Haube polieren - so ist es richtig !

  • Wer sagt denn, dass beim Nassschleifen Wasser mit Schleifpartikeln in Bereiche der Maschinen kommen muss, wo es schädlich für die Maschine ist?

    Ich halte meinen Schwingschleifer immer so, dass er recht trocken bleibt. Wenn ihr ein Gerät mit Absaugung habt, macht die Löcher zu oder nehmt Papier ohne Löcher. Geht.

    Liebe Grüße, Michael


    Ich biete verschiedene Nachbau-Reibräder für die meisten DUAL-Dreher, für einige PEs, Garrard Zero, Braun PS-500 und TK12-Nachbauten, Hubstücke, Stellachsen, VTA-Keile und -Spacersets, Tonarmauflagen...

  • Nass schleifen heißt ja bloß das das Papier nass sein muss. Das Gerät soll ja nicht schwimmen. Allerdings ist es ne schöne Sauerei mit Maschine nass zu schleifen.

    Hab die trockenen mit Maschine geschliffen. Nass per Hand.

    Wichtig ist auch das Wasser zu wechseln wenn die Körnung geändert wird.

    Dauert etwas länger aber gut geschliffen ist

    Voraussetzung für ein gutes Ergebnis.


    Gruß Carsten

  • 80er Körnung trocken? Nicht dein Ernst, oder? Mit sowas entfernt man den Lack von Zäunen.

    Ich würde eine Acylhaube nicht gröber als 600 nass und das von Hand schleifen, evtl. Schleifklotz verwenden.

    Damit habe ich bisher alle Kratzer herausbekommen, gröber ist unnötig und bedeutet Mehraufwand.

    Viele Grüße Andreas


    Biete: Nix mehr ...

    Suche: Weltfrieden

  • Mit 600 Körnung hab ich nie alle Kratzer rausbekommen.

    Im Netz gibt's auch genug Anleitungen. Auch mit trockenschliff 80iger korn. Es soll ja auch nicht die Haube durchgeschliffen werden. Desto tiefer die Kratzer desto grober das Papier.


    Gruß Carsten

  • Hallo,

    80ger Körnung ist aber schon heftig.

    Ich fange bei maximal 180er an.
    Und das nur bei tiefen Kratzern.

    Vertiefungen welche vom Weichmacher des Jahrzehnte auf die Haube gelegten 220V-Kabels entstanden sind,
    bekommt man meistens nicht ganz weg.

    Grüße Gernot
    Es soll ja Leute geben, die hören, ob das Lautsprecherkabel rot oder blau ist.

  • Das Problem was du da hast , nämlich kein zufriedenstellendes Ergebnis,

    liegt an der Bearbeotungskette.


    1. Der Bosch Schleifer ist nicht für solche Arbeiten Konzipiert, da nutz die Drehzahlregelung gar nichts.

    Da der Schleifer ein normaler Rotationsdrehschleifer ist, der für hohen abtrag gebaut wurde.Das Hauptproblem bei diesem

    Gerät ist, das er kein "Haldex /Rotex Schleifbahn " kann , das heisst er Dreht sich nur.

    Das ist zum Polieren, gerade bei einem zum schmieren neigenden Kunststoff nicht geeignet.

    Da gibt es dann Hologrammfreie Polier/Schleifmaschinen z.b Festool Rotex 150EQ.

    Damit ist der Erste Punkt überwunden.


    2.Niemals Trockenschliff.Acrylat /ob EPs EX , DX oder gegossen, neigen zum"Schmieren und verkleben"

    Das Muss immer Nass poliert werden.


    Die Schleifmittel Körnung lass ich mal, solange es Nassleinen Papier ist.Andere Schleifkörper funktionieren nicht!

    und ja , ich habe schon hunderte Von z.b Bootscheiben aus "Plexiglass" Poliert....


    Gruss Michael

    Wer fragt ist ein Narr – für 5 Minuten.


    Wer nicht fragt ist ein Narr – sein Leben lang.


    Der Hauptunterschied zwischen etwas, was möglicherweise kaputtgehen

    könnte und etwas, was unmöglich kaputtgehen kann, besteht darin,

    dass sich bei allem, was unmöglich kaputtgehen kann, falls es doch

    kaputtgeht, normalerweise herausstellt, dass es unmöglich zerlegt oder

    repariert werden kann.

  • Danke für die Tipps, Michael.

    Das klingt sehr fundiert und auch irgendwie logisch.


    Ich werde mal versuchen, die Löcher vom Schleifpapier abzukleben und dann nass schleifen.

    Alternativ könnte ich es noch mit einem Deltaschleifer versuchen.


    Ne neue Festool nur für diesen Zweck übersteigt wohl den Nutzen.

    Sofern die Hauben nicht in Gold aufgewogen werden.


    Verhunzen kann ich dabei ja eh nichts.

    Beste Grüße,

    Luke

  • So,

    der nächste Testlauf nass geschliffen.

    Da das Schleifpapier nunmal Löcher hat und ich‘s nicht mit dem Excenterschleifer riskieren wollte, habe ich fix den Akkuschrauber mit Klett-Schleifteller zur Hand genommen.


    Ein Unterschied wie Tag und Nacht.

    Der Materialabtrag ist wesentlich besser und das Schleifpapier setzt sich nicht zu.

    Selbst starke Kratzer lassen sich mit 400er Papier wegschleifen. Ich hatte noch eine 2. Testhaube zur Hand. Das ging trocken definitiv nicht.

    Einzig das Schleifbild ist nicht ganz so schön wie beim Excenterschleifer.

    Es sind halt deutlich große Kreise.

    Dafür ist der Schliff feiner.


    Ich habe bisher mit 400er und 800er geschliffen und werde bis 2000 erstmal so weiter machen und mir dann das Ergebnis anschauen.


    Der nächste Schritt wäre Schleifpapier ohne Löcher auf dem Excenterschleifer.

    Beste Grüße,

    Luke

  • Irgendwie bringst du da immer polieren und schleifen durcheinander. Liest sich schwer.

    Polieren und Schleifen unterscheiden sich lediglich in der Gradation des Schleif- bzw. Poliermediums.


    Beste Grüße, Uwe

    »Mit der Vervollkommnung der Demokratie widerspiegelt die Präsidentschaft immer mehr die innere Seele des Volkes. Wir nähern uns einem erhabenen Ideal. Eines großen und glorreichen Tages wird sich der Herzenswunsch der einfachen Leute des Landes letztendlich erfüllen und das Weiße Haus mit einem wahren Idioten geschmückt sein.« (Henry L. Mencken, 1920)

  • Mahlzeit,

    ich wollte nochmal einen kurzen Zwischenstand abgeben.


    Ich habe nochmal diverse Erfahrungen gesammelt.

    Zuletzt hatte ich mit Akkuschrauber und Klett-Teller nass geschliffen.

    Und zwar mit folgender Körnung:

    400-600-800-1000-1500-2000-Politur


    Das Ergebnis ist im Endeffekt nicht schlecht, aber, im Sonnenlicht betrachtet, erkennt man noch ganz leichte kreisrunde Schleifspuren.

    Bei Kunstlicht im heimischen Wohnzimmer nicht zu erkennen.

    Trotzdem störte mich das im Endergebnis sehr.


    Darauf hin habe ich mit dem Excenterschleifer nass geschliffen.

    Mit einem wohldosierten Einsatz von Wasser war dies auch ohne Gefahr für die Maschine machbar.

    Das Schleifbild ist im Endeffekt besser als mit dem Klett-Teller, aber bei genauem Hinsehen in der Sonne immer noch erkennbar.


    Versuche mit einem Deltaschleifer haben mit hingegen garnicht gefallen. Ich weiß nicht, ob es an der Geschwindigkeit liegt oder an der kleinen Auflagefläche, aber das Gerät neigt dazu, ein sehr unruhiges Schleifbild zu erzeugen.


    Im Endeffekt kann es auch daran liegen, dass die 2000er Körnung noch zu grob ist vor der Politur, aber als Arbeitsgerät werde ich generell den Excenterschleifer weiter verwenden.


    Bei 2 Hauben hatte ich einen kleinen Exkurs betrieben und aufgrund des desolaten Zustands auch von innen geschliffen.

    Das würde ich maschinell nicht nochmal machen.

    Mit dem Excenterschleifer kommt man nicht in die Ecken und der Deltaschleifer erzeugt immer wieder unschöne Schleifspuren, die man kaum wegpoliert bekommt. Alles in allem, ich würde es nicht mehr machen, da der Aufwand auch vom Handling her wesentlich höher ist.


    Derzeit arbeite ich mit anderem Schleifpapier.


    Bisher hatte ich folgendes verwendet:

    https://www.amazon.de/gp/produ…_asin_title?ie=UTF8&psc=1

    Abgesehen davon, dass das Schleifpapier Löcher hat, was zum Nass-Schleifen eher nicht taugt (ich habe auf dem Excenterschleifer einen weichen Zwischenteller verwendet und die Löcher dann im Versatz abgedeckt), zerlegt es sich nach ca. 2 Hauben von selbst, weil sich das Schleifpapier vom Träger löst.


    Nun bin ich auf Folgendes Papier umgestiegen:

    https://www.amazon.de/gp/produ…_asin_title?ie=UTF8&psc=1

    https://www.amazon.de/gp/produ…_asin_title?ie=UTF8&psc=1


    Das Papier hat den Vorteil, dass es sich nicht durch Wasser beeindrucken lässt. Auch nach 5 Hauben ist lässt sich damit noch problemlos arbeiten, es ist immer noch Körnung vorhanden. Man kann es sogar auswaschen und trocknen. Außerdem hat es keine Löcher, was ebenfalls von Vorteil ist.


    Ich schleife mit folgenden Körnungen:

    400-600-800-1000-1200-1500-2000-2500-3000-4000-5000-7000-10000-Politur


    Die einzelnen Schleifdurchgänge halte ich kurz. Die Menge der Stufen machts.

    Ich hoffe, dass ich so einen Zustand erreiche, der nahezu dem Neuzustand entspricht.

    Der erste Versuch läuft noch.


    Von der ehemals durch mich empfohlenen Autopolitur aus dem Lidl habe ich mittlerweile übrigens Abstand genommen.

    Das Zeug hinterlässt immer einen dünnen Schmierfilm auf der Haube, den man kaum weg bekommt.

    Mit Wasser und Spüli geht es nicht. Vermutlich handelt es sich um einen Wachsanteil oder ähnliches.

    Man bekommt es im Grunde nur mit einer Lammwollscheibe trocken runterpoliert, was aber sehr frickelig ist, weil man sich bei zuviel Druck und die dadurch entstehende Wärme das Ergebnis wieder versauen kann.


    Ich werde die Sache mal weiter verfolgen und schauen, was im Endergebnis machbar ist.

    Beste Grüße,

    Luke

  • Ich will jetzt nicht den ganzen Thread durchackern, aber mal eine Frage. Ist der Dremel auch für sowas geeignet, oder gibts für diese Anwendung keine geeigneten Aufsätze?

    Liebe Grüße


    Alex

  • Ist der Dremel auch für sowas geeignet, oder gibts für diese Anwendung keine geeigneten Aufsätze?

    Alles was es für einen Dremel gibt ist für diese Anwendung zu klein,
    Wie oben beschrieben ist schon ein Deltaschleifer nicht geeignet .

    Offenbar eignet sich ein Excenterschleifer für diesen Vorgang am Besten.

    Grüße Gernot
    Es soll ja Leute geben, die hören, ob das Lautsprecherkabel rot oder blau ist.

  • Ja, der Dremel hat das Problem hohe Drehzahl (das lässt sich ja eventuell noch regulieren) und kleine Arbeitsfläche = ungleichmäßiges Bearbeitungsbild


    Das Problem fängt eigentlich erst bei Tageslicht so richtig an.


    Bei normalem Kunstlicht und ohne direkte Sonneneinstrahlung sieht das Ergebnis meist gut aus.

    Steht der Plattenspieler in einem Lichtdurchfluteten Raum oder auf einer Galerie, dann sieht es trotzdem schlecht aus.


    Ich würde auf den Dremel schon aufgrund der enormen Zeit verzichten, die man mit so einem kleinen Arbeitsgerät benötigt.

    Beste Grüße,

    Luke

  • Hi !


    Exzenterschleifer und Deltaschleifer haben eine zu hohe "Schlagzahl" auf zu kleiner Fläche bzw. Strecke.

    Da besteht die Gefahr, daß sich Schleifpapier oder Polierflies zu stark erwärmen und das Material fast schon aufweichen.

    Das fräst zusätzliche Unebenheiten in die Oberfäche.


    Ich habe mir vor ein paar Jahren mal eine 800W Poliermaschine gekauft, die 500 - 2800 upm macht. Das ist gerade so an der oberen Grenze, was man Kunststoff-Oberflächen zumuten sollte. Das Gerät ist vermutlich aus chinesischer Produktion und hat über Ebay um 80 Euro gekostet (laut deutschem Vertrieb regulär 116 Euro). Mit einer 130mm Lammfellscheibe und Polierzeugs für Autoscheinwerfer oder Cabrioscheiben sind die Ergebnisse durchweg gut und auch im Seitenlicht lassen sich praktisch keine Schleifspuren mehr entdecken. Lediglich dort, wo man beim Ausschleifen tieferer Kratzer etwas geschlampt hat, sind noch Spuren zu sehen. Die Oberfläche selber ist glatt und glänzend.


    https://www.polierschwamm.info…rmaschine-TP-800-EDS.html


    :)

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • Hallo Peter,

    wie bewegt sich die Poliermaschine denn im Vergleich zum Excenterschleifer?

    Also die PEX 400 AE, die ich verwende, lässt sich in der Drehzahl regulieren.

    Ich arbeite so bei 2/3 Leistung.

    Michael (Benutzername001) hatte sich ja auch schonmal dazu geäußert und auf die Kurvenbahn der Festool Rotex 150EQ verwiesen.

    Wenn ich das richtig sehe, dann macht die Bosch aber eine ähnliche Kurvenbahn und dreht sich nicht einfach nur.

    Bei Festool steht darüber hinaus auch, dass die Rote Kurvenbahn für hohen Antrag entwickelt wurde.


    Schleifst Du mit der Poliermaschine auch?


    Ich meine jetzt bezüglich Schrotthauben, die wirklich arg verranzt sind.

    Beste Grüße,

    Luke

  • Hi Luke !

    Schleifst Du mit der Poliermaschine auch?

    Nein.


    Das würde sich nur lohnen, wenn man eine ganz und gar verschrammelte Haube hätte, die man großflächig in mehreren Stufen mit Schleifpapier und viel Wasser erstmal von den gröbsten Kratzern befreien müßte. Die sind dann aber meistens auch von der Substanz her so abgeritten oder haben Risse und Ausbrüche, daß sich das nicht mehr lohnen würde - außer es wäre was ganz seltenes, wofür man keinen Ersatz mehr bekommt.


    Bei den Dualhauben gucke ich mir an, ob die Sprünge oder Risse oder Ausbrüche hat und wenn sich das in ganz kleinen Grenzen hält, dann schleife ich die Kratzer von Hand aus.

    Dann ein Durchgang mit z.B. Nigrin Politur für Autoscheinwerfer mit der Lammfellscheibe - und dann war's das. Zum Verkaufen reichts, ich bastele keine Ausstellungsstücke. Die Zeit kriegst Du nie mehr wieder bezahlt. Also: ab dafür. Für meine eigenen Geräte, die im Wohnzimmer aufgestellt werden (könnten) habe ich bobhund Nachbauhauben.


    :)

    Peter aus dem Lipperland


    Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.

  • Excenterschleifer, Poliermaschine, ...


    Und wie poliert man die schmalen Innenseiten, vor allem, wenn man dort in die Ecken will?


    Also ich komme mit dem Deltaschleifer gut zurecht. Noch nie Probleme mit zu viel Hitze auf der Haube gehabt. Man darf halt auch nicht 2 Minuten mit voller Kraft auf einer Stelle schleifen/polieren ^^.

    Der Vorteil ist, dass man mit dem Ding eben auch in die Ecken innen kommt. Und ich hatte schon einige Hauben, bei denen das nötig war. Ich nutze das Multitool "(irgendwas) 180" von Bosch.


    Schleifen per Hand und nass, von 600 bei stärkeren Kratzern, bis 3000 vor dem Polieren. Als Politur nehme ich Autopolitur. Wird nicht wie neu und ins Sonnenlicht halte ich die Hauben auch nur, um zu sehen, wie sie geworden sind, aber absolut wohnzimmertauglich sind die hinterher alle mal. Natürlich nur meiner Meinung nach ;).

    Bislang haben sich noch alle Käufer sich darüber gefreut, dass meine Hauben recht schön aussehen ... .

    irgendwas ist immer und man lernt nie aus ...


    Gruß
    Winfried

  • Hi,

    genau die PMF 180 von Bosch benutze ich auch.

    Vielleicht lag es bei mir auch am Schleifpapier, der Handhabung oder wie auch immer.

    Das mit dem Sonnenlicht ist auch nur mein persönlicher Ehrgeiz.

    Ich werde es jetzt einmal mit nem Riesenaufwand betreiben und dann schauen, ob es sich gelohnt hat.

    Die zukünftigen Käufer dürfte es freuen.

    Raus bekommt man den Aufwand eh nicht.

    Aber immerhin was gelernt dabei.

    Ich überege noch, ob ich den ein oder anderen Zwischenschliff rausnehme.

    14 Stufen sind schon ne Menge...

    Beste Grüße,

    Luke

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