Haube polieren - so ist es richtig !

  • Ich überege noch, ob ich den ein oder anderen Zwischenschliff rausnehme.

    14 Stufen sind schon ne Menge...

    Fang mit der Körnung an, womit die Kratzer raus gehen. Dann die Körnung verdoppeln.

    Wichtig ist, vor jedem Zwischenschritt, die Haube gründlich zu Waschen, damit kein

    Schleifmittel der vorigen Körnung mehr vorhanden ist. Das feine Schleifpapier sollte

    auch absolut sauber sein, sonst schleifen sich wieder größere Spuren rein. Fünf bis

    sechs Stufen sollten völlig ausreichen vor dem Polieren.



    LG, Micha

  • Mit dem Zwischenreinigen habe ich kein Problem.

    Ich schleife derzeit im Bad unter der Dusche.

    Das ist sehr praktisch.

    Ich bin jetzt bei 1000er Körnung und würde mit 1500, 2000, 3000, 5000, 7000 und 10000 weiter machen, so dass die Zwischenschliffe 1200, 2500 und 4000 wegfallen. Ist immer noch ne Menge.

    Am Ende soll ja noch was von der Haube übrig bleiben :D

    Beim nächsten Schwung Hauben würde ich es mit der Verdopplung ausprobieren.

    Ich denke, was mir bisher vor allem gefehlt hat, sind die Körnungen oberhalb 2000.

    Ich bin ja auch eigentlich total Banane, da ich mir in ausreichender Menge Hauben aus der Nachbauaktion bestellt hatte, aber ich kanns einfach nicht mit ansehen, wenn die Dinger so verhunzt aussehen. Auch wenn sie mich verlassen werden.

    Dann kommt da noch dieser persönliche Ehrgeiz hinzu, wenn man sich einmal was in den Kopf gesetzt hat.8o

    Und so ein bisschen ist ja auch der Weg das Ziel. Das geht mir bei jeder Restauration so.

    Ich freu mich, wenn ich das Endergebnis sehe, aber dann darf mich das Resultat auch wieder verlassen, nachdem ich damit ein bisschen rumgespielt habe.

    Die Plätze für meine Hauptdreher sind leider eh schon alle belegt ;(

    Beste Grüße,

    Luke

  • So, ich bin jetzt fürs erste durch.

    Ich muss dazu sagen, es waren wirklich Schrotthauben mit teilweise tiefen Kratzern an allen Seiten, Kleberresten auf der Oberfläche und allgemein sehr unansehnlich.

    Die waren echt fertig.

    Daher musste ich auch mit 400er Körnung anfangen.

    Habe dann mit 600-800-1000-1500-2000-3000-5000-7000-10000 geschliffen und anschließend poliert.


    Das Ergebnis ist gut, aber nicht perfekt.

    Wenn man die Haube gegens Licht hält, sieht man immer noch ganz leichte Schleifspuren, selbst bei 10000er Körnung.

    Im Normalfall dürfte es nicht auffallen.

    Neuzustand ist es nicht geworden, aber vermutlich benötigt man dafür mehr Zeit und Profi-Equipment.

    Ich habe jetzt etwa 1 Stunde pro Haube benötigt.

    Noch mehr Zeit ist mir die Sache doch nicht wert.

    Vermutlich müsste ich den Poliergang optimieren. Ich hatte es zunächst mit einer Lammfellscheibe ausprobiert, bin dann aber auf eine Polierscheibe auf Schaumstoff umgestiegen, weil das Ergebnis nochmal besser war.

    Sicherlich gibt es da noch bessere Methoden.

    Ich hatte Polierpaste für Acryl von Rot-Weiß verwendet.


    Die Politurreste müssen natürlich noch entfernt werden.





    Und hier mal 2 Bilder von einer Haube mit der Autopolitur. Die ist nicht schlecht poliert, das ist ein Schmierfilm, den man kaum wieder runter bekommt.

    Im Grunde kann man ihn nur mit einer anderen Politur wieder runter polieren.

    Das werde ich wohl noch machen.



    Beste Grüße,

    Luke

  • ...Ich habe jetzt etwa 1 Stunde pro Haube benötigt.

    Ui, das war flott. So lange brauche ich im Allgemeinen, um zu schleifen, ohne Politur.

    So, ich bin jetzt fürs erste durch.

    ...

    Habe dann mit 600-800-1000-1500-2000-3000-5000-7000-10000 geschliffen und anschließend poliert.


    Das Ergebnis ist gut, aber nicht perfekt.

    Wenn man die Haube gegens Licht hält, sieht man immer noch ganz leichte Schleifspuren, selbst bei 10000er Körnung.

    Ich wusste gar nicht, dass so so feines Schleifpapier gibt ^^. Mehr als ´ne 3000er Körnung habe ich noch nie probiert.

    Dass die Dinger nie wieder so werden, wie sie im Neuzustand waren, sollte klar sein - glaube ich jedenfalls. Das, was man auf deinen Bildern sieht, scheint doch seeeeehr gut zu sein.

    Außerdem: wer hält die Teile gegen das Licht 8). Klar, mache ich beim Schleifen und Polieren natürlich auch, man will ja wissen, wie es aussieht.

    Und hier mal 2 Bilder von einer Haube mit der Autopolitur. Die ist nicht schlecht poliert, das ist ein Schmierfilm, den man kaum wieder runter bekommt.

    Noch mehr Zeit ist mir die Sache doch nicht wert.

    Das ist komisch.

    Ich nutze ausschließlich Autopolitur und bei mir werden/bleiben die nicht so trübe. Aber ich poliere auch länger als ´ne Stunde.

    Im "Kreuzgang" (also zuerst "hin-und her", danach "auf-und-ab") mit etwas "Druck" und mit dem Deltaschleifer, dann nass abwischen, und das Ganze wieder von vorne mit neuer Politur. Natürlich auch mal das Politur-Pad (ich nutze da zurechtgeschnittene alte Frottier-Handtücher) wechseln.


    Bei Hauben, die vorher schon einigermaßen ok waren, geht ´ne Stunde fürs Schleifen und ´ne Stunde fürs Polieren drauf.

    Rekord waren aber 6h, 4 fürs Schleifen und 2 fürs Polieren X/. Trotzdem kein Neuzustand, aber wohnzimmertauglich ... .

    irgendwas ist immer und man lernt nie aus ...


    Gruß
    Winfried

  • Nochmal ein Update meinerseits.


    Ich habe jetzt mal in den erlauchten Kreisen der Fahrzeugaufbereiter Augen und Ohren aufgehalten.

    Offensichtlich kann man tatsächlich auch Polieren als Hobby betreiben.


    Mit dem Vorschliff und dem Verwendeten Schleifpapier bin ich nunmehr sehr zufrieden. Eventuell reichen auch weniger Abstufungen aus. Das 400er und 600er würde ich eventuell weglassen, da tatsächlich die Gefahr besteht, dass man die ein oder andere Schleifspur bis zum Ende mit durchzieht, wenn man nicht super sorgfältig mit den Folgeschliffen ist. Beim nächsten Mal werde ich versuchen, mit 800er Schleifpapier als gröbste Stufe alle dicken Kratzer zu entfernen.


    Meine Arbeitsweise beim Polieren ließ sich jedoch noch deutlich verbessern.

    Das hängt zum einen an der verwendeten Maschine.

    Ein Excenterschleifer ist zwar für hohen Abtrag gebaut, hat aber im Vergleich zu einer Poliermaschine einen echt schlappen Motor mit 400 Watt und im Vergleich zu den empfohlenen 900 Watt einer Einsteigerpoliermaschine ist der Motor beim Ausüben von Druck doch recht schnell müde. Außerdem ist der Excenterhub mit 5mm im Vergleich zu Poliermaschinen mit 9/15/21mm recht klein.

    Dafür ist die Drehzahl extrem hoch und selbst die niedrigste Drehzahl ist schon fast so hoch, wie die Höchstdrehzahl bei den Polierwerkzeugen. Das relativiert sich etwas, da die Drehzahl schon bei leichtem Druck enorm runter geht, kann aber durchaus viel zu schnell sein.


    Also habe ich schlichtweg mit wenig Drehzahl und kontrolliertem Druck gearbeitet und das Ergebnis wurde nochmal deutlich besser.


    Der nächste Punkt ist das verwendete Schleifpad. Bei den Autoaufbereitern arbeitet man vorzugsweise mit hochwertigen Schaumstoffschwammpads (die aber nicht unbedingt sehr teuer sein müssen).

    Lammfell neigt wohl tatsächlich dazu, einen leicht milchigen Nebel zu hinterlassen. Das ist natürlich bei klarem Acrylglas eher unerwünscht.

    Ich habe nun mit einem Poliervlies gearbeitet, welches grundsätzlich etwas härter ist als ein Schwamm und dadurch die Unzulänglichkeiten eines Excenterschleifers etwas kompensiert. Dafür lässt es sich echt schlecht auswaschen im Vergleich zu einem Schwamm.


    Der letzte Punkt ist die verwendete Politur. Die Acrylglas-Politur von Rot-Weiß ist gut für Hochglanz, hat aber einen sehr geringen Abtrag, so dass selbst Schleifspuren von 10.000er Schleifpapier sichtbar bleiben (gegen das Licht betrachtet wohlgemerkt). Hier könnte man mit einer schärferen Politur vorarbeiten.

    Im Ergebnis könnte man wohl nahezu einen Neuzustand erreichen.


    Endstand ist bei mir nun, dass man noch ein paar leichte Spuren des 400er Papiers sieht und im Sonnenlicht tatsächlich den 10.000er Schliff erkennen kann. Die Hauben sind aber absolut klar und im Kunstlicht sehr gut.


    Beim nächsten mal würde ich, wie gesagt, maximal mit einem 800er Schliff starten und dann eventuell auf anderes Material beim Polieren zurück greifen. Bevor ich aber jetzt nochmal eine ordentliche Summe in Poliermaterial investiere, brauche ich erstmal das auf, was ich da habe. Da die Hauben mich eh wieder verlassen werden, wäre das ein ordentliches Verlustgeschäft.

    Wenn ich das Thema beim nächsten mal angehe, gibt es aber ein ordentliches Tutorial mit vielen Fotos und ordentlicher Politur.


    Achso, noch eine abschließende Frage. Die Kfz-Jungs nehmen die Politurreste mit Isoprop ab. Würde das einer Acrylglashaube schaden?

    Beste Grüße,

    Luke

  • Ok, hatte ich mir schon gedacht.

    Wobei ich mir nicht sicher war, weil Feuerzeugbenzin ja angeblich geht.

    Warum auch immer.

    Beste Grüße,

    Luke

  • Hm,
    mit "Excenterschleifer" meinst du jetzt den Deltaschleifer?


    Dass dessen Motor bei leichtem Druck "schlapp" machen soll, kann ich nicht nachvollziehen. Natürlich fällt die Drehzahl etwas ab, aber nicht so viel, wie es z.B. zwischen Geschwindigkeitsstufe 1 und 2 ausmacht. Und ich kann das Ding bis Stufe 6 hochdrehen.

    Die Frage bleibt natürlich: Wie kommst du mit der Poliermaschine innen in die Ecken?

    irgendwas ist immer und man lernt nie aus ...


    Gruß
    Winfried

  • Ahoi,

    mit Excenterschleifer meinte ich eigentlich auch genau das.


    Ich habe hier eine Bosch PEX-400 AE:

    https://www.bosch-diy.com/de/d…-400-ae-06033a4000-v26563


    Einen Deltaschleifer in Form des Multitools Bosch PMF 180 E verwende ich ebenfalls:

    https://www.obi.de/multitools-…180-e-multi-set/p/8903585


    Beim PMF 180 ist die Geschwindigkeit ja nochmals wesentlich höher.

    Hier würde ich tatsächlich auf Stufe 1 arbeiten.

    Der Geschwindigkeitsabfall ist nicht so groß, völlig richtig.

    Die Schleiffläche ist ja auch wesentlich kleiner.

    Für die Ecken und Detailbereiche werde ich das Gerät auch benutzen.

    Dafür habe ich Vliesaufsätze von Fein.


    Der Excenterschleifer unterscheidet sich, wie ich oben geschrieben hatte, trotz der ähnlichen Arbeitsweise aufgrund der Kennwerte von einer Excenter-Poliermaschine.

    Ich möchte mir jetzt nicht unbedingt nur für die Hauben ein extra Gerät anschaffen.

    Daher werde ich gucken, was mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln noch geht.

    Ich werde nochmal die Lammfellscheibe im Rotationsverfahren testen mit verschiedenen Drehzahlen.

    Der Abrieb sollte hier im Vergleich zum Filz höher sein, macht jedoch vermutlich eine Nachpolitur erforderlich.


    Es gibt auch wirklich geniale Polituren, die teilweise schon bei 1000er Korn anfangen und dann bis in den Hochglanzbereich gehen.

    Aber ich habe jetzt schon mehr Geld an Schleifmitteln und Zubehör ausgegeben als es die Hauben vermutlich wert sind ;-)

    Das ist das schöne am Hobby, dass man aufhört, rational zu denken.

    Und auch, wenn es mich reizt, noch diverse Polituren und Aufsätze zu ordern, für die gerade in Arbeit befindlichen Hauben muss es reichen.

    Ich will ja nicht am Ende die Haube wegpolieren :D

    Beste Grüße,

    Luke

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