• Also wenn sich der Tonarm nicht seitlich bewegt, wenn das Antiscating auf 0 steht, stimmt die Nullstellung des Antiscating.

    Ja, aber nur im Moment des aufsetzens und vielleicht einer halben Drehung der Scheibe. Danach stellen sich andere Reibungswerte gegenüber der Schallplattenrille ein. In dieser halben Umdrehung (ca. der ersten Sekunde nach dem aufsetzen) sollte der Arm nicht wandern. Vor allem nicht nach innen. Pioneer hat die Antiscatingeinstellung mit einem kleinen umhängbaren Gewicht gelöst. Siehe Bild:

    Den Staub bitte ich zu entschuldigen;)

    Viele Grüße
    HaJo

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  • Gerhardt, so wie Hajo es beschreibt, so verstehe ich das auch.

    Auf der glatten Scheibe ohne Rillen, ist das Ergebnis, wenn sich die Scheibe länger dreht nicht zuverlässig, und somit nicht für die Ermittlung der Nulleinstellung des Antiscating anwendbar. Für Einstellung des Antiskating selbst, gar nicht geeignet. Meine Meinung.

    Für weitere Einstellung/Überprüfung des Antiscating bleibt dann nur noch ne Testschallplatte oder ein Skateometer...

    Grüßle Ralph

    "Ein Moderator (lat. moderare ‚mäßigen‘) dient dazu, freie Neutronen, die bei ihrer Freisetzung meist relativ energiereich, also schnell sind, abzubremsen."

    "...wer die Wahl hat, hört Dual..."

  • Den Staub entschuldige ich, aber nicht dass hier ein Draht genommen wurde der viel zu steif ist um die Gewichtskraft vollständig zu übertragen.

    Viele Grüße
    Alois


    Dual 721 mit Ortofon OM30, getrennten Massen, quarzgesteuertem Stroboskop, Hitachi HCA 7500, Hitachi HMA 7500, Hitachi D-900, Saba MT201, RFT CD9000, Canton GLE 409

  • Also, bei meinem Golden Stone, der technisch ein 750-1 ist, bewegt sich der Tonarm kein Stück, auch nicht vor dem Aufsetzen.

    Und beim 518, von dem hier auch schon die Rede war, rutscht auch nichts in die Einlaufrille. Es müssen halt alle Parameter stimmen oder es ist etwas defekt.

    Habe das Problem mal bei anderen Spielern gehabt, da habe ich das AS erhöht und gut war. Dass das schon bei Stellung 1 passiert ist aber m.E. nicht richtig.

    Einmal editiert, zuletzt von Paninaro (13. August 2025 um 05:27)

  • aber nicht dass hier ein Draht genommen wurde der viel zu steif ist um die Gewichtskraft vollständig zu übertragen.

    tja Alois, jedes andere Mittel als dieser sehr dünne Draht hätte im Umlenkpunkt eine viel größere Reibung zur Folge, die das Ergebnis beeinflussen würde.

    Viele Grüße
    HaJo

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  • Hi,

    die Gewichtskraft wird abzüglich der Reibung am Umlenkdraht vollständig übertragen - egal wie der Faden aussieht. Thorens hat das beim TP 11 Tonarm auch so gelöst. Problem ist, dass diese Gewichte immer mal verloren gehen...

    Gruß,

    Rainer

  • Upps ... Ihr habt Recht, ist original auch ein Draht und kein Faden. Nehme natürlich meine unberechtigte Kritik augenblicklich zurück :)

    Auch wenn ich nicht glaube, dass ein 3 mm Edelstahldraht genauso wie ein dünner Faden funktioniert.

    Viele Grüße
    Alois


    Dual 721 mit Ortofon OM30, getrennten Massen, quarzgesteuertem Stroboskop, Hitachi HCA 7500, Hitachi HMA 7500, Hitachi D-900, Saba MT201, RFT CD9000, Canton GLE 409

    Einmal editiert, zuletzt von egal1 (13. August 2025 um 12:00)

  • Hallo,

    hmpf... Das "kraftschlüssige" Gegengewicht-Antiskating ist bei den kleinen Kräften eher ungenauer und zu sehr von schwer zu beeinflussbaren Reibungskräften abhängig.

    Wie gesagt, die Kräfte liegen im 1-2 mN Bereich da reicht schon eine Raumtemperatur-Änderung...

    Peter

    Die Leute blicken immer so verächtlich auf vergangene Zeiten, weil die dies und jenes ›noch‹ nicht besaßen, was wir heute besitzen.
    Es ist nicht nur vieles hinzugekommen. Es ist auch vieles verloren gegangen, im guten und im bösen. Die von damals hatten vieles noch nicht. Aber wir haben vieles nicht mehr.
    (Tucholsky)

  • Bei meinen 750-1 zieht der Tonarm beim absetzen auch nach außen… und das bei AS auf 0. Der Tonarm geht runter und im letzten Moment zieht er Richtung Stütze und verfehlt die Einlaufrille. Erhöhe ich das AS wird der Effekt natürlich verstärkt.Platten hören kann man nur, wenn man den Tonarm schon vor dem Absenken weiter innen platziert und die Nadel von der Einlaufrille eingefangen wird.
    Habe das Teil schon auseinder genommen, einen Fehler konnte ich aber nicht feststellen.

    Mein 750-1er wurde übrigens von einem Mitforisten NOS gekauft, ist also unverbastelt.

    Liebe Grüße

    Martin

  • Hab es bei meinem 750-1 gerade ausprobiert. AS eliptisch auf 1,25 - kein verziehen des Tonarms beim absenken.

    Allerdings habe ich einen frischen Pimpel auf den Tonarmliftstößel unter dem Tonarm gemacht, da dieser bei meinem gefehlt hat.

    Vielleicht solltest du mal Schlippos Hinweis prüfen und deinen Steuerpimpel prüfen?

    Ich kann mir gut vorstellen, dass hier der Tonarm etwas gehalten wird, bis dieser auf der Platte aufsetzt und der Tonarmlift noch ein Stück weiter absenkt. Und wenn dieser bei dir zu glatt oder zu klein oder garnicht vorhanden ist....

    Grüße

    Gerhard

    2%er

  • Ich kann mir gut vorstellen, dass hier der Tonarm etwas gehalten wird, bis dieser auf der Platte aufsetzt und der Tonarmlift noch ein Stück weiter absenkt. Und wenn dieser bei dir zu glatt oder zu klein oder garnicht vorhanden ist....

    Als erstes würde ich den Liftpimpel am Tonarmlager prüfen, ob der verschlissen oder fettig ist, bzw. die entsprechende Gleitfläche im Laufe der Zeit zu glatt wurde.

    Hallo Harald,

    Probiere einfach die Tipps von Gerhard und Schlippo aus. Das kostet nur Sekunden und kann dein Problem mit hoher Wahrscheinlichkeit lösen.

    Also, erstmal unterstelle ich, der Liftpimpel ist noch da:).
    Du kannst zum Beispiel die Liftstange unter dem Pimpel mit einer Pinzette nach unten drücken und die Liftplatte am Tonarm mit einem Tempotaschentuch reinigen. Dort sollte kein Abrieb vom Pimpel kleben.
    Dann nimmst du eine Nagelfeile und feilst mal vorsichtig über deinen Liftpimpel. Und schon könnte das Problem gelöst sein.

    Die Oberfläche des Pimpels wirkt praktisch als Bremse gegen die Antiskating Kräfte. Wenn der Pimpel weg oder glatt ist, wird der Tonarm einfach nach rechts, über den Pimpel gleiten.
    Also, einfach mal testen.

    Viele Grüße,
    Rainer

    --------------------------------------------------------------------------
    *Es gibt auch ein Leben ohne Dual. Aber es ist sinnlos!* ;)
    (frei nach Loriot)

  • Mahlzeit,

    ich habe gerade den Pimpel fotografiert:


    Scheint also vorhanden. Zum Zustand kann ich im Moment nichts sagen, da kein Ersatz vorhanden.

    Habe gerade nur das SM vom 750er zur Hand. Ich denke, hinsichtlich des Pimpels gibt es keine Unterschiede: E.-Nummer: 279755

    Rasch bei Alfred (Dualfred) reingeschaut... Hat er nicht.. mehr... :(

    Heureka: im Fundus doch noch einen gefunden... Sollte ich den Letzten gekauft haben....:P

    Nun werde ich zeitnah den Pimpel wechseln. Vorher reinge ich die Auflage für selbigen.

    Ich werde berichten.

    Liebe Grüße

    Harald

    Mein letzter Gedanke, bevor ich Entscheidungen treffe: Ach, scheiß drauf!

  • Moin,

    der Dreher läuft wieder wie es sein soll. Ich habe den Steuerpimpel gewechselt. Der Alte schien ziemlich abgeflacht zu sein und etwas härter als der von Alfred.

    Vielen Dank an alle, die sich hier beteiligt haben, insbesonder an Gerhard für seinen reich bebilderten Revisionsbericht. Das war für mich eine grosse Hilfe. :thumbup:

    Liebe Grüße

    Harald

    Mein letzter Gedanke, bevor ich Entscheidungen treffe: Ach, scheiß drauf!

  • Moin,

    der Dreher läuft wieder wie es sein soll. Ich habe den Steuerpimpel gewechselt. Der Alte schien ziemlich abgeflacht zu sein und etwas härter als der von Alfred.

    Vielen Dank an alle, die sich hier beteiligt haben, insbesonder an Gerhard für seinen reich bebilderten Revisionsbericht. Das war für mich eine grosse Hilfe. :thumbup:

    Herzlichen Glückwunsch und viel Freude mit deinem großartigen Dreher. 🤗

    Grüße

    Gerhard

    2%er

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