Dual 1019 und das Reibrad

  • Die Spannung der Feder ist relativ unwichtig. Wenn das Reibrad an Pulley und Teller kommt, zieht es sich über die Reibung selbst fester dazwischen.

    Martins Lieblingsdreher: Dual 1229, Dual 1000/1001, Dual 300 Siesta, Luxor GW1. Alles Weitere im Profil.

  • Die Spannung der Feder ist relativ unwichtig. Wenn das Reibrad an Pulley und Teller kommt, zieht es sich über die Reibung selbst fester dazwischen.

    Danke, das trifft es wohl sehr gut.
    Aber wie gesagt: ich habe den Eindruck, dass eben das Rad nicht ausreichend an den Teller kommt.
    Es ist auch nichts verbogen - zumindest sehe ich nichts, was sich unterscheidet zum Manual oder zu Videos und Bildern

  • Aber wie gesagt: ich habe den Eindruck, dass eben das Rad nicht ausreichend an den Teller kommt.

    Woran machst Du das fest? Sobald der Teller aufliegt kann man das nicht mehr beurteilen.
    die schwarzen Reibräder sind normalerweise tatsächlich besser als die hellen, aber ein richtig weiches habe ich auch schon lange nicht mehr gesehen. Was allerdings keine Auswirkungen auf den Drehmoment hat, sie rumpeln halt lauter.

    Für Deinen Antrieb: Wenn alles entharzt und leichgängig, das Reibrad nicht ausgehärtet und die Feder da ist wo sie hingehört, kann es nur ein Problem mit dem Gripp von Reibrad sein. Also ausbauen in einen Akkuschrauber einspannen und mal anständig abziehen. Erst auf einem 180/240er Papier und dann evtl. mit einem 400er nachziehen. Danach mit Alkohol reinigen und dann sollte das alles wieder laufen. Du kannst da ruhig einen halben bis einen Millimeter abtragen der Durchmesser des Reibrades ist erstmal egal.

    VG

    Kai


  • Die Spannung der Feder ist relativ unwichtig. Wenn das Reibrad an Pulley und Teller kommt, zieht es sich über die Reibung selbst fester dazwischen.

    Das geht sogar so weit, dass das Reibrad ohne aufgelegten Plattenteller gar nicht bis an die kleinste Stufe des Pulley herangeführt wird. Mit Teller funktioniert es dann trotzdem. ;)

    Wenn die Mechanik gut freigängig ist, dann ist die einzige Ursache des Problems ein nicht konsequent geschliffener Reibradrand oder Fett auf Reibrad / Lauffläche am Plattenteller. Dazu gehört auch das Fett durch Berühren mit bloßen Händen.


    VG

    Benjamin

    Plattenspieler in Verwendung: *Dual 1019, 1219, 1229, 1249, 701 "MK1", 721* *Perpetuum Ebner 2020 L* *Kenwood KD3100* *Hitachi HT-500* *Elac 50H* *Philips 312 Electronic*

  • Warum probierst Du es nicht einfach Mal mit einer strafferen Feder aus, anstatt weiter hin und her zu diskutieren (ich denke auch dass es gut an der Feder liegen könnte)?

    Zur Not aus einem Kugelschreiber o.ä.

    Ist ja nur zum Test.

    PS: die Mimik drum herum ist wieder korrekt zusammengebaut worden?

    1. Die Feder rutscht nur hoch und runter und wie MaxB auch schon geschrieben hat, hat es damit nichts zu tun und sie drückt nicht das Reibrad stärker an den Teller, sondern ist sogar mehr entlastet, wenn ich den "Schlitten" mit dem Reibrad etwas mit dem Finger berühre.

    2. Das Drumherum sollte passen, ja. Service-Manual, Videos, Bilder, alles angeschaut und ich sehe absolut keinen Unterschied. Habe auch kein Bauteil übrig oder dergleichen und

    3. ja, eine Diskussion in einem Forum ist nicht ganz ungewöhnlich - zumindest kenne ich es so :)


    Das stimmt. Bei 16 Umdrehungen kommt das Reibrad nicht an den Pulley, bei 33 Umdrehungen sporadisch, bei 45 und 78 liegt es an.

    Das Reibrad habe ich abgeschliffen, den Teller auch gesäubert und nicht mit bloßen Fingern angefasst. Hatte noch so Stoffhandschuhe rumliegen, die ich zu einem Plattenzuspieler bekommen habe


    Aber wie gesagt: ich habe den Eindruck, dass eben das Rad nicht ausreichend an den Teller kommt.

    Woran machst Du das fest? Sobald der Teller aufliegt kann man das nicht mehr beurteilen.
    die schwarzen Reibräder sind normalerweise tatsächlich besser als die hellen, aber ein richtig weiches habe ich auch schon lange nicht mehr gesehen. Was allerdings keine Auswirkungen auf den Drehmoment hat, sie rumpeln halt lauter.

    Für Deinen Antrieb: Wenn alles entharzt und leichgängig, das Reibrad nicht ausgehärtet und die Feder da ist wo sie hingehört, kann es nur ein Problem mit dem Gripp von Reibrad sein. Also ausbauen in einen Akkuschrauber einspannen und mal anständig abziehen. Erst auf einem 180/240er Papier und dann evtl. mit einem 400er nachziehen. Danach mit Alkohol reinigen und dann sollte das alles wieder laufen. Du kannst da ruhig einen halben bis einen Millimeter abtragen der Durchmesser des Reibrades ist erstmal egal.

    Das mache ich daran fest, dass ich bei aufgelegtem Teller quasi von unten - da wo der Schalter für die Drehzahl ist - reingreifen kann. Da komme ich an den Schlitten, auf dem das Reibrad sitzt. Wenn ich diesen Schlitten minimal berühre, etwas Richtung Plattentellermitte drücke, dann läuft Alles rund. Abgeschliffen habe ich das Rad schon. Mit einem 240er Papier, mit einem 400er etwas nachbehandelt.

    3 Mal editiert, zuletzt von ZoliTeglas (27. Juni 2025 um 09:10) aus folgendem Grund: Ein Beitrag von ZoliTeglas mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • da wo der Schalter für die Drehzahl ist - reingreifen kann. Da komme ich an den Schlitten, auf dem das Reibrad sitzt. Wenn ich diesen Schlitten minimal berühre, etwas Richtung Plattentellermitte drücke, dann läuft Alles rund.

    ok, dann kann es eigentlich nur an den Gelenken des Reibradhalters liegen. Nimm das alles nochmal auseinander entharze und schmiere es nochmal neu. Die Mechanik als solches ist recht simpel, wenn alles so ist wie Du es beschrieben hast, kann es keinen anderen Grund mehr geben.

    VG

    Kai


  • da wo der Schalter für die Drehzahl ist - reingreifen kann. Da komme ich an den Schlitten, auf dem das Reibrad sitzt. Wenn ich diesen Schlitten minimal berühre, etwas Richtung Plattentellermitte drücke, dann läuft Alles rund.

    ok, dann kann es eigentlich nur an den Gelenken des Reibradhalters liegen. Nimm das alles nochmal auseinander entharze und schmiere es nochmal neu. Die Mechanik als solches ist recht simpel, wenn alles so ist wie Du es beschrieben hast, kann es keinen anderen Grund mehr geben.

    OK, mache ich. Aber nur um ganz sicher zu gehen: Du meinst Bauteil 96, was im Manual "Wippe" heisst.

  • Ich habe nicht mehr alle Beiträge in Kopf, aber besteht eventuell die Möglichkeit, dass der Motor nicht mehr ausreichend Kraft hat und das Problem gar nicht am Treibrad liegt? Das wäre ja nicht unbedingt im Widerspruch zu 'von unten gedrückt und es läuft'.

  • Ich glaube, eine Kugelschreiberfeder reicht da nicht, die muss schon straffer sein, aber an sowas ist doch dranzukommen.

    "Leeve Mann!", sach ich für die Frau.

    Diethelm :|

  • Ich glaube, eine Kugelschreiberfeder reicht da nicht, die muss schon straffer sein, aber an sowas ist doch dranzukommen.

    ...was hast Du denn für Kugelschreiber?
    Die sind doch schon viel zu hart für diesen Zweck!
    Da würde ich dann eher die Feder kürzen, aber das dürfte ja auch sowieso nicht das Problem sein...

    Schöne Grüße,
    Andreas

  • Ich möchte hier auch mal etwas dazu fragen. Auch aus eigenem Interesse.

    Was ist denn wenn da ein falsches Reibrad verbaut ist, welches vom Durchmesser nicht passt?

    Also ich meine, der Durchmesser zu klein ist und deshalb nicht ganz an das Pulley kommt.

    LG

    Reiner 8)

    Ich sehe was, was du nicht riechst, und das ist laut!

  • Also ich meine, der Durchmesser zu klein ist und deshalb nicht ganz an das Pulley kommt.

    Der Durchmesser spielt keine Rolle, sofern es von Dual ist und auf die Welle passt muss das laufen.

    VG

    Kai


  • Wenn der Motor aufgrund eines Wartungsstaus zu schwer läuft, kann er ohne weiteres zu langsam sein. Es ist kein Synchronmotor!

    Früher mal Fachmann für´s Thema, heute nur noch Hobbylöter. Mit Hang zu Plattenspielern mit AC -Motoren.

  • Moin,

    hast Du auch den Schaltarm, Pos.: 128 in der SA, mal auf Leichtgängigkeit überprüft? Der muss sich in der Horizontalen sehr leicht und frei bewegen können, sonst kann es sein, dass das Treibrad nicht weit genug an die Antriebsrolle (Stufenscheibe) rankommt und somit das Treibrad nicht von Plattenteller und Antriebsrolle "eingefangen" wird. Ein Teil des Schaltarms liegt ja von unten betrachtet unter dem Dosenmotor, also zwischen Stahlplatine und Motor. Man muss den Motor erst ausbauen um den Schaltarm demontieren zu können; zum reinigen.

    Pos.:94 Schwenkhebel und Pos.: 96 Wippe kpl., sind ja von dir gereinigt worden und leichtgängig.

    Der Schaltarm muss sich frei und leichtgängig bewegen können, ebenso müssen alle anderen beweglichen Teile die ebenfalls am und vom Schaltarm bewegt werden leichtgängig sein sonst können sie den Schaltarm in seiner Bewegung behinder. Ich hatte an meinem 1009 selbes Problem und noch einiges mehr. Der Plattenteller ist wärend dem Autostart immer langsamer geworden bis zum Stillstand (zu wenig Druck des Treibrads an Antriebsrolle, wurde nicht "eingefangen"). Der 1009 ist weitestgehend baugleich mit dem 1019, zumindest was die Automatik betrifft.

    viele Grüsse Thomas :)

    „back to the roots“

  • Na ja, das Reibrad ist halt mal mindestens 50 eher 60 Jahre alt. Die machen zwar oft einen äusserlich guten Eindruck, aber eigentlich sind die durch. Gummi altert nunmal. Vielleicht bringt es noch was die Tellerinnenfläche mit feinem Schmirgelpapier aufzurauhen. Michvog macht auch neue Räder, vielleicht auch da mal nachschauen.

    Gruß Oliver

    Ersatz-Steuerpimpel Anfragen bitte per PN

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