Dual CS 704 und Dual CS 721 Ein- und Ausschaltknacken und die Lösung

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      wenn ich mir den Schaltkasten so anschaue, hätte ich noch eine andere Idee:
      ein solid state relais schaltet den Laststrom im Nulldurchgang, und der Ein/ Aus Schalter liefert nur das Signal für das Halbleiterrelais.
      momentan in Gebrauch bzw. auf der Werkbank:
      Grundig 8060 Musikschrank mit PE REX
      HS152 mit 1246 und CL138
      Elac 10H shure M31E
      Lenco B55 mit ADC 220 XE Motor geölt mit 10ml Spritzenmethode
      Thorens TD124+SME 3012 Status: alle Teile vorhanden
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      Der war gut Bruno :)

      Also. Wechselspannung hat eine positive und eine negative Halbwelle. Schaltest Du Deinen Dreher zum Zeitpunkt
      wo die positive oder negative Welle grade am Schalter anliegt, bekommst Du diese "Abreißfunken" die durch den
      Kondensator gelöscht werden sollen.
      Im Übergang zwischen positiver und negativer Halbwelle ist absolut keine Spannung und es passiert nix mit Funken
      etc.
      Dieses Solid State Relais wird nun von Deinem Schalter betätigt. Aber das Relais ist schlau und merkt, was grade an Spannung anliegt und schaltet nur in dem Moment ein, wo keine Spannung (Nulldurchgang) anliegt.
      Da sich das alles mit 50Hz pro Sekunde abspielt, wirst Du keine Einschaltverzögerung merken. Lichtorgeln
      arbeiten nach dem gleichen Prinzip. So spart man sich die ganze Entstörung. Hier wird aber mit Phasenanschnitt
      gearbeitet (Lichtorgel). :)
      Etwas besser.....vierlleicht? :)
      Wenn Du Dir Dein Motorrad auf den Huf fallen lässt, weisst Du, ob Du eine schwere Maschine hast

      Dual CS 505-1, DUAL 1225, Verstärker Dual CV120, Dual CT19 Tuner und Teleton Sc-150 Tapedeck
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      na ja ich denke schon das sich ein Techniker vorstellen kann was ich damit meine.
      Schalten im Nulldurchgang der Wechselspannung oder auf engl. zero cross ist eine elegante Möglichkeit
      um Knacken gänzlich zu vermeiden.

      Nur das Ansteuern eines solid state relais könnte schwierig werden. Diese haben meist einen optokoppler,
      die LED verlangt ca. 10mA / 5V.
      Woher kann man diese Spannung gewinnen? Ein zusätzlichen Hilfstrafo finde ich zu aufwängig.
      Und wenn man einen 23K Vorwiderstand nimmt, so muss man über 2W Verlustwärme abführen.
      Evtl. so eine Schaltung verwenden wie bei dem Strobo, mit Kondensator, das würde die Verluste senken.
      Ich denke da an die dualfred LED strobo schaltung.
      Diese Schaltung in Reihe mit dem Einschaltkontakt schalten um damit den optokoppler anzusteuern.
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      Hallo,

      Vielen Dank für die erhellenden Erklärungen und ehrliche Bewunderung an euch beide für euer Fachwissen. Ich glaube verstanden zu haben, dass ihr auf der Suche nach der perfekten Lösung gegen das Einschaltknacken seid. Mein Vorschlag: Grübelt nicht zu viel und hört dazwischen auch einmal eine gute Platte.

      Beste Grüße

      Bruno
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      tubesaurus schrieb:

      ein solid state relais schaltet den Laststrom im Nulldurchgang, und der Ein/ Aus Schalter liefert nur das Signal für das Halbleiterrelais
      Genau, das ging mir auch schonmal durch den Kopf. Diese Halbleiterrelais müssten m.E. in den Trafokasten passen. Gedankenexperimente...

      Ich habe hier einen verranzten 721 mit ehemals einem 0,01µF/630V-DC-Kondensator von Nichicon in der Schaltbox. Leider habe ich kein Foto gemacht. Der Kondensator war auf der Unterseite kräftig angeschwärzt vom Schaltfunken. Der hat auch ordentlich geblitzt beim schalten. Geknallt hat es zwar in den Lautsprechern, aber bei weitem nicht so gravierend wie bei meinem 704. Mittlerweile ist einer der gelben Entstörkondensatoren von Conrad drin und es knallt nix mehr. Witzigerweise habe ich die Schaltkontakte selbst überhaupt nicht bearbeitet!

      Nochmal gedanklich zurück zu den Halbleiterrelais. Die werden ja wohl alle mit ca. 3-32V DC angesteuert. Ich habe noch keins gefunden, welches mit 240V AC angesteuert wird. D.h., man muss noch ein kleines Kondesatornetzteil vorschalten, bestehend aus Schutzwiderstand, Diode, Kondensator und Entladewiderstand. Ob das dann noch alles in den Trafokasten passt? Bzw. das Kondensatornetzteil in den Schaltkasten?

      Gruss
      Richard (der mit Männerschnupfen im Bett liegt und zur Genesung im Dual-Board liest)

      PS: Habe jetzt gerade ein wenig Zeit :saint: und auf Amazon dieses Solid-State-Relais bestellt (Ansteuerung mit 250V AC). Zum Experimentieren muss man ja nichts am Dreher umbauen, nur den Netzstecker in eine Zwischendose, die vom Relais gesteuert wird.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Schmolz ()

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      hallo Richard,
      ja ich denke dieses Relais welches du bestellt hast müßte funktionieren.
      Diese kleinere Bauform für Platinenmontage würde allerdings besser in den Schaltkasten passen.
      Ich erinnere mich wage an Experimente mit den ersten solid state Relais, das ist schon 35 Jahre her,
      da gab es einen Typ, welcher TTL kompatibel angesteuert werden konnte, d.h. man konnte dieses relais mit einem Schaltkontakt ansteuern, Kontakt auf=1, Kontakt zu =0. Oder halt einen Typ welcher mit 230V AC angesteuert werden kann, so wie dieses welches du bestellt hast, aber mir kleinerer Bauform und zereo cross Funktion.

      Nur ist es ziemlich schwierig genau so ein passenden Typ zu finden, bei der Vielzahl von Typen, falls es so einen Typ überhaupt gibt, zu einem akzeptablen Preis.
      Grüsse , Armin
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von tubesaurus ()

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      tubesaurus schrieb:

      ja ich denke dieses Relais welches du bestellt hast müßte funktionieren
      Lieferung kommt lt. Amazon morgen und da ich gerade etwas Zeit habe, werde ich es auch gleich ausprobieren und hier berichten.

      tubesaurus schrieb:

      Diese kleinere Bauform für Platinenmontage würde allerdings besser in den Schaltkasten passen.
      Das stimmt. Um es ordentlich zu machen und nicht zu verbasteln muss man sich auf jeden Fall eine neue Platine ätzen. Für Experimente eignet sich allerdings m.E. die von mir bestellte Bauform mit den Schraubklemmen besser.
      Verkaufen ist in beiden Fällen dann allerdings wohl nicht mehr drin, wegen evtl. Haftungsansprüchen im Schadensfall. Selbst wenn es ordentlich gemacht ist und alle Regeln eingehalten wurden . Ich bin eben keine Elektrofachkraft.

      Gruss
      Richard

      Edit: Zero-cross-Funktion ist in dem von mir bestellten Relais enthalten. Das steht zwar nicht bei Amazon in der Produktbeschreibung, lässt sich aber auf anderen Seiten recherchieren. Ohne zero-cross würde die Anordnung ja wenig Sinn machen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Schmolz ()

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      Als Ergänzung noch diese Produktinformation. Man erkennt auf dem unteren Symbolschaltbild, dass der Hersteller die Steuer-LED mit Vollwellengleichrichtung ansteuert und die Steuerspannung an zwei Widerständen abfällt. Man darf davon ausgehen, dass das so berechnet ist, dass bei 240 V Steuerspannung die LED nicht überlastet wird und nicht zuviel Wärme entsteht. Ich hätte hier eher ein Kondensator-Netzteil erwartet.
      Im Lastkreis ist bereits ein Boucherot-Glied eingebaut, so dass der serienmäßige Entstörkondensator im Netzteil wohl entfallen kann.
      Der Entstörkondensator im Schaltkasten kann wohl bleiben, denn der hat ca. 300 KOhm Blindwiderstand, dh, es. fließt ein Strom von ca. 0,8 mA. Das SSR-Modul braucht nach Datenblatt mindestens 5 mA für einen sicheren Schaltvorgang.

      Ich bin gespannt, wie das funktioniert.

      Gruss, Richard
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      Ich habe heute Zeit zum Basteln gehabt und folgendes ist dabei heraus gekommen:


      Ich habe für den Aufbau so einen billigen Zwischenstecker geschlachtet. Die Heißkleber-Industrie hat die Sektkorken knallen lassen. Finger hätte seine helle Freude...Es ist eine Experimentierschaltung, hier bei mir laufen keine Haustiere oder Kinder (mehr) herum.


      Also mal die gute Nachricht vorab: Es knallt nix mehr. Absolut nix mehr, selbst bei hoher Lautstärke ist bei Einschalten des Drehers (über den Wippschalter) nichts mehr zu hören.

      Die schlechte Nachricht: Der interne Snubber lässt zuviel Strom durch, der Dreher schaltet erst gar nicht ab. Ich habe dann mal eine 500W Halogen-Deckenleuchte über einen Mehrfachstecker parallel geschaltet. Jetzt ist der Dreher aus, knallen tut trotzdem nichts. Auf dem unteren Bild könnt ihr sehen, dass im ausgeschalteten Zustand ca. 6 mA fließen. Das bedeutet über 1 Watt Ruheleistung. Ich schätze mal, in dem SSR ist ein Kondensator von ca. 0,1 µF + Serienwiderstand drin.

      D.h., für den angedachten Zweck unbrauchbar.

      Eine diskret aufgebaute angepasste Schaltung mit Opto-Triac und Zero-Cross-Logik und externem Leistungstriac müsste es dann wohl schon sein, um Ruhe in den Ein- und Ausschaltmoment zu bringen. Vor mir liegt außerdem noch eine orgiginale NOS-Schaltbox von Dualfred, die ich natürlich noch nicht eingebaut habe. Ich werde berichten.

      Gruss
      Richard

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Schmolz ()

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      Vielen Dank für diesen Versuch.
      Es ist sehr schwierig ein passendes Bauteil zu finden. Bei RS components kann man über eine Auswahlliste die Eigenschalten von solchen Bauteilen eingrenzen, aber trotzdem hab ich noch nicht das passende Teil gefunden.
      Es gibt hunderte verschiedene Typen.
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      Ich wollte mit so einem SS-Relais mal ein LED-Aquariumlampe schalten. Eine normale LED-Tischlampe als Test ging gar nicht
      richtig aus und die Aquariumlampe hinter ihrem Schaltnetzteil hat Nachts Disko gespielt. Blitzte alle ca. 30 Sekunden auf.
      War also bei mir keine Lösung um ein Relais zu ersetzten.

      Ulli
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      beeblebrox schrieb:

      Ich wollte mit so einem SS-Relais mal ein LED-Aquariumlampe schalten. Eine normale LED-Tischlampe als Test ging gar nicht
      richtig aus und die Aquariumlampe hinter ihrem Schaltnetzteil hat Nachts Disko gespielt. Blitzte alle ca. 30 Sekunden auf
      Wie man an meinem Versuch sehen kann, fließen in ausgeschaltetem Zustand noch 6 mA bei 230 V. Möglicherweise ist dieser Wert typisch für SSRs in dieser Leistungsklasse. Immerhin kann das Teil aus meinem Versuch mit zusätzlicher Kühlung bis zu 25 A bei bis zu 400 V = 10kW schalten.
      6 mA reichen offenbar für viele Geräte mit geringem Strombedarf, um undefinierte Betriebszustände zu erzeugen, den Dual 704 eingeschlossen.

      Es war halt ein Versuch für ein wenig Spielgeld und ein wenig Zeit.

      Vermutlich beseitigt ein solcher Nullspannungsschalter die Ursache für das Einschalt-Knallen bei so manchem Dreher. Ob so eine Anordnung praktikabel ist, ist eine ganz andere Frage. Eher nicht, denn der Aufwand ist schon beträchtlich, die Originalität geht verloren, es ist mehr drin was kaputt gehen kann und hinsichtlich der Sicherheit muss man schon wissen was man tut, Haftungsrisiken eingeschlossen.

      Gruss
      Richard
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      Ich habe noch irgendwo eine Lichtorgelschaltung wo die Netztrennung mit einem Ic mit
      Nulldurchgangssteuerung realisiert wird. Auf der Powerseite ist nur der Triac ohne was.
      Auf der Niederspannungsseite kann man Gleichspannung zum einschalten nehmen oder
      eben gleichgerichtete Musik. :) M ontag auf Arbeit kuck ich mal.

      LG

      Rolf

      Edit: Hier eine Schaltung und zwar die obere hab ich in der Lichtorgel.
      Ich habe zwar noch keine Idee mit der Ansteuerung des IC`s (220Volt ~ ist büschen viel),
      aber auf der Hochvoltseite fließt kein Strom wenn aus ist. Wie gesagt vielleicht ein ansatz
      Ich betreibe die Lichtorgel mit 24Volt~ (Trafo) und Ultrahellen LED's. Da Leuchtet keine wenn
      keine Musik kommt :)

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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Fepo ()

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      Fepo schrieb:

      Ic mit
      Nulldurchgangssteuerung
      Ja, ich denke, der MOC3021 ist hier richtig, in Verbindung mit der unteren Schaltung. Jetzt "nur" noch ein kleines Kondensatornetzteil zur Ansteuerung der LED.

      Ich habe nun das neue Schaltmodul eingebaut, natürlich mit einem neuen Entstörkondensator. Ohne jede Verbesserung.
      Es knallt übrigens auch, wenn ich den Tonarm einschwenke und dann den Netzstecker einstecke oder die schaltbare Steckdosenleiste einschalte. Nur beim Schalten über meine Experimentierschaltung ist Stille.

      Gruss
      Richard
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      beeblebrox schrieb:

      Kann es auch am Verstärker liegen
      Vermutlich ja und nein. Ich habe hier unterschiedliche Dreher- und Verstärker/Vorstufenkombinationen getestet. Mein 1228 beispielsweise knallt an allen Kombinationen praktisch gar nicht. Mein 704 ist ist der Knaller schlechthin, gefolgt von einem 721 (knallen an allen Verstärkern) und einem 604, der knallt mehr an Revox A78 und weniger an Pro-Ject Phonobox und noch weniger an einer selbstgebauten Vorstufe. Aber immer noch wahrnehmbar. Und ja, es stört mich. Vor allem deshalb, weil es bei allen Drehern nicht jedesmal knallt und man unangenehm überrascht wird.

      Gruss
      Richard