• Guten Abend,

    mein 750er bereitet mir etwas Kummer: Platziere ich den Tonarm über die Einlaufrille einer Platte, wandert der Tonarm einige Milimeter Richtung Tonarmlagerung.

    Der Tonarm ist, so gut wie es bei diesem Gerät möglich ist, eingestellt. Die Auflagekraft mittels Waage kontrolliert und eingestellt.

    Der 750er steht auf einer Wandkonsole und mit Wasserwaage ausgerichtet.

    Liegt ein Problem mit dem Anti-Skating vor? Verzerrungen beim Abspielen gibt es jedenfalls weder am Anfang, noch zum Ende einer Platte.

    Liebe Grüße

    Harald

    Mein letzter Gedanke, bevor ich Entscheidungen treffe: Ach, scheiß drauf!

  • wandert der Tonarm einige Milimeter Richtung Tonarmlagerung.

    Wie soll man sich das vorstellen? Du meinst sicher, dass der Tonarm beim Absenken etwas zur Plattenmitte wandert, oder? Das Problem habe ich auch bei meinem relativ neuen 518. Wenn der Tonarm in der Einlaufrille aufsetzt, gibt es ein häßliches Geräusch und der Arm springt etwas nach innen, obschon die Balance, Auflagekraft und Antiskating vorschriftsgemäß eingestellt sind.

    ein Westfale in Oberbayern

  • Hallo,

    das ist normal, denn die Einlaufrille ist ja kein Trichter, sondern die Nadel fällt da halt irgendwie rein..

    Wenn der Tonarm leicht nach aussen gleitet das AS etwas kleiner stellen. Die Skating-Kraft selber ist pimaldaumen ca. 1/10 der Auflagekraft.

    Peter

    Die Leute blicken immer so verächtlich auf vergangene Zeiten, weil die dies und jenes ›noch‹ nicht besaßen, was wir heute besitzen.
    Es ist nicht nur vieles hinzugekommen. Es ist auch vieles verloren gegangen, im guten und im bösen. Die von damals hatten vieles noch nicht. Aber wir haben vieles nicht mehr.
    (Tucholsky)

  • Hallo Harald,

    besorge dir eine gute Acrylglasplatte mit ca. 22x22cm aus dem Baumarkt. Am besten eine von der noch die Schutzfolie abgezogen werden muss. Zuerst bohre genau mittig ein Loch mit dem Dreherzapfen-Durchmesser (ca. 7mm) in die Scheibe. Ziehe dann die Schutzfolie ab und lege diese Scheibe auf den Plattenteller und starte den Dreher. Bewege den Arm soweit über die drehende Scheibe, dass er mittig zwischen Loch und Rand aufsetzen kann. Wenn jetzt der Arm aufsetzt findet er keine Rille, wird nur durch die Antiscating-Kraft eventuell nach innen oder aussen bewegt. Korrigiere diese Bewegung, mit der Antiskating-Scheibe bis er sich beim aufsetzen nicht mehr seitlich bewegt.

    Dann hast du die Antiskatingeinstellung optimal eingestellt. Das Auflagegewicht muss richtig eingestellt sein.

    Viele Grüße
    HaJo

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  • Hi Hajo,

    das hört sich ja unkonventionell an. Dann sehe ich mich mal nach einer Acrylglassplatte um.

    Vielen Dank für den Hinweis

    PS: Das müsste ja dann auch bei anderen Modellen funktionieren, oder?

    Liebe Grüße

    Harald

    Mein letzter Gedanke, bevor ich Entscheidungen treffe: Ach, scheiß drauf!

  • …auf der „dhfi-Schallplatte 2“ gibt es einen „track“ ohne Rillen zum Antiskating-Test…

    Beste Grüße
    Tom


    Wo immer Du auch hingehst - da bist Du dann!

  • Hallo Harald,

    Wann genau wandert der Tonarm denn? Solange er noch angehoben ist, im Moment des Absenkens oder beim Aufsetzen?

    Als erstes würde ich den Liftpimpel am Tonarmlager prüfen, ob der verschlissen oder fettig ist, bzw. die entsprechende Gleitfläche im Laufe der Zeit zu glatt wurde.

    Grüße, Patrick

  • Hi Patrick,

    der Tonarm wandert, wenn er angehoben ist. Der Toarm senkt sich erst, wenn die eingestellte Drehzahl erreicht ist. Bis dahin muss ich ihn immer etwas in die richtige Stellung schieben. Wenn er sich senkt bzw. aufsetzt, ist alles i.O.

    Liebe Grüße

    Harald

    Mein letzter Gedanke, bevor ich Entscheidungen treffe: Ach, scheiß drauf!

  • Meine Beschreibung passt nur für den Moment des Aufsetzens der Nadel auf der rillenlosen Scheibe.

    Viele Grüße
    HaJo

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  • Meine Beschreibung passt nur für den Moment des Aufsetzens der Nadel auf der rillenlosen Scheibe.

    Trotzdem wieder was gelernt um sich zu helfen.

    Danke.

    Liebe Grüße

    Harald

    Mein letzter Gedanke, bevor ich Entscheidungen treffe: Ach, scheiß drauf!

  • Hi Patrick,

    der Tonarm wandert, wenn er angehoben ist. Der Toarm senkt sich erst, wenn die eingestellte Drehzahl erreicht ist. Bis dahin muss ich ihn immer etwas in die richtige Stellung schieben. Wenn er sich senkt bzw. aufsetzt, ist alles i.O.

    Probier mal das AS auf Null zu stellen ob da das Wanderproblem auch auftritt. 🤔

    Grüße

    Gerhard

    2%er

  • Probier mal das AS auf Null zu stellen ob da das Wanderproblem auch auftritt. 🤔

    Moin,

    ich habe es gerade mehrmals probiert und der Fehler tritt nicht auf. Deutet das auf ein fehlerhaftes Anti-Skating hin? Ich meine mich an eine Überholung eines baugleichen Drehers zu erinnern, bei dem der Anti-Skatinghebel falsch eingebaut war...

    Liebe Grüße

    Harald

    Mein letzter Gedanke, bevor ich Entscheidungen treffe: Ach, scheiß drauf!

  • Probier mal das AS auf Null zu stellen ob da das Wanderproblem auch auftritt. 🤔

    Moin,

    ich habe es gerade mehrmals probiert und der Fehler tritt nicht auf. Deutet das auf ein fehlerhaftes Anti-Skating hin? Ich meine mich an eine Überholung eines baugleichen Drehers zu erinnern, bei dem der Anti-Skatinghebel falsch eingebaut war...

    Wenn du an einen Revisionsbericht eines 750-1 hier im Forum denkst, dann war das meiner. Hier war der Hebel flasch montiert und die Feder hat gefehlt.

    Aber wenn du keinen Versatz hast, wenn das AS auf Null ist, dann zeigt das zumindest, dass bei richtigem AS-Wert alles in Ordnung ist. Du musst nur noch den richtigen Wert finden.

    Wenn aber der Tonarm sich wieder verzieht, auch wenn du nur ein klein wenig die AS erhöht hast, dann müsstest du mal schauen, wie denn die Feder aussieht, nicht das sich der AS-Hebel zu schnell ausser der Mitte bewegt und eine zu große Kraft aufbringt, die dann den Tonarm verzeiht.

    Grüße

    Gerhard

    2%er

  • Jetzt wo Du es sagst... :)

    Wenn du an einen Revisionsbericht eines 750-1 hier im Forum denkst, dann war das meiner. Hier war der Hebel flasch montiert und die Feder hat gefehlt.

    Aber wenn du keinen Versatz hast, wenn das AS auf Null ist, dann zeigt das zumindest, dass bei richtigem AS-Wert alles in Ordnung ist. Du musst nur noch den richtigen Wert finden.

    Wenn aber der Tonarm sich wieder verzieht, auch wenn du nur ein klein wenig die AS erhöht hast, dann müsstest du mal schauen, wie denn die Feder aussieht, nicht das sich der AS-Hebel zu schnell ausser der Mitte bewegt und eine zu große Kraft aufbringt, die dann den Tonarm verzeiht.

    Ab Skalenwert 1 bewegt sich der Tonarm Richtung Stütze. Also werde ich mir bei Gelegenheit die Sache mal, unter Zuhilfenahme Deines Berichts, genauer ansehen.

    Vielen Dank.

    Liebe Grüße

    Harald

    Mein letzter Gedanke, bevor ich Entscheidungen treffe: Ach, scheiß drauf!

  • Hallo,

    Naja: Rillenlose Platte: Nadel setzt mit Spitze auf, in der Rille liegt die Nadel auf den Flanken auf...

    Peter

    Die Leute blicken immer so verächtlich auf vergangene Zeiten, weil die dies und jenes ›noch‹ nicht besaßen, was wir heute besitzen.
    Es ist nicht nur vieles hinzugekommen. Es ist auch vieles verloren gegangen, im guten und im bösen. Die von damals hatten vieles noch nicht. Aber wir haben vieles nicht mehr.
    (Tucholsky)

  • Hallo,

    das seltsame Verhalten des 750-1 hab ich auch ab Skalenwert 1 zieht der Tonarm , beim ablassen, richtung Tonarmstütze.

    Stelle ich den Wert des Gewichts ein, 1,6, dann trifft der Tonarm, wenn ich ihn über die Platte geführt habe beim herunterlassen die Platte nicht und landet daneben.
    Dieses Phänomen ist aber nicht neu bei mir, sondern das macht der Plattenspieler schon seit dem ersten Tag.


    Grüße

    Christian

    2 Mal editiert, zuletzt von 0815 (12. August 2025 um 16:51)

  • Bewege den Arm soweit über die drehende Scheibe, dass er mittig zwischen Loch und Rand aufsetzen kann. Wenn jetzt der Arm aufsetzt findet er keine Rille, wird nur durch die Antiscating-Kraft eventuell nach innen oder aussen bewegt. Korrigiere diese Bewegung, mit der Antiskating-Scheibe bis er sich beim aufsetzen nicht mehr seitlich bewegt.

    Dann hast du die Antiskatingeinstellung optimal eingestellt.

    Hallo Hajo, Deine Beschreibung soll zur Findung der richtigen Nullstellung des Antiscating dienen, oder? Also wenn sich der Tonarm nicht seitlich bewegt, wenn das Antiscating auf 0 steht, stimmt die Nullstellung des Antiscating.

    Grüßle Ralph

    "Ein Moderator (lat. moderare ‚mäßigen‘) dient dazu, freie Neutronen, die bei ihrer Freisetzung meist relativ energiereich, also schnell sind, abzubremsen."

    "...wer die Wahl hat, hört Dual..."

  • Bewege den Arm soweit über die drehende Scheibe, dass er mittig zwischen Loch und Rand aufsetzen kann. Wenn jetzt der Arm aufsetzt findet er keine Rille, wird nur durch die Antiscating-Kraft eventuell nach innen oder aussen bewegt. Korrigiere diese Bewegung, mit der Antiskating-Scheibe bis er sich beim aufsetzen nicht mehr seitlich bewegt.

    Dann hast du die Antiskatingeinstellung optimal eingestellt.

    Hallo Hajo, Deine Beschreibung soll zur Findung der richtigen Nullstellung des Antiscating dienen, oder? Also wenn sich der Tonarm nicht seitlich bewegt, wenn das Antiscating auf 0 steht, stimmt die Nullstellung des Antiscating.

    Nein Ralph,

    die Einstellung auf einer drehenden Scheibe ist die passende AS-Einstellung für das Andruckgewicht. Die Nadel auf der Scheibe wird durch die Rotation dieser zum Mittelpunkt gezogen, die AS-Einstellung muss so lange eingetellt werden, bis der Tonarm bei einer Stelle bleibt und weder nach außen noch nach innen dreht.

    Wenn Antiskating auf 0 stehen würde, würde sich der Tonarm nach innen bewegen. Ist das Antiskating zu hoch, wird der Tonarm sich nach außen bewegen.

    Grüße

    Gerhard

    2%er

  • Ich würde auch zuerst den Liftpimpel anschauen und ggf. Reinigen falls Öl oder Schmodder drauf sitzt. Evtl. auch mit feinem Schleifpapier leicht anrauen. Bei wenig Auflagekraft zieht es den Tonarm sonst gerne mal vorm und beim absenken leicht nach außen.

    Hört mit: Allerhand Geraffel

  • Nö Gerhardt,

    Die Nadel auf der Scheibe wird durch die Rotation dieser zum Mittelpunkt gezogen

    Der Tonarm besitzt eine Kröpfung. Deshalb kann die Reibkraft der Nadel auf der Scheibe nicht durch das Tonarmlager aufgenommen werden und der Tonarm wird nach innen gezogen. Weil die Reibung in einer modulierten Rille aber höher ist als auf einer glatten Scheibe stimmt die AS-Einstellung so nicht. Darum schrieb Hajo richtigerweise:

    Meine Beschreibung passt nur für den Moment des Aufsetzens der Nadel auf der rillenlosen Scheibe.

    Gruß,

    Rainer

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