Dual CV 1600 defekt

    • Dual CV 1600 defekt

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      Hallo ihr lieben Leute des Dual Boards!

      Seit dem Abgleich der Endstufen macht mir mein Dual CV 1600 große Probleme.

      Den Verstärker habe ich vor zwei Monaten auf eBay gekauft. Er war voll funktionsfähig und ich habe ihn für 130€ bekommen!

      Nach dem Kauf habe ich so langsam einige Teile ausgetauscht (Knallfrosch, Elyt/Tantal Kondensatoren, Transistoren, Spannungsregler, neue Cinch Buchsen, alle IC's neu)
      Dies geschah nach der Wartungsanleitung die hier im Thema des Forums angepinnt ist:

      Dual CV 1600 Wartungsanleitung

      Nach den ausgeführten Arbeiten lief bis gestern alles prima. Das einzige Problem war, dass manchmal der linke Kanal ausfiel. Aber selten und je nach Quelle.


      Gestern habe ich dann die Endstufen nach Anleitung abgeglichen. Fast alles lief gut.
      Bei dem nachmessen der Spannung (-15V / +15V) von den Spannungsreglern habe ich dann irgendwie einen Kurzschluss erzeugt, wo beide 0,25A Sicherungen auslösten. Das habe ich dann aber erst beim Abgleichen der Endstufen gemerkt, ich weiß leider aber nicht mehr wodurch. Ich habe dann beide Sicherungen ersetzt.
      Beim abgleichen des Ruhestroms sprang mein Multimeter hin und her, sodass kein fester Wert ablesbar war. Ich denke aber das es am Multimeter lag, welches ich Gebraucht auf eBay für 15€ gekauft habe. (Voltcraft VC 155)

      Während des Abgleiches der Verstärkung / Gleichheit beider Kanäle habe ich ausversehen eines der 100 Ohm Potis verstellt, welche für den Ruhestrom sind. Das Poti habe ich dann aber sofort wieder richtig eingestellt und den Ruhestrom ein zweites mal abgeglichen.
      Noch zu erwähnen: bei dem abgleichen der Verstärkung, während natürlich ein Lautsprecher an den beiden roten Klemmen angeschlossen war, wurde der Ton schwankend lauter und leiser, kam das durch das versehentliche verstellen des 100 Ohm Potis? Ich kann mich nicht mehr erinnern ob ich während dem Schwanken des Tones überhaupt etwas verstellt habe.

      Abgleich fertig, alle Werte richtig (laut des Multimeters). Verstärker an seine Position gestellt und angeschlossen, angemacht, lief. Über den PC Musik angemacht und den Klang des Verstärkers genossen. Die Lautstärkeregulierung war besser als vorher. Und der Klang, einfach WOW.

      Aber dann: Nach ca. 1 Minute (Lautstärkeregler auf Mitte / 1 Uhr) hörte ich es nur laut klacken und der Verstärker ging aus. Warum????
      Die 1,6 A Sicherung war durch und ich habe sie ersetzt. Verstärker wieder eingeschaltet. Sofort nach dem einschalten ein lautes Brummen vom Trafo!
      Verstärker abgebaut, wieder auf den Basteltisch. Angeschaltet und dann war wieder für einen kurzen Moment ein deutliches Brummen vom Trafo wahrnehmbar... So, als wenn man einen alten Röhrenmonitor angemacht hat. Es war anscheinend auch Vibration dabei, da der Gehäusedeckel gewackelt hat.
      Und dann höre ich noch, dass der Trafo die ganze Zeit leise brummt und sogar durch die Lautsprecher hörbar... Ich war am Ende... Ich hatte den Schnittbandkerntrafo immer gelobt, da man ihn nie! gehört hat. Auch wenn man fast sein Ohr draufgedrückt hat! Und jetzt? Er brummt und gibt einen surrenden Ton bei näherem hinhören von sich. Klopfen an das Gehäuse bringt nichts.
      Den Verstärker wollte ich so natürlich nicht betreiben!, noch mehr kaputtmachen wollte ich dadurch nämlich nicht. Ich habe ihn seit gestern nicht angerührt.
      Der Mist dazu ist noch, dass ich die nächsten Tage noch neue Lautsprecher bekomme...

      Ich habe eines der neueren Modelle mit den neuen Spannungsreglern! (Serial No. 023838)

      Ich hoffe, dass jemand eine Lösung, Ideen oder Erfahrung hat und mir sagen kann woher die Probleme kommen! Ich habe noch nirgendswo eine Lösung gefunden und ich hoffe auf schnelle Hilfe! Auch ein Dankeschön an die Person die sich diesen Roman durchliest!

      Beste Grüße,
      Leon

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      Kurzfassung / Update:

      Ich schaltete gerade den Verstärker ein und sofort kommt ein lautes "Brummen" vom Netzteil, und der Gehäusedeckel vibriert (auch wenn er festgeschraubt ist). Dies war nur für einen kurzen Augenblick. Kommt aber jetzt jedes mal vor. Der Trafo brummt dann durchgehend leise (mit einem Summen oder etwas in der Art) Ich habe auch das Gefühl, dass die Power Lampe dunkler leuchtet als sonst.

      Das mit dem Trafo ist erst seitdem der Verstärker nach dem Abgleich im laufenden Betrieb (nach ca. 1 Minute mit Musikquelle) sich auch mit einem lautem Geräusch verabschiedete. Ich kann nicht sagen ob das Geräusch vom Transformator oder von den Thermoschutzschaltern kam. Die 1,6 A Sicherung war dann jedenfalls durch. Ersetzt, und jetzt ist das Problem wie in den ersten Zeilen beschrieben. Ich weiß nicht weiter...
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      Trafobrummen kann Anzeichen einer starken Überlastung sein. Ich würde damit beginnen, die Betriebsspannungen und -Ströme zu messen. Du musst aber wissen, was du tust. Netzspannung ist lebensgefährlich.


      Ich kenne den Verstärker nicht näher. Möglichst die Verstärkerschaltung von der Stromversorgung trennen und mit dem Messen bei der Stromversorgung beginnen. Und immer nur kurz einschalten.

      Gruss
      Richard
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      Moin Leon,

      da hier wieder ein 4195 Spannungsregler im Einsatz ist würde ich sagen der ist kaputt. Gleiches Bild wie im CV 1400, diese Spannungsregler sind nicht kurzschlussfest, deswegen sterben sie ja so gerne. Also kannst du schon mal davon ausgehen, das die +/- 15V fehlen bzw. nicht mehr korrekt erzeugt werden. Ich hatte das selbe Problem durch einen Ausfall eines RC4195, auf der Eingangsimpedanzwandlerplatine, Resultat war lautes Brummen nach einiger Zeit. Hier hilft es die im Forum sehr bekannte Ersatzschaltung aufzubauen.

      Es wird aber sicherlich noch mehr sein, als nur dieses Problem, hier natürlich auch immer sehr anfällig diverse Operationsverstärker und Transistoren.

      Beste Lösung wäre sich die Versorgungsspannung mit einem Oskar anzuschauen, Multimeter ist hier sicherlich auch möglich, aber erst mein Oszi hatte mich bei der Verstärkerreparatur zum Erfolg geführt. Das kann ich nur empfehlen (hier natürlich an einen Trenntrafo denken).

      Netzteil (Siebung/Glättung usw.) hast du ja sicherlich schon bei der Restauration überholt.

      Einfach mal alle Spannungen die im Service Manual stehen nachmessen, systematisch von vorne bis hinten.

      Gruß Sven

      Edit: Sind natürlich 2 RC4195 im Gerät, für die Spannungen E F und C D
      Willst du die moderne Zeit genießen, muss der Strom durch Drähte fließen.
      Ein sonderbares Ding ist jedoch das Licht, manchmal brennt es, manchmal nicht.

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      Ich höre mit Dual CS604, Thorens TD160, Dual C822 und Dual CV1400

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Schwen ()

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      Hallo Sven,

      Schwen schrieb:

      da hier wieder ein 4195 Spannungsregler im Einsatz ist würde ich sagen der ist kaputt.

      Edit: Sind natürlich 2 RC4195 im Gerät, für die Spannungen E F und C D
      hast du den Text ganz oben nicht gelesen!!!

      Dual.Hifi schrieb:

      Ich habe eines der neueren Modelle mit den neuen Spannungsreglern! (Serial No. 023838)
      Der CV1600 mit der Serial Nr. 023838 hat keine RC4195!
      Viele Grüße
      HaJo

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      Ich bitte um Entschuldigung HaJo, ich habe einfach schnell geantwortet und von meinen Erfahrungen berichtet.

      Wir halten hier doch alle zusammen und begenen uns mit gegenseitigem Respekt.

      Gruß
      Willst du die moderne Zeit genießen, muss der Strom durch Drähte fließen.
      Ein sonderbares Ding ist jedoch das Licht, manchmal brennt es, manchmal nicht.

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      Ich kann es nicht fassen... Der Verstärker läuft wieder!!!

      Das einzige was ich getan habe ist die Sicherungshalter auf der Trafoplatine getauscht, alle Kontakte der Platine gereinigt und nachgelötet, neue Kabel, den Trafo von 220V auf 240V umgelötet, und siehe da, ich schalte ihn an und er bleibt still wie sonst was. Verdammt, bin ich glücklich.

      ABER vielleicht freue ich mich zu früh. Jetzt muss ich den Verstärker noch vollständig zusammenbauen, anschließen und gucken ob alles läuft.

      Danke für eure Hilfe und Ratschläge!

      Liebe Grüße
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      Freue mich für dich!
      Willst du die moderne Zeit genießen, muss der Strom durch Drähte fließen.
      Ein sonderbares Ding ist jedoch das Licht, manchmal brennt es, manchmal nicht.

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      Kurzer Nachtrag

      Leider kann ich mich doch nicht freuen...
      Verstärker angeschlossen, angeschaltet, kein Ton, hmmm (Trafo total still)... Aufgeschraubt, Sicherungen nachgemessen... Die eine 6,3A (nicht die mittlere, die äußere) war nicht durch, sondern hatte anscheinend einen zu hohen Innenwiderstand ?.
      Naja, durch alte Sicherung ausgetauscht. Läuft wie vorher. Läuft, aber mit starker Vibration beim anschalten und mit leisem durchgehenden Brummen.

      Ich denke, ich werde jetzt doch mal die Ausgangsspannungen messen. Ich habe jetzt wenigstens einen Anhaltspunkt.
      Melde mich bald wieder!

      Wenn jemand Ideen hat, bitte reinschreiben!

      Liebe Grüße
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      Hallo nochmal!

      Aktualisierung:

      Neue Sicherungen bestellt (6,3A), ausgetauscht und jetzt brennt jedes mal die 1,6A Sicherung durch, und die mittlere 6,3 Sicherung wird auch heiß und das Glas verfärbt sich, aber brennt nicht durch und zeigt bei der Durchgangsprüfung noch Werte an. Das alles passiert innerhalb von noch nicht einmal einer Sekunde und der Verstärker geht aus.
      Ich habe die Steuerverstärker Platine abgeklemmt, auf der Endverstärker Platine die absteckbaren Transistoren entfernt, gleiches Problem. Der Metallgleichrichter am Gehäuse funktioniert auch noch.
      Immernoch das gleiche Problem.

      Sobald ich keine 6,3A Sicherung einsetze, brennt die 1,6A Sicherung nicht durch und der Verstärker läuft.
      Soweit ich weiß, führen die 6,3A Sicherungen zu dem Gleichrichter und dann zu den Siebelkos.
      Kann es sein, dass die Siebelkos einen Schaden erlitten haben?
      Wie kann ich dies feststellen?

      Ich benötige jetzt wirklich Hilfe, am besten von jemanden der sich mit dem CV 1600 gut auskennt, oder den Schaltplan gut versteht. Ich weiß nicht wie an die Sache rangehen soll. Ich bedanke mich jetzt schon für die Hilfe!

      *Am Rande entschuldige ich mich für den ständige Änderung des Thema-Titels und meine Verzweiflung.

      Liebe Grüße!
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      Hallo Leon,

      Deinen Schilderungen entnehme ich, daß du hinsichtlich Elektronikkentnissen eher "wenigerwissend" bist. Darum hole ich ein wenig weiter aus:

      - Die 1,6A-Sicheurung sichert den gesamten Verstärkler ab. Sie liegt auf der Primärseite des Netztrafos und schützt dich vor Fehlern des Gerätes "als Ganzes" (z.B. Brand, Rauch...)
      - Die beiden 6,3A-Sicherungen schützen den Trafo und Gleichrichter vor Fehlern im Bereich der Endstufe. Wenn in diesem Bereich ein Fehler vorliegt, lösen sie aus.
      Zu dem Bereich gehören die beiden Endstufen selber und die Lautsprecherleitung zwischen Endstufen und Lautsprechern (gesamte Kette innerhalb des Gerätes und außerhalb)
      - Die 0,25A-Sicherungen lösen aus, wenn im Bereich der Vorverstärker und Relaissteuerung ein Fehler auftritt.

      Da sowohl die 1,6A- Sicherung, als auch die 6,3A-Sicherungen bei ähnlich hohen Überlasten auslösen, ist es nicht verwunderlich, wenn einmal die 1,6A-Sicherung und ein anderes Mal eine 6,3A-Sicherung auslöst.

      Nun zum möglichen Fehler:
      Er liegt im Bereich der beiden Endstufen, der Lautsprecherverkabelung und den Lautsprechern selber. Bei Verkabelung und Lautsprecher solltest du nach einem Kurzschluß suchen.

      Wenn du die beiden großen Siebelkos gewechselt hast, überprüfe die Polung.

      Lösen die Sicherungen auch bei nicht angeschlossenen Lautsprechern aus?

      Lösen die Sicherungen nur aus, wenn der Verstärker zugeschraubt ist?

      Wird eine der Endstufen warm?

      Sind sämtliche gewechselten Bauteile im Bereich der Endstufen mechanisch heil?

      Sind die Lötungen einwandfrei, insbesondere die der Ruhestrompotis?

      Ist evtl. im Bereich der Endstufen eine Leiterbahn beschädigt oder liegt ein Bruch der Platinen vor?

      Der "wackelnde" Ruhestrom muß nicht zwangsweise an dem Multimeter liegen. Dies würde ich sogar eher ausschließen und auf einen instabilen Ruhestrom schließen, ggf. auf einem Wackelkontakt beruhend (s.o.). Meistens ist nicht der Indikator (hier das Multimeter) defekt, sondern die Schaltung.
      Eine durchgebrannte Sicherung ist nämlich auch nciht die Ursache eines Defekts, sondern die Folge.

      So das wars für's Erste.

      Gruß
      Norbert
      www.n-malek.de

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      Und hier gibt es weitere Informationen zu dem Thema.
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      Zusätzlich zu den Tipps von Norbert noch ein weiterer zur Fehlereingrenzung:
      Da ich sehr stark von defekten Endstufentransistoren ausgehe löte in die Versorgungsleitungen jeweils einen sogenannten "Angstwiderstand" von 33 bis 47 Ohm mit 5Watt rein. Also insgesamt 4 Widerstände. Damit schützt du evtl. die Transistoren und die 6,3A Sicherungen brennen nicht sofort durch, wenn der Fehler in den Endstufen liegt. Denn dann wird/werden der/die Widerstände sofort heiß, weil sie den sonst auftretenden Kurzschlussstrom auf ca. 1A begrenzen.
      Du musst also die 4 Leitungen ablöten und dann jeweils einen Widerstand dazwischen löten. Siehe Bild.

      Viele Grüße
      HaJo

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