Elac ESG796H - Auflagekraft und Antiskating

    • Elac ESG796H - Auflagekraft und Antiskating

      Hallo miteinander

      Eigentlich hatte ich ja das AT440Mlb als Ersatz-/Zweitsystem für meine beiden Dual-Dreher (704 und 1219) auf dem Radar; jetzt aber habe ich spontan (und vielleicht etwas voreilig) ein Elac ESG796H 30 geschossen - laut Verkäufer noch unbenutzt. Bin schon gespannt wenn es da ist. Im schlimmsten Fall habe ich halt mal wieder Kohle in der Bucht versenkt - NOS ist eben Risiko...

      Hier drin gibt es sicher auch ESG796-Nutzer: Mit welcher Auflagekraft und welchem Antiskating betreibt ihr es? Und was meint Ihr: Ist es nötig, es anfangs mal eine Weile mit etwas erhöhter Auflagekraft einzuspielen?

      LG
      Manuel
      Dreher: Dual 704, Dual 1219, Revox B795, Lenco L65
    • Meine Erfahrung mit einem ESG 796 HSp: Das Nadelgummi ist verhärtet. Dadurch ist zumindest die Compliance niedriger und ein Betrieb mit höherer Auflagekraft ist daher empfehlenswert. Ich betreibe es mit 1,75g und passender AS-Einstellung.

      Trotz des harten Nadelgummis spielt es viele andere illustre Abtaster an die Wand, wie bei mit Nagaoka MP15, Goldring G1042 oder AT20SLa. Die zwei ersteren haben nun einen neuen Besitzer.

      Besonderes Augenmerk sollte der Abschlusskapazität zuteil werden, da diese beim ELAC recht deutlich den Klang beeinflusst. Ich würde z.Zt. 450 pF als Minimum ansetzen. Weitere Tests stehen kurz bevor, ich warte nur noch auf die Styroflexe...

      Marsilio schrieb:

      als Ersatz-/Zweitsystem
      Perlen vor die Säue!
      Gruß
      Michael

      Kein Mitleid mit Hip-Hop-Musikern!

      Aktuelle Dreher: Seit Januar 8 weniger :P

      Vinyl zum Verkauf
    • Danke für eure rasche Antworten.

      Dieser Abschnitt hier im Forum ist ja auch mitverantwortlich für meinen Elac-Schnellschuss ;=)

      Nadelträgergummi-"Weichklopfen" kenne ich von meinem Sonus - das war nach ca. 50 Stunden mit 2.0g Auflagekraft so weit, dass es heute mit 1.75g ausgezeichnet aufspielt.

      Zur Abschlusskapazität habe ich mir auch Gedanken gemacht. Der 704 hängt an einem Revox-B150-Vollverstärker. Dieser hat gemäss Manual eine Eingangskapazität von 150pF.

      Der 1219 läuft an einem Musical Fidelity V-LPS II mit ca. 120pF Eingangskapazität - dazwischengeschaltet ist ein Adapter DIN/Cinch, der die Kapazität auch noch etwas nach oben drücken dürfte. Daten habe ich da aber keine.

      @Michael: Was meinst Du - haut das so hin punkto Kapazitäten mit dem Elac?

      LG
      Manuel

      PS. Äh, "Ersatz-/Zweitsystem" muss ich etwas präzisieren: Es soll meine bisherigen Systeme von Sonus und Shure, für die es keine Originalnadeln mehr gibt, auf vergleichbar tollem Niveau entlasten. Die Überlegung dahinter: die drei Systeme werden in etwa gleichmässig oft verwendet - unter dem Strich kann damit die Nadelfrage hinausgezögert werden...
      Und klar: Mich reizte das Elac... :saint:
      Dreher: Dual 704, Dual 1219, Revox B795, Lenco L65

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Marsilio ()

    • Marsilio schrieb:

      Was meinst Du - haut das so hin punkto Kapazitäten mit dem Elac?
      Lass uns das mal ausklabüstern:

      1219: 240 pF (mit Original-Kabel)
      Adapter geschätzt: 30 pF
      V-LPS: 120 pF

      Zusammen: 390 pF

      Dürfte schon ganz gut passen. In diesem Fall ist der Adapter sogar nützlich, da er die Kapazität noch etwas anhebt. Meistens wird das ja verteufelt, besonders vom Highendvoodoo-Priester.

      704: 180 pF (mit Original-Kabel)
      B150: 150 pF

      Zusammen: 330 pF

      Vielleicht nicht optimal. Dürfte etwas gedeckter klingen, was man aber wohl nur im Direktvergleich heraushören könnte.

      Anfang der Woche werde ich wohl Direktvergleiche mit etwa 6 verschiedenen Kapazitäten machen können. Ich werde dann berichten, so Alzheimer will.
      Gruß
      Michael

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    • Alles klar, da werde ich dann Mal etwas pröbeln. Und natürlich bin ich auf Deinen Kapazitäten-Vergleich gespannt.

      Ist eh noch witzig - mit den modernen TA's (Goldring, AT) kämpfen viele damit, dass sie verstärkerseitig zu hohe Eingangskapazitäten haben. Bei mir scheint's zumindest beim 704 umgekehrt zu sein.

      LG
      Manuel
      Dreher: Dual 704, Dual 1219, Revox B795, Lenco L65
    • phonesmoke schrieb:

      Woher kommen denn die Kapazitätswerte für die Spieler?
      Empirische Erkenntnisse 8o

      Es gibt da mW drei Kategorien:

      • sehr alte Geräte mit einem deutlich längeren DIN-Kabel (zB 1019): 320 pF
      • mittelalterliche Geräte 12xx: 240 pF
      • neuzeitliche Geräte: 180 pF
      Die letzten beiden haben in etwa ein gleich langes DIN-Kabel. Die mittelalterlichen haben eine geschirmte Tonarmleitung, die alleine schon auf ca. 100 pF kommt. Die neueren Geräte habe Tonarmleitungen aus 4 einzelnen Adern mit ca. 30-40 pF.

      Bei den 12xx ist der 1229Q eine Ausnahme, denn dieser hat auch eine Tonarmleitung mit niedriger Kapazität und dürfte somit auch auf ca. 180 kommen. Den habe ich jedoch selbst noch nicht in den Fingern gehabt.

      BTW: Meinen 1219 habe ich praktisch zum 1219Q umgefrankensteint :D
      Gruß
      Michael

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    • jokerman schrieb:

      Ich habe mal nach meiner Elac-Tabelle gekramt
      Wobei ELAC dabei oft von Kabelkapazität spricht, nicht von Abschlusskapazität. So könnte ELAC den VV aussen vor gelassen haben. Ich hatte ursprünglich auch in etwa 300 pF Gesamtkapazität gehabt, bis ich dann die Möglichkeit gehabt hatte auf ca. 450 pF zu gehen. Probieren geht oft über Studieren...
      Gruß
      Michael

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    • Mit den Kapazitäten habe ich beim ELAC noch nicht gespielt. Das werde ich mal ausprobieren. Ich fahre mein 796 mit 1,2 g Auflagekraft und bin vom System begeistert. Von meinen MMs ist es mit Abstand das Beste - noch einmal hörbar besser als mein AT 150 SA und auch deutlich besser als mein Goldring 1042, das mit einer Shibatanadel retipped wurde.
      freundliche Grüße

      Ralph


      Dreher: CS 731Q und CS 728Q
      Systeme: ELAC 796, AT 150 Sa, Goldring1042 retipped mit Shibata-Nadel, MCC120, AT 440 mlb, TK60E mit DN 160
      Verstärker: Pioneer A-717 MK II
      Boxen: Nubert NuWave35
    • Das ELAC 796 HSp ist ein wirklich feiner Abtaster. Zusammen mit dem AKG P8Es Super Nova stellte es einstmal wohl die Spitze der MM-Abtaster dar. Dem Vinyl-Niedergang geschuldet, wurden auch danach keine gleich- oder höherwertigeren Systeme mehr entwickelt - von keinem Hersteller. Beide geben sich nicht viel. Am TD 320 betreibe ich mein ELAC mit 12,5 mN (aka 1,25 p) Auflage- und gleichgroßer Antiskating-Kraft.

      Beste grüße, Uwe
      Thorens TD 320 vor Röhrenelektronik, Dual CS 5000 vor japanesischen Geräten, Dual »1227« (1226 mit 1228-Arm und -Motor) im Grundig Studio 2000 HiFi, Dual 1229 im Wega Studio 3220 HiFi (inzwischen je eines in weiß, anthrazit und gebürstetem Aluminium), weitere 1218, 1219, 1224, 1226, 1228, 1234 und 1237A auf Halde...
    • Tönt ja schon mal super mit dem ESG 796. Wobei ich ja "nur" die H-Version ohne HSP bekomme - aber egal. Wird schon was feines sein. 8)

      Mich erstaunt etwas, dass Ihr mehrheitlich einen gleich grosse Wert fürs Antiskating nehmt wie für die Auflagekraft. Bislang habe ich Systeme, deren Nadeln einen Multifacettenschliff haben als Antiskatingwert nur mit dem Wert Auflagekraft mal 0.7 betrieben (den Wert Auflagekraft mal 1 nahm ich bei elliptischen Nadeln).

      LG
      Manuel
      Dreher: Dual 704, Dual 1219, Revox B795, Lenco L65
    • Neu

      Marsilio schrieb:

      Bislang habe ich Systeme, deren Nadeln einen Multifacettenschliff haben als Antiskatingwert nur mit dem Wert Auflagekraft mal 0.7 betrieben (den Wert Auflagekraft mal 1 nahm ich bei elliptischen Nadeln)
      ich bleibe meisst auch ein bisschen drunter, aber so 100% genau sind die Skalenwerte bei 40 Jahre alten Drehern eh nicht mehr, da geht viel nach Gefühl ^^
      VG
      Kai


      Ich bitte Tippfehler zu entschuldigen, es huschen dicke Finger über kleine Tasten :)
    • Neu

      Sehr interessant. Mein 796H ist leider noch nicht eingetroffen... Ich berichte dann aber wenn's da ist.

      Aber offensichtlich könnte die Kombi B150/704 suboptimal sein; die Kombi V-LPS/Adapter/1219 dagegen ziemlich gut.

      LG
      Manuel
      Dreher: Dual 704, Dual 1219, Revox B795, Lenco L65