Dual 1216 - Motor- und Tellerabschaltung beschleunigen

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    • Dual 1216 - Motor- und Tellerabschaltung beschleunigen

      Hallo,

      ich habe vor einigen Tagen ein Dual 1216 Typ CS 22 aus einem Nachlass geerbt (inkl. Dual-Verstärker CV 31, Lautsprecher CL 133 und Radio CT 18). Diese Geräte gefallen mir allein schon aufgrund ihrer Holzzargen, aber auch die Mechanik zB des 1216 hat mich in ihren Bann gezogen (ich werde der Mechanik zu Ehren so bald ich dazu komme ein transparentes Plexiglasgehäuse bauen^^). Auch klingen die winzigen Lautsprecher, auf Standfüße gestellt, richtig sauber und trocken :-).

      Der 1216 hat natürlich anfangs Mucken gemacht, die ich in nächtelanger Arbeit so gut wie alle in den Griff gekriegt habe.

      Jetzt komm ich aber endlich zu dem Punkt weshalb ich mich hier angemeldet habe: der Schaltarm (143) ist zwar mittlerweile wieder verhältnismäßig sehr leichtgängig, bis der Motor abschaltet dauert es aber trotzdem noch 20-30 Sekunden (der Teller wird dagegen schon meist nach wenigen Sekunden abgeschaltet). Wenn man das Chassis schräg hält und dem Schaltarm mit der Schwerkraft die Arbeit erleichtert dauert es keine Sekunde bis er in der Endstellung ist und den Motor abschaltet, aber wenn das Chassis waagrecht ist wie es der Normalfall ist, bewegt sich der Schaltarm oft immer noch nicht komplett bis zum Ende obwohl er an sich wieder leichtgängig ist. Indem ich die Geschwindigkeiten umstelle beschleunigt das die Rückstellung manchmal.

      Gibt es irgendeine Möglichkeit wie ich die Rückstellkraft des Schaltarms unterstützen kann? Ich habe leider trotz intensivem Studiums des Service Manuals und der Mechanik selber immer noch keine Ahnung was genau die Rückstellkraft bewirkt. Es wäre toll, wenn mich diesbezüglich jemand erhellen kann.

      Mit freundlichen Grüßen
      Clovenhoof
    • Clovenhoof schrieb:

      Gibt es irgendeine Möglichkeit wie ich die Rückstellkraft des Schaltarms unterstützen kann?
      Hallo,

      der Schaltarm ist neben ein paar anderen Bauteilen auf der Rillenachse gelagert.
      Dieses Lager muss vom alten verharzten Fett befreit und neu geschmiert werden, dann funzt auch die Rückstellung des Schaltarms wieder wie geschmiert.
      Also die Rillenachse lösen und alle darauf gelagerten Teile eines nach dem anderen Abziehen.
      Kann sein dass das sehr schwer geht weil das alte Fett alles verklebt, dann hilft ein Föhn, etwas WD40 und Geduld ;)
      MfG, Ronny :)


      Lern Fliegen: air-touch.de/
    • Hm, ok, danke für deinen Beitrag! Ich werde es nochmal versuchen. Meine bisherigen Versuche irgendwelche Schrauben im Bereich der Rillenachse und des Schaltarms zu lösen waren allerdings vergeblich - höchstens der Schlitz im Schraubenkopf wird ausgeschlagen, drehen tut sich die Schraube leider nicht.. Zum Einsatz gebracht hab ich schon eine Menge WD40, Isopropylalkohol sowie Nähmaschinenfett und viele Bewegungen "von Hand". Einen Fön besitze ich leider nicht, aja egal ich krieg das schon hin ;)
    • Hi !

      Clovenhoof schrieb:

      höchstens der Schlitz im Schraubenkopf wird ausgeschlagen, drehen tut sich die Schraube leider nicht.
      Äh ... die Kontermutter #25 auf der Chassis-Oberseite hast Du aber abgenommen ?
      Sonst kannst Du lange drehen ... bis es mal "Knack!" macht ...

      Ich hatte bei einem 1218 eine derartig verklebte Rillenachse, daß ich dem Ding mit dem Heißluftgebläse auf die Pelle gerückt bin. Dazu sollte man dann aber das Kurvenrad mit einem Blechstück abdecken. Dem könnte das sonst zu heiß werden.

      .
      Peter aus dem Lipperland


      Solo mio, vendro unscrupuloso, custombres sansaclu.
    • So ich hab nach den ersten erfolgreichen Dual-Basteleien (HS 130 und CV 31) jetzt wieder etwas Zuversicht gefunden. Eigentlich wurde mir verboten die Rillenachse auszubauen von einem Bekannten der den Spieler haben möchte, aber was der Bauer nicht weiß macht ihn nicht heiß :D ich muss halt nur wieder alle Teile zusammen kriegen und da würde ich vorher nochmal gerne eure Meinung hören, um wie viel Teile handelt es sich denn ungefähr die ausgebaut werden müssen? Kann das tatsächlich ein absoluter Neuling wie ich hinkriegen? Sinnvollerweise notiert man sich vermutlich die Reihenfolge der Teile wie man sie ausbaut evtl mit laufender Kamera oder ist das übertrieben?
    • das sind 5 oder 6 Teile plus Unterleg- und Sicherungsscheibe. Ist beim 1216 wirklich kein Problem. Aber bitte unbedingt von jedem Schritt ein Foto machen. Dann klappt das ganz gut. Ich hab das Dualbasteln an einem 1225 gelernt. Zweimal zerlegt und wieder zusammengebaut, danach machst Du eine 12er Wartung im Schlaf ;)
      VG
      Kai


      Ich bitte Tippfehler zu entschuldigen, es huschen dicke Finger über kleine Tasten :)
    • Das hört man gerne ;) mein 1224 sieht WESENTLICH entschlackter und schlanker in der Mechanik aus als der 1216, dafür hat letzter kein Pimpel, nungut, danke für die Info! Ich mach mich gleich mal ans Basteln

      Oh Mann, die Kontermutter der Rillenachse unter dem Teller ist so winzig, dass ich die nicht einen Grad drehen kann. Ich rutsche mit der Ratsche immer von der Mutter ab sobald ich drehe möchte, weil diese so flach ist. Mit einer Zange passiert das selbe. Wahrscheinlich bin ich nur zu ungeschickt und ungeübt, kennt jemand Tricks hat wie man das Lösen der Kontermutter vereinfachen kann? Dann bitte her damit.

      Hmm langsam kam mir der Verdacht, dass ich ständig versuche mit der Ratsche zuzudrehen. Tatsächlich hab ich auch ein 4 mm Maulschlüssel gefunden, damit gings :whistling: Mechanik-Newbie vs Plattenspieler 1:0


      Tadaaa, das war tatsächlich nur eine Sache von 2 Minuten :) funktioniert jetzt alles einwandfrei :thumbsup: :thumbsup:

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Clovenhoof ()

    • Danke.

      Jetzt hab ich ein neues Problem. Es kommt kein Ton mehr auf die Boxen. Aber es brummt relativ laut wenn der Tonarm nicht gerade von der Mechanik geschwenkt wird, dabei ist das Brummen weg. Liegt das eventuell nach der Tonarm-Verkabelung? An der Headshell / TA sitzt alles wie es soll, die Kontakte sind relativ silbrig... muss also unter der Oberfläche sein. Hat jemand eine Idee? Sehen tu ich erstmal nichts was nicht aussieht wie es soll.

      PS: würde es sich übrigens lohnen die TA-Headshell-Kabel zu erneuern? Die wirken relativ brüchig und auch die Farben sind schon merklich verblasst. Auf den wertigen Eindruck kommt es mir erst in dritter Linie an, aber ich habe den Verdacht, dass die nicht allzu viel mechanische Beanspruchung mehr mitmachen werden und da frag ich mich ob das auch klanglich bereits Einbußen bringt wenn die Kabel so alt und marode sind. Letztlich muss das aber vor allem derjenige entscheiden der sie bezahlt, nämlich mein Bekannter, nunja, billig sind so Käbelchen ja nicht gerade. hmm. Egal erstmal wieder das Gerät zum Laufen bringen. Der Rest ist nur für mein Ego :D

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Clovenhoof ()

    • Nimm mal das TK ab und setz es wieder ein. Das ist wohl ein reines Kontaktproblem, da es eindeutig vor dem kurzschließer entsteht. Die Verkabelung im Tonarm geht so leicht nicht kaputt.

      Diethelm :)
      1229/DM 103 E; 704/AT 13; 1218/M20E; 630/OM10; 1216/DMS 220; 1214 HiFi/M 91(mono); 1003 an Grundig 4035; AKAI AA 1030; BRAUN A 1; Telefunken TA 350
    • phonesmoke schrieb:

      Nimm mal das TK ab und setz es wieder ein. Das ist wohl ein reines Kontaktproblem, da es eindeutig vor dem kurzschließer entsteht. Die Verkabelung im Tonarm geht so leicht nicht kaputt.

      Diethelm :)

      Korrekt! Das Metallplättchen im Tonkopf an das die Kontakte gepresst werden war locker. Danke für euere Hilfe, jetzt mutiert der 1216 langsam zu einem richtig gut klingenden, funktionierenden und aussehenden Spieler :)