731q Dauerläufer

    • 731q Dauerläufer

      Moin Zusammen,

      derzeit kämpfe ich mit einem 731q der nach Knallfroschwechsel (beiden), Hauptelkowechsel, neuem Audiokabel (inkl auftrennen der Masse) zum Dauerläufer geworden ist. Folgendes Fehlerbild: Ich drücke Start und die Platte wird komplett abgespielt. Nach der Auslaufrille schwenkt der arm zurück, mechanisches geklacker wie immer aber der Motor schaltet nicht ab. Auch wenn ich auf Stop drücke mag er nicht abschalten. Vorher war das nicht so.

      Wer weiß rat? ?(

      Gruß an dem verregneten Samstag
      Veysel
      Zuviel Geraffel :D
    • Hi Veysel !

      bricks schrieb:

      Wer weiß rat?
      Ich natürlich. ^^

      1. Wenn die Knallis die richtigen Werte haben (10nF über den Schaltern) und alle sauber verlötet sind, ohne irgendwo Brücken zu bilden, dürfte das Problem nicht dort liegen.

      2. Der Hauptschalter wird durch die Mechanik betätigt, die durch die Start- und Stop-Zugmagnete oder durch Einschwenken des Arms ausgelöst wird. Der hat eine Schaltstange aus Plastik, die von einem Hebel eingedrückt wird, damit der Motor *abschaltet*. Vermutlich stimmt an der Stelle was nicht.

      3. Der Startschalter hat einen Niederspannungsteil (mit dem die Relaisschaltung und die Mutingschaltung ausgelöst wird) und einen Hochspannungskontakt (der den Hauptschalter brückt und in einem isolierten Abschnitt liegt - da wo der zweite Entstörkondi drüber kommt). Es wäre auch noch denkbar, daß dieser Schalterteil klemmt.

      (PS: Deine Nachricht habe ich gelesen, bin nur noch nicht zum Antworten gekommen ...)

      .
      Peter aus dem Lipperland


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    • Hi Veysel !

      bricks schrieb:

      Hast du mal ein Bild zur Hand wo meine Augen mal nachsehen müssen in meinem Gerät?
      Nee, habe ich auch nicht.

      Mein 731 steht rund 8 Kilometer weit weg. Aber aus der Beschreibung weiß ich, daß die Klinke 126 am Armsegment 124 den Schaltarm 78 (der am Kurvenrad anliegt) betätigt und der widerum den Hauptschalter, wenn man den Arm einschwenkt.
      Also muß sich der Schaltarm beim Einschwenken von der Schalterkiste entfernen und beim Zurückschwenken wieder anlegen.
      Dort sitzt der Betätigungshebel für den Schalter.

      .
      Peter aus dem Lipperland


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    • So. Also ich habe alles kontrolliert. Lötpunkte sind sauber. Mechanik tuts auch einwandfrei. Ich habe dann den KS4 Schaltkasten aufgemacht und mir angesehen was beim manuellen drehen so passiert. der Hauptkontakt wird geschaltet und beim zurückschwenken aber nicht unterbrochen. Wirkt wie festgeklebt/magnetisch. Erst habe ich vermutet das die Mechanik den Hebel nicht weit genug betätigt um den Kontakt zu unterbrechen. Das wars aber nicht. Ich habe den Schaltkontakt einen zehntel Millimeter nach aussen gedrückt. Kann sein das der sich beim Knalliwechsel durch Hitze verzogen hat. Das Bild ist aus dem Netz gemopst. Bei mir ist dadrüber natürlich der Knalli:

      Zuviel Geraffel :D
    • Hi Veysel !

      Untendrunter liegt der Schieber aus Plastik, der den Kontakt über eine Kerbe betätigt.
      Der liegt direkt neben dem Metallteil, wo das eine Bein vom Knalli drankommt. Könnte sein, daß er an der Stelle nach dem Löten jetzt etwas klebt. Schlimmstenfalls mußt Du den Kasten mal vom Chassis lösen, den Hebel und die Führung reinigen und mit etwas Silikonspray oder feiner Vaseline *hauchzart* behandeln. Aber eigentlich reicht bei den Plastikteilen schon, wenn die Führung sauber ist und nicht durch die Lötwärme verdellt.

      BIslang hatte ich an der Stelle noch nie Probleme und ich habe schon allerhand Knallis getauscht. Kann natürlich sein, daß sie irgendwann das Material gewechselt haben und das bei den neueren Geräten etwas empfindlicher ist.

      .
      Peter aus dem Lipperland


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    • Hi Peter,

      wacholder schrieb:

      Schlimmstenfalls mußt Du den Kasten mal vom Chassis lösen, den Hebel und die Führung reinigen und mit etwas Silikonspray oder feiner Vaseline *hauchzart* behandeln. Aber eigentlich reicht bei den Plastikteilen schon, wenn die Führung sauber ist und nicht durch die Lötwärme verdellt.
      Nach Millimeter biegen scheint er es zu tun. Ich beobachte das mal. Sonst kommt der Kasten mal raus und ich säubere und Vaseline es wie du beschreibst.

      Manchmal zickig diese alten Kisten :love:
      Zuviel Geraffel :D
    • Hatte ja das gleiche/ ähnliche Problem.

      Nach Reinigung und Gangbarmachung schaltet er nun ab---aaber! nicht mehr automatisch! Mit geliftetem Tonarm und ein winziges Stück bewegt geht`s dann. Auch mit der Stop-Taste.
      Den Aufsetzpunkt kann ich ja einstellen- jetzt recht knapp am Start- reicht aber immer noch nicht.
      Kann man den Abschaltpunkt auch irgendwo einstellen??

      Gruß
      Knut
    • Perfekt! Funzt wieder!

      Leider ist`s etwas mühsam, da jedesmal das Chassis hochgenommen werden muss. Also ja, die Schose wieder auseinander. Hält sich aber in Grenzen...

      Danke jedenfalls für den Hinweis!
      Hätte allerdings auch selbst drauf kommen können, wenn ich mir das Service-Manual genauer angesehen hätte...

      Gruß, Knut
    • Hi Knut !

      ecam schrieb:

      Perfekt! Funzt wieder!
      Siehste. Geht doch.


      ecam schrieb:

      Hätte allerdings auch selbst drauf kommen können, wenn ich mir das Service-Manual genauer angesehen hätte...
      Das ist eben so.
      Ich nehme manchmal auf dem Job auch den "Telefonjoker" und rufe jemanden an, bevor ich mich durch Dutzende Seiten Doku lese.

      .
      Peter aus dem Lipperland


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