger Zeit in diesem Forum. Danke für Eure Beiträge, insbesonders über die detailierten Beschreibungen der Restaurationen! Sehr interessant und detailliert beschrieben. Spitze!

    Ich habe einen ganz gut erhaltenen Dual 1219, Nußbaumzarge, Schiebehaube. Er hat am Klicksystem TK120 einen Shure M75 Typ G verbaut, denke mit einer ebensolchen Nadel. Das M75 ist mit dem Halter TK120 verklebt.

    Der 1219 hat einen 5-poligen DIN Stecker. Den habe ich mit einem 1,5m langen Chinch-Kabel mit dem Verstärker im Phono Eingang verbunden. Wenn der 1219 nicht spielt, gibt es ein relativ starkes tiefes Brummen in den Lautsprechern. Nicht beim Abspielen!! Wenn der 1219 wieder abschaltet, ertönt das Brummen aber wieder. Habe jetzt ein separates Erdungskabel vom Verstärker direkt zum 1219 gelegt und mit dem Metall des 1219 verbunden. Das Brummen ist nicht ganz weg, aber schon wesentlich weniger.

    Meine Fragen: Würde ein abgeschrimtes Chinch-Kabel eine Verbesserung bringen? Soll ich das Chinch-Kabel direkt mit dem 1219 verbinden, statt über den DIN-Stecker? Was ist dabei zu beachten? Weiterhin ein separates Erdungskabel? Erdung über den 230V Anschluß mit Schukostecker?

    Frage zum Tonsystem: Würde gerne das Tonsystem optimieren, auf jeden Fall eine neue Nadel einsetzen. Ich war auf diversen Seiten und bin über die Angebotsvielfalt schlicht verwirrt. Kann mir jemand einen Tip geben?

    Danke für jeden Hinweis + Grüße aus Quickborn

    Franz

  • Moin Franz,

    willkommen bei uns!

    Zum Kabel:

    1,5m zusätzlich ist zu lang. Das kann den Klang schon sehr verfälschen. Es gibt Adapter mit 20cm Kabel. So eins nutze ich auch und bin damit sehr zufrieden.

    https://ebay.us/m/539kuH

    Oder du ersetzt den 5-Pol direkt durch gute Cinchstecker. Das Kabel von Dual ist gut.

    Meine auf Cinch brummen auch ohne Masse nicht.

    Das Brummen kann auch von oxidierten Kontakten im Tonkopf kommen. Die am besten mal reinigen.


    Zur Nadel: eine elliptische also eine N75ED klingt schon feiner und ist um 25euro zu haben. Wenn du alles rausholen willst, kannst du auch über 300 für eine Jico SAS Nadel ausgeben 😁

    Zum Ausprobieren kannst du dir aber auch die bekannten und sehr empfohlenen AT VM 95er holen. Da ist das ML der Kauftipp.

    Oder das etwas wärmere Sumiko Pearl.

    Gruß aus Ostfriesland - Marc

    Aktueller Dreherpark siehe Profil

    Einmal editiert, zuletzt von Marc82 (5. Februar 2026 um 10:33)

  • Danke Marc, Danke Andreas für Eure Tips.

    Habe die Kontakte gereinigt. Das Brummen ist nur ganz minimal. Ich werde erst einmal noch diverse Kabel probieren. Kann leider mit dem Plattenspieler nicht näher an den Verstärker.


    Andreas, ich schaue mir Deine Webseite gleich mal an. Die kannte ich noch nicht.

    Einmal editiert, zuletzt von Franz_S (5. Februar 2026 um 13:05) aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Franz_S mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Hi Franz,

    Wenn die Strecke zu groß wird nimmt man bestenfalls einen externen Phono-vorverstärker der dann nahe beim Plattenspieler positioniert werden kann. Der braucht ja keine Bedienbarkeit und kann auch zb dahinter versteckt werden.

    Die nachfolgende Leitung kann dann auch wesentlich länger sein da hier ein Hochpegelsignal übertragen wird. Anschluss dann natürlich nicht an Phono sondern Aux, Tape, CD oä.

    Viele Grüße

    Roman

  • Ob dein Tonabnehmer von der Kapazität an zu hohen Werten hängt, wäre ein Rechenexempel. Hier gibt es Spezialisten, die haben Zugriff auf Gerätekapazitäten im Phonozweig und die geläufigsten Kabelkapazitäten plus Plattenspieler. Bei Shure darf es aus meiner Erinnerung durchaus etwas mehr sein. Jedenfalls hängt bei mir 1m Oehlbach NF1 zusätzlich dran.

  • Zur Nadelwahl für den M75. Da gibt es zwei Black-Diamond-Varianten, die ich beide sehr gut finde.

    Einmal eine etwas schwerer trackende, grundsätzlich gedacht für M75ECS, die aber auch an allen anderen M75/DM95-Generatoren gut läuft. Derzeit hängt sie bei mir an einem Technics SL-D202 an einem M75 6-S und der harmoniert an dem schwereren S-Tonarm gut mit dem höheren Auflagegewicht von 2,5 Gramm. Kriegst Du hier: https://www.ebay.de/itm/326972523019

    Oder die Standard-Black-Diamond, die so bei 1,5 Gramm trackt und mit dem D wahrscheinlich besser harmoniert. Läuft bei mir derzeit an einem DM95 (im Grunde baugleich M75ED) an einem CS510. Klingt sehr schön, hebt den M75 fast auf M95-Niveau bei der Auflösung für meine Ohren. Die kriegst Du hier: https://mrstylus.com/produkt/shure-n-75-ed-ii_black-diamond/

    Von anderen Black Diamond von ebay kann ich aber nur abraten. Für den V15 bin ich da mal reingefallen. Mr. Stylus hat die guten. Die obere von ebay war ein Glücksfund. Der Verkäufer ist echt nett. Mach ihm einen Preisvorschlag. Selbst wenn der erstmal automatisch abgelehnt wird, zieht er noch was ab. Lieferung aus Frankreich war auch problemlos.

    Black-Diamond-Nadeln sind echte Schnapper und veredeln jeden Tonabnehmer. Habe so eine auch am AT91 und der spielt damit direkt mal 2 Ligen drüber.

    Für einen Vorverstärker mit DIN-Eingängen kann ich vom gezeigten easy Phono nur abraten. Nur Probleme mit gehabt, sehr schlecht verarbeitet. Es gibt aber ähnliches Modell von Dynavox (TC-4) mit 15 Volt, welches ich für den Preis richtig gut finde. Daran habe ich den CS510 ohne Adapter und seitdem keine Brummprobleme mehr. Einen Adapter habe ich auch, aber mit Erde extra und der ist zickig. Kam dann immer auf den Preamp oder Phonoeingang irgendwie an. Den kriegst Du u.a. hier und auch in schwarz: https://www.dienadel.de/dynavox-tc4-ph…me/a-353629921/

  • Mein 1228 hat gemessene 185 pF mit Originalkabel. Der 1219 dürfte ca. 60 bis 70 pF darüberliegen (nicht für CD4 vorbereitet). Da könnte es sich lohnen, kapazitätsarmes Kabel für Tonarm und Anschluss zu verwenden. Wenn man mit dem modernen Zeugs arbeiten will.

    Früher mal Fachmann für´s Thema, heute nur noch Hobbylöter. Mit Hang zu Plattenspielern mit AC -Motoren.

  • kann ich vom gezeigten easy Phono nur abraten


    Für ein paar Euro wird daraus ein erstklassiger EV mit völlig freier Einstellung der Eingangskapazität:

    dual-board.de/index.php?thread/63161/

    Danke. Das klingt interessant. Habe einen noch eingemottet. Der TC-4 scheint mir aber fast baugleich. Nur operiert der mit 15 Volt und das Netzteil kommt mir viel wertiger vor. Wäre interessant,ob das da auch geht.

  • Ich hatte den Dynavox auch zuerst und ja, der wirkt wertiger, aber

    (Vorsicht: persönliche Meinung und Abhängigkeiten von Serienstreuung/Produktvariationen)

    er klang deutlich schlechter, als der unveränderte, auch nicht richtig gut klingende EasyPhono und das Netzteil war eine einzige EM-Schleuder mit deutlich hörbarem Brumm.
    Meine inzwischen zwei EasyPhono Netzteile habe ich weiter in Gebrauch, weil sie beide keine hörbaren Probleme machen.

    Da es wohl von beiden Geräten unterschiedliche Versionen gibt/gab ist das nur eine anekdotische Erfahrung und nicht zu verallgemeinern ;)

    Edit: der EasyPhono hat noch den Vorteil der Anschlüsse für DIN und RCA. Das erspart einem eventuell Adapter/Umverkabelungen und ergibt zusätzlich die Möglichkeit die Eingangskapazität einfach „steckbar“ zu machen. Und das Gehäuse ist zwar nichts zum sichtbar Hinstellen, aber massives gut schirmendes Stahlblech - wenn man das für einen Selbstbau kaufen wollte, wäre das eher nicht günstiger, als der komplette EasyPhono 😉

    Beste Grüße Rainer

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    „Audiophile verwenden ihre Geräte nicht, um Ihre Musik zu hören. Audiophile verwenden Ihre Musik, um ihre Geräte zu hören.“

    Alan Parsons

    3 Mal editiert, zuletzt von luiswu (2. März 2026 um 14:24)

  • Jetzt bin ich sicher, dass ich ein anderes Dynavoxgerät hatte - zumindest äußerlich!

    Sorry, ich war vorschnell davon ausgegangen, dass es da nur ein in Frage kommendes Gerät gibt 😳

    Wäre interessant,ob das da auch geht.

    Auch der wird das typische RC-Entzerrernetzwerk nach IEEE-Vorgabe haben - das durch Werteänderung per Simulation/Messung zu optimieren ist bestimmt möglich und wenn Du da eine gute Lösung gefunden hast, baue ich es gerne nach 😇

    Beste Grüße Rainer

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    Alan Parsons

  • Ich fange gerade erst an mich an die Elektronik zu wagen. Habe gerade meine ersten Kondensatoren getauscht und gemessen. Bis ich sowas kann, ist es noch hin. Oder ich muss einen Bekannten dafür in Beschlag nehmen. Ich habe allerdings den Eindruck, dass die Kapazität vom CS510 daran klanglich schon passt. Man kann leider nirgendwo lesen, bei was der Dynavox operiert, bei meinen hochwertigen VVs kann ich das einstellen. Ich finde, dieser Dynavox klingt hörbar besser als der EasyPhono übrigens.

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