Auf der Suche nach einem PV10

  • Guten Abend zusammen,

    wie schon in meiner Vorstellung erwähnt bin ich auf der Suche nach einem PV10 für meinen 770H.

    Ich habe zum PV10 und PV9 schon Schaltpläne gefunden (die sich wohl bis auf die Transistoren und 1, 2 Widerstände ähneln?), frage mich nun aber, ob es nicht vielleicht möglich wäre, sich einfach einen PV10 selber nachzubauen? Ist das eine gute Idee, bzw hat jemand die Abmaße oder ähnliches zu dem Modul?

    Liebe Grüße
    Clemens

  • Hi Clemens,

    ich habe hier einen PV10A. Platine wird wohl identisch zum PV 10 sein. Ich schraube das Teil nachher mal auf und sehe nach. In jedem Fall sollte das Gerät überholt werden. Elektrolytkondensatoren, ggf. Transistoren und vor allen die deutlich zu kleinen Auskoppelkondensatoren sollten getauscht werden.

    Im Endeffekt ist es eine klassische Schaltung mit zwei Transistoren. Da könntest Du auch einen (überarbeiteten) TVV 46 nehmen. Moderne Schaltungen mit Operationsverstärkern sind diesen historischen Teilen m. E. deutlich überlegen. Die Frage ist also, warum Du einen solchen Entzerrer einsetzen möchtest.

    Gruß,

    Rainer

  • So,

    ich habe nachgesehen. Das Gerät ist ein PV 12, also ein PV 10A im Gehäuse. Diese Entzerrer waren eigentlich für den Anschluss an Geräte mit Kristalleingang vorgesehen. Darum sind auch die Auskoppelkondensatoren so klein (22nF). Dies bedingt auch sicherlich ein gewisses Brummen.

    Ich habe seinerzeit die Elkos erneuert und den Koppelkondensator auf 470 nF vergrößert. Getestet habe ich den Entzerrer noch nicht.

    Eine Beschreibung gibt es hier: https://elac-analog.de.tl/Vorverst.ae.rker.htm

    Gruß,

    Rainer

  • Hi Rainer,

    danke fürs Nachsehen, das ist ja schon mal Gut zu wissen!

    Der Ursprungsplan war, den "Originalzustand" mit PV10 herzustellen. Heißt für mich also, es so stehen zu haben wie es vor 40-50 Jahren hätte stehen können, obgleich es unterlegen wäre.

    Der PV12 bzw PV10A sind ja im eigenen Gehäuse, richtig? Ich hatte gedacht, der PV10 ist ähnlich wie der PV8 ausgeführt, wie es auf deinem Link zu sehen ist?

    Ich werde wohl mal ein wenig weiter recherchieren, ob ich das weiter verfolge oder davon absehe.


    Liebe Grüße
    Clemens

  • Hi Clemens,

    wenn man das Gehäuse abbaut ist die Platine - zumindest sieht es so aus - identisch. Die könnte also in die Buchsenleiste eingesteckt werden, wenn man die Kabel ablötet.

    Gruß,

    Rainer

  • den Originalzustand herstellen würde erfordern , ein zeitgenössisches Rundfunkgerät anzuschliessen, welches einen TA Eingang hatte mit 1- 1.3 M Ohm Eingangswiderstand.

    Erst dann kann dieser Entzerrer so funktionieren wie es vorgesehen war. Der 0.022μF Ausgangskondensator ist im Prinzip ein Hochpass , oder man könnte auch sagen ein Rumpelfilter . Bei 1MOhm ergibt sich eine Grenzfrequenz von 7.2Hz und bei 100K 72Hz. Was erklärt warum es flach klingen würde. Also sollten in dem Fall 0.22μF da eingesetzt werden. Man kann einen online Hochpass Rechner einsetzen um einen anderen Eingangswiderstand zu simulieren

  • Mindestens genau so unschön ist der Ausgangswiderstand. Die 22 nF besitzen eine Impedanz von ca. 72 kOhm bei 100 Hz bzw. 36 kOhm bei 50 Hz. Das führt zu einer recht großen Brummempfindlichkeit.

    Gruß,

    Rainer

  • Hi zusammen,

    danke für eure Erklärungen!

    Ich meine, das ich mit meinem Rema Andante 830 als Receiver einen TA Eingang mit 1M Ohm haben sollte. dann sollte ich ja mit den 22nF zurecht kommen, richtig?

    Viele Grüße
    Clemens

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